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Die Grünen: Realo? Rechts!
DPA

Deutschland rätselt: Wer und was sind eigentlich die Grünen? Eine linke Partei des Fortschritts? Oder eine CDU-light mit Insekten-Schutzprogramm? Als Partei für reiche Leute mit gutem Gewissen werden sie jedenfalls nicht gebraucht.

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widderfru 03.11.2016, 18:51
160. Sehr treffend analysiert-Grünen machen sich überflüssig

Eigentlich schade, "D" braucht eine Partei die konsequent für die Erhaltung des Planeten und damit der Grundlage
des Lebens, gegen die Interesse des profitgierigen Kapitals, steht. Für Verbraucherschutz, Gesundheitsschutz und gesellschaftlicher Gerechtigkeit incl. eine Steuerpolitik die gegen die Spaltung der Gesellschaft kämpft!!

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Neandiausdemtal 03.11.2016, 18:54
161. Kretschmann und Umwelt?

Zitat von olli118
...glauben Sie mir, Sie sind nicht der Einzige, der sich fragt, wozu man diese Partei noch braucht. Das fragen sich mittlerweile viele. Nachdem das Ökothema von den anderen Parteien aufgegriffen wurde, Multikulti weitestgehend out ist, und die Themen, mit denen die Grünen von sich reden machen, eher peinlich sind (Gender, Veggietag), ist die Partei nicht mehr wählbar. Ausnahmen wie Kretschmann bestätigen die Regel. Wie Sie ja so schön gesagt haben, abgesehen vom Umweltthema hat er mit dem grünen Ideal nicht so wirklich viel gemein.
Zumindest beim Thema Automobilindustrie im Ländle sind er und seine Mitgrünen mindestens inkonsequent, eher aber Mercedes und Porsche sehr gewogen.

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kalle blomquist 03.11.2016, 18:57
162. Zum Lachen

Leute wie Augstein, typische "gauche caviar". Stehen auf angesagten Vernissagen mit dem Champagnerglas herum und sagen eineinander smalltalkend Dinge wie: "Hach, die Bourgeoisie widert mich so an, meine Teuerste. Und heutzutage sind ja nicht mal mehr die Grünen richtig revolutionär. Damals, als sie noch so zottelige, urige Typen in die Parlamente schickten, da fand ich sie süüüß, und radikaaal, ma chère, aber heute sind nur noch wir für die Revolution, die letzten Getreuen des Tschehgewahra, hach."

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Neandiausdemtal 03.11.2016, 18:58
163. So eine Antwort......

Zitat von forumgehts?
absolut nicht. Sie ist jedoch an die Politikermentalität angepasst und bietet für einige Zeit einen gewissen Unterhaltungswert. Siehe Reaktionen der Etablierten auf die AfD.
.....,bestätigt leider eine erhebliche demokratische Unreife in Tateinheit mit gesellschaftlicher Verantwortungslosigkeit .

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go-west 03.11.2016, 19:01
164. Für Leute, die dem utopischen

Gerechtigkeits- und Gleichheitsideal nachhängen, gibt es halt die Roten (SPD oder Linke). Dafür werden Grüne in der Tat nicht gebraucht. Es gibt für Deutschland andere und teilweise auch wichtigere Themen als Politik von unten, also nur auf den kleinen Mann fixiert.

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produster 03.11.2016, 19:03
165. Braucht echt keiner

"Partei für reiche Leute mit gutem Gewissen..." Wäre ja nicht so schlimm, wenn die ihr gutes Gewissen nicht auch noch allen anderen per Meinungs- und Deutungshoheit aufdrücken wollten. DAS braucht niemand!

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joerg.braenner 03.11.2016, 19:03
166. Wieder die gleiche Leier

Wenn ich schon solche Sätze lese: "Als Partei für reiche Leute mit gutem Gewissen werden sie jedenfalls nicht gebraucht.". Dass jemand reich ist und sich dennoch für Umweltbelange einsetzt passt natürlich auch wieder mal nicht in den politischen Setzkasten, den Herr Augstein vom Papa geerbt hat. Reich sein ist ja eh eine Schande und dann auch noch öko. Das geht selbstverständlich nicht. Bei soviel Verbohrtheit kann man nur den Kopf schütteln.

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fat_bob_ger 03.11.2016, 19:06
167. Linke Politik = Garantie für ökonomisches Versagen

Herr Kretschmann hat erkannt, wie er als Grüner Ministerpräsident erfolgreich Politik für alle Württemberger machen kann (Ausnahme Bildungspolitik unter SPD Minister). Es gibt in der Geschichte kein einziges Beispiel für erfolgreiche Wirtschaftspolitik einer konsequent linken Regierung. Die DDR ist wirtschaftlich und sozial total gescheitert. Die SPD und ihre weiter links stehenden Schwesterparteien zeichneten sich bisher nur dadurch aus, das Geld des Steuerzahlers zu verschwenden. Eine massive Steuererhöhung für Unternehmer hätte nur zur Folge, dass Investitionen in den Standort Deutschland zurück gefahren würden. Wer würde denn sein Geld in Unternehmen stecken, die besonders hoch besteuert würden? Ich jedenfalls nicht. Herr Kretschmann hat dies erkannt und versucht eine soziale Realpolitik umzusetzen, die die Wirtschaft nicht aus Baden Württemberg vertreibt. Ein erfolgreicher Landwirt düngt bevorzugt den fruchtbaren Boden und nicht sein Ödland. Die Erfolgreichen, Leistungsfähigen des Landes müssen gefördert werden, nicht die Abgehängten, Leistungsschwachen. Aus einem Ackergaul lässt sich kein Rennpferd machen. Herr Augstein würde auch nicht eine von ihm beschäftigte Reinigungskraft damit beauftragen einen Kommentar zur Wirtschaftspolitik zu schreiben. Natürlich bezweifle auch ich, ob Managergehälter jenseits der 2 Mio./Jahr Sinn machen. Meine Lösung wäre in diesen Fällen starke Lohn-/Prämienkürzungen bei Misserfolg und Auszahlung der Prämien erst mit 4 Jahren Verzögerung. Augstein, wie immer, Setzen 6.

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schloegel 03.11.2016, 19:07
168. Umweltschutz in BaWü?

Stuttgart hat seit Jahren einen grünen Bürgermeister und ist in Bezug auf Feinstaub die schmutzigste Stadt Deutschlands. Kretschmann ist ein Freund der regionalen Autoindustrie, von der in den letzten Jahren wenig bis gar keine Innovationen im Hinblick auf den Schutz der Umwelt und des Klimas kamen. So viel zu dem Thema.

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peeka(neu) 03.11.2016, 19:08
169. Der letzte Satz

ist richtig: Mit dem Erfolgsrezept von Kretschmann ist Frau Künast in berlin gescheitert und hat den Piraten damals einen Überraschungserfolg beschert.
Andererseits waren die Grünen keine originär "linke" Partei. Es gab von Anfang an einen eher konservativen Flügel, auch wenn dieser fast geschlossen schon recht frühzeitig die Partei verlassen und mit der ÖDP eine tatsächlich konservativ-rechte Partei gründete. Zu den ersten berühmten Grünen gehörten sogar Rechtsradikale wie Baldur Springmann. Das verbindende Element war eher die Kritik an der totalen Wachstumsideologie als die sozialen Fragen.
Der ökologische Ansatz aber lässt sich schlecht auf nationale Grenzen einschränken. Wahlen allerdings sind weiterhin sehr national fixiert.
Das Atomkrafwerk in Tschernobyl kannte aber eben diese Grenze gerade nicht.
Der grüne Slogan war "Think Global Act Local".
Natürlich gab es die ehemaligen K-Gruppen-Mitglieder, die leider auch die Volkswirtschaftsideologie der Grünen zum größten Teil bestimmten, obwohl es sehr viel dezentralere Ideen gab. Nur müssen sich die Grünen in meinen Augen vor allem diesen Vorwurf gefallen lassen:
Sie hätten eine neue wirtschaftswissenschaftliche Betrachtungsweise auf Basis des ökologischen Wissens entwickeln müssen.
Diese würde in einer von der Globalisierung getriebenen weltweiten Wirtschaftspolitik dringender denn je gebraucht werden. Denn genauso wenig wie Tschernobyl macht eben auch facebook oder google an einer nationalen Grenze halt.
Die Grünen aber haben sich brav angepasst, wollen ein paar kleine Veränderungen, wollen ein paar Stellschrauben, an denen sie drehen wollen, aber sind tatsächlich eine langweilige staatstragende Partei geworden.

Wir bräuchten sehr dringend eine Partei mit einem globalen Ansatz, denn diese fehlt in Europa. Alle Parteien kaprizieren sich mehr oder weniger auf die Nation, weil sie hier die Wählerschaft überzeugen wollen. "Think Global Act Local" (und das heißt eben nicht: Act National) würde wohl helfen, einige Probleme besser zu lösen.

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