Forum: Politik
Die Lage an Silvester: Liebe Leserin, lieber Leser,
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karlo1952 31.12.2018, 09:31
10. @ 1. Warum müssen wir die USA oder Russland

militärisch oder wirtschaftlich überholen? Was soll dieser Wettbewerb bringen ausser Neid und gegenseitiges Wetteifern? Warum genügt eine gegenseitige Akzeptanz und Koezistenz nicht? Zweiter oder Dritter sein reicht in der Regel auch, und ist nicht so anstrengend.

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bestrosi 31.12.2018, 09:36
11. ein Wunsch fehlt

Wer vergisst oder verdrängt, wo er herkommt und was ihn ausmacht, der macht sich selbst klein. Das gilt insbesondere gegenüber neu Hinzugekommenen: Eine Kultur ändert sich laufend, aber sie ist nicht beliebig.

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at.engel 31.12.2018, 09:40
12.

" Der Flirt mit autoritären Gedanken ist gefährlich. Man sollte immer bedenken: Ein autoritäres System hat nach den Erfahrungen der Geschichte eine weit höhere Affinität zum Krieg, gerade zum großen Krieg, als eine liberale Demokratie."
Wenn einem zum Thema Demokratie keine anderen Argumente mehr einfallen, mach ich mir langsam echt Sorgen um Deutschland - das ist ja so ungefähr auf dem politischen Niveau von Merkel.
Ansonsten finde ich es ungemein wichtig, Geschichte auch zu analysieren und zu verstehen, nur lernen kann man daraus nichts. Einfach, weil die Welt, die Gesellschaft, die Technolgien sich ändern - und zwei vergleichbare Situationen praktisch nie die selben Konzequenzen haben. Und selbst politische Begriffe lassen sich nur aus einem nationalen Zusammenhang heraus verstehen.

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ArnoNyhm1984 31.12.2018, 09:47
13. 2.Mai 1921

Am 2.Mai 1921 stellten die Alliierten der jungen Weimarer Republik das sogenannte "Londoner Ultimatum": Wenn DE nicht innerhalb von 7 Tagen die Reparationszahlungsforderungen schriftlich anerkennen würde, dann würde das Ruhrgebiet militärisch annektiert -Frankreich begann gleichertags noch bereits mit der Mobilmachung seiner Truppen.
Die so erpressten finanziellen Forderungen betrugen 132 Milliarden Goldmark (=zu zahlen in Gold), was sage und schreibe 330 Prozent des BIP betrug und die aufkeimende wirtschaftliche Erholung Deutschlands über Nacht zerstörte. Die nachfolgende Hyperinflation war eine unabwendbare Konsequenz, über die Stefan Zweig einmal sehr treffend schrieb: "Nichts hat das deutsche Volk –dies muß immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden – so erbittert, so haßwütig, so hitlerreif gemacht wie die Inflation." (Stefan Zweig, "Die Welt von Gestern").
Dirk Kurbjuweit hat somit Recht: Man sollte sich diese Zusammenhänge sehr gut merken, denn unsere Welt schlittert dank zunehmender horrender Verschuldung zusehends in vergleichbare Zustände. Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber sie reimt sich.

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tatsachenentscheidung 31.12.2018, 09:59
14. USA - Freunde ? Sehr dünnes Eis...

Sind keine verlässlichen Freunde sondern vertreten nur ihre eigenen Interessen . Wir waren und sind nur Gehilfen das muss endlich in Europa realisiert werden . Schauen sie sich doch die Kriege , Unruhen und Regime-Changes der letzten Jahrzehnte an . Überall kommen Sie ungestraft davon. ! ! ! Von wegen Schutz vor den Russen im kalten Krieg, genau umgekehrt ; wir in Europa waren der vorderste Schutzblock für Amerika. Eine wahre und gerechte Großmacht sind sie nie gewesen. Deutschland ( wenn möglich und am liebsten mit Europa) muss seinen eigenen Weg gehen. Selber entscheiden wer Schurke und wer Freund und auch offen für neue Allianzen sein. Wie können Sie vorschlagen wir sollen uns an Amerika halten ? Ein Land das in regelmäßigen Abständen absolute Amateure zu ihren Präsidenten wählt und mit DT nun den Gipfel an politischer Planlosigkeit erreicht hat . Ferngesteuert von wem auch immer. Nein Danke .

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haresu 31.12.2018, 10:09
15. Die Wünsche sind schon die richtigen

Nur fehlt mir neben dem Realitätssinn die Angst und die Demut. Die EU ist stark gefährdet und das liegt weniger an Ungarn oder Polen sondern an Deutschland, das einfach keine Macht abgeben will. Der nächste amerikanische Präsident wird uns auch nicht freundlich an die Hand nehmen, Syrien ist ein Schlachthaus von Putins Gnaden und wenn es ihm gefällt kann er wahrscheinlich auch Erdogan dazu bringen die ganzen Flüchtlinge wieder an uns weiterzuleiten. In fast allen europäischen Staaten gibt es starke rechte Kräfte, in Deutschland ist es übrigens am Schlimmsten, hinzu kommt ein absehbarer wirtschaftlicher Abschwung. Für all das sind wir nicht ansatzweise innerlich gerüstet und leugnen die Probleme lieber als wenigstens über sie nachzudenken. Ich persönlich bin sehr pessimistisch.

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HeikoM 31.12.2018, 11:03
16. Angst?

ich glaube nicht daß die Grundstimmung derzeit von Angst dominiert wird. Ich glaube den Menschen geht es meistens zu gut, um zu erkennen wie gut es ihnen geht.

"Das deutsche Volk entfaltet in den Stunden der Not höchste und bemerkenswerte Tugenden, aber ich fürchte dass es nicht im gleichen Maße den Stunde des Glücks gewachsen ist." (Ludwig Erhard)

Diese Zeit sollte wir als Chance verstehen. Bei aller Trump-, Erdogan- und Co-Panik: Wir sind nur die "Nachbarn" und können unseren eigenen Weg "Europa" gehen.

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leo.dom 31.12.2018, 11:03
17. Es gibt noch andere Wünsche,

z.B. sollte jede(r) seine Meinung ohne Meinungsmanipulation frei bilden und äußern dürfen, der Egoismus sollte zugunsten des Altruismus zurückgedrängt werden, der Friedeswillen des Volkes und der Politik stärker werden und die Freiheit sollte in der Tat die Freiheit des Andersdenkenden sein. Und es sollten Feindbilder veschwinden, die nur als Begründung des Aufrüstens und damit des Profites der Rüstungsindustries errichtet werden.
Für uns Europäer sollte es von besonderer Bedeutung sein, den Frieden mit friedlichen Mitteln zu sichern. Dazu gehört vor allem, sich der Militärdoktrin der USA und der NASTO zu widersetzen und endlich wieder in einen politischen, wirtschaftlichen Dialog mit Russland zu finden. Diese Konfrontation wird momentan leider wieder mit allen möglichen Begründungen wieder herbeigeredet, und da nehmen sich leider die europäische Politiker nicht aus. Auf dem europäischen Kontinent darf es einfach keinen Krieg mehr geben, denn der würde die gesamte Welt in Brand setzen.

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merkel123 31.12.2018, 11:08
18. Soso, der Bolschewismus

als menschenfreundliches Hoffnungssignal des Jahres 1919... Die Millionen Opfer der sowjetischen Okkupationen, Angriffs- und Buergerkriege, inneren Saeuberungen und Schauprozesse, Umsiedlungen und Kollektivierungen duerften da etwas anderer Meinung sein...

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olli0816 31.12.2018, 11:17
19. Ich wünsche mir kein von USA geführtes Europa

Ich fand es schon als Kind in der BRD befremdlich, die Filme zu sehen, wo alle Amerikaner die guten waren und die Russen die Schurken. Das ist aber sicher nicht der Grund. Die USA haben sich in den letzten 20 Jahren als unfähig erwiesen, die westliche Welt anzuführen. Zum Teil durch unfähige Präsidenten, zum Teil auch durch eine übersteigerte Selbstüberschätzung. Die USA ist in vielen Teilen dieser Welt inzwischen (und nicht erst seid Donald Trump) extrem unbeliebt.

Zum anderen hat Europa die Pflicht, sich selber zu finden. Eigene Standpunkte zu vertreten und nicht wie bei dem russischen Pipeline-Projekt zu kuschen. Europa muss zwar wieder einiger werden, aber es sollte nicht der Einheitsbrei werden (wir sind Europäer), sondern die Stärken der einzelnen Staaten sollte darauf viel mehr Einfluß nehmen. Europa ist viel unterschiedlicher als die USA und taugt alleine schon aufgrund der vielen Sprachen und nationalen Eigenheiten nicht so gut zum reinen Flächenstaat.

Ich wünsche mir, dass Europa sich von den USA emanzipiert, den Dialog mit England wieder konstruktiver aufnimmt, sich mehr in der Welt positiv engagiert. Damit meine ich nicht, den Hindukusch zu verteidigen - würg. Sondern gezielte Patenschaften mit ärmeren Ländern zu schliessen, um sie in beidenseitigem Interesse aufzubauen. Auch weniger Umverteilung, weniger dieser krampfigen Politiker a la Merkel/AKK und Nahles. Mehr Forschung und Entwicklung, dass es den Leuten besser geht und den oberen 1% beibringen, dass es nicht legitim ist, 70% des gesamten Vermögens zu besitzen. Die USA sollten ein Handelspartner von vielen sein, mit dem man gut auf Augenhöhe zusammen arbeitet. Und schmeißt endlich diesen widerlichen amerikanischen Diplomaten Grenell aus dem Land - den braucht keiner hier.

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