Forum: Politik
"Die Schuld tragen wir Griechen selbst"
DPA

Er hält nichts davon, deutsche Spitzenpolitiker als Sündenböcke zu verdammen: Der griechische Wissenschaftler Dimitri Sotiropoulos erklärt im Interview, wo er die Ursachen für die Misere seines Landes sieht - und was ein Grexit bedeuten würde.

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goethestrasse 06.07.2015, 15:44
1. Der werte Herr braucht..

..mir als Bundesbürger, keinen Honig um den Mund schmieren. Er soll dafür sorgen, dass Griechenland selbst wieder auf die Beine kommt. Alt genug und selbstbewusst sind sie ja.

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grifter2012 06.07.2015, 15:51
2. Hier wird ...

der Grund für die griechische Misere auf einen Punkt gebracht. Von einem Griechen.
Danke für diesen Artikel!

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kolybri 06.07.2015, 15:52
3. realistische Einschätzung

Endlich einmal eine realistische Einschätzung ohne Pathos und "falschen" Stolz. Der Professor hat Recht, wenn man nun Struktur-Reformen statt Sparmaßnahmen einfordern soll. Selbst bei einem Grexit kann die Gemeinschaft mildernd abfedern.

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Potatocouch 06.07.2015, 15:54
4. Am Ende werde Deutschland zahlen müssen.

Das sagte Varoufakis einst und wusste damals schon dass er Recht behalten wird.
Merkel wusste das auch aber belog lieber vorsätzlich das Volk und verbrannte wieder besseren wissens unser Steuergeld. Nun wird noch mehr nach Griechenland fließen und Merkel wird weiteres Steuergeld verbrennen.

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donpedro59 06.07.2015, 15:58
5. Sehr geehrte Frau Merkel,

als die Schulden Griechenlands noch niedriger waren, zahlte Griechenland 7% Zinsen, Deutschland 3 %. Griechenland konnte nicht mehr tilgen, die Menschen wurden ärmer, die Banken reicher, die Schulden stiegen. Herr Ackermamn sinnierte vor laufender Kamera, ein Geschäft müsste mindestens 25% Gewinn bringen. Auf das Geschäft mit den Eurofightern wollte auch niemand verzichten. Sieht so vorausschauende Politik aus?

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anyone 06.07.2015, 15:58
6. Sind die EU-Verhandler lernfähig?

"Hier hätten Deutschland und die anderen Geberländer solche Reformen einfordern müssen, anstatt sich mit Steuererhöhungen und Ausgabekürzungen zufrieden zu eben."

Genau das ist der Kardinalfehler, der bisher gemacht wurde!

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derhey 06.07.2015, 15:59
7. Erfrischend

diese Ehrlichkeit.
Griechenland muß aber geholfen werden. Weshalb den Griechen nicht einen Schuldenschnitt von 50%, Schuldenstand 30.06.2015 verbindlich anbieten, WENN
bis dahin eine funktionierende Steuerverwaltung aufgebaut ist, die hinterzogenen Steuern und ausstehenden Steuern zu 90 % eingezogen sind, eine Rentenreform durchgeführt ist, der Wehretat auf 2% des BIP reduziert ist, die Staatsquote bei x % liegt und und und.
Dann können die Griechen im geschützten Raum zeigen, ob sie Willens sind, auf eigene Füße zu kommen.

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tobiash 06.07.2015, 16:00
8. Die Erkenntnisse ...

des Herrn Sotiropoulos sind genauso richtig wie trivial. Es ist an der Zeit, die Souveränität der Griechen zu akzeptieren - mit allen Vor- und Nachteilen. Dass es Menschen gibt, die darunter leiden werden, ist unumstritten - genauso wie die Tatsache, dass genau das das Problem eines souveränen Staates ist. Warum um Himmels Willen sollen wir die Probleme der Griechen auf die Art lösen, die die Griechen uns vorgeben und die in den letzten 20 Jahren die Probleme nur verschlimmert haben. Aus die Maus (hoffentlich!)!

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burgundy2 06.07.2015, 16:02
9.

Man wüsste gern, wieviel Geld Herr Sotiropoulos für diese Stellungnahme bekommen hat. Nicht, dass er grob Unrecht hätte, aber die pauschale Exkulpation insbesondere der Deutschen scheint doch zu willfährig. Dass Griechenland in seiner Misere steckt, ist sicher zum Teil seine Schuld, aber die unsägliche Sparpolitik, die ihm verordnet und noch mehr verordnet werden sollte, ohne an das eigentliche Übel, die wirklich Reichen in diesem Land, zu gehen, hat die Bevölkerung erst in Armut und Arbeitslosigkeit und Zerstörung der ökonomischen Infrastruktur getrieben (und davon gab es - hier hat Herr Sotiropoulos recht - schon immer nur sehr wenig). Man kann nicht einfach Politik gegen das Volk machen, das hat Tsipras erkannt. Man muss die Leute mitnehmen, nicht einfach Entscheidungen aus grosser Ferne und Höhe treffen. Herr Varoufakis mag einen eigenwilligen Stil gehabt haben, in der Sache lag er allerdings richtig. Griechenland braucht jetzt eine sichere Infrastruktur auf die es wirtschaftlich mit seinen Gegebenheiten aufbauen kann, keine feindliche Übernahme und auch keine "humanitären" Aktionen, die ohnehin nur scheinheilige Angebote wären, denn bis jetzt hat der humanitäre Aspekt niemanden interessiert.

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