Forum: Politik
Die Lage am Montag: Liebe Leserin, lieber Leser,
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eriatlov 05.12.2016, 06:48
1. Drei gute Nachrichten an einem Wochenende

1. keine Auszählungs-Theater in Pensilvania
2. kein Wahlsieg der Rechten in Österreich
3. kein Wahlsieg Renzi's Referendum in Italien

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thomasbär 05.12.2016, 07:04
2. wann realisieren Juncker, Schulz, Drahi bis runter hin zu von Lambsdorf jun, dass SIE GEMEINT sind?

...und es nicht das Problem der Populisten ist. Was ist eigentlich der Unterschied zu Demokraten? Beides meint dasselbe, nur auf Latein statt auf Griechich - ist nur praktisch, wenn das Volk meiner Meinung / nicht meiner Meinung ist

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Xantos73 05.12.2016, 07:40
3. Moin Herr Nelles,

denkbar knapp war das in Österreich. Das jetzt als Sieg zu feiern, na ich weiß nicht. Ist das nicht mehr als ein Spiel auf Zeit? Die Rechte wurde abgestraft? Sehe ich irgendwie anders - über 48 % für den Herrn Hofer sind ein deutliches Signal wie gespalten die Bevölkerung mittlerweile ist. Für mich heißt das einfach nur 4% der Bevölkerung müssen in Ihrem Meinungsbild kippen und schon wäre der vermeindliche Sieg eine heftige Niederlage. Wieviele IS-Anschläge oder Flüchtlinge braucht es um das zu bewerkstelligen? Und wer weiß schon was das nächste Jahr bringt. Van der Bellen - wofür steht der Mann? Ich sehe einen 72jährigen, der mit seinen Energieen haushalten muss und sich auf Bewährtem mit kleinen Kurskorrekturen stützen wird. Nun ja, man wird sehen.
Italien ist schon eine ganz andere Hausnummer. Renzi hat hoch gepokert und verloren. Der Süden Europas macht mir einige Sorgen, Spanien, Portugal, Griechenland und Italien. Da ist mächtig Dampf auf dem Kessel gegen die EU. Deutschland muss sich immer öfter den Vorwurf anhören mittels seiner Niedriglohnpolitik einziger Gewinner zu sein.
Was wenn nächstes Jahr die Frau Le Pen in Frankreich siegt?
Wir haben neuerliche Zeiten der Rattenfänger und langsam bekomme ich ein Gefühl dafür wie sich die Menschen Anfang der 1930iger gefühlt haben müssen. Dieses drohende Gefühl auf einem Vulkan zu sitzen der schon mächtig rumpelt. Und die innere Stimme spricht, mein Freund der Sache trau ich nicht. Wir haben stürmische Zeiten vor uns und der Spruch "So schlimm wird es schon nicht werden." Ich weiß nicht...
Europa - in sich zerstritten, eine EZB die ihr Pulver verschossen hat, Trump, Putin, Erdogan an den Spitzen der globalen Marktbegleiter. Im Hintergrund ein hungriger chinesischer Drache. Rohstoffverknappung auf der einen Seite und eine sich immer heftiger bemerkbar machende Mutter Natur ob der Umweltsünden der Menschheit.
Naja nu kommt erst mal das Fest und Neujahr - schauen wir mal was 2017 so bringt.

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five-oceans-buccaneer 05.12.2016, 07:46
4. Merkel vernichtete mit Intelligenz???

Wohl eher mit innerparteiliche Gegner wegbeissen, aussitzen, nichts tun, - war ja nicht nötig, ging alles von alleine - bis dann die ersten Krisen kamen mit Griechenland, Flüchtlingen etc. - und da hat sie alles vergeigt. Nur ist das vielen Deutschen noch nicht so richtig aufgefallen oder sie wollen es nichts sehen... Weggucken ist auch eine Politik...

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Watchtower 05.12.2016, 08:04
5. Kein Referendum über komplizierte Sachverhalte!

Renzi (und Cameron) haben nicht kapiert, dass bestimmte politische Sachverhalte in Verbindung mit deren Person nicht zur Wahl gestellt werden dürfen. Entweder kapiert das "Volk" die inhaltliche Tragweite nicht oder - egal, was zur Abstimmung steht - wird zu einer Personenwahl gemacht. Regierungschefs haben unter Beachtung der parlamentarischen Gegebenheiten bis zum Ende der Wahlperiode zu regieren.

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suplesse 05.12.2016, 08:12
6. Es wird wieder versucht uns was zu verkaufen!

Und dabei geht es um unsere Zukunft. Um die in ganz Europa. Die EU ist sichtbar in einem desolaten Zustand und ich behaupte sie ist am Ende. Wir sollten schnell zu nationalen Interessen zurückkehren und ähnlich wie die Engländer keine Energie sprich Geld und Mühe mehr verschwenden. Dabei kann man sicher unter dem Zeichen des Wettbewerbs in Zukunft zusammen arbeiten. Vielleicht viel besser als bisher. Für die Solidarität und Zummengehörigkeit braucht es keine unfähigen Mauschelhansels in Brüssel, die sich die Taschen vollstopfen und nur blokieren mit ihrer Unfähigkeit. Es ist wie mit einer Ehe, die nur noch durch äusseren Zwang besteht, die hält nicht mehr lange, zumindest sind alle in ihr unglücklich.

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competa1 05.12.2016, 08:33
7. Man ist doch..

Zitat von suplesse
Und dabei geht es um unsere Zukunft. Um die in ganz Europa. Die EU ist sichtbar in einem desolaten Zustand und ich behaupte sie ist am Ende. Wir sollten schnell zu nationalen Interessen zurückkehren und ähnlich wie die Engländer keine Energie sprich Geld und Mühe mehr verschwenden. Dabei kann man sicher unter dem Zeichen des Wettbewerbs in Zukunft zusammen arbeiten. Vielleicht viel besser als bisher. Für die Solidarität und Zummengehörigkeit braucht es keine unfähigen Mauschelhansels in Brüssel, die sich die Taschen vollstopfen und nur blokieren mit ihrer Unfähigkeit. Es ist wie mit einer Ehe, die nur noch durch äusseren Zwang besteht, die hält nicht mehr lange, zumindest sind alle in ihr unglücklich.
..schon längst zu nationalen Interessen zurückgekehrt und das zurecht.Denn was nicht zusammen passt,kann auch nicht zusammen wachsen.

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dherr 05.12.2016, 08:51
8.

Meine Güte, Herr Nelles, van der Bellen als Problem für die rechte Szene Europas zu sehen, ist reichlich naiv und unbedarft.

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lothar.thuermer 05.12.2016, 08:53
9. Mario Draghis Alpträume

Vielleicht plagen Mario Draghi in diesen Tagen Alpträume. Rüttelt das Referendum über die Verfassungsreform in Italien an den Grundfesten dieses Landes? Droht sich die Schulden- und Bankenkrise dort weiter zu verschärfen? Droht am Ende sogar eine neu entfachte Eurokrise? Muss die Europäische Zentralbank EZB die brennende Lunte am Pulverfass Italien mit einer zusätzlichen Geldspritze löschen? Und wie verträgt sich das Ganze mit der Entscheidung der Opec, die Ölförderung zu drosseln? Steigen die Ölpreise dauerhaft und damit auch die Inflation bei uns? Nicht ausgeschlossen, dass Herr Draghi schon Stoßgebete zum Himmel geschickt hat: Herr, führe die Opec nicht in Versuchung zu tun, was sie beschlossen hat! Und wenn doch, hauche den amerikanischen Fracking-Projekten neues Leben ein. God bless America! Es scheint, als seien Draghis Stoßgebete bereits erhört worden. Als bliebe die Ölförderung so hoch, dass wir keine ernsten Gefahren an der Preisfront erwarten müssten. Als könne die EZB ohne Sorge ihre Geldschleusen noch weiter öffnen. Ein reformunfähiges Italien darf sich also noch länger quälen. Aber kann uns das wirklich beruhigen?

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