Forum: Politik
Die Lage am Mittwoch: Liebe Leserin, lieber Leser,
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v_i_e_l_l_e_i_c_h_t 01.02.2017, 06:57
1. Vielleicht ist Donald Trump ein Faschist?

Vielleicht ist jemand der mit Dekrete regiert, nach persönlich Gutdünken Posten verteilt, Gesetze interpretiert, eine anders denkende Legislative als Verräter bezeichnet. Der nach glaubendiskriminiert. Die frei Presse den Krieg erklärt, als Lügenpresse bezeichnet und dann nach nur zwei wochen die notwendige Mehrheit zur Bennenug in das Oberste Gericht attackiert, das der Schutz des Verfassung dient, die einzige Instanz die in Zukunft sein Handeln die legalität absprechen könnte. Dieser Person ist vielleicht doch ein Faschist.

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lalito 01.02.2017, 07:02
2. Sie sagen es

Die Bezeichnung Faschist wird mit diesem rethorischen Kniff sehr nahe an seinen Namen angelehnt, nicht nett, aber in der Form natürlich korrekt. Denke, auch nach hundert Tagen wird diese Aussage immer noch so zu treffen sein - er ist der Anchorman der eben kein Faschist sein darf, schließlich will er das Gute für America, sorry US. Erinnert ein wenig an das Gehabe von Bohlen - nur versucht der manchmal wenigstens noch auf nett.

Politiker, Experten, Kommentatoren sowie erst recht die Foristen sind hin- und hergerissen, sofern man nicht damit beschäftigt ist, aus dem Bunker einer Extremposition heraus, sich an der gegenteiligen Extremposition abzuarbeiten. Letztendlich viel zu nabelschauend, denn es wurde nach unzweifelhaft demokratischen Regeln, Wahlmänner hin oder her, ein President für vier Jahre gewählt.

Viel interessanter als der Anchorman sind doch die Gesellen im "redaktionellen" Background von Mr. President. Hier smigeln sich offensichtlich Hardcores vorbei an den Instanzen und ziehen ihre Strippen. Mr. B. scheint da beispielsweise auf einer von ihm selbst aufgeworfenen Erfolgswelle zu surfen.

Es wird sich zeigen, ob die Demokratie - basierend auf den vor zwei Jahrhunderten niedergeschriebenen Declarations - diesen Swing zu wenig humanistischen Ansätzen unbeschadet übersteht. Daher das Augenmerk auf den Hintergrund, der Anchorman verkauft den Plan nur vor den Linsen!

Nach den unsäglichen und destabilisierenden konventionell geführten Kriegen der Bush-Company, dem unauffälligeren wie gleichwohl zu hinterfragenden Drohnenkrieg eines Heile-Welt-Verkäufers Obama, ist die Frage erlaubt was die Trump-Company langfristig wirklcih im Schilde führt. Die bisherigen Aufreger dürften wohlgezielte Ablenkungen vom eigentlichen Kern darstellen und der wird sich erst im Laufe der ersten vier Jahre zeigen. Die zweiten vier Jahre sind für den Anchorman ja schon sicher, wie bei der Akten auf Schulbanknummer deutlich zu vernehmen war.

Für so enge Partner und Verbündete wie Deutschland stellt sich nämlich die Frage, in welchem Mist man denn am Ende zu stecken kommt, wenn the Beef auf den Tisch kommt. Aufmerksam für das Kommende sein sollte die Devise sein.

Faschisten sind werdende, seiende und gehende Diktatoren meist erst in der Rückschau, beim Aufräumen.

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TobiasWolf 01.02.2017, 07:03
3. Doch!

Trump und seine Berater sind ganz sicher Faschisten. Die werden der Welt noch viel Freude bereiten!

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Kapaun 01.02.2017, 07:22
4.

"Kompromiss, Ausgleich und Integration" waren vor Trump die Prämissen in den USA? Das ist ja ganz was Neues. So etwas kann nur behaupten, wer die Nichtküstenregionen nur als "fly-over-states" kennt ...

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StefanZ.. 01.02.2017, 07:44
5. Verlierer des Tages - Demografiepolitischer Bilanzbericht

Wer maßt sich hier an eine Wunschgröße jenseits der 80 Millionen für Deutschland festzulegen? Ist das der Maßstab von Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität auf diesem Streifen Land, der sich noch nicht einmal selbst ernähren kann? Es gilt das gleiche wie für den Schuldenabbau, die Zeit ist mehr als reif dafür anzufangen. Und nein, einen Teil der jährlichen 80-100 Millionen extra Planetenbewohner zum Pseudo-Erhalt des Status Quo in der Republik zu importieren löst kein einziges Problem. Was für ein netter Zufall, dass eine stetige Zuwanderung in der Größenordnung der von der jetzigen Bundesregierung nicht mehr verringerbaren Marge von 300.000/Jahr die gegenwärtige Überbevölkerung und damit Konsumentenanzahl in Deutschland zu erhalten verspricht.

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elvezia 01.02.2017, 07:59
6. Bei gewissen Gewissensfragen

herrscht Trumpeuphorie. Millionen (auch Demokraten) werden seine Forderung nach billigeren Medikamenten hochleben lassen, hunderttausende (auch demokratisch Wählende) KMU werden sein Dekret zur Entbürokratisierung der KMU dankend zur Kenntnis nehmen. Was interessiert diese beiden Gruppen der vorübergehende Ausschluss von ein paar Somaliern, Yemeniten und Irakern? Nur die (überschaubaren) hard-core Hillaryfans gehen auf die Strasse, die anderen warten auf billigree Medis und weniger Staat beim Brötchenbacken.

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stefan.p1 01.02.2017, 08:03
7. Mal über den Tellerrand geschaut

In der aktuellen NZZ gibt es eine Umfrage über Trumps Einreise-Politik:
49% pro Trump 10% keine Meinung 41% kontra Trump.
Manchmal erweitert ein Blick in die ausländische Presse den Horizont.

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c.weise 01.02.2017, 08:17
8. Vor der eigenen Haustüre kehren

Medien und Politiker sollten sich einmal um die Defekte in der deutschen Politik kümmern und nicht ständig nach Moskau und Washington schielen.

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neoleo99 01.02.2017, 08:24
9. Anhänger von Trump

Wer sind die Anhänger von Trump ? In den fly over states, Farmer im Mittleren Westen, denken vielleicht dessen Wähler, dass er nun garantierte, oder höhere Preise, für Corn durchsetzt. Keine Weltmarktpreise mehr, ach wie schööööön. Reichtum für alle Farmer. Super. Zusammengefasst: seine Anhänger versprechen sich auch ein 'Stück vom Trump-Kuchen', wenn sie nur laut genug für ihn schreien. Dabei hat Trump noch nie Loser unterstutzt, warum sollte er auch. Was Trump also zurücklassen wird, ist viel verbrannte Erde, enttäuschte Hoffnungen. Und wie der hereingelegte Investor im Grauen Markt, werden auch die Wähler von Trump bis zuletzt, oder nie, zugeben, dass Trump falsch lag, sondern sie werden immer anderen die Schuld geben. Hätte er nur noch ein wenig länger regiert, dann wäre alles gut geworden, werden sie dann Mantra-Artig vor sich hin sagen.

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