Forum: Politik
Die McChrystal-Affäre - wie geht es weiter mit Obamas Afghanistan-Mission?

Die Affäre um die Lästereien des einstigen Vorzeige-Generals Stanley McChrystal gefährdet den Einsatz der internationalen Truppen in Afghanistan. Was glauben Sie: Wie geht es weiter mit der Mission am Hindukusch?

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semir 23.06.2010, 13:32
1.

Zitat von sysop
Die Affäre um die Lästereien des einstigen Vorzeige-Generals Stanley McChrystal gefährdet den Einsatz der internationalen Truppen in Afghanistan.
Der Einsatz in Afghanistan ist nicht von einer Person abhängig.Weder Obama noch McChrystal haben etwas zu sagen - die wahren Herrscher sind diejenigen, die den Wahlkampf Obamas finanziert haben und im Hintergrund Anweisungen geben.

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ray4901 23.06.2010, 13:37
2. Die Militärs übernehmen die Politik

Zitat von sysop
Die Affäre um die Lästereien des einstigen Vorzeige-Generals Stanley McChrystal gefährdet den Einsatz der internationalen Truppen in Afghanistan. Was glauben Sie: Wie geht es weiter mit der Mission am Hindukusch?
Für seine Militärkarriere scheint der Stan nicht das Richtige getan zu haben. Als Hoffnungsträger der Reps. 2012 könnte er weiter aufsteigen.

Man stelle sich einen McCain im besten Alter vor, das wäre der Durchmarsch!

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Vihaio 23.06.2010, 13:37
3.

Zitat von sysop
Die Affäre um die Lästereien des einstigen Vorzeige-Generals Stanley McChrystal gefährdet den Einsatz der internationalen Truppen in Afghanistan. Was glauben Sie: Wie geht es weiter mit der Mission am Hindukusch?
Wie bisher. Die westliche Truppenpräsenz wird, mit wechselnden Begründungen, aufrecht erhalten. Siehe Irak, Japan, Korea, Philippinen, Italien, Deutschland, Türkei etc.

Siehe "Empire of Bases"

Es ist einfach zuviel Geld damit zu verdienen.

"USA beherrschen zwei Drittel des Rüstungsmarkts"

Und noch sind zu viele Zeitgenossen Gefangene in Platos Höhle. Aber nicht mehr lange.

"Council on Foreign Relations Warns U.S. Dollar and Debt at Tipping Point"

Dann folgt die Evakuierung.

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Stefanie Bach 23.06.2010, 15:08
4. Man muss reden

Zitat von Vihaio
Wie bisher. Die westliche Truppenpräsenz wird, mit wechselnden Begründungen, aufrecht erhalten. Siehe Irak, Japan, Korea, Philippinen, Italien, Deutschland, Türkei etc.
Dass Schröder Deutschland aus dem Irak-Krieg herausgehalten hat, wird sein Verdienst bleiben. Dass wir uns ansonsten in alle möglichen militärischen Auseinandersetzungen haben hineinziehen lassen ist bitter.

Am Beispiel Afghanistan wird sehr deutlich, dass auch ein humanitär bemäntelter Militäreinsatz nur Menschenleben und Geld kostet. Sprache ist die Grundlage zur Verständigung mit anderen.

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KabulChris 23.06.2010, 15:23
5.

Quote "Sprache ist die Grundlage zur Verständigung mit anderen." - dazu gehoeren immer 2 Parteien und kann nicht nur einseitig geschehen.

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mauskeu 23.06.2010, 15:24
6.

Zitat von sysop
Die Affäre um die Lästereien des einstigen Vorzeige-Generals Stanley McChrystal gefährdet den Einsatz der internationalen Truppen in Afghanistan. Was glauben Sie: Wie geht es weiter mit der Mission am Hindukusch?
Der hat Angst bekommen IMHO, dass seine Strategie nicht
erfolgreich ist und sucht deswegen einen Weg sich zu
verabschieden, der es ihm dennoch erlaubt sein Gesicht
zu wahren. So dumm zu sein, dass er nicht rechnete, dass
er im WH Ärgernis erregen wird, kann er nicht sein.
Er hat ja immerhin alle zivilen Ansprechpartner verärgert.
Hat nicht die Art seiner Verabschiedung Einfluss auf
seine Pension ?

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Henry Klack 23.06.2010, 15:28
7. War das nun schwer???....

Zitat von semir
Der Einsatz in Afghanistan ist nicht von einer Person abhängig.Weder Obama noch McChrystal haben etwas zu sagen - die wahren Herrscher sind diejenigen, die den Wahlkampf Obamas finanziert haben und im Hintergrund Anweisungen geben.
...den wahren Sachverhalt zu erkennen? Im Augenblick wird McC das Bauernopfer sein. Aber keine Sorge, er ist abgesichert. Vielleicht wird ein neuer genehmer Knecht gefunden.

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T. Wagner 23.06.2010, 15:29
8.

Zitat von sysop
Die Affäre um die Lästereien des einstigen Vorzeige-Generals Stanley McChrystal gefährdet den Einsatz der internationalen Truppen in Afghanistan. Was glauben Sie: Wie geht es weiter mit der Mission am Hindukusch?
Die Mission an sich ist nicht gefährdet, aber sicherlich fällt es Außenstehenden schwer darüber zu entscheiden, wie wichtig oder unwichtig Mr. McChrystal für das Gesamtunternehmen ist. Mag sein, daß der Mann - fernab der Heimat - gegenüber dem Rolling Stone Magazine ein paar flotte Sprüche zuviel hat fallen lassen. Aber das ist verständlich, denn wer jemals fernab der "Heimatbasis" tätig war, hat eine gänzlich andere Sicht der Dinge als die "Strategen" viele tausend Kilometer entfernt.

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brot_ohne_spiele 23.06.2010, 15:31
9. Interview

Dauernd wird das besagte Rolling Stone Interview als Bezug für die gegenwärtigen Querelen genannt aber nirgends darauf verlinkt. Irgendwie komisch, sagt man unorthodoxes schreit alles nach Quellennachweisen (nachgelesen wird seltener): Hier bekommt man zwar ne Quelle genannt, muss sich aber durchgoogeln um den die (englische) Titelstory überhaupt zu finden.

http://www.rollingstone.com/politics/news/17390/119236

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habs angelesen und muss sagen, Stil und Ton kommen einem ungezwungenen Stammtisch-Plausch unter eingefleischten Rednecks und Kommißköppen sehr nahe - sowas hätte man sich in D wohl kaum getraut zu bringen.
Neben markig millitaristischer Sprache die bestimmte Zielgruppen sicherlich erfreut bekommt man ebenfalls den Eindruck , dass US Milltär und US Politik sich mehr hassen als öffentlich eingeräumt.

Kein Wunder , dass die als "Pfeifen" verschmähten Obama, Ho(h)lbrooke und Biden vor Wut schäumen und genau darum gehts wohl auch: McChrystal hat keinen Bock mehr den Müll wegzuräumen den andere liegenlassen.

Damit rede ich weder ihm noch der Obama Regierung nach dem Munde. Die von MCChrystal gefordete "Counterintelligence" Strategie für Afghanistan (mehr Zeit und Mittel um Afgh. sozusagen von Innen heraus "umzukrempeln")gilt ebenfalls als umstritten/wenig effizient.

So habe ich es zumindest verstanden, allerdings ohne Gewähr ;)

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