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Die AfD und der Islam: Im Geist des Konfessionalismus
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Gehört der Islam zu Deutschland? Die AfD bestreitet das. Sie macht das religiöse Bekenntnis zur Machtfrage - und ähnelt damit nahöstlichen Gesellschaften.

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Jamesteakirk 03.05.2016, 17:46
80. Linke Konfession

Die AfD ist also genauso religiös intolerant wie der realexistierende Islam? Verstehe ich das richtig? Wieso machen dann bei der AfD Schwule, Moslems und Schwarze mit? Ich persönlich bin nicht konservativ, aber saufroh über das demokratische Korrektiv, das die AfD bildet. Traurig ist es eher, ansehen zu müssen, wie sich viele Journalisten oder Wissenschaftler die Finger wundschreiben, weil es wohl nicht in ihr Weltbild paßt, sich emphatisch zu Deutschland zu bekennen oder viele Elemente linker Ideologie zu kritisieren. Sie glauben noch brav an all die Sakramente wie z.B. den Gleichstellungswahn und die Überzeugung, Frauen seien allerorten benachteiligt. Der Vorwurf des Konfessionalismus wäre gerade bei den linken Parteien mehr als gerechtfertigt. Aber so weit sind wir leider noch nicht.

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fpschindler 03.05.2016, 17:46
81. Paragraf 1 des Deutschen Grundgesetzes lautet:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Zu den Menschen gehören Frauen, Homos, Lesben, sogar Verbrecher.
Wenn ich dieses Bekenntnis von den Muslimvertreter öfters hören würde, könnte ich mit dem im Mittelalter stehengebliebenen Islam leben.
So finden ich jeden, der diese Religion oder besser gesagt, Ideologie kritisiert im Recht und im Einklang mit unseren großen Aufklärern von Kant bis Voltaire.
Warum sich so viele Politiker und Medienvertrter diesem Islam so anbiedern und verteidigen ist doch ein Hohn auf unser Grundgesetzt und konträr zur Aufklärung und Rückschritt ins Mittelalter, was uns als Toleranz verkauft wird.

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redwed11 03.05.2016, 17:47
82.

Zitat von toisdorf.rab
Also juden-, chistentum und islam haben ihre wiege im orient und nicht im abendland. Alle drei konfessionen enthalten gewaltgeschichten und praktitizierte kriegerische unternehmungen und ablehnung der ungläubigen = anhänger anderer religionen. Zum beispiel gilt bei den papisten immer noch die ewige verdammnis aller protestanten, verkündet in einer unfehlbaren fatma des "heiligen vaters" (was schon eine gotteslästernde titulierung ist) in rom. Es gibt übrigens sehr viele glaubensübereinstimmungen der 3 religionen, sogar die marienverehrung. 95 % der AFDler dürften davon keinerlei kenntnis haben, oder nicht mehr als sie über abendland und christentum wissen. Das heißt, die eiferer wissen gar nicht, wofür oder gegen sie überhaupt sind.
Die Probleme in diesem Land sind doch nicht die Theorien über die einzelnen Religionen sondern wie diese Religionen täglich gelebt wird. Den Menschen ist es völlig egal welche Theorie hinter den einzelnen Religionen steht, er sieht aber, das immer mehr muslimische Frauen und schon kleine Mädchen mit dem Kopftuch auf den Straßen zu sehen sind. Er sieht auch, dass Jugendbanden mit muslimischen Hintergrund die Straßen unsicher machen, er sieht wie islamisch geprägte Familienclans mit hoher krimineller Energie ganze Stadtviertel terrorisieren. Er sieht , dass Muslime immer größere Forderungen im Namen ihrer Religion stellen. Das geht vom Schweinefleischverbot in Kindergärten und Schulen, getrennten Unterricht von Jungen und Mädchen abzuhalten und die Befreiung von Mädchen vom Schwimm- und Sportunterricht. Es geht weiter mit der Missachtung deutscher Gesetze und vor allem der Missachtung deutscher Amtsträger insbesondere der dort tätigen Frauen. Es gilt als schlimmes Vergehen innerhalb dieser Parallelgesellschaften wenn junge Frauen so leben wollen wie die Deutschen auch. Dann wird gegen die Betreffende Gewalt bis hin zur Tötung angewandt. Aber diese Art von Rassismus wird totgeschwiegen. So könnte man die Beispiele immer weiter aufzählen.

Dieser rückwärts gewandte Islam gehört nicht zu diesem und nicht in dieses Land.

Wer mehr über die tägliche Praxis mit islamisch geprägten Mitbürgern wissen will, sollte die Bücher von Tania Kambouri, einer Polizistin und von Heinz Buschkowsky, eines gestandenen Sozialdemokraten, lesen

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Aspekte plus 03.05.2016, 17:50
83. So geht das nicht

Zitat von ben_hurtig
Es geht nicht um Ihren Begriff von "Konfessionalismus", sondern um den des Autoren. "Ausgehend davon, ob jemand als Christ, Alawit, Sunnit oder Schiit geboren wurde, macht der "Konfessionalismus" die religiöse Identität zu einer politischen. Er produziert Schubfächer, in die man Volksstämme oder Individuen, Fromme und Freigeister einsortieren kann. [...] Der Geist des Konfessionalismus, wie man ihn heute verstehen muss, kümmert sich verhältnismäßig wenig um das "wir", also um die Frage, wer "wir" sind oder "sein wollen". Er arbeitet sich vor allem daran ab, wer die anderen nicht sind oder nicht sein sollen."
"Konfessionalismus", bzw. eigentlich Konfessionalisierung ist ein fest stehender Begriff. Wenn ein Intellektueller darüber schreibt, und den Begriff dabei ins Gegenteil verkehrt, dann muss er zu Beginn des Artikels zumindest eine Definition liefern.

Konfessionalisierung ist nun mal die staatliche Steuerung der Untertanen oder Rechtsunterworfenen von oder über Religion.

Woran sich der Autor abarbeitet, nichts anderes als das, was man Vorurteil nennt.

Nur über religiöse Vorurteile lassen sich keine Seiten füllen.

Darum sind die Populisten in solchen Dingen relativ kurz.

Frage: was ist das Gegenteil, der Gegenpol von Popularismus? Richtig, Elitarismus.

Beides verträgt sich nicht mit Pluralismus - und wir haben ja eine pluralistische Demokratie - oder irre ich mich da?

Ich beanspruche für mich nicht, zu den Allerschlauesten zu gehören, trotzdem erwarte ich ein Minimum an Logik bei Indoktrination.

Dieser Artikel beleidigt ganz einfach meine Dummheit.

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abstinent 03.05.2016, 17:51
84. Gespensterkatalog

Was soll das eigentlich heißen: X gehört zu Deutschland?
Welche Konsequenzen hat es, falls ja? Und welche, falls nein? Im Grundgesetz finde ich keine Auskunft darüber, was "zu Deutschland gehört". Ich bitte um einen Katalog all der Dinge, die dazugehören. Der Rest dann wohl nicht. Und um die Angabe der Kriterien für die Auswahl. Irgendwie muss es etwas mit "Stallgeruch" zu tun haben. Ein Beispiel: Ohne Ihnen vorgreifen zu wollen, vermute ich 'mal, dass die Pizza nicht zu Deutschland gehört. Konsequenzen? Muss ich jetzt Hamsterkäufe machen? Gehört der Nationalsozialismus zu Deutschland? Der Holocaust? Vermutlich nicht mehr. So kann man auch Dinge entsorgen. Wenn also welche verschwinden können, dann können ja auch welche aufgenommen werden - in den Gespensterkatalog. Ich wage gar nicht zu fragen, wer da über Zu- und Abgang entscheidet. Da gibt es doch Smileys mit liebem und bösem Gesicht. Würde es nicht genügen, einfach die auszutauschen? Oder verstehe ich halt nicht die Bedeutungsschwere der Diskussion?

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nesmo 03.05.2016, 17:54
85. Der Islam

kann schon deswegen nicht zu Deutschland gehören, weil es ja "den Islam" gar nicht gibt, wie immer betont wird. Zu Deutschland gehören kann nur ein mit dem Grundgestz kompatibler Islam, den es als ausgeformte Religion auch (noch) nicht gibt. Es gibt zwar viele "moderate" Moslems, oft Türken, die aus der Tradition des Kemalismus einen säkularen und gemäßten Islam praktizieren, aber mehr, weil sie es mit der Religion nicht so genau nehmen, wie viele Christen. Die Imame des Islams sind aber nur sehr selten so tolerant, die Bandbreite der Lehre geht da eher von streng konservativ über fundamentalisisch bis zu den Hasspredigern. Welcher Imam predigt denn, dass Frauen genau gleiche Rechte haben, jeder straflos vom Glauben abfallen kann, Homsexuelle gleichwertige Menschen sind, die Scharia immer Nachrang vor den staatlichen Gesetzen hat, der Staat streng säkular sein muss und keine Religion der anderen überlegen ist und sie nicht bekämpft werden darf, Frauen kein Kopftuch tregen müssenund Frauendie hand gereicht werden darf. Da gibt es in Deutschland zu den meisten Punkten nur sehr wenige Imame und in den islamischen Staaen keinen. Wie sollen da diese Formen des Islam, die so als Lehre vertreten werden - es geht nicht um die Paxis in Deutschland - zum Grundgesetz passen und zu Deutschland gehören? Was mit Erlaubnis der Imame in deutschen Islamschulen gelehrt wird, sollte mal offen gelegt und diskutiert werden, ob so Kinder in Deutschland religiös beeinflußt werden dürfen. Da werden einigen die Augen aufgehen.

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1smiler1 03.05.2016, 17:55
86. Tolerieren ja aber

nur wenn dieser Islam sich den westlichen Werten absolut ohne Ausnahme unterordnet. Der Islam ansonsten gehört nicht nach Europa weder sollte man diesen fördern noch anderweitig hofieren.
Der Islam der Gegenwart liegt mehrere hundert Jahre hinter dem heutigen Christentum zurück. Warum also sollte man eine solche Religion importieren oder nur weil das GG es grundsätzlich vorsieht gleich behandeln?
Die Mütter und Väter des GG hatten bestimmt keine rückständige, für die westlichen Demokratien gefährliche Religion im Auge. Saudi Arabien und des Ziegenliebhabers Türkei sind nach unseren Wertevorstellungen alles aber weder demokratisch noch freiheitlich. Diese Länder unterwandern massiv unsere Kultur.
>Nicht alle Muslime sind Terroristen aber alle Terroristen Muslime<
Das GG als Feigenblatt nutzen unredlich. Gleiches muss gleich und ungleiches ungleich behandelt werden! Wer den gegenwärtigen Islam gleich dem gegenwärtigen Christentum setzt verharmlost den Islam der Gegenwart.
Deutsche Moscheen, deutsche Staatsbürger als Prediger, deutsch als Gebetssprache in Wort und Schrift.

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killing joke 03.05.2016, 17:58
87. Konfessionalismus nichts falsches

Ich sehe am Konfessionalismus nichts falsches: er ist eine viel bessere Grundlage, um politische Gemeinschaften zu bilden, als die willkürliche Definierung von Nationen. Eine geteilte Weltanschauung ist dagegen entscheidend für das Funktionieren in einem Staat.

Wir müssen nur die westliche rationale Aufklärung auch als Konfession begreifen. Und die schwächliche Bequemlichkeitsfiktion über Bord werfen, dass es völlig egal sei, woran man glaubt. Die Glaube an die Würde des Menschen und die Kraft der Vernunft KÖNNEN sich nicht gut vertragen mit dem Glauben an einen Wüstengott, der vor 1400 Jahren ein unveränderliches Grundgesetz erlassen hat.

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vagabondix 03.05.2016, 18:05
88. Werter @olicrom, ich stimme voll zu.

Zitat von olicrom
Der Autor bemüht als Grundlage seiner Argumentation Strömungen, die sich nicht entscheiden können, ob sie radikal säkular oder aber christlich-abendländisch sein wollen und die zunehmend den Konfessionalismus stärken. Was er also schon mal per se ausschließt, ist die zwar statistisch ungemein starke aber ansonsten an allen Stellen und allen Debatten schlicht übersehene Position eben jener Menschen, die sich für genau diese klare und radikal säkulare Haltung entschieden haben: die Atheisten. Aus Sicht eines Atheisten ist die Zuwanderung aus einer der am wenigsten an westliche Zivilisation angepassten Religionen der Welt erst einmal kein großer Anlass zur Freude. Faktisch und praktisch nimmt der religiöse Einfluss zu, das ist schon längst geschehen, da die stark anwachsende Zahl tief religiöser Einwanderer nach ihrem verfassungsmäßigen Recht der Teilhabe verlangt. Was ihnen absolut und uneingeschränkt zuzugestehen ist. Aber natürlich springen im selben Moment die christlichen Kirchen mit Macht in die Bresche, um als Trittbrettfahrer längst verlorenes Terrain zurückzuerobern. Auch das lässt sich quasi tagtäglich beobachten. Das Resultat ist eine allgemeine und vehemente Re-Religionisierung der Gesellschaft - und das ist tiefgreifender und etwas völlig anderes als die vom Autor bemühte Konfessionalisierung. Es ist ein nicht zu leugnender Rückschritt hinter längst erreichte Positionen der Säkularisierung des Staates. Dies kann aus Sicht eines Atheisten nicht hingenommen werden. Aus dieser Perspektive ist eine anti-islamische Haltung aus der Erkenntnis einer prinzipiell anti-religiösen Staatlichkeit gerade für pluralistische Gesellschaften historisch und politisch folgerichtig und wichtig. Diese Differenzierung findet aber nirgends statt. Die atheistische Position - und die gehört historisch nun wirklich immanent zu Deutschland - droht gerade im lauten Geplärre über die Religionsfreiheit komplett übersehen zu werden. Und könnte tatsächlich am Ende zu einem viel größeren Problem werden.
Was den mehr oder minder überzeugten, im Alltag eher unreligiös agierenden Konfessionsgebundenen kaum auffällt,
ist die von Ihnen so treffend "Re-Religionisierung" genannte Überbewertung der religiösen Lobbyisten.

Anstatt den vor gut 200 Jahren begonnenen säkularen Staat voranzubringen, besser noch, endlich zum laizistischen auszubauen, findet ein Roll-Back der verbliebenen Retter der dahinschmelzenden Glaubensgemeinschaften.

Ob Özdemir bei den Grünen für staatlichen Islam-Unterricht wirbt (anstelle eines Religionen vergleichenden Ethik-Unterrichts) oder ob die AfD die Geschlechterrollen und Familienbilder aus stramm kirchlich geprägten Zeiten hervorkramen (und mit diesen ironischerweise den traditionellen Moslems unbeabsichtigt nahekommen), die "moderaten" Linken UND die Nationalkonservativen übersehen und übergehen nur zu gerne, dass, statistisch gesehen, mindestens halb Deutschland nicht mehr an "Gott" glaubt, und auf darauf gebaute Moralvorstellungen oder Überzeugungen verzichten kann.

Religions-Lobbyismus 2016.

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sailor1818 03.05.2016, 18:07
89. Islam existiert in Deutschland

aber er gehört nicht zu unserer politischen und gesellschaftlichen Identität- anders ausgedrückt: gäbe es ihn nicht, wäre Deutschland immer noch Deutschland.
Ich plädiere für eine strikte Trennung zwischen Kirche d.h. Glauben und Staat und wäre entsprechend durchaus für einen dezenteren Auftritt von katholischer und evangelischer Kirche mit Rücksichtnahme auf die riesige Zahl von Atheisten und Nihilisten in unserer Gesellschaft.

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