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DIA-Dokument: Das Märchen vom US-Masterplan für den "Islamischen Staat"
AP

Haben die USA den Aufstieg des "Islamischen Staats" im Geheimen gefördert? Ein Papier des US-Militärgeheimdienstes DIA soll das beweisen. Doch das Dokument belegt vor allem Heuchelei und Versagen der US-Regierung.

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zappa99 29.05.2015, 10:27
1. Diagnose: Pathologischer Antiamerikanismus

wird immer häufiger. Egal was, "die Amerikaner" sind schuld.

Ja, die Amerikaner haben große Fehler gemacht, Bush ist ohne Zweifel ein Kriegsverbrecher. Die Ursache für die derzeitige Situation sind sie aber trotzdem nicht, auch wenn sie sie vielleicht ausgelöst haben.

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Hesekiel 29.05.2015, 10:27
2.

Was sich anhand des Berichtes zeigt ist doch vor allem die extreme Falscheinschaetzung, der die westliche Koalition aufgesessen ist - inklusive der dramatischen Folgen fuer die Bewohner einer ganzen Region, die vom IS systematisch massakriert oder versklavt werden. Es zeigt sich, dass die arg pragmatische Haltung Russlands und Chinas, Assad als beste aller schlimmen Loesungen zunaechst im Amt zu belassen, die Richtige gewesen waere. Statt Frieden, Demokratie und Humanismus hat der Westen dem islamischen Staat den Weg freigebombt, Applaus all euch damaligen Befuehrwortern! Assad war sicher Diktator und Unmensch, aber in seinem Regime lebten und ueberlebten verschiedene Konfessionen miteinander. Er hatte eine martialische Loesung, pandorras Buexe zuzuhalten, jetzt ist der IS halt raus.

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aljoschu 29.05.2015, 10:35
3. Die Verlogenheit der USA schlägt alle Rekorde

"Haben die USA den Aufstieg des "Islamischen Staats" im Geheimen gefördert?" - Na was denn sonst: Die USA, Israel und Saudi Arabien finanzieren seit Jahrzehnten die terroristischen Allahkrieger im Nahen Osten, um ihre geo-strategischen Ziele zu erreichen: Iran und Russland aus der Region hinauszudrängen.
So wurden von Anfang an die Taliban und Alkaida erst von diesen erschaffen, alimentiert und militärisch aufgerüstet, um die Russen in Afghanistan zu bekämpfen, so hat Israel erst die Gründung der Hamas unterstützt, um die Al Fatah zu zerstören, so hat man die Al Nusra und den IS unterstützt, um das verhasste Assad-Regime zu bekämpfen. So bombardiert man gegenwärtig den Jemen, während die Killer des IS die angeblich Iran-hörigen Huthi-Aufständischen bekämpfen. Dabei war in Afghanistan die Zeit unter russischer Besatzung mit die beste für die Menschen seit langem, dabei war auch das Assad-Regime in Syrien bei weitem das liberalste in der Region und dabei war die Al Fatah unter Yassir Arafat im Vergleich mit der Hamas rational und verlässlich.
Aber den obigen Protagonisten ging es generell um die Destabilisierung der Region, um damit ihre imperialen Ziele zu verfolgen.
Wie sonst wollte man die anhaltenden Erfolge des IS und die mehr als fadenscheinigen militärischen Anstrengungen zur Bekämpfung des IS-Terrors durch die USA und die Türkei erklären? Alles das während man sich als Führer des weltweiten "War against Terror" geriert.
Die Verlogenheit unserer falschen Freunde und Partner in der NATO schlägt alle Rekorde - aber wir halten an ihnen fest mit einer sagenhaften Nibelungentreue.

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axelmueller1976 29.05.2015, 10:38
4. Warum sind die USA immer Schuld ?

Gerade Europa wollte doch den arabischen Frühling. Und was ist daraus geworden ? Man wollte eine Demokratie in Damaskus und durch die begonnene Revolution hat man erst die IS stark gemacht und jetzt ruft man die Amis um Hilfe.

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raro 29.05.2015, 10:42
5. herauslesen

kann mensch viel

und das Wesentliche ist und bleibt, Assad ist im Vergleich zur IS, süß wie Honig.
Und die Mär vom anfänglichen so tollen säkularen Widerstand, glauben auch immer weniger.
Und Frieden braucht mehr als Waffen und warme Worte, nämlich viel Geld, aber das will halt der super Reiche nicht zahlen, weltweit.

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abraxas63 29.05.2015, 10:50
6.

Es ist nunmal die neue amerikanische Strategie, nach den kostenintensiven Einsätzen in Afghanistan und Irak, ihre militärischen Interessen durch Verbündete vor Ort vertreten zu lassen, so Frankreich und England in Libyen und Katar, Saudi-Arabien und Türkei in Syrien.
Das deren Politik dann ohne Wissen und Zustimmung Amerikas durchgeführt wird, ist völliger Unsinn.
Man weiß in Zeiten der NSA meistens ganz genau, was läuft. Vorallem bei Verbündeten, mit denen man sich ja zusätzlich noch abspricht.
Letztendlich ist der IS indirekt durch die freie Hand für seine Förderer mit der Unterstützung der USA entstanden.
Das man jetzt bekämpft, was man vorher zuerst geschaffen hat, ist allerdings nichts Neues in der Geschichte.
Das Werkzeug ist einfach aus dem Ruder gelaufen. Dazu allzu sichtbar für den Rest der Welt, was zur Politheuchelei zwingt.
Deswegen bomben jetzt sogar -widerwillig - die Golfstaaten gegen den IS mit, während aus diesen Ländern heraus - über Stiftungen und Privatpersonen weiter die Unterstützungsgelder fließen.
Der ganz normale Wahnsinn.

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maki1961 29.05.2015, 10:52
7. ja da haben viele menchen ins gras

gebissen.assad ist der böse doch gab es nicht soviele tote und Flüchtlinge.
es ist wie im Irak.erst bomben und dann im stich lassen.
mal sehen was jetzt kommt gutes bestimmt nicht.
assad ein freund von rußland das geht das geht natürlich nicht.also immer druff.

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Spiegelwahr 29.05.2015, 10:54
8. Klar alle überwachen

Genau aus diesem Grund muss zur Senkung der Terrorgefahr das gesamte deutsche Volk und Nichtdeutsche auf deutschen Boden mit einer flächendeckenden Vorratsdatenspeicherung gründlich überwacht werden. Billiger wär es die Regierungen der sogenannten freien westlichen Welt durch Volk zu überwachen. Alle Tätigkeiten der Regierungen müssen öffentlich gemacht werden, damit das Volk verfassungsfeindliche Tätigkeiten erkennen kann und beende. Nur so was darf man jetzt nur bei Blatter sagen.

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minsch 29.05.2015, 10:56
9.

Die Kausalkette ist viel zu kurz: Wenn man dem hinterher geht, dann landet man bei US-Präsidenten des letzten und dieses Jahrhunderts, die fast ausschließlich von den Republikanern gestellt wurden:

Und der Anfang allen Übels heißt schlicht Ronald Reagan, denn er hat erst in Afghanistan die Dschihadisten aufgebaut, damals hießen sie noch Mudschaheddin, und das nicht, weil er irgendwann einen IS haben wollte, sondern weil er in seinem blinden Kommunistenhass gemeint hat, alle Verbrecher dieser Welt wären okay, solange sie keine Kommunisten sind, egal, ob es sich um nationalistische Faschisten oder Religionskrieger oder ganz ordinäre Kriminelle handelte. Damit hat er eine Entwicklung angeschoben, die vorläufig da endet, wo wir heute stehen. Der Feind meines Feindes ist eben nicht immer mein Freund, zumindest auf lange Sicht gesehen, denn nur weil er derzeit meinen Feind noch mehr hasst als mich selber, heißt das noch lange nicht, dass er vergisst, wen er anschließend umbringen will, wenn der gemeinsame Feind weg ist.

Das Problem mit den USA ist nicht so sehr, dass die auf einmal anfangen, aus voller innerer Überzeugung den Islamismus zu fördern, das haben sie auch in der Vergangenheit nicht beabsichtigt, das Problem ist, und das gilt vor allem für die Republikaner, auch wenn die Demokraten da nicht wirklich besser sind, sie sind zumindest nicht so extrem, das sie zur Erreichung kurzfristiger Ziele nicht die langfristigen Auswirkungen bedenken und heraus kommt dann häufig das, was wir derzeit erleben. Der IS ist undenkbar ohne den nicht erklärten CIA-Krieg gegen Russland in Afghanistan, ohne den völkerrechtswidrigen Krieg von Bush jr. gegen den Irak mit anschließender Einnahme des Irak, ohne den Krieg gegen das Talibanafghanistan, ohne die unselige Iranpolitik seit Anfang der 1950'er Jahre, wo man mit Großbritannien zusammen die Demokratie im Iran gestürzt und das mörderische Schahregime an die Regierung gebracht hat, das so lange die iranische Opposition bekämpft hat, bis nur noch die schiitischen Islamisten als Opposition und damit als Alternative zum Mörderschah übrig waren.

Natürlich konnte man diese Entwicklung nicht so absehen, aber: Eine kluge Politik, die an den westlichen Werten ausgerichtet ist, sieht anders aus als das, was die USA seit Ende des II. Weltkrieges betreiben. Die USA erzählen zwar seit dem II. Weltkrieg, sie würden für Frieden und Freiheit aller Menschen eintreten, aber wer einen unvoreingenommenen Blick auf die Geschichte seit sagen wir einmal 1950 nimmt, der sieht, dass es in der Regel völlig anders war, oft genug hat sie auch Frieden und Freiheit in anderen Ländern so lange bekämpft, bis nichts mehr davon übrig war: und das war der Regelfall, dass andere die Ausnahme.

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