Forum: Politik
Die Lage am Mittwoch: Liebe Leserin, lieber Leser,
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air plane 04.10.2017, 09:23
10.

Zitat von ollifast
Sorry, Leute, Spanien ist ein Rechtsstaat und es sind nicht nur Katalonier, die am Gebiet Katalonien Rechte haben, sondern auch Spanier und wir alle als Unionsbürger. Da haben Firmen investiert unter der Massgabe EU und Spanische Verfassung, da haben auch Deutscher ihre Wohnsitz. Sowas was die Regionalregierung da abzieht, geht genau so wenig wie Reichsbürger. Ich möchte mal Eure Worte als Presse hören, wenn der Freistaat Bayern auf die Idee käme, ein Referendum abzuhalten um aus dem Bund auszutreten. Und das braucht man auch nicht mit Weichspülerei zu befeuern, die Regionalregierung handelt schlicht kriminell, sie ignoriert Urteile und stellt sich gegen die Verfassung und gegen die Europäischen Verträge und hetzt das Volk auf. Solche Leute gehören nicht gehätschelt und hofiert, sondern abgesetzt und ins Gefängnis. Das Abstimmungsergebnis kann man ohnehin vergessen, da es nicht repräsentativ ist. Aber generell: Es muss einfach mal aufhören in Europa, dass jeder regional macht wie er lustig ist und sich um die Verfassung und Minderheitenrechte einen Dreck schert.
Nee, wenn Leute auf Demos gehen, und von der Polizei getriezt werden, haben sie immer Recht. Und wenn sie "Unabhängigkeit" und "Freiheit" gröhlen, sowieso. G20, S21 oder PKK, Demonstranten sind immer die Guten. So Che Guevera-mäßig. Einfach cool. Dass die Mehrheit der Katalonen wohl gegen die Abspaltung ist - geschenkt. Hauptsache Straßenschlachten-Events gegen die Polizei.

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lala10 04.10.2017, 09:24
11.

Ich kann dem Kommentar Nr. 9 nur zustimmen.Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen.Alles andere ist nur Sozialromantik.
Nach den vielen anderen Kommentaren können Bayern und Baden-Württemberg austreten aus der BRD und sich zusammenschließen.Das wäre wirtschaftlich auch eine gute Konstellation für die beiden Länder.

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breguet 04.10.2017, 09:25
12. #Spanien

Ich denke die Rede kam zu spät, aber richtig war sie. Vermitteln Herr Nelles? Wie soll der König mit Putschisten verhandeln, gegen die Verfassung seines eigenen Königreichs? Nein, er muss jetzt den Worten Taten folgen lassen. Art.155 wird kommen, die Putschisten werden verhaftet und für Jahrzehnte weggesperrt. Auch der Liebling der Presse, Pablo Iglesias von der kommunistischen Podemos Partei.

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decathlone 04.10.2017, 09:25
13. Recht und Gerechtigkeit....

Zitat von KingTut
Wenn es zutrifft, was n-tv schon am Sonntag berichtete, dass nämlich die katalonische Regionalregierung, um diese Abstimmung stattfinden zu lassen nicht nur spanisches, sondern sogar katalanisches Recht brach, dann kann man wohl kaum von einem validen Volksentscheid sprechen. Und wenn Philip VI. sich auf diese Tatsache bezieht, dann sagt er lediglich die Wahrheit. Meine Sympathien gelten jenen Spaniern, die sich ernsthaft um eine Einheit des Landes bemühen. Das schließt den König mit ein.
Es ist eine Sache, ob das den Buchstaben des Gesetzes gemäß ist. Es gibt aber genügend Beispiele von Gesetzen, die komplett an der Wirklichkeit vorbeigehen. Denken Sie mal darüber nach, was los wäre, wenn man die Ehescheidung verbieten würde. Die Katalanen haben die Nase voll (jedenfalls Teile der katalanischen Bevölkerung) und die Reaktion von Rajoy und des Königs ist ideal, um dem Prozess eine Unumkehrbarkeit zu geben. Sich da auf Gesetze zu berufen, ist schwach. Rajoy sollte schon längst nicht mehr Regierungschef sein (Korruption), wie sieht es da mit den Gesetzen aus???

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wolle0601 04.10.2017, 09:29
14. Wurde Zeit (in Spanien)

dass auch mal die andere Seite zu Wort kommt. Leider hat die Inszenierung von Puigdemont allzu viele Leute beeindruckt - ich würde diese schlicht naiv nennen. Nur eine Logikfrage: Wenn zumindest ein Teil der Sezessionisten von einem Staat träumt, der solidarisch mit allen ist und jedem Zugang zu maximalen sozialen Wohltaten bietet - wie geht das damit zusammen, dass ein Argument für die Abspaltung ist, dass Katalonien zuviel an Rest-Spanien abgeben muss?

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español 04.10.2017, 09:33
15. Der König soll vermitteln?

Irgendwann ist es dann genug, mit dieser Kindergartenphilosphie welche fortlaufend von "friedliebenden Unabhängigkeitsanhängern" berichtet. Mit wem soll denn bitte der König vermitteln? Mit den Anarchisten der CUP? Diese ganze Aktion mit Parlamentsputsch, Wahl-Show, Bezahlter Streik-Tag, angewiesener Arbeitsverweigerung seitens Autonomie-Sicherheitskräfte, Staatlicher Polizeigewalt usw. hatte nur das Ziel einer internationalen Darstellung der weiterhin falschen "Opferrolle" der Nationalisten als Ziel. Und dieses Ziel haben sie erreicht. Wie wäre es denn mal mit Richtigstellung von Falschmeldungen/Propaganda? 900 Verletzte? Und bitte, bei den Nationalisten handelt es such um einen Teil der Katalanischen Gesellschaft. Über 3 Millionen Bürger gingen nicht "wählen".

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candido 04.10.2017, 09:40
16. Sorry

Herr Nelles, aber der König Felipe ist auch Staatschef Spaniens. Er hat auf die Verfassung Spaniens ein Eid geschworen. Diese zu verteidigen, wie es sein Vater anlässlich des Putchversuches 1981 gemacht hat, ist Verpflichtung. Er ist der Garant der Einhaltung der verfassungsmässigen Ordnung. Dazu gehört die Einheit des Landes. Er hat sich also nicht -wie Sie behaupten- auf die Seite der Regierung geschlagen , sondern auf die Seite des Rechts. Das ist etwas ganz anderes. Und dass was Puigdemont und Konsorten veranstalten nicht anderes als ein geschickt inszenierter Putsch. Bitte objektiver berichten.

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gatopardo 04.10.2017, 09:54
17. Nun ja,

Zitat von español
Irgendwann ist es dann genug, mit dieser Kindergartenphilosphie welche fortlaufend von "friedliebenden Unabhängigkeitsanhängern" berichtet. Mit wem soll denn bitte der König vermitteln? Mit den Anarchisten der CUP? Diese ganze Aktion mit Parlamentsputsch, Wahl-Show, Bezahlter Streik-Tag, angewiesener Arbeitsverweigerung seitens Autonomie-Sicherheitskräfte, Staatlicher Polizeigewalt usw. hatte nur das Ziel einer internationalen Darstellung der weiterhin falschen "Opferrolle" der Nationalisten als Ziel. Und dieses Ziel haben sie erreicht. Wie wäre es denn mal mit Richtigstellung von Falschmeldungen/Propaganda? 900 Verletzte? Und bitte, bei den Nationalisten handelt es such um einen Teil der Katalanischen Gesellschaft. Über 3 Millionen Bürger gingen nicht "wählen".
mit der PSOE in der Regierung wäre es nie soweit gekommen. Immer wieder muss ich an den "estatut" erinnern, mit dem die Katalanen leben konnten und der von den Konservativen wieder eingeschränkt wurde. Aber natürlich sind heute die Demagogen um Puigdemont überhaupt nicht berechtigt, eine Operetten--Wahl anzuerkennen, was wahrscheinlich in der illegalen Unabhängigkeitserklärung und noch mehr Gewalt endet. Wir sind in Madrid zutiefst besorgt und die Ansprache des Königs hat uns den Druck nicht genommen. Wir bitten die UE um Vermittlung !

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böseronkel 04.10.2017, 09:58
18.

Zitat von ollifast
Sorry, Leute, Spanien ist ein Rechtsstaat und es sind nicht nur Katalonier, die am Gebiet Katalonien Rechte haben, sondern auch Spanier und wir alle als Unionsbürger. Da haben Firmen investiert unter der Massgabe EU und Spanische Verfassung, da haben auch Deutscher ihre Wohnsitz. Sowas was die Regionalregierung da abzieht, geht genau so wenig wie Reichsbürger. Ich möchte mal Eure Worte als Presse hören, wenn der Freistaat Bayern auf die Idee käme, ein Referendum abzuhalten um aus dem Bund auszutreten. Und das braucht man auch nicht mit Weichspülerei zu befeuern, die Regionalregierung handelt schlicht kriminell, sie ignoriert Urteile und stellt sich gegen die Verfassung und gegen die Europäischen Verträge und hetzt das Volk auf. Solche Leute gehören nicht gehätschelt und hofiert, sondern abgesetzt und ins Gefängnis. Das Abstimmungsergebnis kann man ohnehin vergessen, da es nicht repräsentativ ist. Aber generell: Es muss einfach mal aufhören in Europa, dass jeder regional macht wie er lustig ist und sich um die Verfassung und Minderheitenrechte einen Dreck schert.
Wie die kastilische Zentralmacht in Jahrhunderte alter Tradition mit militärischer Brachialgewalt gegen Katalanen vorgeht, zeugt nicht gerade von sorgfältiger Beachtung der Minderheitenrechte. Die Kosten für den Unterhalt des kastilischen Machtapparates haben in ebenfalls Jahrhunderte alter Tradition die Katalanen zu tragen. Wenn Kastilien den Katalanen eine friedliche Abstimmung erlaubt hätte, wäre keineswegs sicher dass die Katalanen für eine Abspaltung gestimmt hätten. Die katalanische Sprache ist keineswegs ein spanischer Dialekt.

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loquuntursaxa 04.10.2017, 10:45
19.

Zitat von gatopardo
mit der PSOE in der Regierung wäre es nie soweit gekommen. Immer wieder muss ich an den "estatut" erinnern, mit dem die Katalanen leben konnten und der von den Konservativen wieder eingeschränkt wurde. Aber natürlich sind heute die Demagogen um Puigdemont überhaupt nicht berechtigt, eine Operetten--Wahl anzuerkennen, was wahrscheinlich in der illegalen Unabhängigkeitserklärung und noch mehr Gewalt endet. Wir sind in Madrid zutiefst besorgt und die Ansprache des Königs hat uns den Druck nicht genommen. Wir bitten die UE um Vermittlung !
Meinen Sie wahrscheinlich Herrn R. Zapatero, der allen Regionen in Spanien mit Milliarden Investiotionsverprechungen überwassert hat, aber nicht zum Stande brachte weil (schade) die wirtschaftliche Konjunktur die er nicht sehen konnte, ihm es verhiondere. Also bleiben wir realistisch und nicht Rosinenpickler.

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