Forum: Politik
Die SPD und Putin: Auch Pinochet war ein reizender Mensch
AP

Ein "strategischer Partner" sollte der Kreml sein - so stellte sich die SPD das vor. Eine Selbsttäuschung. Gerhard Schröders Kumpelei mit Wladimir Putin führt den Genossen schmerzhaft ihre gescheiterte Russland-Politik vor Augen.

Seite 25 von 32
analyse 07.05.2014, 01:09
240. 1 X richtig, 1X falsch,Herr Fleischhauer:

1. Die Vergangenheit haben Sie richtig beschrieben,und das ist auch nachprüfbar! Besonders die Rolle Willi Brandts,der stets die Anbiederung seiner Genossen an die SED abgelehnt hat -auch mit Hinweis auf die Zwangsvereinigung SPD-KPD mit vielen treuen SPD-Mitgliedern in Gefängnissen. ". in Bezug auf die Gegenwart liegen Sie falsch,weil Sie den großen Unterschied Rußlands zur UdSSR nicht zur Kenntnis nehmen - auch das ist überprüfbar,wenn man nicht in alten Denkmustern verharrt ! Auf dieser Fehleinschätzung beruht auch die falsche Behandlung der Ukraine - Krise ! Wie kommts,Herr Fleischhauer,Sie beachten doch sonst auch die Realitäten ?Hochinteressant diese Verschiebung der Ansichten auf unterschiedlichen Seiten !Gibts keinen Journalisten,der das mal gründlich recherchiert ?

Beitrag melden
tylerdurdenvolland 07.05.2014, 01:36
241. Echt lustig....

Zitat von sysop
Ein "strategischer Partner" sollte der Kreml sein - so stellte sich die SPD das vor. Eine Selbsttäuschung. Gerhard Schröders Kumpelei mit Wladimir Putin führt den Genossen schmerzhaft ihre gescheiterte Russland-Politik vor Augen.
"Auch Pinochet war ein reizender Mensch"

Ich gehe mal davon aus, dass in der Nachwlelt dies über die FLeischhauers der Welt sagen werden....

Beitrag melden
vepchi 07.05.2014, 01:38
242. Getretner Quark

wird breit, nicht stark ... (J.W.v. Goethe). Erinnern wir uns an einen großen Gegner der Ostpolitik der Brandt-Scheel Regierung: Freiherr Karl Theodor von und zu Guttenberg, dem Helmut Schmidt nach seinem Tod 1972 mit einem Artikel in der ZEIT "Ein Gegner, kein Feind" versuchte, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Ein heutiger Blick in den Wikipedia-Artikel zu Guttenberg I belehrt leider eines Besseren: Er war ein Feind der jungen deutschen Demokratie, und er hatte starke Bündnisgenossen, wie die Zeithistorikerin Stefanie Waske in ihrem 2013 im Hanser Verlag München erschienenen Buch "Nach Lektüre vernichten! Der geheime Nachrichtendienst von CDU und CSU im Kalten Krieg" akribisch untersucht hat. Nur, Herr Fleischhauer, in welchen deutschen Köpfen der Gegenwart wollen Sie denn noch mit ihrem aufgewärmten und stark verwässerten Guttenberg ein alldeutsches Feuer, das natürlich immer ein "antislawisches" zu sein hatte, entzünden? Sie können aber auch zu Walter Laqueurs "Russland und Deutschland" von 1959 greifen, ein Buch, in dem die wichtigsten antirussischen deutschen Vorurteile gegenüber Russland seit dem frühen 19. Jahrhundert fein säuberlich aufgeführt werden. Es gab darunter auch sehr ernstzunehmende Kritiker des russischen Imperiums, die aber Russisch konnten und das Land viele Male bereist hatten. Man muss sich fragen, weshalb ein Gerd Ruge, ein Peter Scholl-Latour, um nur diese zu nennen, sich die Mühe gemacht haben, ein zeitadaequates Russlandbild zu zeichnen, wenn nicht einmal Sie als Spiegeljournalist das auch nur andeutungsweise zur Kenntnis nehmen.

Beitrag melden
quark@mailinator.com 07.05.2014, 04:34
243. Unerträglicher Unfug :-/

Dieser Artikel ist eine Frechheit. Als wäre die seit 10 Jahren systematisch anti-russische Politik des Westens, welche seit 1990 auch auf die Herauslösung der Ukraine gerichtet war in irgendeiner Weise ernsthaft auf strategische Partnerschaft mit Rußland gerichtet gewesen. Diese Behauptung ist derart hinterhältig, daß man schon wirklich Selbstbeherrschung aufbringen muß. Nein, der Westen knuspert systematisch am Osten ... die Ukraine war über lange Zeiten mit Rußland verbunden, eine einfach Loslösung war nicht ausreichend - nein, es muß gemacht werden wie in Jugoslawien - finanzielle Probleme UND ein Bürgerkrieg, damit die betroffenen Völker sich auf Jahrzehnte hin nicht mehr riechen können. DAS muß man organisieren und das HAT man nun geschafft. Sobald die Ukraine konsumiert ist, geht es mit Kasachstan weiter und man wird sicher auch an Weißrußland dran bleiben. Aber so richtig "lustig" wird es danach. Denn Rußland ist ja kein Monolith, da gibt es 1000 Völker, da kann man Unmut sähen, Kleinteile rausbrechen, ... nur Rußland nicht zur Ruhe kommen lassen, nur nicht zulassen, daß man sich da wohlfühlt. Wenn man immer Geld investiert um "Bewegungen" am Leben zu halten, dann kann der Staat ja auch keine wirkliche Freiheit gewähren, dann muß er ja repressiv bleiben um das Ganze zusammenzuhalten ... und das kann man dann wieder vorwerfen, es kostet auch finanziell, die Jugend haut ab ... Nein, der Westen will Rußland nicht als Partner, der Westen will es marginalisieren - und ist nicht ehrlich genug, die perfide Taktik offen einzugestehen.

Beitrag melden
n0 by 07.05.2014, 05:34
244. Warum nur, warum?

Zitat von andreu66
Warum wird im Spiegel einerseits des 100. Jahrestages des Ausbruchs des !.Weltkrieges gedacht, in dem man alle möglichen Artikel veröffentlicht und dann gehört man jetzt zu denen, die mitten in einer internationalen Krise und während Menschen sterben, einen unqualifizierten Hetzartikel nach dem anderen veröffentlichen?
Die Parallelen vor dem 1. Weltkrieg sind augenscheinlich: "“Es war Reinigung, Befreiung, was wir empfanden, und eine ungeheure Hoffnung.” – Nicht nur Thomas Mann verklärte den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 als “Großen Krieg”. Er fiel in eine Phase außergewöhnlicher Vitalität und der Gründung von Avantgarde-Bewegungen in den Künsten und beeinflusste mehr als jeder andere Konflikt das Werk der Künstler, die ihn erlebten.
Avantgarde-Bewegungen wie der Expressionismus und der Kubismus waren entstanden, Künstlervereinigungen wie “Die Brücke” und “Der Blaue Reiter” gegründet. Selbst Käthe Kruse staffierte ihre kindlich-lebensechten Stoffpuppen als stramme “Potsdamer Soldaten” in den Uniformen der kriegführenden Staaten aus. Wer heute verstehen will, “wie die Herzen … sogleich in Flammen standen, als jetzt Krieg wurde”, muss sich die Zeit vor hundert Jahren vergegenwärtigen.
Der Dadaist Walter Serner beschrieb den Krieg als eine Reaktion auf das umgehende “Gespenst der Langeweile”. Doch im Gegensatz zu vielen Künstlern wich die große Begeisterung für diesen Krieg in der Bevölkerung schnell einer nicht minder starken Ernüchterung . "
Wer friedlich am Tisch schreibt, den tötet die Langweile. Wer friedlich am Band schraubt, den tötet die Langweile. Große Emotionen gibt es dann beim Fußball, Spannung beim Tatort - jeden Abend ein anderer. Aber reicht das denn? Lange nicht mehr: Die abendliche Freizeit verlangt nach Grauen in Potenz: Syrien, Libyen, Irak, Iran, Vietnam - auch schon wieder zu lange her - das sind die Nachrichten, welche mehr und mehr Menschen brauchen und wollen. In jedem Frühjahr steigt der Testosteron-SPIEGEL alternder Machthaber, die mit klammheimlicher Freude die Kampfeslust in der Bevölkerung steigern. Politisierung heißt doch für die meisten Menschen: Ein furchtbarer Feind steht an den Grenzen und greift nach dem wohlbehaglichen Früchten der Arbeit. An diesem Bild zu malen, macht Auflage. Für diesen Kampf materiell aufzurüsten macht Kasse. Und dann, irgendwann, muss das martialische Material auf dem Schlachtfeld verbraucht werden. Wer jetzt die jungen Männer ausrichtet auf die kommenden Kämpfe, das ist der Mann der Stunde. Danke Herr Fleischhauer. Nomen est omen.

Beitrag melden
Christian Wernecke 07.05.2014, 06:57
245. Kleiner Unterschied

Zitat von sysop
[...] Es ist jedenfalls schwer vorstellbar, wie man ein Land weiter als Partner betrachten will, das Europa zum Feind erklärt und für das westliche Verständnis von Freiheit und Liberalität nur Geringschätzung übrig hat. [...]
Vielleicht liegt es daran, dass man das Verständnis von "Freiheit und Liberalität" des Westens nicht teilt, der sich vor Freude kaum halten konnte, als die Tussies von den Pussy Riots nackt auf einem russischen Altar tanzten. Ich bin da ganz auf Putins Seite.

Und nicht Russland macht sich Europa zum Feind, sondern die EU macht sich mit ihrer Expansionspolitik Russland zum Feind. Das ist ein kleiner Unterschied.

Beitrag melden
rhenanusius 07.05.2014, 06:58
246. Vorabend 1914

Hoffentlich knallts bald richtig im Land der Fahrradhelmträger, Geigerzählerkäufer, Lebensversicherten...
Dann bleiben einem wenigstens die Ausdünstungen der Fleischhauers, Matuscheks und Konsorten erspart.
Und das ehemalige Gewissen der Nation namens "Spiegel" kann sich dann endlich dorthin begeben, wo es schon seit längerer Zeit hingehört: ins Altpapierdepot der Geschichte.

Beitrag melden
lanzarot 07.05.2014, 07:27
247. optional

Namhafte Historiker unterstellen Ihnen, dass Sie keine Ahnung von Historie haben, diese sogar nach eigenem Gutdünken schlicht verdrehen. Von der aktuellen Politik haben Sie noch weniger Ahnung, Herr Fleischhauer. Kommen Sie doch endlich runter von Ihrem selbstgebauten Thron.

Beitrag melden
motzbrocken 07.05.2014, 07:29
248. Uiuiui

und wer hat den die Nazis in Kiew anerkannt? Der Ami, Frau Hosenanzug eigentlich das Protektorat von Ami Gnaden, genannt EU. Verschonen Sie doch den vernünftig denkenden Menschen mit Ihren Tiraden gegen Russland. Wie ist es eigentlich, wenn einem diktiert wird was man zu schreiben hat? Haben die Journalisten keine Eier mehr um erwas anderes zu Schreiben, als die staatliche Propaganda es will? Warum wird nur Putin verteufelt und dieser Falschspieler und Versager Obama nicht? Aber eben Journalisten sind eben auch nicht mehr das was sie mal waren. Weichgespühlt, mutlos, feige.

Beitrag melden
rwinter77 07.05.2014, 07:32
249. Schon immer gewusst

...hat Herr Fleischhauer, dass man dem Russen nicht trauen kann? Als ob in den 90er Jahren nicht auch eine andere Entwicklung möglich gewesen wäre hin zu einer echten Europaintegration Russlands.
Der Beitrag strotzt auch nur so von illegitimen Vergleichen und unbewiesenen Behauptungen. Was hat denn den Zusammenbruch des Sowjetimperiums nach Herrn Fleischhauer hervorgerufen? Zumindest in der DDR haben Brandt und auch Strauss (mit seinem Milliardenkredit) zur Deligitimierung des Regimes beigetragen. Für die Sowjetunion war der verlorene Stellvertreterkrieg in Afghanistan einer der Hauptgründe, und da muss man im nachhinein fragen, ob es dass wert war!
Pinochet ist eindeutig der falsche Vergleich, da er ja im Ergebnis einer geheimdienstunterstützten Destabilisierung einer gewählten Regierung an die Macht kam. Hier drängen sich andere Parallelen auf.
Ein besserer Vergleich wäre Erdogan und die heutige Türkei - unsere verläßlichen Natoverbündeten. Wenn man Nordzypern mal außer Acht läßt.
Leuten, die schon immer alles besser gewusst haben, sollte man mit gesundem Misstrauen begegnen!

Beitrag melden
Seite 25 von 32
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!