Forum: Politik
Die Lage am Samstag: Liebe Leserin, lieber Leser,
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arinari 25.05.2019, 08:55
1. rechts ,rechts..

rechts ist erstmal ein legitimer Gegenpol zu links..
Aber das ist bei dieser oberflächlichen Einseitigkeit bei Journalisten nicht mehr erkennbar.
Würde ein Schüler von mir solche Klausuren schreiben, müsste ich dauern am Rand korrigieren.....
Soviel Regierungstreue und Einseitigkeit der Presselandschaft ist
erschreckend.
.

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jonath2010 25.05.2019, 09:08
2. Fehlende Werte

"Der Rechtsruck in Europa, das steht zu befürchten, wird nicht ausfallen, nur weil eine Symbolfigur der Rechten gestürzt ist", schreibt der SPON heute Morgen zur Lage. Aber warum ist das so? Die Gründe sind vielfältig. Der wichtigste ist wohl, dass seit Ende der 1960iger Jahre konservative Werte auf dem Markt der Beliebigkeiten geradezu verschleudert wurden. "Verkrustete Strukturen aufbrechen", war in jener Zeit das Motto der Weltverbesserer. Was passierte? Bestehende Regeln wurden systematisch demontiert, Grenzlinien verschoben, Tabus gebrochen, klassische Lebensentwürfe zerschlagen Ethische Werte wie Fleiß, Sauberkeit, Disziplin und Respekt vor Leben, Gesundheit und Eigentum anderer wurden ins Lächerliche gezogen. Ganz eklatant war diese Entwicklung in Deutschland zu beobachten. Heute braucht man nur ein Fußballbundesligaspiel besuchen, um zu sehen, was ich meine: Die so genannten "Fans" führen vor dem Stadion und im Stadion Krieg gegeneinander - und gegen die Polizei. Und warum ist das so? Weil ihnen die Werte fehlen, die ihnen nicht beigebracht wurden und welche die "Konservativen" so schmerzlich vermissen. Deshalb wählen sie "rechts".

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pandora14 25.05.2019, 09:16
3. Journalistischer Popanz

Da wird eine "rechte" Gefahr aufgeblasen, die es gar nicht gibt und das aus zwei Gründen:
Einmal um die Machenschaften linker, meist aggressiver und alles andere als demokratischen Zirkel zu verschleiern und
zweitens, um dann, wenn die Ergebnisse vorliegen, sich über ein "mageres" Ergebnis zu freuen, das zwar schon von Anfang an feststand, das man aber aus Gründen der Taktik enorm aufbauschte.

Das "Strache-Video" zeigt, zu was linker Journalismus fähig ist, der, die Pressefreiheit und Menschenrechte herausposaunend eben diese mit Füßen tritt.
Strache ist untragbar, die Methoden sind es allerdings auch.

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demokrat2 25.05.2019, 09:32
4. Es wird langweilig - oder im Westen nichts Neues.

Immer dasselbe Muster: Die prekäre Lage bei der SPD, insbesondere bei Andrea Nahles, die zum zwanzigsten Mal ihren Job verlieren könnte. Wie lange hält die Koalition noch? Vergleichen wir mal Nahles mit Kramp-Karrenbauer. Nahles ist impulsiver, lässt das, was sie denkt und für was sie steht im "freien Lauf" raus. Da ist nichts künstliches, nichts inszeniertes, nichts angepasstes; sie wirkt ehrlicher. AKK merkt man an, dass sie einen guten Eindruck machen will, wirkt dadurch gs "gehemmter, künstlicher". Sie hat Angst vor Fehlern. Man spürt den Druck, den die Werteunion und Merz auf sie ausüben. Beiden sieht man die Belastung an.

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Mentor 54 25.05.2019, 09:35
5.

Zitat von pandora14
Da wird eine "rechte" Gefahr aufgeblasen, die es gar nicht gibt und das aus zwei Gründen: Einmal um die Machenschaften linker, meist aggressiver und alles andere als demokratischen Zirkel zu verschleiern und zweitens, um dann, wenn die Ergebnisse vorliegen, sich über ein "mageres" Ergebnis zu freuen, das zwar schon von Anfang an feststand, das man aber aus Gründen der Taktik enorm aufbauschte. Das "Strache-Video" zeigt, zu was linker Journalismus fähig ist, der, die Pressefreiheit und Menschenrechte herausposaunend eben diese mit Füßen tritt. Strache ist untragbar, die Methoden sind es allerdings auch.
Die üblichen Relativierungsversuche, um den eigentlichen Skandal kleinzureden und zu verharmlosen (der Überbringer der schlechten Nachricht ist schuld, denn Spiegel und SZ haben das Video ja nicht angefertigt).

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Mentor 54 25.05.2019, 09:38
6. Korruption

Ich weiß noch, wie ich mich hier mit einem AfD-Anhänger, der unentwegt die Korruption der "Altparteien" gebrandmarkt hat, gestritten habe. Natürlich gibt es die, aber gegen die Bestechlichkeit der rechten Saubermänner ist das alles vergleichsweise harmlos, wenngleich dennoch nicht entschuldbar. Und ich rede hier nicht nur von Österreich, sondern auch und insbesondere von Orbanistan, wo die von Strache herbeifantasierten Zustände einer autoritären Kleptokratie ja bereits mehr oder weniger Realität sind, alles finanziert mit Geldern der verhassten EU. Ist mir völlig unverständlich, wie man solchen Idolen hinterherlaufen kann.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-eu-millionen-die-wundersame-geldvermehrung-der-orban-familie-a-1193352.html

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bernhard.geisser 25.05.2019, 09:39
7. National-Staaten Ausflösung

So ein halb-fusionierter Nationalstaaten-Verbund wie die aktuelle EU kann nur ein vorübergehendes Zwischen-Stadium sein. Nationalismus wird so lange ein Problem sein, bis die vollständig Verschmelzung der Nationalstaaten zu einem einzigen EU-Staat vollzogen ist.

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Proggy 25.05.2019, 09:48
8. Hin zur Mitte

Wenn es tatsächlich einen Rechtsruck gäbe, wäre es lediglich ein Schritt zur politischen Mitte hin.
Nach dem agressiven Links-Ausschlag der letzten Jahre und der kontinuierlichen Entfernung konservativer Werte, wird dringend ein Korrektiv in der Politik gebraucht.

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Nandiux 25.05.2019, 09:49
9. Der harte Kern.

Natürlich haben die Rechtsextremen eine stabile Wählerbasis, die sich auch von den zahlreichen Skandalen nicht abschrecken lässt. Sie leben in ihrer eigenen Filterblase. Das wird sich auch nicht mehr ändern lassen. Trotzdem wird es hoffentlich noch genügend Wähler geben, denen nun die Augen geöffnet wurden. Man sollte auch nicht ständig über einen Rechtsruck reden und schreiben. Das hat etwas von einer selbsterfüllenden Prophezeiung.:-)

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