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Die kurze Ära Martin Schulz: Traurig, nicht tragisch
REUTERS

In der Wahlniederlage bewies Martin Schulz Größe: keine Ausreden, die SPD geht in die Opposition. Er schwenkte um und verhandelte doch mit der Union. Mit dem Griff nach dem Amt des Außenministers besiegelte er sein Scheitern.

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rex_danny 10.02.2018, 16:52
30.

Schulz war nie wacker und aufrecht. Er hat im EU-Parlament schamlos 364 Tage Anwesenheit abgerechnet. Das hat seinen Charakter offenbart, das vergesse ich nicht. Mir war daher klar, was kommen wird und so kam es.

Haben denn alle diesen Vorfall vergessen, der so viel über diesen Menschen offenbarte?

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beautyqueen 10.02.2018, 16:54
31. Horrorkabinett mit dem letzten Aufgebot

Schulzens Totentanz , oder besser es fliegt auf der Kanonenkugel wahrscheinlich nach Brüssel zurück Baron Martin von Münchhausen.
Keiner wollte den arbeitslose Brüsselaner , die auf den Weg in die Bedeutungslosigkeit und deswegen verzweifelte SPD nahm ihn gleich.Auch deswegen , weil alle Andren zu klug / feige waren gegen die Kanzlerdarstellerin anzutreten, So kamen Not ( Schulz ) und Elend ( Spezialdemokraten ) zusammen und Schulz glaubte in seiner Verblendung, er sei dazu auserkoren und fähig die SPD zu führen ,traurig was aus dieser Partei geworden ist.Noch nicht mal mehr Kreisklasse , Nahles Langstrumpf , Scholz der Hafenspaziergangslabberer und Hamburg den linken Chaoten überlassend , der Zensurminister das kleine gescheiterte Heikolein , nicht zu vergessen, der stete gut gelaunte Herr Stegner.
Tretet einfach alle komplett zurück.

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Outdated 10.02.2018, 16:57
32. Es gibt noch einen Grund warum Schulz gescheitert ist

und der ist ein fundamentales Problem unseres Landes.
Schulz hat, wie auch die anderen SPD Kandidaten, seit Schröder, nie eine Wahl gewonnen.
Letzteres scheint in den Augen der "großen Parteien" nur noch eine Nebensächlichkeit zu sein.
Bei der CDU ist es nicht anders, von der Leyen z.B: die ja immer wieder gern als Merkel Nachfolgerin gehandelt wurde hat auch noch nie ein Amt aus eigener Kraft an der Urne errungen.
Diese Faulheit rächt sich aber früher oder später.
In BW z.B. hat sie die CDU die Jahrzehnte wärende Vorherrschaft gekostet und die Errosion der SPD ist auch kein Zufall, ebensowenig wie der Aufstieg der kleinen Parteien...
Für die SPD wird es jetzt sehr hart, denn nach Jahren der Misswirtschaft ist sie jetzt nur noch eine unter vielen.
Die CDU könnte bald ihr Schicksaal teilen.

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crossy-hl 10.02.2018, 17:00
33.

Zitat von prince62
Ist ja alles völlig richtig, allerdings ist das Scheitern nicht alleine auf Herrn Schulze beschränkt, die komplette SPD_Führung stand zu 100% hinter ihm, die grinsenden und feixenden Gesichter nach der Koalitionsabsage der Damen und Herren hinter Herrn Schulz sind ja nachweisbar, außer dem Siggi, also muß jetzt auch der komplette SPD-Vorstand zurücktreten, aber pronto und ohne Ausnahme, .
Sehr richtig! Ganz klar meine Meinung. Der Parteivorstand ist nicht mehr in der Lage die Partei zu einen, er ist viele mehr das Problem. Alle, aber wirklich alle müssen den Weg frei machen und dann gleich ab in die Opposition, ohne Mitgliederbefragung. Nur so kann sich die SPD wieder reanimieren und vor allem wieder glaubwürdig werden. Dann würde sich auch das Auge des Wählers auf die Union richten. Die inhaltliche und personelle Leer von CDU/CSU wäre unübersehbar und das Rennen bei Neuwahlen wieder völlig offen. Merkel wäre sicher nicht mehr vermittelbar wäre.

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spmc-135322777912941 10.02.2018, 17:01
34. Sitzungsgelder

Zitat von logisch_konsequent
Schulz ist doch schon in Brüssel/Strassbourg vor laufender Kamera vor Journalisten weggrannt, als sie ihn fragten, ob er sich Sitzungsgelder erschlichen hat, und gar nicht an den Sitzungen teilgenommen hat. Das er in Deutschland auch keine Versprechen einlöst, wundert doch gar nicht mehr.
Wie gut dass auch dies erwähnt wurde. Er ist kein weisser Ritter, kein aufrechter, tragischer Held. Er wird für mich als der Mann mit den Haaren im Gesicht in Erinnerung bleiben, Bart kann man das ja wirklich nicht nennen.

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Tauschwert 10.02.2018, 17:01
35. Erneuerung der SPD - eine wichtige Aufgabe!

Das tragische an der Entwicklung ist, dass M. Schulz in ein Amt geholt wurde und zwar unter Federfuehrung von S. Gabriel. Die SPD war bereits im Niedergang, weil sozialdemokratische Werte klein geschrieben wurden und man sich der Mitte , wie auch die CDU es getan hat, angepasst hat. Das Profil der SPD wurde mehr CDU gepraegt und das CDU Profil mehr SPD gepraegt. Deswegen wurde immer das Wort Einheitspartei von Foristen genutzt. S. Gabriel vermochte es nicht der Partei ein eigenes Gepreage zu geben, deswegen war er auch nicht populaer. Schulz haette sich selbst treu bleiben sollen und die Partei Erneuerung muessen. Offenbar hat er sich aufgrund von parteiinternen Druck in die eine oder andere Richtung pressen lassen. Deswegen die vielen Drehungen bis hin zum Wortbruch.

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kayakclc 10.02.2018, 17:03
36. Mediengesellschaft und Opportunisten

ich frage mich, wo sind diese 100% denn hingekommen, die Schulz bei der Wahl vor einem Jahr in der SPD unterstützt haben. Schulz Vita war auch damals bekannt, und die Europaparlamentswahl hatte er auch schon gegen Juncker verloren. Und dann die "Gerechtigkeitsdebatte"! Was für ein Schwachsinnswahlkampfthema der SPD in einem Land wo die Steuereinnahmen nur die Sprudeln, die Umverteilungsmaschine von den Werktätigen zu den Unterdogs wunderbar funktioniert, und die Industrie Probleme hat Leute zu gewinnen? Bei der SPD stellte sich die Frage: hat die SPD in der Regierung eine ungerechte Politik gemacht? Die Gerechtigkeitfrage hat besonders Teile der SPD Stammwähler in die Hände der AfD getrieben. Die haben ein anderes Gerechtigkeitsangebot durch Schüren ungerechtfertigter Angst gegen die und das Fremde gemacht. Und jetzt soll Schulz für alles Verantwortlich sein? Nein, in der SPD sitzen genügend Opportunisten, die nur einen Sündenbock suchen, und selbst keine Verantwortung übernehmen wollen. Wer Schulz gewählt hat, sollte doch auch dazu stehen!

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Kater Karlo 10.02.2018, 17:15
37. Schulz als Ritter der tragischen Gestalt aufzubauen,

wie es hier unternommen wird, ist nicht überzeugend. Sein großsprecherisches Getue machte ihn zu einem Dampfplauderer der traurigen Gestalt. Und sein Scheitern hat nichts Tragisches an sich, sondern man hat den Eindruck, daß sein Untergang mehr als verdient ist.

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crixus 10.02.2018, 17:15
38. Die Volkspartein ...

...machen meiner Meinung,den Fehler immer mehr die Spitzenkandidaten in Vordergrund zu stellen, anstatt die Wahlprogramme .

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alfred.boehler 10.02.2018, 17:16
39. Der "wackere" Herr Schulz!?

Die Beschreibung von Martin Schulz als "anständig, ehrlich, aufrecht, redlich, ein wackerer Mann" zeugt m. E. von einer himmelschreienden, unfassbaren Wahrnehmungsstörung und hat mich (als relativ neutraler und sonst zufriedener SPON-Leser) zu meinem ersten Beitrag veranlaßt! Allein schon wegen der "Unregelmäßigkeiten" von Schulz im EU-Parlament sind die liebedienerischen Adjektive unzutreffend und lächerlich; erst recht natürlich im Hinblick auf sein Agieren und Taktieren als SPD-Vorsitzender!

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