Forum: Politik
Die Lage am Montag: Liebe Leserin, lieber Leser,
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jack.welch 25.09.2017, 07:34
10. Hurra

Na dann ist doch alles in Butter. Mainstream wieder mal zufrieden. Letztlich macht es SPON wie Merkel: jede Niederlage ist ein Sieg und wer am lautesten Hurra schreit hat gewonnen. Na dann freut Euch schon mal auf die nächste Wahl. Dann kann der Mainstream noch lauter schreien.

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i.dietz 25.09.2017, 07:36
11. Eines ist sicher

die nächsten vier Jahre werden für die Kanzlerin ganz ganz ungemütlich; die Neuen der FDP und AfD werden und wollen debattieren und diskutieren und das ist gut so !
Ich komme nicht umhin zu beichten, dass ich dies mit einer gewissen Schadensfreude aus der Ferne genieße !

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Fritz Godesberg 25.09.2017, 07:46
12. Alles falsch!

Meine sehr verehrten Damen und Herren, alle Ihre Analysen sind bull****! Das Ergebnis dieser Wahl zeigt einfach wie souverän die Bürgerinnen dieses Landes sind! Die Parteien sollen an der politischen Willensbildung mitwirken, das haben sie getan und das Ergebnis ist Ausdruck dessen, dass die Bürgerinnen eben einfach ihre Zustimmungen verteilt haben, weil eben keine Partei eine Eierlegendewollmichsau ist. Das wäre auch schrecklich, denn dann wäre man nah dran am Ein-Parteien-Staat. Die einzige, die das wohl verstanden hat, ist Frau Merkel, denn sie hat verstanden, dass es in der Demokratie um Macht geht und zwar um Macht die Politik zu gestalten und zu bestimmen. Ja, es geht nur um Macht! Wer das für moralisch bedenklich hält, hat unser System nicht verstanden! Was wird nun werden? Ganz einfach: die Fraktionsgemeinschaft zwischen CDU und CSU wird aufgelöst, anschließend bilden CDU, FDP und Grüne ein komfortable Regierung, in der viele Willenserklärungen der Bürgerinnen dieses Landes sich widerspiegeln. Die werden dann, wenn sie ihren Job gut machen, wovon durchaus ausgegangen werden kann, in vier Jahren wiedergewählt, kein Mensch wird mehr von der AfD reden, aber die Zeiten in denen eine Partei allein an die 40% der Stimmen der Bürgerinnen bekommen sind endgültig vorbei! Der Grund dafür sind Wahlomat und Co! Die Leute benutzen das, lesen die Parteiprogramme und stellen dann eben fest - wie im Supermarkt- die Regale sind gefüllt und sie wählen eben aus: ein bißchen SPD und Linke für den Arbeitsmarkt, aber nicht zuviel, man ist ja nicht blöd, trotzdem vorsichtshalber ein bisschen FDP dazu, wer weiß wo zu es gut ist, ein bisschen AfD, weil man zwar jedes Jahr braun werden will, aber mit braunen oder gar schwarzen Menschen doch lieber nichts zu tun hat, ein bisschen CDU für die bürgerliche Bildung, ein bisschen grün für das Umweltgewissen, usw. Tja und dann beschweren sich die Parteien, wollen mit der Gestaltung der Politik nix mehr zu tun haben, ok, dann bekommt die SPD bei der nächsten Wahl eben nur noch 15%, bin gespannt wie die Erklärungen dann lauten. In Summa: ich bin davon überzeugt, dass eine Partei, die mehr als sagen wir mal 25% der Stimmen für sich reklamiert den Bürgerinnen dieses Landes einfach suspekt ist, denn Oligopole oder gar Monopole sind nun mal tendenziell zu mächtig. Die Partizipationsmöglichkeiten der Macht zu verteilen und so viele zu Zusammenarbeit zu zwingen, die das eigentlich nicht wollen, weil sie ja eigentlich -systemimmanent!- alleine regieren wollen, das haben die Bürgerinnen bei dieser Wahl getan und das ist auch gut so!
Beste Grüße, Euer Fritz Godesberg, der Name ist Programm

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muekno 25.09.2017, 07:48
13. Und wozu sollen Neuwahlen führen,

Zitat von spon_4_me
ein Wunschergebnis, gerade wegen der von Ihnen erwähnten Möglichkeit zur Dynamisierung unserer Gesellschaft. Ich fürchte allerdings, die Botschaft der Wahm für die CDU wird sein: "Wir müssen unsere Wähler von der AfD zurückholen." Mit welcher Taktik das erfolgt, lässt sich denken. Und da ich an Prinzipien wenigstens km Ansatz glaube, kann ich mir kaum denken, dass vor allem die Grünen das mitgehen. Mein Tipp: Ein paar Wochen pro-forma Verhandeln, Appelle an die Pflicht aller echten Demokraten, ein Erstarken der Rechten zu verhindern, dann - mit Bedauern - Neuwahlen.
Noch stärkerer AfD noch schwächere Union, jaMerkel könnte endlich den Hut nehmen aber ein Regierungsildung wird noch schwieriger.

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arch.aisch 25.09.2017, 07:50
14. Sehr analytische Analyse

Fangen wir einmal mit Punkt 6 der Auflistung an: „6. Sogar die Aussicht, dass Merkel wohl Bundeskanzlerin bleiben wird, hat einen Vorteil. Im Ausland genießt sie hohes Ansehen, in den Zeiten von Trump wird sie mit all ihrer Erfahrung als Spitzendiplomatin gebraucht.“ Welch erstaunliche Erkenntnis. Doch das nur nebenbei. Das Wahlergebnis ist in vieler Hinsicht trivial. Und wer vorher ein wenig nachgedacht hat, konnte es ziemlich exakt vorherahnen. Trivial ist vor allem, dass eine große Koalition immer einschläfernd wirkt, dass explizite Meinungen, dezidierte Entscheidungen, kritische Positionen weichgespült und egalisiert werden. Das war von Anfang an zu erwarten. Und die Abnutzung dieses Modells ist seine innere Gesetzmäßigkeit. Was trifft das für eine Aussage über denjenigen, der die Richtlinien der Politik zu bestimmen hat? Er muss wohl mit großem diplomatischen Geschick ausgestattet sein, um den Laden, den der Wähler durch seine Entscheidung so gewollt und vorgegeben hat(te) über so lange Zeit zusammen zu halten. Wenn der Exponent an der Spitze nun nur gut verwaltet und vermittelt hätte und sonst keine besonderen Erfolge aufweisen könnte, dann ist er nach einer solchen Zeit genauso verbraucht, wie die Koalitions-Konstruktion. Wenn er hingegen aber beachtliche Erfolge erzielen konnte, dann ist die vorprogrammierte und notwendige Niederlage nicht zwingend ihm anzulasten. Und wenn weit und breit keine ähnlich qualifizierte Bewerbung vorliegt, dann ist es trivial, sich an diesem Exponenten abzuarbeiten, weil man glaubt, damit einem großen Publikum nach dem Maul zu reden.

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manotti 25.09.2017, 07:51
15.

Zitat von vincent-april
wenn man alternativ die Möglichkeit hätte, seine Vorstellungen und die seiner Wähler aktiv in der Regierung mitzugestalten.
Nun ja, die Wähler der SPD waren wohl nicht so begeistert, von den Vorstellungen der Partei und der asozialen, neoliberalen Politik die diese während ihrer Regierungsverantwortung mitgetragen hatte.
Deshalb ist es nur konsequent in die Opposition zu gehen, um diese Wähler mit einer, vor allem sozialeren Arbeitsmarktpolitik zurück zu gewinnen. Mal sehen ob die SPD sich in dieser Zeit ihrer Wurzeln besinnt um diese Wähler zurück zu holen.
Ich freue mich jedenfalls für diese Ohrfeige seitens der Wähler, auch für die Klatsche für die CDU/CSU, die nun nicht einfach so weitermachen können in einer Jamaica-Koalition.
Allerdings wird die CDU wohl wieder nach rechts rücken um die verlorengegangenen Wähler an die AFD zurück zu holen.
Auf jeden Fall wird es wieder spannend in der Politik, falls die SPD nicht zurückrudert und doch wieder mitregieren will! Evtl. erhalten sie dann auch irgendwann meine Stimme wieder!

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Halcroves 25.09.2017, 07:51
16. endlich wieder eine Opposition

Schluss mit der Groko - der wohlwollenden Selbstbestäubung "uns geht es gut" Nun muss die SPD ihr Vokabular ändern und sich an ihre alten Werte erinnern. Hoffentlich bekommen sie das hin, sonst wird es braun.

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moritz1989 25.09.2017, 07:53
17.

Man muss schon ein Trottel sein, wenn man sagt: Die Kanzlerin hat er verdient zu verlieren! Denn das was eingetreten ist, ist die schlechteste Option von allen. Die SPD flieht mal wieder vor ihrer Verantwortung und ein Jamaika-Bündnis mit CDU/CSU (!), FDP und den Ökos wird wohl kaum durchhalten können. Die AFD ist drittstärkste Kraft, jetzt haben wir also wieder Nazis im (Reichs-) Bundestag. Ich weiß nicht welcher Deutscher sich an diesem Montag nicht als Verlierer sieht, selbst die Deppen von der AFD haben ja nur aus reinstem Nächstenhass gewählt, glückliche Gewinner sehen anders aus.

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citi2010 25.09.2017, 07:54
18.

Zitat von vo2
würde die Klatsche annehmen, zurücktreten und Platz für Neuwahlen machen. Ohne Frau Dr. Merkel sähe das Ergebnis anders aus. Aber sie ist halt einfach zu gerne Kanzlerin.
Selbst wenn Frau Merkel zurücktreten würde nach dieser Schlappe käme es zu einer Kanzlerwahl im Bundestag. Die CDU und die SPD, sowie einige andere Parteien würden dann ihre Kandidaten vom Parlament wählen lassen, solange bis einer rauskommt.
Oder der BT konstituiert sich zwar und löst sich dann gleich wieder auf. Doch das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
So oder so wird Frau Merkel, wenn überhaupt, frühestens 2019 zurücktreten.

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K:F 25.09.2017, 07:55
19. Merkel wird gegen die Trumps und Kims nichts ausrichten

Merkel sollte zurücktreten. Begriffen hat Merkel und die CDU das aber nicht. Merkel hat das Wohl von mindestens 40 Prozent der Bevölkerung Deutschlands nicht gemehrt. Vewrantwortung geht anders.

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