Forum: Politik
Die Wahl ist nur der Anfang: Werdet endlich Souverän
Thomas Kalak

Keine Zeit für Resignation: Wenn Politik und Wirtschaft sich nicht bewegen wollen, dann müssen wir Bürger uns eben selbst um die Herausforderungen der Zukunft kümmern. Ein Appell für mehr politisches Engagement.

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vonschnitzler 21.09.2017, 11:41
1. Amen!

Diesen Artikel sollten die Leute aus den Abteilungen 'Die da oben machen doch eh was sie wollen' und 'Wir können doch eh nichts ändern' unters Kopfkissen legen.

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citizen01 21.09.2017, 11:42
2. Dieses generalisierende, verlogene WIR geht mir auf den Keks, ...

unabhängig von den Inhalten der Kolumnen. Inflationär, moralisierend und anbiedernd gebraucht. Beim jeweils kritisierten Fehlverhalten bezieht sich der Autor unverkennbar auf die anderen Menschen, denn er/sie selbst weiß es ja besser.

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bigroyaleddi 21.09.2017, 11:48
3. You, so is dat ...

..... und leider ist das so. Als bekennender Altachtundsechziger hatte ich auch schon vor längerer Zeit das sehr starke Gefühl, dass da so einiges im Argen ist. Und vor allem, dass unsere Kinder und Enkel wirklich was zu "Ausbaden" kriegen werden. Jetzt kann ich auch meine Großmutter viel besser verstehen, welche vor 60 Jahren schon meinte, dass sie froh sei, so einiges nicht mehr miterleben zu müssen. Gut, da war noch kalter Krieg, und das mit den Atombomben war ein großes Thema.

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sir wilfried 21.09.2017, 11:52
4. Gut gebrüllt, Löwe

An politischem Engagement mangelt es in Deutschland wahrlich nicht. Aus unzähligen Initiativen, die von den Medien stiefmütterlich behandelt werden, sind dutzende kleine Parteien hervorgegangen, die zur Bundestagswahl antreten und ebenfalls stiefmütterlich behandelt werden.
Alle Aufrufe der Regierenden, sich zu engagieren, meinen anscheinend nur Engagement in ihren Parteien. Wer tatsächlich wagt, an ihrer Macht zu rütteln, erfährt das Gegenteil von Ermutigung.

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privatbahn 21.09.2017, 11:54
5. machen wir es kurz und schmerzlos

Die gute Frau möchte, dass wir SPD-Linke-Grüne wählen. Alles klar schon verstanden.

Sie redet zwar von mehr bürgerlichem Engagement, was beim befolgen ihrer Wahlempfehlung aber zu noch mehr Bevormundung, Moralisierung und Besserwisserei durch die o. g. drei Parteien für den Bürger führen würde.

Da denke ich doch lieber an die FDP.

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olli0816 21.09.2017, 12:00
6. Wir müssen ein bisschen fairer sein

Ja, unsere Politik ist visionslos und sehr feige in vielen Dingen. Wir verbieten uns ehrliche Diskussionen, verunglimpfen unterschiedliche Meinungen (hier meine ich nicht nur die AfD) und unser politisches Personal ist manchmal einfach nur erbärmlich. Aber ist es denn nicht überall? Sind z.B. die Bosse aus Deutscher Bank, Commerzbank oder der Autoindustrie nicht genauso feige und erbärmlich? Und sind wir es selber nicht häufig auch, weil wir unsere eigene Situation möglichst positiv gestalten wollen, sei es auch auf Kosten der Allgemeinheit und der eigenen Gesundheit?

Ja, die deutsche Gesellschaft ist extrem egoistisch und das wird nicht besser werden. Sich also selbstlos in einer Partei engagieren ist gegen den Strom schwimmen. Andersherum hat man die obere Schicht, die das berufsmäßig machen und häufig mehr Interesse an der eigenen Situation haben als der Gesellschaft möglichst viel Nutzen zu bringen. Aber auch das ist nur ein Spiegelbild.

Ich habe vor kurzem bei der CSU angefragt, warum sie so unbedingt den Herrn Guttenberg wieder in den Vordergrund bringen. Ich glaube, hier im Spiegel stand etwas, wenn die CSU erfolgreich ist, dass er durchaus als Forschungsminister oder in ein umbenanntes Ministerium, wo dieser Bereich mit dabei ist in Frage kommt. Natürlich ist das Realsatire, einen Menschen für so einen Posten ins Gespräch zu bringen, der bei seiner Doktorarbeit betrogen hat.

Ich habe tatsächlich von der CSU eine Antwort bekommen:

Im Rahmen des anstehenden Bundestagswahlkampfs wird Karl-Theodor zu Guttenberg seine internationalen Netzwerke und außenpolitischen Kontakte in die CSU mit einbringen. Angesichts einer sich dramatisch ändernden Weltordnung mit massiven Verwerfungen und unabsehbaren Entwicklungen wird Karl-Theodor zu Guttenberg mit seiner erwiesenen außenpolitischen Kompetenz die CSU-Wahlkampfmannschaft weiter unterstützen.

Aktuell beschäftigt sich die CSU mit dem Bundestagswahlkampf und möchte so viele Bürger wie möglich vom CSU-Kurs überzeugen. An Spekulationen über Ämterverteilungen beteiligen wir uns als CSU nicht, da es zunächst gilt die Wahl zu gewinnen.

Der zweite Absatz ist durchaus interessant, man gibt sich natürlich nicht diesen Diskussionen hin. Der erste ist etwas dick aufgetragen (es ändert sich doch ständig irgendwas, das ist nun nichts neues - nur die Politik reagiert heute entweder nicht, falsch oder viel zu langsam).

Mein Fazit bei der ganzen Geschichte: Wir haben genau die Politiker und die Parteien, die unsere Gesellschaft widerspiegelt. Viele, die nichts ändern wollen. Die wählen SPD und CDU/CSU. Die ärmeren und weniger wütenden die Linken, die weniger Staat wollen die FDP, die verbeamtet sind und ein besseres Gewissen haben wollen die Grünen und die wütenden die Afd. Die, die es satt haben, wählen gar nichts oder geben ihre Stimme einer Splitterpartei. Und genau das zeigt sich in den Prozentzahlen. Alles also wie Deutschland ist. Wir haben hier keine selbstlosen Retter Deutschlands oder nur ganz wenige und die werden sich nicht durchsetzen. Trotzdem wäre es schön, wenn sich mehr aktiv engagieren würden. Aber da muß ich mich selber an die Nase fassen, ich bin nicht aktiv.

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theodtiger 21.09.2017, 12:02
7. Wenig Inhalt

Das sind schöne Worte zum Wahlsonntag. Aber das eigentliche Problem wird nicht thematisiert. Als Bürger wollen wir Klimaschutz, Fluchtursachen bekämpfen, Generationengerechtigkeit, sozialen Zusammenhalt, etc. Als Konsumenten in der gleichen Person wollen wir unser Leben genießen, Flugreisen, die Lebensqualität steigern und nicht zuviel vom sauer Erarbeiteten abgeben. Diesen Grundwiderspruch kriegt man nicht durch wohlfeile Kritik am Bestehendem und einer diffusen Aufforderung, Teil der Lösung zu sein, weg.

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kastenmeier 21.09.2017, 12:10
8.

Ich kann die Vor-Wahl-Aussagen der beiden Kandidaten so inhaltsleer nicht finden. Herr Schulz benennt ein paar Dinge, die er anders/besser machen möchte, Frau Merkel verlässt sich darauf, dass wir sie kennen und wissen, was wir an ihr haben (Ihrerseits die große Offensive zu starten, was alles besser werden muss nach 12 Jahren der eigenen Verantwortung wäre auch albern).
Beide machen dies inhaltlich und bezüglich der Art und Weise für mein Empfinden sehr sympathisch. Kein überzogenes Getöse wie wir es aus den USA und einigen Nachbarländern kennen.
Man kann das auch langweilig, unkonkret und und und nennen. Ansichtssache. Wenn man allerdings dieser Ansicht ist und dann einen Artikel dieser Länge verfasst, der Floskel an Floskel reiht und mit dem Thema Klimawandel nur ein einziges konkretes Thema nennt, das auch noch völlig ungeeignet ist, um nach nationalen Lösungen zu verlangen, finde ich das doch etwas lächerlich.

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langenscheidt 21.09.2017, 12:11
9. Habenzinsen erhöhen...

... und jegliche Selfmade-Politik-Aufrufe verpuffen. Wird unser Geld wieder was wert (mir egal ob Euro, D-Mark oder Notgroschen) ist alles in unseren Köpfen wieder gut. Andere Parteien oder Politikwechsel werden meinen Geldbeutel nicht mehren. Wieso sind die "Älteren" so unzufrieden, meckern und wettern in die Fernsehkameras und wählen AfD? Weil sie es gewohnt waren, das ersparte Geld bißchen vermehren zu sehen. Ändert sich an der weltweiten Zinspolitik nichts, geht es weltweit in kleinkriegerischen Auseinandersetzungen (z.B. Katalonien, Baskenland, Schottland, Norditalien, Kurdistan) und später in einen riesigen unüberschaubaren Krieg, wo niemand genau weiss, wen man als Freund oder Feind haben solle, weil nationaler Patriotismus erste Bürgerpflicht wird.

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