Forum: Politik
Die Lage am Montag: Liebe Leserin, lieber Leser,
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hpkeul 29.04.2019, 10:02
20. Angst um die SPD?

Sowohl im Spiegel wie auch in der FAZ, findet man derzeit nahezu täglich beunruhigte Abhandlungen über den Höhenflug der Grünen. Der aber in diesen bewegten Zeiten völlig erklärbar ist. Die Grünen, stark gealtert, sind in der Jetztzeit angepasster, realistischer, geschickter und überhaupt nicht mehr furchterregend. Dazu kommt, dass sie nicht so durcheinander wie die SPD, nicht so langweilig wie die FDP, nicht so stalinistisch wie die Linke und vor allem nicht so unappetitlich wie die AFD auftritt. Das genügt augenscheinlich für gute Umfragen. Und da Politiker, (wie auch Journalisten!) selten im Besitz der ultimativen Weisheit sind, begnügt sich der Wähler mit dem, was im Angebot ist.
Bild-Zeitung? Deren Leser dürfen dummerweise auch wählen. Da ist es nicht abwegig, auch mal deren Horizont zu bedienen.
Und ja die CDU-Ministerin. Kann ja gar nicht gut sein, in der Spiegel-Weltsicht. Tatsächlich sind Bundesbildungsminister immer limitiert in ihren Optionen. Weil die Länder eifersüchtig auf ihren Besitzständen hocken. Da erscheint das Geständnis der Ministerin, nicht im Besitz der Unfehlbarkeit zu sein, fast sympathisch....

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hpkeul 29.04.2019, 10:02
21. Angst um die SPD?

Sowohl im Spiegel wie auch in der FAZ, findet man derzeit nahezu täglich beunruhigte Abhandlungen über den Höhenflug der Grünen. Der aber in diesen bewegten Zeiten völlig erklärbar ist. Die Grünen, stark gealtert, sind in der Jetztzeit angepasster, realistischer, geschickter und überhaupt nicht mehr furchterregend. Dazu kommt, dass sie nicht so durcheinander wie die SPD, nicht so langweilig wie die FDP, nicht so stalinistisch wie die Linke und vor allem nicht so unappetitlich wie die AFD auftritt. Das genügt augenscheinlich für gute Umfragen. Und da Politiker, (wie auch Journalisten!) selten im Besitz der ultimativen Weisheit sind, begnügt sich der Wähler mit dem, was im Angebot ist.
Bild-Zeitung? Deren Leser dürfen dummerweise auch wählen. Da ist es nicht abwegig, auch mal deren Horizont zu bedienen.
Und ja die CDU-Ministerin. Kann ja gar nicht gut sein, in der Spiegel-Weltsicht. Tatsächlich sind Bundesbildungsminister immer limitiert in ihren Optionen. Weil die Länder eifersüchtig auf ihren Besitzständen hocken. Da erscheint das Geständnis der Ministerin, nicht im Besitz der Unfehlbarkeit zu sein, fast sympathisch....

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syracusa 29.04.2019, 10:17
22. absichtlich dumm stellen

Zitat von jonath2010
Wie erfahren: "Für das Styling seiner Frisur braucht Grünen-Chef Habeck zwei Sekunden." Ich brauche übrigens auch nicht länger. Bloß würde mir nie und nimmer einfallen, einer Partei beizutreten, die fortwährend meint, alles besser als die anderen zu wissen und daher den unstillbaren Drang hat, die Bürgerinnen und Bürger das ganze Jahr hindurch belehren zu müssen. Daraus folgt, dass grüne Verbotsvorschläge am Fließband produziert werden.
Aber was soll man denn machen, wenn man es wissenschaftlich belegt tatsächlich besser weiß? Sollen die Grünen sich absichtlich dumm stellen? Und welche Verbotsvorschläge kommen denn von den Grünen? Mir ist da aktuell nix bekannt.

Vielleicht haben Sie persönlich ja ein Problem mit dem Grundwerten der Aufklärung? Ist Ihnen bekannt, dass jede Freiheit ihre Grenzen an den Rechten und Freiheiten der anderen hat? Da besteht zweifelsfrei Regelungsbedarf, den die Grünen auch klar benennen. Aber der Kant'sche Imperativ ist wohl manchen schon zu hoch ...

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haresu 29.04.2019, 10:18
23. Es schadet ja nicht

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist das Bundesbildungsministerium ja nicht wirklich wichtig. Und zwar nicht etwa nur weil die Länder sowieso machen was sie wollen, sondern weil wir uns ohnehin längst entschlossen haben Bildung nicht mehr so wirklich wichtig zu nehmen. Das geht schon seit Jahrzehnten so, aber erst in den letzten Jahren hat sich die Politik getraut nunmehr offensiv Bildung zu importieren. Ob Inder für die IT- Branche oder Bulgarinnen für die Pflege, es geht doch. Gerade erst hat die IHK Berlin zwar einen horrenden Fachkräftemangel verkündet, aber das liegt natürlich nicht daran, dass in Deutschland immer weniger ausgebildet wird und natürlich auch nicht daran, dass die Söhne von Sesselpfurzern auch gerne Sesselpfurzer werden, oder daran, dass in vielen Ausbildungsberufen einfach zu schlecht gezahlt wird. Nein, es liegt am schleppenden Import neuer Arbeitskräfte. Bildung hingegen ist nur noch etwas für panische Helikopter- Mütter oder für in einer Zeitschleife gefangene FDP- Vorsitzende, die Chinesisch als Zweitsprache empfehlen. Das sind aber alles Illusionen. Vielleicht kann Frau Karliczek sogar helfen diese Illusionen zu zerstören, es wäre nicht schlecht.

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syracusa 29.04.2019, 10:20
24.

Zitat von cinci
Wenn ich bei uns im Unternehmen sehe, wie viel Gehaltsverzicht Mitarbeiter im unteren bis mittleren Einkommensbereich in Kauf nehmen, nur um einen fett ausgerüsteten, PS-starken Dienstwagen zu fahren (1.000 Euro pro Monat sind da keine Seltenheit), mache ich mir keine Sorgen um das Autoland Deutschland. Dasselbe gilt für Bekannte im erweiterten Freundeskreis. Egal wie teuer der Sprit, da spart man doch lieber an der Qualität der Lebensmittel (Geiz ist geil!), bei den Klamotten (Primark lässt grüßen) und der Altersvorsorge - Hauptsache die PS-Zahl stimmt. Man braucht doch nur das Spiegel-Forum zu lesen um festzustellen, dass noch jede Ausrede herangezogen wird um zu begründen, warum man selbst bei hohen Preisen NIEMALS aufs Auto verzichten kann! Es tut offensichtlich noch nicht weh genug.
Das ist seit jeher auch meine Rede. Wie viel Luft da bei den Deutschen noch drin ist, zeigt ein Blick in ärmere Länder auf. In den östlichen Staaten der EU verdienen die Bürger nur 1/3 so viel wie bei uns, und leisten sich dennoch genau die gleichen Autos. In Relation zum Einkommen ist für einen ungarischen Durchschnittsverdiener das Auto also drei mal teurer in Anschaffung und Unterhalt als für den Deutschen. Da wäre bei uns auch ein Benzinpreis von 5 Euro pro Liter drin ...

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Esib 29.04.2019, 10:30
25. Interessante Wahrnehmung

Zitat von hausfeen
Gewiss, Dissing dieser Art passiert, wenn einer Partei ... ... nichts wirkliches Schlechtes anzuhängen ist in solchen Wahlkampfzeiten.
Ach, so einfach ist das nicht. Es gäbe da genügend Ansatzpunkte. Angefangen von der kurzsichtigen Energiewende, bei der man Milliarden in den Ausbau der erneuerbaren Energien gesteckt hat, aber nichts in die Erforschung von Energiespeichersystemen. Konsequenz: Neue Hochspannungstrassen sind nötig. Doch anstatt das den Leuten genau so zu erklären, stellen sich die Grünen wieder auf die Protestseite, anstatt sich für diese Folgen ihrer kurzsichtigen Politik zu entschuldigen. Und die dazu noch antisozial war: Alle müssen gleich zahlen (außer viele Firmen) – vom HarzIV-Empfänger bis zum Millionär, profitieren tun aber nur die, die es sich leisten konnten in entsprechende Fonds zu investieren oder sich eine Solaranlage aufs (eigene) Dach zu schrauben.
Oder sie verkauften unter Rot-Grün den Hambacher Forst an RWE, nur um dann in der Opposition gegen dessen Abholzung zu protestieren. Nicht hingegen wird protestiert, wenn zeitgleich wenige Kilometer entfernt der sogenannte „Märchenwald“ hektarweise gerodet wird, um Windkraftanlagen zu errichten, die man auch woanders hätte bauen könnte.
Weiter geht es über die zahlreichen Vorschläge der Grünen, die mit regelmäßiger Treffsicherheit diktatorisch anstatt freiheitlich-demokratisch ausfallen, angefangen vom Veggi-Day bis zur Enteignungsdebatte.
Und nicht zuletzt das zur Satzung der Partei gehörende Frauenstatut, das durch und durch sexistisch ist. Wer das nicht glaubt, kann ja mal die Begriffe Frauen durch Weiße und Männer durch Schwarze ersetzen und das Dokument lesen. Wer dann nicht das Gefühl hat, eine rassistische Schrift aus dem frühen 20.Jahrhundert vor sich zu haben, muss ziemlich rechts sein.
All diese Dinge „übersieht“ die deutsche Presse – wie auch die diversen Peinlichkeiten von Habeck selbst (Stichwort: Thüringen und Bayern, die kurz angesprochen und dann nie wieder erwähnt werden). Allen anderen Parteien würde man das regelmäßig um die Ohren hauen. Insofern hat der Autor durchaus Recht, wenn er da ein Glaubwürdigkeitsproblem in Bezug auf die Objektivität der Presse sieht.

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Esib 29.04.2019, 10:45
26. Netter Gag

Zitat von haarer.15
(...)Habeck halte ich für einen der ehrlichsten und geradlinigsten Politiker, der fähig ist, Wahrheiten ungeschminkt und ungekünstelt auszusprechen. Gerade das zeichnet ihn aus.(...)
Da müssen Sie aber insgesamt eine extrem schlechte Meinung von Poltikern haben, wenn Sie Habeck für eine oben zitierte Persönlichkeit halten.

Wer bei der Bayernwahl sagt: "Endlich gibt es wieder Demokratie in Bayern. Eine Alleinherrschaft wird beendet. Demokratie atmet wieder auf." zeigt vor allem sein zweifelhaftes Demokratieverständnis und seine Realitätsferne. Dafür bekam er kurz Gegenwind.
Offensichtlich zu kurz, denn wenig später tönte er vor der Thüringenwahl: „Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land.“
Also nichts dazu gelernt und noch nicht einmal gewusst, dass in Thüringen die Grünen selbst mit an der Regierung sind.
Das ist nicht "ehrlich und geradlinig", sondern bestenfalls "doof", vermutlich aber eher eine durch und durch antidemokratische und narzistische Weltsicht.

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Schartin Mulz 29.04.2019, 11:13
27. Es ist

klar, dass man als Aufhänger ein BILD-Interview nutzt. Aber so weit hätte man gar nicht schauen müssen. Kitsch-Interviews findet man auch hier.
Und die Frage nach Gott ist absolut in Ordnung. Seine Antwort auch. Wenn sie auch Raum für Rückfragen lässt. Denn dass die Philosophie quasi die Religion widerlegt hätte, kann man nur behaupten, wenn man nur philsophische Schriften aus der immer gleichen Ecke liest. Dass es auch gläubige Philosophen gibt, wird Herr Habeck viellicht auch noch feststellen.

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emil7685 29.04.2019, 11:39
28.

Zitat von syracusa
Das ist seit jeher auch meine Rede. Wie viel Luft da bei den Deutschen noch drin ist, zeigt ein Blick in ärmere Länder auf. In den östlichen Staaten der EU verdienen die Bürger nur 1/3 so viel wie bei uns, und leisten sich dennoch genau die gleichen Autos. In Relation zum Einkommen ist für einen ungarischen Durchschnittsverdiener das Auto also drei mal teurer in Anschaffung und Unterhalt als für den Deutschen. Da wäre bei uns auch ein Benzinpreis von 5 Euro pro Liter drin ...
Wie um alles in der Welt kommen Sie denn bitte auf die Idee dass der Normalverdiener in Ungarn und in den "östlichen Staaten der EU" die gleichen Autos fährt wie der Deutsche? Der "normale Ungar" fährt einen Dacia, Lada oder irgend eine 25 Jahre alte Klapperkiste.
Benzinpreis von 5 Euro pro liter fände ich persönlich super. Wenn die ganzen Geringverdiener mit Bus und Bahn fahren müssen habe ich als jemand der sich das teuere Benzin problemlos leisten könnte mehr Platz auf der Autobahn.

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kuac 29.04.2019, 11:48
29.

Zitat von Esib
Da müssen Sie aber insgesamt eine extrem schlechte Meinung von Poltikern haben, wenn Sie Habeck für eine oben zitierte Persönlichkeit halten. Wer bei der Bayernwahl sagt: "Endlich gibt es wieder Demokratie in Bayern. Eine Alleinherrschaft wird beendet. Demokratie atmet wieder auf." zeigt vor allem sein zweifelhaftes Demokratieverständnis und seine Realitätsferne. Dafür bekam er kurz Gegenwind. ...
Es ist nie gut für eine Demokratie, wenn nur eine Partei alleine regiert. Damit hat DE schlechte Erfahrung gemacht.

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