Forum: Politik
Dieselgate: Der Kampf gegen 15 Millionen
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Die Politik ist gerade dabei, Millionen Diesel-Besitzer zu enteignen, die sich auf das Kraftfahrtbundesamt verlassen haben. Sie wurden beschummelt - nicht von die Industrie, sondern von Leuten, die unbedingt als Umwelthelden dastehen wollen.

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tjw 08.03.2018, 18:35
110. 20 Tage!

Zu dem Thema gab es heute noch einen anderen Beitrag: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/deutschland-50-000-verlorene-lebensjahre-durch-stickstoffdioxid-a-1197050.html
Pro Jahr 50.000 "verlorene Lebensjahre". OMG! WIR WERDEN ALLE STERBEN! !!11!eins!
50.000: Das macht bei 80 Millionen Einwohnern, die im Schnitt 85 Jahre alt werden, 20 Tage, aufs ganze Leben gerechnet.
Wegen 20 Tagen wird jetzt die Umwelt massiv geschädigt, weil Millionen von Autos vor Ablauf ihrer Nutzbarkeitsdauer durch Neuwagen ersetzt werden. Denn so viel CO2, wie bei der Produktion eines Neuwagens entsteht, setzt mein alter Diesel in vielleicht 100.000 km frei. Danke dafür.
Mein nächster Wagen wird jedenfalls wieder ein Diesel. Mit H-Kennzeichen. Damit fahre ich dann bei der Umwelthilfe um den Block.

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dirk1962 08.03.2018, 18:36
111. Krude Argumentation

Wie geschrieben, die Grenzwerte würden 2007 festgelegt. Mehr als 10 Jahre sollten wirklich reichen um die erforderlichen Maßnahmen dafür zu ergreifen. Daher ist das ganze Gejammer allenfalls in Richtung Desaster Merkel angebracht, weil sie ihren Job Mal wieder nicht gemacht hat. Übrigens sind die Grenzwerte sehr wohl wissenschaftlich untermauert. Im Büro sitzen erstaunlicher Weise wenige kleine Kinder und auch selten alte Menschen. Erst schlau machen, oder sein lassen.

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kizm 08.03.2018, 18:36
112. Wie ignorant muss man eigentlich sein?

Wie ignorant muss man eigentlich sein, um zu der Entscheidung zu kommen sich trotz der letzten 2 Jahre voller Diesel Enthüllungen sich erneut einen Diesel zu kaufen? Immer dieses Geheule, dabei hatten viele Bürger sehr wohl eine Option, aber man verweilt halt lieber auf Ausreden und zeigt mit dem Finger auf andere!
Ich kann schon verstehen, dass Hass auf die Automobilindustrie und auch Ärger über Politik und Regierung existiert. Aber man sich auch Alternativen und Optionen schaffen können, denn es war doch total abzusehen, dass der Diesel schon bald nichts mehr wert sein würde. Ohne Hirn sollte man ohnehin kein Auto fahren!

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colinmind 08.03.2018, 18:36
113.

Das ist etwa so als ob der staat dir verbietet dein handy oder deinen pc zu benutzen weil es nicht mehr den strahlenwerten entspricht die vorgegeben sind.Das rechtsempfinden ist enteignung. Nicht jeder hat 20000€ für ein neues auto ,da muss man sich doch auf den staat verlassen können, oder ?

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MartinBeck 08.03.2018, 18:37
114. Wunderbar!

Das Beste Stück, das ich bisher zu dem endlosen Abgasthema gelesen habe. Ich merke grad, dass ich zum ersten Mal Herrn Fleischhauer lobe. Es sei ihm gegönnt!

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pracz 08.03.2018, 18:37
115. Bemerkenswert...

... wie die öffentliche Diskussion bereits verfahren ist. Sachkenntnisse in diesem Thema hat so gut wie niemand, trotzdem hat jeder eine Meinung. Und jede Menge Vorurteile: DIE Dieselfahrer, DIE Umwelthelden, DIE Möchtergernreichen mit fetten Diesel-SUVs, DIE Radfahrer, etc.
In der Tat sind die großen Unterschiede zwischen Grenzwerte auf der Straße und z.B. am Arbeitsplatz nicht plausibel erklärbar. Und ich würde wetten, dass keiner der Kommentarschreiber hier fundiert beurteilen kann, ob 40, 60 oder 900 mg gefährlich sind. Und wenn das schon so ist, dann fordern wir 40, das ist doch die niedrigste Zahl! Wenn daraufhin die Handwerker teuer werden, Fahrzeugzulieferer Leute entlassen, und die S-Bahn unerträglich voll wird, erkennt man den Zusammenhang genauso nicht, wie man es ggf. nicht erkannt hat dass der Stickoxid für 10, 500 oder 6000 Tote im Jahr verantwortlich ist.
Würde man konsequenterweise alles verbieten und lahmlegen was auch nur ein wenig gefährlich sein kann, müsste man das Leben einstellen. Man denke nur an Alkohol, Zigaretten, fette Schnitzel und Pommes, Grillrauch, Oldtimer ohne Sicherheitsgurt, Sonnenbad im Urlaub, sowie Hunde, Katzen, usw.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass die demokratische Diskussion durch legitim gewählte Vertreter der einzig brauchbare Weg ist, solche Probleme zu lösen. Schnell und effizient ist dieser Weg nicht, aber das wissen wir schon lange.
Und noch ein Hinweis (mit Namen): Selbstdarsteller und Abmahnvereine mit einem gewissen Hr. Resch an der Spitze sind kein Teil der Lösung. Sie sind eher ein Problem.

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goethestrasse 08.03.2018, 18:37
116. Vor Jahren

Beitrag als die Verordnung beschlossen wurde, wunderte ich mich schon über den faulen Kompromisse. Ähnliches gilt für die Flottenbilanz der Automobilkonzerne. Mogelpackungen unter mit Wissen der Politik. Mit den Klimazielen wird es ebenso verlaufen.

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heutemalich 08.03.2018, 18:37
117.

Auch wenn Herr Fleischhauer mit einigen seiner Thesen in dieser Darstellung recht hat (in allen mit Sicherheit nicht) - unerträglich ist seine Überheblichkeit, die in diesem Satz gipfelt: "Der Grünen-Wähler fährt zur Not im Porsche Cayenne zum Biomarkt - und tankt Super.".
Ich bin Grünen-Wähler und fahre einen Dacia, der inzwischen 230000 km drauf hat und ich versuche, ihn noch so lange zu fahren, bis es nicht mehr geht. Ja, Grünen-Wähler gibt es auch reichere, und Hedonisten darunter, aber dies so zu verallgemeinern ist wirklich das Letzte.

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walternative_23 08.03.2018, 18:40
118. Warum eigentlich

ist die Mineralölsteuer von Diesel ca. 20 Cent billiger als bei Benzin?
Zur Subventionierung des Transportgewerbes!
Kein Wunder, das der (schlaue) Autofahrer, der am meisten km pro Jahr abspult sich die letzten Jahre nen Diesel zugelegt hat. (Ich bin doch nicht blöd....) Unsere tollen Politiker haben mal wieder nix gerafft und sind ratlos, dass die Luft immer schlechter wird. Statt mal ein Tempolimit einzuführen, Gasantriebe zu fördern SUV's zu besteuern und die Flatrate auf's Autofahren zu verbieten (Dienstwagenregelung).
Aber die Crux ist dass wir vom Auto Produzieren unsere Wirtschaft speisen und die ist wichtig- auf Teufel komm raus.
Ein Auto was lange fährt, hat am Ende am wenigsten Dreck gemacht! Ständig dem Bürger neue Autos anzudrehen mit dem Hinweis:"jetzt noch mehr Öko drin" ist Volksverdummung.

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zumteufel 08.03.2018, 18:40
119. Hardwareumrüstung

Sollte die Autoindustrie nicht die Kosten der Hardwareumrüstung übernehmen, war dies mein letztes deutsches Auto. "Andere Mütter habe auch schöne Töchter" :-)

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