Forum: Politik
Die Grünen: "Ö" ist das neue "C"
dapd

Mit Katrin Göring-Eckardt haben die Grünen eine Kirchenfrau an ihre Spitze gewählt. Die Entscheidung markiert das Ende eines Umbruchs: Die Partei ist schon lange keine linke Kampftruppe mehr, sondern hat endgültig die Mitte der Gesellschaft erreicht - mit konservativen Botschaften.

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Peter_Lublewski 11.11.2012, 08:39
1. Wolkenthron

Zitat von sysop
Die Partei ist schon lange keine linke Kampftruppe mehr, sondern hat endgültig die Mitte der Gesellschaft erreicht....
Das ist beleidigend für die Mitte der Gesellschaft. Die Grünen sind nur mittlerweile dort angekommen, wo die Vertreter der "alten" Parteien schon lange sitzen: Auf einem Wolkenthron, Lichtjahre von den sie immer noch wählenden Bürgern entfernt, borniert, vollgefressen, ohne jegliches Interesse an den Menschen, die sie vertreten sollen - ein lächerlicher Haufen von Egomanen, nur auf den eigenen Vorteil bedacht.

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Worldwatch 11.11.2012, 08:45
2. Die CDSUFDP links zu ueberholen ....

... ist fuer alle Parteien, ausser der Linken vielleicht, schwer geworden.
Und, ja, mit dem neu gewichteten 'C' bei den Gruenen kommt nun auch das konservative Waehlerpotential in Sicht.

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Adam_Sapfel 11.11.2012, 08:45
3. Roth muss bleiben

Zitat von sysop
Mit Katrin Göring-Eckardt haben die Grünen eine Kirchenfrau an ihre Spitze gewählt. Die Entscheidung markiert das Ende eines Umbruchs: Die Partei ist schon lange keine linke Kampftruppe mehr, sondern hat endgültig die Mitte der Gesellschaft erreicht - mit konservativen Botschaften.
Hoffentlich bleibt C.Roth, denn sollte sie gehen würden noch mehr Irre die Grünen wählen.

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Quentin_Quencher 11.11.2012, 08:50
4.

Zitat von sysop
Mit Katrin Göring-Eckardt haben die Grünen eine Kirchenfrau an ihre Spitze gewählt. Die Entscheidung markiert das Ende eines Umbruchs: Die Partei ist schon lange keine linke Kampftruppe mehr, sondern hat endgültig die Mitte der Gesellschaft erreicht - mit konservativen Botschaften.
Im Prinzip stimme ich der Analyse von Franz Walter zu. Allerdings mit dem Zusatz, dass die Grünen heute spießiger als die Schwarzen sind. Und noch mehr, sie sind vor allem dogmatischer. Während die Schwarzen im Laufe der Zeit Toleranz erlernt haben, steht das den Grünen noch bevor. Damit dürften sie sich schwer tun, weil Toleranz nicht kompatibel ist mit einer im Grunde missionierenden grünen Grundhaltung.

Wenn auch Werte und Anschauungen bei beiden eine große Schnittmenge haben, vor allem Wertevorstellungen, so ist bei den Grünen eine Ideologie als Grundhaltung vorhanden, was es denen schwer machen wird Toleranz gegenüber Andersdenkenden zu üben. Wer den Vorstellungen von Nachhaltigkeit, so wie es die Grünen und weite Teile der Schwarzen haben, nicht anhängt, ja diese geradezu für Unfug hält, kann und wird von den Grünen nicht toleriert werden.

Ich betrachte diese Entwicklung mit Sorge.

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pjcomment 11.11.2012, 08:50
5. schön

Sehr schön - so können wir wieder einige unserer Stereotypen über Bord werfen. Weniger Schubladendenken - das kann Politik in diesem Lande intelligenter machen.

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verbalix 11.11.2012, 08:51
6. Den

...für diese Urwahl.CDU/CSU und der FDP dürften,angesichts der bevorstehenden BTW2013,schon jetzt der Arsch auf Grundeis liegen.

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pjcomment 11.11.2012, 08:52
7. schön

Sehr schön - so können wir wieder einige unserer Stereotypen über Bord werfen. Weniger Schubladendenken - das kann Politik in diesem Lande intelligenter machen.

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u.loose 11.11.2012, 08:53
8. Alles schön und gut

Aber zur "Bürgerlichkeit" gehört doch etwas mehr als eine "Christin" zur Frontfrau zu wählen.

Das grüne "Programm" hat doch wohl immer noch die größten "Schnittmengen" mit der SPD. Kapitalismus- und Marktwirtschaftskritik ist eine Säule des Selbstverständnisses. Man will Steuern erhöhen, neue Steuern einführen, verweigert sich der Korrektur der kalten Progression, hat das planwirtschaftliche EEG auf seinem Gewissen... Kein Wunder das gerade pensionsberechtigte höhere Beamte zur Klientel gehören. Die Betrifft die wirtschaftspolitische Ausrichtung höchstens am Rande. Vermögensbildung unnötig - ein Häuschen Pensionszusage gilt nicht als "Reich" - eine private Vorsorge ohne Staatszuschüsse in Form eines Aktienportfolios hingegen soll abgeschöpft werden.

Ich sehe in dieser einen Schwalbe noch lange keine Hinwendung zum Konservativen - letztendlich bestimmen immer noch die Parteitage über die Politik und da ist man eben nicht nennenswert anders aufgestellt als früher.

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fritzlothar 11.11.2012, 08:53
9. Nicht zu schnell...

...mit solchen Bewertungen! Zwar ist eine gewisse Neujustierung bei den Grünen zu verzeichnen, aber das Ö als Ersatz für das C zu erkennen - das ist gewagt. Genuiner Konservatismus weil man für die Erhaltung der Natur eintritt?
Na ja, das kann man so sehen, die Grünen haben das von Anfang an so gehalten. Bei den C Parteien mag sich an der Basis vielleicht hier und da etwas in Richtung Ö zu erkennen geben, die Politik der Führung spricht jedoch eine ganz andere Sprache. Umgekehrt ist es auch nicht so glatt wie der Artikel glauben machen will: viele, sehr viele Mitglieder der Grünen würden und werden einen Umschwung zu den Maximen der Bürgerlichkeit eben NICHT hinnehmen. Da zerbricht eher die Partei....

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