Forum: Politik
Die Lage am Montag: Liebe Leserin, lieber Leser,
rattenbeiunszuhaus 19.03.2018, 06:34
1. VW ist nicht sein Vorstand...

Kennen Sie die Zahlen? Es geht VW so gut, wie nie und bleibt weltweiter Marktführer. Das wird zum Großteil damit zu tun haben, dass sich die Menschen weltweit ein Stück funktierende Technik kaufen und nicht das Verhältnis zu deutschen, amerikanischen oder europäischen Richtwerten und schon gar nicht für das persönliche Verhalten von Topmanagern interessieren. Denn dann dürfen wir tatsächlich nur noch uns selbst trauen und manchmal nicht einmal das!

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spon_4_me 19.03.2018, 06:44
2. Frau Merkel soll

klar stellen, was sie mit Polen vorhat? Das ist aber eine interessante Formulierung. Hoffentlich gibt es nicht ein paar enpfindsame Leser outre Oder, die solche Sätze zu missverständlichen Vergleichen nutzen.

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t.gehrmann 19.03.2018, 07:15
3. Konservatismus vs Political Correctness

Ich finde den Satz "Integrieren stat Polarisieren!" interessant. Sprache kann verräterisch sein. Ich nehme mir mal heraus, frei zu interpretieren: Wenn jemand anderes etwas sagt, was Frauen, Migranten oder HartzIV Empfängern angeblich helfen soll, hat man gefälligst die Klappe zu halten oder zuzustimmen.

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reichsvernunft 19.03.2018, 08:08
4. Die Spahn-hysterie ist völlig daneben

würde mich als liberalen alt-sozi bezeichnen, und gehe daher mit nahezu keiner der veröffentlichten Ansichten eines Jens Spahn d'accord, aber den guten Mann dafür anzuzählen, dass er eine klare Position vertreten will ist falsch. Die politische Mitte leidet seit Jahren unter dem ewigen "integrieren" statt profilieren-Konzept, Resultat ist Unglaubwürdigkeit auf allen Seiten und Flucht der (zu Recht) unzufriedenen Bürger nach rechts und links außen. Und der Vergleich ist so wie er formuliert wurde komplett nachvollziehbar - Liberale werden wie alle anderen politischen Demographien mit Labels versehen, und über dieses Label steht der Tierschutz mit auf der Liste von deren Interessen. Ist eigentlich auch jedem klar, dass genau das gemeint ist. Jetzt wird dies hier dargestellt, als würde der Mann die Debatte trivialisieren wollen, wo er versucht einen Maßstab zu etablieren der eben sagt, es geht um ein höheres Gut als irgendein gequältes Huhn. Solche Berichterstattung zerstört und erstickt Debatten. Differenzierte, detaillierte Auseinandersetzung mit den Inhalten, gerade derart heiklen, das hilft allen Seiten, denn auch die Kritiker die sich auf ein solches Niveau einlassen, werden sonst unglaubwürdig.

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StefanZ.. 19.03.2018, 08:27
5. Wenn 30% der Wähler zuhause bleiben ist das was?

So ganz isoliert sind die Zahlen zu Russland nicht besonders aussagekräftig. Der Mann hat also knapp 77% der abgegebenen Stimmen geholt, nach knapp 64% bei seiner letzten Wahl. Er scheint ja wirklich nicht besonders beliebt zu sein. Das sieht ja bei uns ganz anders aus. Bei uns gab es ja schließlich auch Alternativen zur Ewig-Regentin, deshalb war der Andrang zu den Wahlkabinen 2017 bombastisch. Nur 30% statt 40% in Russland blieben zu Hause, das ist dann natürlich gleich was ganz anderes und damit kein Zeichen von Protest gegen das präsentierte Angebot mehr. Und jetzt da die Regierungsbildung in trockenen Tüchern ist, sagen laut Politikbarometer vom März 2018 sogar 55%, dass es gut ist, dass Frau Merkel wieder die Chefin wird. Damit schlägt sie wohl Herrn Trump, aber mit welchem Recht kann man sagen, dass Herr Putin weniger Zustimmung in seinem Lande hätte und deshalb ein weniger legitimierter Interessenvertreter sei?

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m.gu 19.03.2018, 11:27
6. Da bin ich genau der Meinung wie Frau Hoffmann. Im Gegenteil

Zitat von reichsvernunft
würde mich als liberalen alt-sozi bezeichnen, und gehe daher mit nahezu keiner der veröffentlichten Ansichten eines Jens Spahn d'accord, aber den guten Mann dafür anzuzählen, dass er eine klare Position vertreten will ist falsch. Die politische Mitte leidet seit Jahren unter dem ewigen "integrieren" statt profilieren-Konzept, Resultat ist Unglaubwürdigkeit auf allen Seiten und Flucht der (zu Recht) unzufriedenen Bürger nach rechts und links außen. Und der Vergleich ist so wie er formuliert wurde komplett nachvollziehbar - Liberale werden wie alle anderen politischen Demographien mit Labels versehen, und über dieses Label steht der Tierschutz mit auf der Liste von deren Interessen. Ist eigentlich auch jedem klar, dass genau das gemeint ist. Jetzt wird dies hier dargestellt, als würde der Mann die Debatte trivialisieren wollen, wo er versucht einen Maßstab zu etablieren der eben sagt, es geht um ein höheres Gut als irgendein gequältes Huhn. Solche Berichterstattung zerstört und erstickt Debatten. Differenzierte, detaillierte Auseinandersetzung mit den Inhalten, gerade derart heiklen, das hilft allen Seiten, denn auch die Kritiker die sich auf ein solches Niveau einlassen, werden sonst unglaubwürdig.
es zeigt der deutschen Bevölkerung, wie vor allem die Politiker der CDU/CSU in der neuen GroKo denken. Beispiel Hartz IV Regelung, die Aussage des Herrn Spahn spiegelt die aller Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU wieder. Die Armut von insgesamt 18 Millionen deutscher Mitbürger, die im Monat weniger als 1 036 Euro für Mietzahlung und zum Leben zur Verfügung haben, ist eine Schande für das reiche Deutschland. Viele dieser Menschen vegetieren dahin, siehe Beispiel, s. Quelle: "Wohnungslosigkeit - 860 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Oder an den Tafeln, ca. 1,5 Millionen müssen um Essen betteln gehen um satt zu werden. Jetzt mit den Abtreibungen, die Frauen selbst haben es zu entscheiden, nicht die Politiker der CDU/CSU, auch nicht Herr Spahn. Denken Sie bitte an eine Hartz IV Bezieherin die schwanger wäre und aus finanziellen Gründen das Kind NICHT haben will. Sie möchte als Mutter ihrem Kind wenigstens etwas bieten können, doch bei 416 Euro im Monat ist das nicht möglich.

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