Forum: Politik
Die USA und die Flüchtlinge: Ein Supermacht versteckt sich
AFP

Syrien ist seit Jahren ein Schlachthaus, auch die Flüchtlingskrise wird ein dauerhaftes Problem sein. Die USA nehmen nur ein paar Hundert Menschen auf - eine Schande für ein Einwanderungsland.

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josho 07.09.2015, 14:04
190. Keine Schande für ein

....wie die USA. Ein "normales" Einwanderungsland gibt sich Regeln, an die es sich hält. Deutschland hat keine Regeln, gibt aber jedermann Asyl. Was erwartet Deutschland denn von der Welt? Dass alle eine große Schlange bilden, um Flüchtlinge aufzunehmen? In welcher Welt lebt unsere Regierung?

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Celestine 07.09.2015, 14:05
191.

Zitat von nozomi2000
Was heisst die USA verstecken sich? Als ob das Land nicht seit Jahrzehnten von illegalen Einwanderern aus Lateinamerika überschwemmt wird. Wie soll es die Regierung denn der Bevölkerung erklären, dass jetzt auch noch zehntausende Syrer und Afrikaner aufgenommen werden?
Tja, reicht doch, dass es Mutti gelungen ist, die Herzen des Volkes für Hunderttausende zu öffnen und sie rührend Willkommen zu heißen, eine Meisterleistung. :->

Nächstes Jahr gibt es die Präsidentschaftswahl in den USA. Bis dahin geht das natürlich erst recht nicht.

Aber die US Politiker schafften es doch auch, ihrem Volk zu erklären, dass die Amerikaner in den Irak und Afghanistan einmarschieren mussten. Ging doch auch, obwohl das astronomisch hohe Kosten verursacht hatte.

Die Illegalen aus Mexiko sind in den USA nützlich. Sie schuften in den gigantischen Fleisch- und Hühnerfabriken, sind dort in Massenunterkünften in Barracken untergebracht, sie arbeiten als Gärtner, Haushälterinnen, Kindermädchen, an den Großbaustellen etc. etc. Das kann man mit Kriegsflüchtlingen nicht tun, glaube ich. Diese nützen den Amerikanern nichts, sowie die Mexikaner...

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Vergil 07.09.2015, 14:05
192.

"Barack Obama, der die US-Kampftruppen aus dem Irak abzog, hat nach 2011 den Schritt gescheut, seine Soldaten in Syrien gegen Assad einzusetzen, als die Lage noch nicht so dramatisch war wie jetzt - nach Jahren eines blutigen Krieges im Irak war das nachvollziehbar. Die Folgen des syrischen Dramas, der unterlassenen Hilfeleistung von vor vier Jahren kann Obama aber nicht den anderen, den Anrainerstaaten und auch Europa überlassen."

Das ist ja schon absurd, diese "unterlassene Hilfeleistung" den Amis anzulasten. Ich weiß noch, wie hier im Forum damals ständig gebangt wurde, Amerika werde jetzt bald auch noch Syrien angreifen, die würden doch immer nach einem Kriegsgrund suchen, und dann würde Syrien aber im Krieg und Terror untergehen... Die Amis haben aber eben NICHT angegriffen, wie das ich und einige andere damals auch geschrieben hatten, und die Folge war - wie ich und andere ebenfalls geschrieben hatten -, dass Syrien in Krieg und Terror untergegangen ist. Eben aufgrund des Nicht-Eingreifens.

Darf man daran erinnern, dass Europa, das ja geographisch gesehen deutlich mehr Grund gehabt hätte, sich in Syrien zu engagieren, als die USA, keinen Finger für die syrische Zivilbevölkerung gerührt hat, als diese von Assad ausgebombt und vergast wurde?

Wären die Deutschen ein einziges Mal ehrlich zu sich selbst und würden nicht den schwarzen Peter zu den USA schieben, müssten sie (wir) zugeben, dass sie damals versagt haben. Sie hätten sich militärisch in Syrien frühzeitig engagieren müssen; vielleicht hätten die USA im Rahmen eines Bündnisses sogar mitgemacht. Aber man hat sich mal wieder weggeduckt in der Hoffnung, die USA würden schon handeln, wie immer. Leider ein Fehler. Und so kommen die Flüchtlinge jetzt richtigerweise zu uns und zeigen uns die Folgen unsererer Versäumnisse und Feigheit auf.

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johann_sebastian 07.09.2015, 14:06
193. Die USA als Schurkenstaat...

Die USA sollten hier mal endlich Verantwortung übernehmen für das, was sie sich die vergangenen 14 Jahre im Mittleren Osten geleistet haben, und Deutschland sowie Österreich, Schweden und die Niederlanden bezuschussen, da hier die meisten Flüchtlinge aufgenommen werden. Immerhin hat die USA immernoch die feste Hand auf den Ölvorkommen in Südirak, Kuwait, den Emiraten, und Lybien und scheffelt dort das schwarze Gold. Ein Teil davon sollte verwendet werden, die unmittelbaren Folgen des feigen Abzugs aus dem Irak abzufedern.

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Spiegelleserin57 07.09.2015, 14:06
194. die Relgion spielt in dem Vielvölkerland U.S.A....

Zitat von magic88wand
Die USA ist weit weg von Syrien. Warum sollte sie überhaupt Flüchtlinge aufnehmen, wenn andere reiche Länder wie Saudi-Arabien, UAE usw viel näher gelegen sind, in denen die gleiche Sprache wie die Flüchtlinge gesprochen wird und wo die Leute die gleiche Religion haben?
wohl kaum eine Rolle genauso wie die Sprache. Das Land ist wesentlich größer als D und dort werden fast alle Sprachen gesprochen zumindest in den Großstädten.
Wenn dieses Land sich in die internen Angelegenheite n von Ländern aktiv einmischt muss es auch für die Folgen seines Handelns aufkommen, Verursacherprinzip!
Es geht nicht an Kriege zu fürhren und die Flüchtlingen in adnderen Ländern unter zu bringen die dann natürlich auch die Kosten tragen müssen.
So sehr ich die Aufnahme befürworte und gerne helfe denken ich aber auch an die Verursacher!

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swandue 07.09.2015, 14:07
195. Aha

Zitat von Süddeutscher
Die Deutschen täten gut daran, endlich die Grenzen dicht zu machen und das Dublin-Abkommen notfalls mit Polizeigewalt wieder in Kraft zu setzen. Es muss Auffanglager in der Region geben!
Meinen Sie, es reicht aus, Polizei an der Grenze zu stationieren oder wird man die Bundeswehr dafür brauchen?

Deutschland schickt zurück nach Österreich, Österreich schickt zurück nach Ungarn . . . und Griechenland treibt sie ins Meer oder wie? Wie soll dieses Land, das bekanntlich reichlich eigene Probleme hat, in dem kürzlich wochenlang die Banken geschlossen waren, diese Situation bewältigen?

Die meisten Syrer, die flüchten mussten, befinden sich immer noch in dem Land. Die zweitmeisten leben unter elenden Bedingungen in Jordanien, im Libanon, in der Türkei - und es steht nicht genug Geld für ihre Versorgung zur Verfügung. Wie viel hat schnell nochmal jeder Tag Krieg im Irak oder in Afghanistan gekostet?

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karl-der-gaul 07.09.2015, 14:07
196.

Ich nehme an mit schon 30 Millionen illegale Einwanderer in den USA die einfach kommen und verschwinden im Land haben die genug zu tun. Das sind ungefähr 10% der Bevölkerung. Mit 10% würde das für Deutschland 8,3 Millionen sein, also ein paar hunderttausend sind dann nicht zuviel für Deutschland.

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lupenreinerdemokrat 07.09.2015, 14:08
197.

Zitat von sekundo
in der gestrigen Ausgabe der "Los Angeles Times" war zu lesen, dass ein Sprecher des State Departments bekanntgab, dass die Regierung sich ab sofort auf eine Flut tausender Flüchtlinge aus dem syrischen Bürgerkrieg zur Neuansiedlung vorbereitet! Es wäre super, wenn sich die Anti-Amerika-Kläffer beruhigen und Argumente statt wütender Parolen liefern würden!
Naja, während in Europa 100.000e ankommen und noch mehr erwartet werden, rechnet man in einem Land, das mehr als die doppelte Fläche Gesamteuropas hat mit ein paar tausend.
Nun ja.....

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jesaja43 07.09.2015, 14:09
198. Der blutige, schwarze Peter

Ein seltener Artikel, selten weil ehrlich. Er beschreibt das eigentliche Problem der momentanen Situation. Eine Nation, die sich heraus nimmt, wo immer es beliebt, auf der Welt Kriege zu führen, ganze Regionen ins Chaos zu stürzen und dann angesichts des Schadens wieder abzutauchen. Andere sollen es dann richten. Aufgetaucht wird erst dann wieder, wenn es neues Unheil anzurichten geht. (Syrien) Die USA spielen mit der Welt Schwarzen Peter - schwarz und voller Blut.

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Vergil 07.09.2015, 14:10
199.

Zitat von ronac
Die USA sind die Hauptverursacher an dieser Misere. Durch den Angriffskrieg von 2003 ist es doch erst zu dieser Destabilisierung im Irak und Syrien gekommen.
Quatsch. Im Irak kam es zu einer Destabilisierung, aber nicht "durch den Angriffskrieg", sondern aufgrund der Unfähigkeit der irakischen Regierung, auch die Sunniten einzubinden. Die Amerikaner haben viele Jahre erfolglos versucht, auf die irakische Regierung einzuwirken. Und mit dem Desaster in Syrien hat der Krieg von 2003 überhaupt nichts zu tun. Syrien ist verursacht worden, weil sich niemand - vor allem nicht Europa - Assad entgegengestellt hat und dieser nach und nach das ganze Land in den Strudel aus Gewalt und Terror gerissen hat. Die Amerikaner haben sich nach den Erfahrungen mit dem Irak hier schlicht rausgehalten, das war falsch; genauso falsch war es, dass die Europäer nichts gemacht haben. Ich habe das damals tausendmal geschrieben, und es ist heute so wahr wie damals, wie man sieht: Syrien sollte uns Europäer viel, viel mehr interessieren als die Amerikaner, denn uns trennt nur das Mittelmeer, die Amerikaner aber trennt der Atlantik von Syrien.

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