Forum: Politik
Die Deutschen und die Flüchtlinge: Die Idealisierung des Fremden
DPA

Die Flüchtlingseuphorie nimmt bedenkliche Formen an. Vielen reicht es nicht mehr, die Fremden, die zu uns kommen, freundlich aufzunehmen - sie wollen in jedem Asylbewerber gleich einen Neubürger sehen.

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manque_pierda 02.09.2015, 10:57
570. na

Zitat von Ganaw09
Nach Ihrer Logik dürfen wir nur helfen, wer (a) uns intelligent genug erscheint, (b) uns vom bisherigen Lebenslauf gut gefällt. Das ist doch pervers. Lassen Sie Menschen auf der Strasse verbluten, weil es sein könnte, dass es Gewalttäter sind? Lassen Sie es zu, dass Menschen getötet werden, weil Ihnen der Charakter nicht passt. Sorry, aber das ist ganz, ganz braunes Gedankengut.
dann ist ja Herr Fleischhauer nur hellbraun, wenn Sie die Einwanderungspraktiken in der dann nach Ihrer Auffassung dann Nazi-Staaten Australien, Kanada, GB, Neuseeland und schauen wir auch mal rundum uns herum in Europa, betrachten.

Es ist einfach nur widerlich, wie Sie und alle anderen Brüder im Geiste jegliche Diskussion über Risiken mit Totschlagargumenten im Keim ersticken wollen. Das größte Risiko der aktuellen Entwicklung liegt nicht nur (bei gleichbleibenden Flüchtlingszahlen in den nächsten Jahren) in einer nachhaltigen finanziellen Auszehrung und Störung des sozialen Friedens in Deutschland, sondern der Polarisierung des politischen Klimas. Und glauben Sie ernsthaft, dass man Rechtsextremismus damit bekämpft, dass Ängste, reale Probleme und berechtigte Sorgen als "Pack" abgetan werden? Schauen Sie sich mal die Nichtwählerzahlen an, um zu erkennen, welches Potenzial dort schlummert, weil dieses Thema definitiv zur Mobilisierung taugt.

Nebenbei wird bei der ganzen Misere noch deutlich, dass die EU nichts weiter als ein Club von Gewinnmitnehmern ist, europäische Werte, Solidarität, Regeln und Abmachungen, einfach nur lächerliche Worthülsen...
Und nur mal so, wer hat damals Westerwelle kritisiert, dass er nicht mit Gaddafi wegbomben wollte? Eben!

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hedele 02.09.2015, 10:57
571. Instinkt?

Kann es nicht einfach sein, dass uns - genauso wie wir natürlichen Fremdenhass in uns tragen, der zwar den steinzeitlichen Stamm vor Überraschungen schützt, den wir heute aber mit Kultur überwinden müssen - auch das Gegenteil, nämlich überbordende Gefühle von Mitleid und Solidarität eigen sind, die genauso unser Überleben und unsere Fortpflanzung sichern? Es kommt bei einem rationalen Wesen darauf an, welche Gefühle er abruft und in welche Richtung er seine Überlegungen lenkt. Geben Sie es zu, Herr Fleischhauer, Kriegsflüchtlingen mit Hass zu begegnen hat noch keine Kultur weitergebracht!

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grafheini2 02.09.2015, 10:58
572. Aufgabe des Journalisten

Zitat von ulmerin86
ich bin Journalistin und über diesen Kommentar des Kollegen mehr als schockiert! Gerade am vergangenen Montag wurde bei Hart aber Fair deutlich, dass die Stimmung in Deutschland den Asylbewerbern gegenüber eben nicht nur freundlich ist und die Medien eben nicht.....
ist es doch wohl kühl und nüchtern die Fakten zu berichten. Sie müssen Ihren Lesern schon zutrauen, selber aus den Fakten die -subjektiv- richtigen Schlüsse zu ziehen.
Alles andere ist für mich kein Journalismus, sondern Propaganda.

Zitat Hans Joachim Friederichs:
"Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“

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Der andere Genosse 02.09.2015, 11:02
573. Sicher keine 700000 Syrer, Araber oder Schwarzafrikaner.

Zitat von likaner
Nur weil man es nicht lesen will oder übersehen hat, heisst das noch lange nicht, dass es das nicht gibt. Als Spiegelautor darf man ruhig auch mal zumindest im Spiegelarchiv wühlen (Arbeit von 15sec) bevor man etwas behauptet. Nach Russland sind 700000 Menschen geflüchtet.
Die haben es in Rußland sehr schwer und stehen dort unter Generalverdacht. Die Flüchtlinge kommen aus der Ukraine oder anderen ehemaligen Sowjetrepubliken, sprechen die gleiche Sprache wie die Russen und kommen aus dem gleichen Kulturkreis.

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nesmo 02.09.2015, 11:05
574. Da Russland

Zitat von Robert Redlich
Nun könnte ich mich den Ausführungen ja durchaus anschließen, obwohl ich Fleischhauer ganz und gar nicht mag. Aber das obligatirische Russland-Bashing war dann unnötig wie typisch. Kalter Krieger kann es nicht lassen. Zur Info: Russland hat hunderttausende Flüchtlinge aufgenommen, in 2014 mehr als Deutschland. Erst in diesem Jahr werden mehr Flüchtlinge bei uns ankommen.
durch seine massive Unterstützung des Assad-Regimes, das den grausamen Krieg in Syrien begonnen hat, für den Flüchtlingsstrom direkt mitverantwortlich ist, fragt sich schon, warum Russland keinerlei Flüchtlinge aus Syrien aufnimmt. Russland hat fast nur Flüchtlinge, denen es sich politisch und national verbunden fühlt, aus der Ukraine und sonstigen ehemaligen Sowjetrepubliken aufgenommen. Welche Flüchtlinge, die in einem ähnlichem Verhältnis wie Syrien zu Deutschland stehen, wollen denn nach Russland?

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Zappa_forever 02.09.2015, 11:05
575. Vielleicht...

...hätte Trumpp das genauso formuliert. Das ändert nichts daran, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass ein Teil der Flüchtlinge selbst an Kampfhandlungen und ggf. auch an Kriegsgräueln beteiligt war.
...und im übrigen reicht eigentlich schon das hier, um zu erkennen das wir nicht alleine Demokratie- und Humanismus-affine Menschen aufnehmen:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/fluechtlingsheim-in-berlin-marienfelde-gewalt-unter-fluechtlingen-eskaliert/10311006.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/festnahmen-in-spanien-christliche-fluechtlinge-ueber-bord-geworfen-13373965.html
Spiegel-TV berichtet selbst, dass die Ausschreitungen in Suhl von islamistisch eingestellten flüchtlingen angeheizt wurden...

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flushbush 02.09.2015, 11:07
576. Danke, aus der Seele gesprochen

aber Vorsichtig sond sind Sie auf einmal aus Dunkeldeutschland und Teil des "Packs"

traurig aber wahr

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amuseemanc 02.09.2015, 11:07
577.

Völlig korrekte Analyse. Wir wissen es doch alle; wir müssen besonders gut sein, weil da gab es doch mal....
Es ist dieser Komplex, der viele jetzt in diese völlig übertriebene, ach-so-tolle Fremdenfreundlichkeit treibt und sie blind werden läßt, für die Probleme die damit kommen. Wie hieß es in den 90er nach Hoyerswerda: "Liebe Ausländer, schützt uns vor den Inländern". Dämlicher geht es nicht mehr.
Jedoch, es wird nach dem Prinzip verfahren, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Es gilt die politische Korrektheitsforderung zu erfüllen - und wenn es sein muß, dann eben bis sich die Balken biegen.

Sicher, wer nicht um günstigen Wohnraum oder Jobs von denen man Leben kann kämpfen muss, kann das natürlich alles etwas entspannter sehen. Macht schon einen Unterschied, ob man im arrvierten Wohlstandsviertel wohnt oder es sich in den Mietskatakomben "gemütlich" macht. Aber, psst, sowas darf man doch nicht aussprechen!

Und in die Zukunft gedacht: Wir steuern auf 10-15 Milliarden Weltbevölkerung zu. Die Flüchtlingsströme werden nicht abnehmen. Bei aller Humanität - Deutschland kann nicht alle Mühseligen und Beladenen dieser Welt aufnehmen.

Aber was interessiert das Idealisten.

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wauz 02.09.2015, 11:07
578. Barer Unsinn!

Zitat von yossariania
(...) Der Staat kann aber kein Geld schaffen, (...)
Fragen Sie mal den Herrn Schäuble, was er jedes Jahr so tut! (Stichwort Münzregal)
Alle Euro-Staaten können Geld schaffen. Sie tun es auch.

So lange Sie von den Basics unserer Polit-Ökonomie keine Ahnung haben, sollten Sie sich aus politischen Diskussionen heraushalten. Sie machen sich bloß lächerlich!

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Tingletangle 02.09.2015, 11:07
579. Keine Flüchtlinge nach Russland?

Na, da hilft doch ein Blick ins Spiegel-Archiv:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-60-millionen-menschen-weltweit-auf-der-flucht-a-1039321.html

Zitat:
Die meisten Asylanträge wurden 2014 in Russland gestellt. Deutschland liegt in der Statistik des UNHCR auf Platz zwei: 2014 beantragten mehr als 170.000 Flüchtlinge erstmals Asyl - fast 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Rund 40.000 von ihnen kamen dabei aus Syrien, 13.000 aus Eritrea, 9000 aus Afghanistan.

Sicherlich wird die Situation in der Ostukraine die meisten Flüchtigen nach Russland hervorbringen (genauere Zahlen habe ich auf den ersten Blick nicht gefunden), aber einfach zu sagen dass niemand nach Russland flieht, ist schlicht falsch.

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