Forum: Politik
Die SPD und die Liebe zu Russland: Männlich, Sozi, sucht Putin-Freunde

Was treibt ältere SPD-Politiker, sich für Putin zu begeistern? Sie mussten zu lange für Frauenquote und Mindestlohn stimmen und wollen jetzt endlich auch mal harte Jungs sein.

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adal_ 17.03.2015, 17:41
110.

Zitat von weristderschönsteimland
was treibt also einen Spiegeljournalisten dazu, sich für modernen Geschichtsrevisionismus zu begeistern.
Der Hinweis auf den Hitler-Stalin-Pakt ist in Ihren Augen Geschichtsrevisionismus? Interessant!

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hdwinkel 17.03.2015, 17:42
111. Putin

Zitat von adal_
Also OK. Nennen wir es nicht Begeisterung, nennen wir es den Willen zur sensiblen Einfühlung, zum Nachspüren, zum Verstehen Wollen des rabiaten Tough Guy, Zynikers und bekennenden Chauvinisten Putin. Was die Sache natürlich total auf den Kopf stellt, oder etwa doch nicht? :-)
Das ist aber nicht dasselbe. Putin ist in der Tat ein Arxxloch, um mal ein Zitat eines ehem. Bundeschefs der Grünen zu zitieren, der allerdings ob seines mitgemachten Kosovokrieges ebenfalls ein solches ist.
Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Mich interessiert, wie rational oder eben auch nicht jemand handelt, mit welcher Zielstellung, mit welchem Interesse, grade wenn er eine solche Machtfülle auf sich vereint.
Und da war Putin bisher berechenbarer als andere angeblich befreundete Regierungen. Noch mal für Sie: nicht besser!

Ich halte es jedenfalls für eine bewußte Übertreibung, daß Putin planen würde, nun auf einmal andere Staaten, ganz und gar NATO-Staaten anzugreifen.
Die Krim ist lediglich Teil der Probleme, die die chaotische Auflösung der Sowjetunion hinterlassen hat.
Putin denkt ganz sicher chauvinistisch, aber die Probleme hat nicht er erschaffen. Die Bevölkerung der Krim wollte schon immer mehrheitlich zu Russland. Lediglich durch einen Russland-freundlichen Präsidenten kam es damals zu dem Deal, bei der Ukraine zu bleiben, der mit der westukrainisch-nationalistischen Regierung, die sich Anfang letzten Jahres abzeichnete (Fuck the EU...), gebrochen wurde.

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Robert_Rostock 17.03.2015, 17:42
112.

Zitat von hdwinkel
.... Den Irren in Kiew und ihren Unterstützern auch hier im Forum ist ein Krieg und Zerstörung der Krim allemal lieber, als daß sich schon immer als Russen fühlende Menschen jetzt auch tatsächlich zu Russland gehören. Mit der Ostukraine haben sie es bereits vorgemacht: lieber eine zerstörte Ostukraine, als eine, die nicht mehr zur Ukraine gehört.
Von wem haben die das bloß?
Vielleicht haben die sich von der wunderschönen Altstadt in Grosny inspirieren lassen.
Oder dem gerade erst in Russland verabschiedeten Gesetz, mit dem separatistischen Bewegungen jegliche Unterstützung und bedingungslose Erfüllung ihrer Forderungen zugesichert wird?

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quak_quak 17.03.2015, 17:46
113. Ach Herr Fleischhauer,...

... immerhin war es Putin, der frühzeitig vor IS in Syrien gewarnt hat, als Europäer und Amerikaner noch dem Trugbild von Demokraten im gerechten Kampf für Frieden und Menschenrechte folgten . Ist es zynisch, wenn man Beklemmungen hat angesichts der westlichen Prinzipientreue, mit der ohne Rücksicht auf Verluste Regionen destabilisiert werden?

Sicher haben Putins machohaften Auftritte ihren Reiz, weil sich so etwas keiner unserer perfectly housetrained Politiker traut; es sind nicht nur SPD-Politiker, die etwas gequält und fassungslos auf Gendermainstreaming und Chefpostenquoten schauen (dabei geht es doch ohnehin nur darum, als Politikerin im Gespärch zu bleiben, ´Profil` zu zeigen und irgendwann für besagte Quotenposten in Frage zu kommen).

Andererseits ist er ein Macher, dem immer noch große Teile der Bevölkerung seines Landes vertrauen. D.h., wer gegen Putin steht, steht gegen Russland. Dazu sehe ich (w, nicht-SPD, unter 60) aber keinen Grund, schon gar nicht vor dem Hintergrund, dass ´wir`mitverantwortlich sind für den Flächenbrand im Nahen Osten und Nordafrika, mit hundertausenden Toten und noch viel mehr unter dem Chaos Leidenden, eine verlorene Generation ohne das ganze Gedöns (Schulen, Krankenhäuser, Schutz vor Mord, Entführung und Vergewaltigung), das für ihre Eltern und Großeltern, sofern nicht politisch gegen die Herrscher aktiv, selbstverständlich war.

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wahrsager26 17.03.2015, 17:46
114. Fleischhauer

Wo er recht hat,hat er recht!Danke

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nullneunelf 17.03.2015, 17:47
115. Die Frage

ganz am Anfang dieses Kommentars ist leicht zu beantworten: Der völlige Realitätsverlust dieser vorgestrigen Truppe.

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wallabi 17.03.2015, 17:47
116. Warum

sind wohl die meisten Politiker betagter, welche nicht über Russland/Putin herfallen? Ganz einfach: weil sie keine Angst mehr um ihre Karriere haben müssen und deshalb auch objektiv sein können! Außerdem haben diese Leute ungemein mehr Erfahrung und wissen, was Kriege bedeuten!

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Afa81 17.03.2015, 17:48
117. Danke Jan...

Fleischhauer - danke, dass Sie das mit Polen gesagt haben. Ob das so stimmt? Egal. Ob Polen zum Westen gehört? Egal. Es ist sowas von Egal. Selbst wenn Genosse Stalin damals zu Hitler gesagt hätte: "Lieber Adolf, bitte - überleg Dir das doch nochmal..." EGal. Denn es legitimert nicht das Vorgehen von Russland aktuell?

Ich finde es köstlich, dass Sie das Beispiel gebracht haben, denn jetzt wetzen sich alle Putinfreunde daran und stellen richtig - und dabei merken sie garnicht, wie idiotisch eigentlich dieses "wir haben vor 70 Jahren, deshalb darf Russland jetzt auch ein ganz anderes Land überfallen" Argument ist. Dieses Argument: "Die USA haben im Irak" deshalb hat Russland jetzt auch nen Schuss frei. Merkt ihr nicht, wie dumm das ist? Nein, tut ihr nicht... denn ihr bringt das Argument seit ziemlich genau einem Jahr minütlich.

Warum müssen Ukrainische Menschen für das, was NS Deutschland, Russland oder die USA in der näheren Vergangenheit getan haben bezahlen? Das sollte mir doch einer der friedliebenden bitte mal erkären.

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syracusa 17.03.2015, 17:48
118. unter Sozis

Unter Sozis findet man, außer bei den altgedienten Arbeiterverrätern Schmidt und Schröder, keine Freunde Putins.

Putin sucht und findet seine Freunde im erzreaktionären bis rechtsextremen Millieu, also vorzugsweise in der NPD, der AfD, unter den Rassisten und Homophoben der Pegidabewegung, unter antidemokratischen Nationalisten, und unter den Altstalinisten aus der DDR. Also genau im entgegengesetzten Bereich von Sozialdemokraten.

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demokratie-troll 17.03.2015, 17:50
119. Anpassung ans Unrecht

Wer das tausendfache Sterben in einem vom Zaun gebrochenen Angriffskrieg im heimlichen Einverständnis zur lässliche Sünde erklärt, betreibt "eine Anpassung ans Unrecht um jeden Preis".

Leider ist dieses rätselhafte Phänomen sich willig "dem Despotismus der totalitären Ideologien und Herrschaftsformen auszuliefern", in den Köpfen der Politiker von der AfD über die Linke bis zur SPD verbreitet. Sie alle beten den Faschismus des Herrn Putin an. Und schon der berühmte Adorno sah in seiner "Dialektik der Aufklärung" den Ursprung dieses Phänomens in der technologischen Erziehung zur instrumentellen Vernunft, die letztendlich die Herrschaft vergöttere.

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