Forum: Politik
Die Lage am Freitag: Liebe Leserin, lieber Leser,
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StefanZ.. 26.01.2018, 05:53
1. Geht es denn wirklich nur um Parteireformen?

Es wird wohl fast jeder mit Ihnen übereinstimmen, dass praktisch alle Parteien (AfD als Neuling mal ausgenommen) links wie rechts ihre besten Zeiten lange hinter sich haben und Krisen durchmachen, wobei die Perspektiven nicht vielversprechend sind. Was mir allerdings in all den Analysen fehlt, ist die Beantwortung der Frage, ob der Ansatz einer Parteiendemokratie nicht ein Teil des Problems geworden ist, das einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Demokratie in Deutschland im Wege steht. Wenn wir schon noch eine Weile mit einer Stellvertreter-parlamentarischen-Demokratie weitermachen wollen, dann sollten wir uns doch zumindest Gedanken darübermachen, worin denn eigentlich der Vorteil von verbohrten ideologischen Gruppen in diesen Parlamenten bestehen soll. Ist das hilfreich gegen Politikverdrossenheit und verkrustete, schwerfällige, Lobbyistengefällige, phantasielose Politik?

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japhet 26.01.2018, 06:16
2. Partei der Mitte?

Um eine Partei der Mitte zu sein, muss es Parteien rechts und links davon geben. Also: FDP, Union und AfD rechts von den Grünen? Und SPD und Linke links davon? Aber - welche Themen kennzeichnen eine „linke“ Partei? Ist nicht vielmehr das „Urthema“ der Grünen - der Umweltschutz - zwar längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, aber die Grünen haben mit der Einwanderungspolitik längst ein neues zentrales Thema gefunden, welches in der Vorgehensweise der Grünen eben nicht den Vorstellungen der Mitte entspricht.

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dirk1962 26.01.2018, 06:43
3. Die Chance zur Volkspartei

haben die Grünen bei den Jamaika Sondierungen aufgegeben. Sie waren sehr schnell bereit die Klimaziele über Bord zu werfen. Das war ein entscheidender Fehler. Wenn für diese Partei die Ökologie derart beliebig geworden ist, wofür steht sie dann noch?

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alterknacker54 26.01.2018, 06:54
4. Stuttgart 21

Das macht doch gar nichts - dann nennen wir das Ganze ab sofort "Stuttgart 25". Nach diesem Muster lassen sich auch die zukünftigen "Fertigstellungstermine" ohne Weiteres anpassen. Und die paar Milliarden mehr: Die werden - wie immer - auf die Fahrpreise draufgehauen - also: Wo ist das Problem? Außerdem können "BER" und "S25" jetzt in einen echten Wettbewerb treten - das wird spannend!

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rumans 26.01.2018, 07:27
5. es muss endlich differenziert werden

dann ist das Thema endlich besser handle-bar. Flüchtlinge mit Individualgrund, Kriegsflüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge, Flüchtlinge mit eindeutiger Antidemokratiehaltung, was den gesamten (per Eigendefinition) Islam betrifft. Wenn diese Thematik parteigebunden! mit innenpolitischen und aussenpolitischen nationalen Interessen verknüpft wird, kommen wir nicht weiter. Deswegen sind Volksentscheide nützlich, wo nicht wie in Parteien Äpfel mit Birnen verbunden werden. Sondern isoliert angegangen werden. Mehrheiten findet der Wähler isoliert für die Einzelnen Themen als immer zwischen festgebunden Blumensträußen auf 4 Jahre sich festzulegen in dieser schnelllebigen Zeit. Nebenbei: Lobbyarbeit mit Abgeordneten sollte entweder öffentlich sein oder garnicht, sprich verboten.

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angelobonn 26.01.2018, 07:47
6. Realität

Realität an Autor: Die Grünen stellen die KLEINSTE Bundestagsfraktion, haben beispielsweise in der Migrationspolitik sehr weit links stehende Position und ein Spitzenpersonal, das in vielen Fällen niemals außerhalb der Politik gearbeitet hat, oft mangels Qualifikation. Viel weiter kann man von einer Volkspartei der Mitte nicht entfernt sein.

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Papazaca 26.01.2018, 07:48
7. Lieber Herr Pfister, kommen Sie aus dem Ruhrgebiet?

Scheinbar nicht, Denn da hat die SPD jede Menge Stimmen an die AfD verloren, nicht an die Grünen. Wegen der Flüchtlingspolitik! Und jetzt setzt sich die SPD für den Nachzug ein. Ohne jetzt über den Nachzug diskutieren, das ist ein Thema, das für die Basis nicht wichtig ist, ja das sie sogar zum Teil ablehnt. Nein, die Frage ist nicht, ob die Grünen die SPD als neue Volkspartei beerben können. Die Frage ist, ob die SPD ihre Basis und ihre Wähler versteht und das auch politisch umsetzt (Wohnungspolitik, keine Waffen für die Türkei, etc., Steuerreform, Mindestlohn, Einschränkung von Leiharbeit etc. Flüchtlingspolitik mit Augenmaß). Hamburg ist weit vom Ruhrgebiet entfernt. Fahren Sie mal nach Dortmund, meiner früheren Heimat, dann verstehen Sie die Probleme der SPD besser!

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eugler 26.01.2018, 07:55
8. Sehr humoristisch

So empfinde ich diesen Artikel. Die Grünen sind auf dem besten Weg zur Unwählbarkeit und hier wird von Volkspartei schwadroniert.
Eine Partei der Klimaschutz wichtiger als der real existierende Umweltschutz ist, die normative Abendlandspolitik dem Frieden vorgezogen wird und der die Öffentlichkeitswirkung (Elektromobilität) entscheidender ist als echte Ergebnisse, die ist weder ernst zu nehmen, noch eine Partei die wieder 2stellige Werte erwarten kann. Auch wird es wohl eine Neugründung und Spaltung der Partei geben. Die Demokratie wird es Ihnen danken.

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unzensierbar 26.01.2018, 07:55
9. Radikaler Zentrismus

Das ist nicht die Lösung. Die Antwort auf Rechtspopulismus und den Rechtsruck des Systems und der populären Parteien ist es nicht noch mehr Parteien wie die Grünen nach rechts zu rücken. Abgesehen davon sind die Grünen schon lange nicht mehr links oder grün. Die Antwort ist die von Wagenknecht. Eine linke Massenbewegung muss her, aber bitte ohne die Führung der jetzigen Linken und ohne SPD, die auch schon im Zentrum steht und nicht links davon wie es der Autor suggeriert.

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