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Die SPD und der Sondierungskompromiss: Rote Leerstellen
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Die potenziellen Koalitionäre streiten über ihren Sondierungskompromiss. Sozialdemokraten wollen nachbessern, die Union sagt: nichts da. Welche Themen sorgen jetzt in der SPD für Aufruhr?

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LDaniel 15.01.2018, 14:30
1. Neuwahl

Sollte auch diese Regierungsbildung scheitern, heißt es wohl Neuwahlen. Und da sollte jeder gut überlegen, wen er wählt. Eine gute Partei muss auch Kompromisse eingehen, auch welche die weh tun. Und eine gute Partei sollte nicht bei den Koalitionsverhandlungen die nächste Wahl im Auge haben.
Wer keine gute Partei ist, dürfte dann klar sein.
Eigentlich müssen zwei Parteien einen großen Zuwachs erhalten und die Wahl gewinnen und die nächste Regierung wäre Schwarz-grün

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MütterchenMüh 15.01.2018, 14:30
2. Verlustgeschäft für die SPD

Man kann jetzt definitiv davon ausgehen, dass es nur noch eine Oppositionspartei im Parlament gibt.
Die Zustimmung respektive Ablehnung ist so knapp, dass es die Partei zerreissen wird. Auf jeden Fall bringt es der Partei nichts.
Mit diesen Ergebnissen wird die SPD garantiert keine Abtrünnigen zur SPD zurückholen können, ganz im Gegenteil , wenn man sich die EU-Träumerein der SPD ansieht.

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Ralf1234 15.01.2018, 14:32
3.

Die Ankündigungen über die Nachverhandlungen sollen die Zustimmung auf dem Parteitag für Zweifler möglich machen. Liebe Genossen wenn ich eins weiss, dann sollte man eine Entscheidung bei der man Bauchweh hat (sprich das Bauchgefühl sagt nein) NICHT treffen. Entweder man steht hinter einer Sache oder nicht. Da Ihr nicht mit dem Bauch/Herzen hinter der Sache steht, sagt NoGroKo!

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tomxxx 15.01.2018, 14:32
4. Was macht die SPD eigentlich, wenn Angie

Ihnen die ganzen Forderungen auch noch erfüllen würde? grins! Dann wäre es noch schlimmer, ... schon wieder keine Profilierung! Aber mal ehrlich: wie soll die SPD denn durch einen Wahlkampf im Falle von Neuwahlen kommen? Regierungsarbeit fällt als Argument weg (haben sie selbst weggeworfen), Anspruch den Kanzler zu stellen... auch weg. Lust zu regieren.... nö! Die müßten dem Wähler erklären, dass sie ausgelaugt sind und jetzt das Mandat haben wollen 4 Jahre Mandate bezahlt zu bekommen, um die Dinge zu erzählen, die sie real ja offensichtlich gar nicht umsetzen wollen..... Und wie sie das verkaufen wollen... viel Spass! Man kann auch noch 20% deutlich unterbieten!

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Idinger 15.01.2018, 14:33
5. Das Verlangen nach

"Nachbesserungen" wird doch wohl nicht nur der SPD vorbehalten bleiben. Bin mal gespannt, was der CDU/CSU an eigenem Bedarf für "Nachbesserungen" an dem Sondierungskompromiß einfällt; sie sollte daher die SPD-Wünsche nicht - wie bisher - einfach ablehnen, sondern konstruktiv mit bisher nicht durchgesetzten CDU/CSU-Positionen begegnen. Vermutlich verstummen die SPD-Forderungen dann sehr schnell...

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werner_huehnken 15.01.2018, 14:39
6. Existenzfrage:

Ja, wenn das alles nicht zu machen war mit der Union, warum hat man es dann gemacht, Malu Dreyer?

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akkronym 15.01.2018, 14:39
7. sagt die Union "nichts da"

dann hätte die SPD die Möglichkeit zu sagen: "Groko? Nichts da, so nicht". Nur weil ein Steinmeier keine Neuwahlen will, die Wirtschaft schon wieder rumheult und ANGEBLICH dringende Europafragen zu klären wären, muss sich eine SPD nicht endgültig von auch nunmehr nur noch dem geringsten verbleibenden sozialdemokratischen Elementchen (eher Partikel) verabschieden. Das wäre ihr Untergang.

Das Sondierungspapier ist FDP pur mit etwas bayerischem "i mog koine Flichtleng"-Gerülpse, mehr ist es nicht. (Sonderbar und bedenklich genug, dass die SPD-Führung sich darauf einlassen will)


Wozu also Groko. Wozu den gleichen Mist wie die vergangenen 4 Jahre?

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spon_3653303 15.01.2018, 14:39
8. Selbstmord oder Freitod

Ob die Genossen eine erneute Kooperation mit den Schwarzen ablehnen oder auf Neuwahlen zusteuern, das Ergebnis dürfte das Gleiche sein: ein Stimmenanteil bei der nächsten Bundestagswahl unter den Anteilen der rechten AFD! Auf jeden Fall: wer sich aus Angst vor der Regierungsverantwortung "vom Acker macht" (wie die konservative Splittergruppe FDP) wird vom Wähler abgestraft!

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hennesderachte 15.01.2018, 14:40
9.

Die SPD ist ja noch wesentlich schneller als unsere südeuropäischen Eurozonen-Partner, was das Abrücken von abgeschlossenen Verträgen angeht ;-)
Langsam wirds albern: Stegner und Schäfer-Gümbel waren im zwölfköpfigen Sondierungsteam dabei und ein paar Stunden nach Abschluss war alles nicht so gemeint? Es fällt wirklich schwer, diese unprofessionelle Truppe noch ernst zu nehmen.

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