Forum: Politik
Die Kurden und das Assad-Regime: Pakt mit dem Diktator
AFP

Die syrischen Kurden rufen Baschar al-Assad zu Hilfe. Es bedeutet das Ende ihrer Selbstverwaltung. Außer Assad profitieren davon vor allem Russland, Iran und der "Islamische Staat". Die Türkei könnte das Nachsehen haben.

Seite 1 von 16
archi47 14.10.2019, 13:47
1. "Pakt mit dem Diktator"

Na ja, solche Wertungen sollten dann aber konsequent für alle Herrscher diese Region verwendet werden, mit Ausnahme event. Tunersiens.
Es klingt wie "Pakt mit dem Teufel". Aber es sind eben viele Teufel unterwegs, die sich zwar in der Repression unterscheiden, teilweise sogar gewählt wurden. Die Methoden sind halt jeweils der eigenen "Sattellage" angemessen. Wenn sie fest darin sitzen, dann können sie sich eloquent verständnisvoll geben und trotzdem ihren Willen durchsetzen. Es trifft halt immer nur bestimmt, die den Kopf aus der Deckung genommen haben.
Wenn das Regime im Kippen ist, dann wenden sie Mittel a là Assad an, der ja ursprünglich mal gewählt wurde.
Das laizistische und demokratische Kurdenmodell ist wohl eine Rarität. Insoweit wäre ein Pakt mit Assad, wenn er denn den Kurden mit ihrem Laizismus Bestand garantiert, doch wohl die Rettung der lokalen laizistischen Demokratie und Vielfalt vor Erdogan und seinen Glaubenskriegern, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gurkenhaendler 14.10.2019, 13:50
2.

Hätte man sich alles überlegen können bevor wir (der moralisch ja so überlegende Westen) angefangen haben die sogenannten Freiheitskämpfer zu unterstützen. Nur Zyniker können behaupten, dass es für die Bevölkerung besser ist ein Staat im Namen der Freiheit und Menschenrechte zugrunde gehen zu lassen, Siehe Irak, Libyen, Syrien, ich behaupte jetzt mal, dass 95% der Bevölkerung vor den Umbrüchen sicherer gelebt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bertholdgross 14.10.2019, 13:53
3. Ganz großes Tennis

Alles läuft genau nach Putins Plan. Genau so hat er sich das vorgestellt.

Der Konflikt zwischen den Kurden und dem Assad-Regime war das letzte Hindernis, was eine endgültige Befriedung Syrien verhindert hat.
Ohne grosse Not hätten sich die Kurden niemals wieder dem Assad-Regime unterworfen.

Ganz großes Tennis, würde der Sportsfreund sagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ex_berliner 14.10.2019, 13:55
4.

"Außer Assad profitieren davon vor allem Russland, Iran und der "Islamische Staat". "

Nur damit das hier nicht verloren geht: Das bedeutet nichts anderes, als dass der groesste Praesident aller Zeiten, das stabile Genie, der "Amerika Zuerst" Fanatiker im Weissen Haus mit seiner dummen Aktion in einem Handstreich sowohl Assad, als auch Putin, als auch den Mullahs in Teheran und nicht zuletzt dem von ihm - faelschlicherweise - als besiegt erklaertem IS ungefragt und ohne jede Not die Hand gestaerkt hat. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
John.Miller 14.10.2019, 13:55
5. Türkei

Endlich, endlich mal ein Aritkel der in die richtige Richtung geht. Aufklärung, kein möchtegern Journalislmus. Hier wird recherchiert und ausgegeben. Die YPG, wie in diesem Artikel genannt, ist eine Terrororganisation. Das heißt das die Nato-Verbündeten der Türkei diese Terroristen unterstützt. Dann darf man sich nicht wundern, wenn die Türkei Sicherheitsbedenken hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hank the voice 14.10.2019, 13:57
6. Ein Angriffskrieg ist kein NATO-Bündnisfall.

Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis. Erdogan startete einen illegalen Angriffskrieg auf einen souveränen Staat. Das ist kein NATO-Bündnisfall.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Redigel 14.10.2019, 13:58
7.

Wieso sollte ein völkerrechtswidriger Angriff zum Nato Verteidigigungsfall werden? Das wäre ein Freibrief für jedes Mitglied in Nachbarländer einzumarschieren und wenn sich der Betreffende wehrt, kommt die ganze NATO. Völliger Unsinn. Es ist und bleibt ein Alleingang, selbst wenn Raketen in Richtung Türkei als Folge dessen fliegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Brenz66 14.10.2019, 14:00
8. Nach dem letzten Strohhalm greifen

Es tut weh zu sehen, wie Menschen immer und immer wieder die selben Fehler machen.
Der Assad hat sich nicht vom Saulus zum Paulus verändert.

Den Kurden kann ich auch kein Intellekt zuschreiben.

Schon Sokrates sagte:
Der Intelligente lernt aus allem
Der Normale aus seinen Fehlern
Dir " Ignoranten " um nicht zu sagen der Dumme , lernt nicht Mal aus den eigenen Fehlern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paulwaldherr 14.10.2019, 14:00
9. Gewissensfrage für die Bundeswehr?

Gesetzt es käme zum Nato-Bündnissfall, dürften Bundeswehrsoldaten dann den Einsatz verweigern, weil die Türkei völkerrechtswidrig angegriffen hat?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 16