Forum: Politik
Die Lage am Freitag: Liebe Leserin, lieber Leser,
Seite 2 von 3
Becks0815 26.01.2018, 08:19
10.

Die Grünen als neue Volkspartei, mit Blick auf BW?
Der werte Autor möge doch bitte noch einmal über die Bücher gehen bei den Vorstellungen. In BW sind die Grüne exakt wegen einer Person an der Macht - Kretschmann.

Das ist einer, der erst wieder einen Diesel gekauft hat und seinen Mercedes S als Kleinwagen bezeichnete. Der ist so schwarz, daß er bei der derzeitigen Ausrichtung der CDU dort ganz weit im rechtem Lager angesiedelt wäre.
Derzeitig sieht es eher aus, als ob die CDU die SPD links überholt und die SPD schlichtweg zwischen der Bande und den ganz extrem Linken aufgerieben wird.

Der Schmusekurs kostet der CDU aber böse Stimmen und wird deren Untergang sein, sollte da kein Umdenken sttafinden. Mit einer Person an der Spitze, die keinerlei Fehler in ihrem Handeln 2015 sieht, geht das aber nicht. Die Frau hat kein Rückrad und entnimmt ihre zukünftige Ausrichtung der Politik am liebsten der Mehrheitsströumung von Facebook und Co.
Die Grünen selbst sind da noch schlimmer in ihren weltfremden Vorstellungen. Seit den Wahlen und den gescheiterten Erstverhandlungen ist klar, was dden Leuten derzeitig am meisten umtreibt: Migration . Man erinnere sich an die Position der Grünen hierzu. Eine Volkspartei ist keine, die in einer solchen Kernfrage gegen die Mehrheit der Deutschen ist.

Meine Vorraussage:
Die CDU wickelt die SPD in den Verhandlungen um den Finger und die SPD geht unter.
Wenn in der CDU kein Drift zurück nach rechts stattfindet (was früher die Mitte war!) und stattdessen reflexartig jeder als Nazi bezeichnet wird, der Kritik an der Migartionspolitik übt, werden die Leute von der CDU abwandern und der FDP und AfD zuströmen.
Der verbleibene Rest der Unverbesserlichen Teddybärwerfer dann sammeln sich bei den Grünen oder bleiben beim Wackelpudding CDU.
Aber die Grünen als Volkspartei? So viel Kretschmann gibt es bei den Grünen nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ulrich_loose 26.01.2018, 08:19
11. Nein, die GrünInnen

leiden unter der selben Problemgruppe unter der auch die SPD leidet: ein überstarker linker Flügel. Es mag ja sein das ein paar wenige Grüne tatsächlich zur Mitte hin tendieren, aber man muss immer damit rechnen das die sich der Mitte nur so weit öffnen können, wie es der linke Flügel zulässt. Das Risiko sollte für den Wähler zu groß sein. Man wählt meinetwegen Habeck und gleichzeitig einen Altkommunisten Trittin, seine Ziehschäfchen und den gesamten linken Flügel inkl. der grünen Linksjugend mit. Diese Mischung ist mitnichten Mitte und bürgerlich. Diese Mischung ist und bleibt überwiegend links.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dengar 26.01.2018, 08:27
12. Die Grünen

"Sie praktizierten eine Radikalität, die zum Mainstream wurde."

Und das ist der entscheidende Satz. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man die Grünen jetzt als rechts oder links wahrnimmt, entscheidend ist, dass die neue Mitte jetzt im Extremen verortet werden soll. Neben der AfD gibt es wohl keine andere relevante Partei, die dermaßen ideologiegetrieben daherkommt, wie die Grünen, und wenn das "Mitte" sein soll, dann ist das eine klassische Form von Orwellscher Umettikettierung. Eine Mitte ist gemäßigt und toleriert auch andere Meinungen - gerade das sind und tun die Grünen aber nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
drent 26.01.2018, 08:31
13. Die neue Partei der Mitte?

Doch höchstens der Mittelmäßigkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hannac. 26.01.2018, 09:15
14. Die Grünen

Diese Partei war mal eine echte Friedenspartei. Heute stehen die Grünen für alles und nichts und sind für alles zuhaben. Von einer Volkspartei kann bei den Grünen überhaupt keine Rede sein. Sie ist eher eine lieberale Partei einer bestimmten Klientel der oberen Mittelschicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hans.lotz 26.01.2018, 10:02
15. Parteien ohne Identität

Der Weg in die von der Merkel-CDU definierte und als existenzsichernd gewähnte neue Mitte führt zu massiven Identitätsverlusten der Parteien, die von Existenzangst getrieben, ihr Heil dort glauben suchen zu müssen. Für die Wähler entsteht ein Konglomerat an verwechselbaren Parteien, sodass das Ergebnis ihrer Wahlentscheidung nicht mehr kalkulierbar ist. Der Ausweg für viele sind die Ränder links und rechts. Größter Profiteur des Gedränges in der Mitte ist die AfD.
Zur Aufrechterhaltung der Demokratie taugt der Gleichschritt der Parteien in die Merkel-Mitte jedenfalls nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Listkaefer 26.01.2018, 10:28
16. Herr Pfister, Sie übertreiben maßlos!

Rasender Niedergang, Verfall der SPD und Chaos in dieser Partei? Was ist das für eine schräge Sicht der Dinge. Die Kanzlerin buhlt um die Gunst der SPD, ohne die Sozialdemokraten gibt es keine Regierung. Das ist keine schlechte Positionierung der SPD. Und die innerparteiliche Diskussion als Chaos zu bezeichnen liegt vollends daneben. Die SPD ist lernfähig, sie wird ihre Leistungen in einer neuen GroKo besser herausstellen - und dann könnte sie wieder Wahlen gewinnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wallot10 26.01.2018, 20:01
17. richtig so

(Erfolgreiche) Politik wird in der Mitte gemacht. Im Wahlkampf kann man zwar links (Corbyn) oder rechts (Koch 1999) blinken, langfristig kann man damit aber keine Politik machen. Wenn eine Partei linke Politik macht, und danach die Wirtschaft einbricht, wird sich auch der Wähler enttäuscht abwenden. In Frankreich haben die Sozialisten linke Politik gemacht und wurden dafür vom Wähler abgestraft, weil die Arbeitslosigkeit nicht zurückging. Die SPD lag im August 2002, also noch vor der Agenda 2010, sieben Prozentpunkte hinter der CDU, weil die Wirtschaft schwächelte. Wenn man stattdessen eine reine Oppositionspartei sein will, kann man auch linke oder rechte Positionen vertreten - man muss sie ja nicht umsetzten (Ein Spruch eines Intellektuellen: Wenn man seinen Traum in seiner ganzen Schönheit erhalten will, sollte man ihn nie verwirklichen). Eine Regierungspartei sollte soviel soziale Politik wie möglich machen, und soviel wirtschaftsliberale wie nötig; soviel Umweltpolitik wie möglich und soviel wirtschaftsliberale wie nötig (damit jeweils keine Arbeitsplätze verloren gehen); die Steuern sollten so gering wie möglich sein, und so hoch wie nötig (damit es langfristig keinen Finanzkollaps gibt und man auch keine Hilfen anderer Länder benötigt); dem Bürger soviel Freiheit wie möglich lassen und so wenig wie nötig (damit es Terroristen nicht so leicht haben);

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lula Latein 26.01.2018, 20:47
18. Was sagt denn Herr Dietz dazu?

Zitat von StefanZ..
.....einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Demokratie in Deutschland im Wege steht..... ?
Und dabei wird doch stets von Allen, ganz besonders von der Presse, die Demokratie als das unumstößliche Einmaleins der Gesellschaftform betont. Weiterentwicklung, wohin? Ist Volkes Stimme und dessen Mehrheit nicht mehr Ultima Ratio? Welche Alternativen könnte es geben? Im SPIEGEL stand vor längerer Zeit, dass zur weiteren Klärung dieser Frage der Philosoph Dietz für ein Jahr nach Havard fuhr, um dort mit den hellsten internationalen Köpfen hierüber zu diskutieren. Die Zeit ist vorbei. Was kam dabei heraus? Ein Buch, oder eine vermutete Wahrheit, die niemand hören will oder für die die Zeit noch nocht reif ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lula Latein 26.01.2018, 21:39
19. Die nackte Wahrheit?

Zitat von ulrich_loose
..Nein, die Grüninnen leiden unter der selben Problemgruppe unter der auch die SPD leidet....
Getroffen! Grüninnen sind das beste Synonym für das was ist. Gender-Kleinigkeiten, Randgruppenproblematiken und eingebildete linke Eitelkeiten sind wichtiger als der unbequeme Weg. Wenn GRÜN und SOZIAL, dann bitte auch konsequent. Was und wo ist der größte grüne Feind, der auch für das Prekariat alle unmenschlichen Folgen zu verantworten hat? Es ist der Konsumwahn, die maßlose Verschwendung und Lagerung aller Ressourcen in den Kleiderschränken, den Misthaufen und den Bäuchen. Warum sagen eigentlich die GRÜNEN nichts gegen die Werbung, die verlogenen Versprechungen der Kosmetik und in der Homöopathie? Der täglichen Lebensmittelverschwendung und gegen die maßlose Haustierernährung? Wenn schon linke Ideale, dann bitte nicht stehen bleiben. Kein GRÜNER und SOZI wagt den Kampf gegen die menschlichen Schwächen, die an der Wahlurne zur Urne der Zukunft werden können. Sie werden wissen warum. Auch Don Quichote wird es zuletzt gewusst haben. Die Zivilisation hat anfänglich mit ihrer Not (Industrieproletariat), dann mit ihrer Neugier und folgend mit Neid und militärischer Niedertracht die menschlichen Schwächen instrumentalisiert. Der Ablauf hat Ähnlichkeiten mit einem Naturgesetz. Und inzwischen wendet sich die Zivilisation mit den von ihr geweckten Wünschen in Form einer sich selbst erfüllenden Vernichtung gegen die eigene Zielgruppe. GRÜN und ROT werden an diesem Dilemma gemessen und noch verzweifeln. Randgruppenspiele, die den anderen nur das Spiel verderben, lenken nur von der Wahrheit ab. Es ist wie es ist, es kütt wie es kütt. Verhaltensweisen, die auf den "göttlichen" und unabänderlichen menschlichen Schwächen basieren den Kampf anzusagen, ist müßig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3