Forum: Politik
Die Lage am Donnerstag: Liebe Leserin, lieber Leser,
Seite 1 von 6
ansv 30.08.2018, 06:43
1.

Erstens: Die Meinung der Welt ist zunächst irrelevant, wenn man wirklich ein ernsthaftes Problem hat. Und wir alle könnten dazu beitragen, das Problem in Sachsen und anderswo zu lösen, wenn wir nicht ständig das Märchen der "überforderten" Polizei weitererzählen. Die Polizei ist entweder seit Hoyerswerda ständig überfordert oder sie ist schlicht Teil des Problems. Ich tippe auf zweiteres.

Beitrag melden
Holzbeinschnitzer 30.08.2018, 06:48
2.

Die Rhetorik im Absatz über den Gegenkandidaten von Volker Kauder finde ich interessant. Wenn nur ein Kandidat aufgestellt wird, dann sprechen wir von einer Wahl. Wenn plötzlich zwei Kandidaten aufgestellt sind, dann sprechen wir von einer Kampfkandidatur. Seltsames Demokratieverständnis.

Beitrag melden
ditoman 30.08.2018, 07:00
3. Kognitive Dissonanz

Erst tragen Leitmedien wie SPIEGEL und ZEIT mit Fragestellungen wie 'Wer darf rein?' bzw. 'Seenotrettung: oder soll man es lassen?' suggestiv dazu bei, Menschen zu selektieren und für Lager einzutreten, um damit unter dem Deckmantel einer rationalen Diskussion einer schleichenden Barbarisierung Vorschub zu leisten, und dann wird Sachsen mit derselben Ausschließungs-Logik auf das eigene Nazi-Problem zurückgeworfen. So als ob man noch nie von Bedingungen hörte, die ein gesellschaftliches Klima aufheizen oder nicht. Noch vor zwei Jahren warnte der polnische Sozialphilosoph Zygmunt Baumann davor, solche Fragen überhaupt zu diskutieren! Und jetzt sind sie in die Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Aber das ist wahrscheinlich auch nur ein Nazi-Problem! Politik und Medien? Wo bleibt die Verantwortung?

Beitrag melden
clara1337 30.08.2018, 07:02
4. Im Ausland?

Hier auch! Es ist eine Sache, bestürzt und verunsichert zu sein, wenn ein Mensch im Umfeld Opfer eines Verbrechens wird. Deswegen dann Unschuldige, egal welcher Herkunft, ebenfalls Unrecht antun ist einfach nur wieder ein Verbrechen. Und irgendwie glaube ich auch nicht, dass es da der Mehrheit um "Bestürzung" geht. Es ist ausleben von Hass, ermöglicht durch eine Masse an "Normalen" und Relativierern. Irgendwo ist auch mal schluss mit Verständnis, Faschisten bleiben Faschisten und egal wie oft ein "Ich bin keiner, aber..." auch kommt, doch, wer sich mit denen in ein Boot setzt und damit unterstützt, ist auch einer.

Beitrag melden
rrippler 30.08.2018, 07:16
5. Ich kann das so nicht bestätigen

Die neue Zürher Zeitung zB schreibt:
"Die bürgerliche Gesellschaft in Deutschland kann es nicht dulden, dass sich ein gewaltbereiter Mob auf den Strassen austobt. Doch sie muss bei ihrem Kampf Mass halten. Der Freistaat Sachsen wird nicht von «Nazis» bevölkert. Wer so daherredet, befeuert die Spaltung des Landes."

Beitrag melden
kuac 30.08.2018, 07:16
6.

Zitat: "Darunter leidet das Ansehen ganz Deutschlands, schaden dürfte dies aber vor allem dem Image von Sachsen. Das kann bedeuten: Weniger Investitionen, weniger Arbeitsplätze, weniger Chancen für die Zukunft. Wenn die Sachsen ihr Nazi-Problem nicht in den Griff bekommen, haben sie es nicht anders verdient."...........
.........
Wenn ich Geld zum Investieren hätte würde ich nicht mehr in Sachsen investieren. Wenn die bisherigen Investoren weggehen und keine neuen dazu kommen, was dann? Hat die AfD eine Antwort? Soli erhöhen?

Beitrag melden
ip2018 30.08.2018, 08:00
7.

"....Darunter leidet das Ansehen ganz Deutschlands...."

Genauso wie die halbe Welt einzuladen und dann bei den Nachbarn hausieren gehen, damit diese einen Teil Flüchtlinge abnimmt.

Beitrag melden
chimonanthus 30.08.2018, 08:02
8. @1 ansv

Zitat von ansv
Erstens: Die Meinung der Welt ist zunächst irrelevant, wenn man wirklich ein ernsthaftes Problem hat. Und wir alle könnten dazu beitragen, das Problem in Sachsen und anderswo zu lösen, wenn wir nicht ständig das Märchen der "überforderten" Polizei weitererzählen. Die Polizei ist entweder seit Hoyerswerda ständig überfordert oder sie ist schlicht Teil des Problems. Ich tippe auf zweiteres.
„Die Meinung der Welt ist irrelevant „ Auch für eine Exportnation?

Beitrag melden
pförtner 30.08.2018, 08:02
9. Karl Marx

Ich sagte : "Proletarier aller Länder vereinigt euch, von Pöbelanten habe ich nichts gesagt ! "

Beitrag melden
Seite 1 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!