Forum: Politik
Dieselgate: Der Kampf gegen 15 Millionen
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Die Politik ist gerade dabei, Millionen Diesel-Besitzer zu enteignen, die sich auf das Kraftfahrtbundesamt verlassen haben. Sie wurden beschummelt - nicht von die Industrie, sondern von Leuten, die unbedingt als Umwelthelden dastehen wollen.

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wasserläufer 08.03.2018, 18:41
120. Dazu fällt mir eine Wahlwerbung ein

„Diesel ist super”. Schade das es wohl noch ein paar Jahre dauern wird bis zur nächsten Bundestagswahl. Die Quittung wird trotzdem kommen.

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53er 08.03.2018, 18:41
121. Genau das habe ich vor Kurzem bei einem Aufenthalt

Zitat von hkl2013
Ich lebe jetzt nun seit laengerer Zeit in Italien. Dort sind die Schwerpunkte anders, kaum jemand wuerde hier eine solche Irrsinnsdiskussion fuehren. Das ginge auch nicht weil die Leute ihren halbswegs fahrbaren Diesel nicht einfach wegschmeissen koennen. Wenn dicke Luft ist, wird fuer ein paar Tage der Verkehr ausgesperrt. Eine so deutsche Prinzipienreiterei wuerde sich hier niemand bieten lassen. 30% der Autos sind hier aelter als 15 Jahre, OePNV schwierig - sagt eigentlch alles, auch mit welchem Sachverstand die EU ihre Normen verfasst. Auch Italien ist von der EU ins Visier genommen, nur nimmt man es hier mit etwas mehr Gleichmut. Wenn hier die blaue Plakette kommt, hol' ich sie mir in Neapel, einen guten Grafiker finde ich da sicher :-)
in Palermo auch erlebt. eine solche Abgaswolke wie in Palermo hätte in Deutschland zu einem Aufstand der Umweltchaoten geführt. Die Italiener nehmen das gelassen, von Strassensperrung weit und breit nichts zu sehen und ihr heiligs Blechle lassen sie sich schon gar nicht enteignen, (Diesel)abgase hin oder her. Im europäischen Ausland wird nach der Methode verfahren, dass europäische Vorschriften sein müssen, aber man muss sie ja nicht unbedingt einhalten und wenn der Druck größer wird, hilft einfach Aktionismus und Placebo. Die in Brüssel sind sowieso nicht die Hellsten. Tu felix Italia möchte man dann sagen, als krassen Gegensatz zu den deutschen Pedanten. Ja es braucht einen Aufstand der Dieselbesitzer, unsere Politiker sollen es deutlich spüren, aber nicht nur die SPD ist an dem Dieselunsinn schuld, auch die CDU und FDP halten sich feige zurück. Den meisten Anteil aber haben die Grünen.

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gehel 08.03.2018, 18:41
122. Dieselgate ist auch Politik-und Behördenversagen

Wer NEFZ als Kontrolle für die Einhaltung von Schadstoffgrenzen und die Erteilung einer Betriebserlaubnis verabschiedet, der muss sich fragen lassen, ob er das gesamte System versteht. Hier wurde doch der Autoindustrie die Betrugsmöglichkeit auf dem Tablett serviert. Wenn sich dann unsere Umweltjünger immer weiter aus dem Fenster lehnen und die Schadstoffgrenzen noch weiter nach unten schrauben und nun nach WLTP testen, WLTP dann als das Non-Plus-Ultra preisen, dann wird doch wieder eine Laborbedingung definiert, die den Realbetrieb nicht widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund kann man die Argumentation der scheidenden Umweltministerin, das nur die Industrie für die Hardwareumrüstung aufkommen soll, nicht verstehen. Die Autoindustrie hat betrogen, der Staat hat die Vorausetzungen dazu geliefert. Folglich sollten beiden zahlen. Dass die Dieselfahrer sich gegen die Enteignung wehren sollten, kann ich nur unterstützen.

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s.l.bln 08.03.2018, 18:41
123. Kann es sein, daß Sie gar nicht...

Zitat von GerhardFeder
Die Grenzwerte gelten schon lange, aber Politiker und "Volksvertreter" haben sich als Lobbyisten der Autoindustrie entpuppt, denen ihre eigene Gesetze gleichgültig sind. Jeder Käufer eines Diesel wusste seit 2015, dass da etwas nicht stimmt - irgend etwas zwischen großzügigster Auslegung von Regeln bis zum (von VW zugegebenen) Betrug. Sich nun, 2018 hinzustellen und so zu tun, als wäre das überraschen, das zeigt nur vollkommene Ignoranz. Der Staat sollte endlich aufhören, Diesel PKW auf den verschiedensten Wegen (Betriebsausgaben, Geschäftswagen, Steuererleichterungen etc.) auch noch zu fördern. Seit 2015 ist das Verhalten der Regierung nur noch als Beihilfe zum Betrug zu bezeichnen..
...wissen, wovon sie reden?
Die Softwarebetrügereien sind ein eigenes Thema und haben mit den Fahrverboten erstmal gar nichts zu tun. Diese betreffen ja nicht nur die Fahrzeuge mit fingierter Software, sonder auch die, welche den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.
Die Prüfstandmessungen hatten im Übrigen nie die Aufgabe, reale Abgaswerte z.B. auf dem Arbeitsweg zu messen, weil überhaupt niemand sagen kann, was ein adäquater Abgaswert wäre.
Auf einen solchen verabreden sich die beteiligten Gremien, wie auch auf Prüfverfahren, unter denen diese Werte zu erzielen sind. Das Ganze dient in erster Linie dazu, Abgaswerte unterschiedlicher Fahrzeuge qualitativ vergleichen und ins Verhältnis zum immer wieder neu vereinbarten Wert setzen zu können.
Man schafft eine verhandelbare Norm, mehr nicht.
So werden Rahmenbedingungen geschaffen, die zu Zertifizierungen führen, auf die jeder , der ein Jahresgehalt in ein neues Fahrzeug investiert, ein Recht hat, sich verlassen zu können.
Sowas nennt sich Rechtssicherheit und das unterscheidet uns von Bananenrepubliken. Bisher zumindest.
Gängige Praxis ist aus gutem Grund, angemessene, sozialverträgliche Übergangszeiten zu schaffen, sobald man sich auf neue Bestimmungen festlegt. Das fehlt hier.
Unqualifiziertes Geschwafel a la "hätte man doch wissen können, selbst Schuld" läßt sich leicht absondern, wenn es nicht um die eigene wirtschaftliche Situation geht, ist aber unseriös, weil Dieselantriebe in den letzten Jahren grade wegen der Umweltbestimmungen immer aufwendiger wurden, mit dem Ergebnis deutlich gestiegener Reparaturkosten.
Leute die sich unter Anderem aus Umweltbewußtsein und zugunsten der Recourcenschonung genau solche Autos gekauft haben, werden nun von Besserwissern aus der Birkenstockfraktion bepöbelt , die ihrerseits kollektiv jahrzehntelang VW Bullis,Enten und sonstige Vorkriegskonstruktionen mit absurder Umweltbilanz gefahren sind.
Mit Scheuklappen lebt es sich immernoch am einfachsten...

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caliper 08.03.2018, 18:41
124.

Zitat von H-Vollmilch
Der Autor sagt, er hätte sich vor dem Kauf genau informiert udn dann einen Diesel gekauft. Da fragt man sich schon wo er sich informiert hat. Vermutlich beim Händler! :) Ich habe mich auch informiert. Und daraufhin KEINEN Diesel gekauft. Das war vor 8 Jahren.
Ich habe auch einen Diesel eines schwäbischen Herstellers. Sogar mit kleinem Hybridmotor. Sowohl auf dem Papier als auch im realen Verkehr deutlich sparsamer und umweltbewusster als die meisten Pkws. Auch in niedrigeren Klassen.

Solange nicht nachgewiesen ist, dass mein Hersteller die Messvorschriften unterlaufen hat, sind auch die anderen, die an der Festlegung der Messvorschrift beteiligt waren, nicht aus dem Schneider. Hauptsächlich geht es ja um das extrem breite Thermofenster, das zur Folge hat dass das Fahrzeug in der kalten Jahreszeit und teilweise auch in der Übergangszeit fast immer wesentlich mehr Emissionen abgibt als es der Fall sein sollte.

Wenn sich Politiker schon zur Elite zählen, dann sollen sie auch Personal in den Gesetzgebungsprozess entsenden, das auf Augenhöhe mitsprechen kann.

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brutus972 08.03.2018, 18:41
125.

40 Mikrogramm sind 1999 beschlossen worden und seit 2010 Gesetz. In der Zwischenzeit sind die Autos 1 Tonne schwer geworden, haben 100 PS mehr und fahren 50km/h schneller. Dass da die Grenzwerte nicht mehr eingehalten werden, wen wundert's!

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karl-felix 08.03.2018, 18:42
126. Verstehe

Zitat von larryunderwood
Habe ihn vor 2 Jahren erworben... Bin jetzt am ars** körperlich behindert, Pendler 40km einfach, aber ist egal bleib ich einfach zu hause sitzen und trink Bier ist eh besser als die schei** arbeit prost P. S. die appd muss ran
Ich nicht. Wo ist Ihr Problem ? Fahren Sie doch Ihre alte Schüssel bis die auseinanderfällt.
Das Problem sind doch die Millionen Diesel, die das Vielfache an Giftgasen in der Wirklichkeit emittieren als auf dem Prüfstand. Die bringen die gesundheitlichen Probleme für unsere Kinder, Behinderten , Alten und Kranken .
Sie als einzelner Fahrer sind das doch nicht.
Wo also haben Sie ein Problem ? Weit und breit keines in Sicht. Niemand tut oder will Ihnen etwas.
Im Gegenteil , Ihr Fahrzeug/Kraftstoff wird auch noch subventioniert, sie fahren den doch weil der Sprit so schön billig ist , oder ?

Das andere ist die Frage, weshalb Sie ohne umzurüsten mit Ihrem alten Diesel in unseren Städten mit laufendem Motor rumstehen , wenn Sie genau wissen , wieviel Giftgase der anderen Leuten in die Lungen bläst . Aber das ist eher ein moralisches Problem .

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kabeljau2 08.03.2018, 18:42
127. Die Larmoyanz des Autors ...

geht mir gehörig auf den Wecker! Vorweg schicken, dass man sich vorher gut informiert hätte und dann nicht erkennen können (oder wollen), dass es einige Länder gibt die noch strengere Grenzwerte bestimmte haben. Und das Beste: Es funktioniert! Keine Ahnung wie man bei diesem Thema die Schuldigen NICHT erkennen kann. Die Autoindustrie mit Dobrindt an der Spitze und Natürlich das KBa. Dieselfahrer hätten allerdings auch seit einigen Jahren erkennen können, dass die Technologie in einer Sackgasse steckt.

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kunibertus 08.03.2018, 18:43
128. Meiner Ansicht nach

verläuft die ganze Diskussion einseitig auf Diesel-PKW konzentriert. Aber gibt es nicht auch eine ganze Anzahl von LKW und anderen Fahrzeugen, die mit Dieselmotoren ausgerüstet sind. Arbeiten die völlig emissionsfrei und müssen deswegen nicht stillgelegt werden? Ich gebe zu, ich bin kein Spezialist für Straßenfahrzeuge. Meine Kompetenzen liegen auf einem anderen Gebiet. Aber vielleicht kann mich mal jemand informieren, ob der Güterverkehr wirklich vernachlässigt werden kann. Außerdem, wenn jetzt alle oder wenigstens die meisten Dieselfahrzeuge durch Benziner ersetzt werden müssen, ist das doch ein gewaltiges Konjunkturprogramm für die Autoindustrie. Nicht zu vergessen den Finanzminister, der sich über zusätzlich Einnahmen aus der Umsatzsteuer freuen kann. Also aus der Sicht der Regierung und der Lobbyisten aus der Autoindustrie eine win-win-Sitution. Für diejenigen, die sich neue Fahrzeuge nicht so ohne Weiteres leisten können, wird die KfW schon günstige Krediten bereit stellen.

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Malte Ruben 08.03.2018, 18:43
129. In Büros gelten die gleichen Grenzwerte wie für draußen

Lieber Herr Jan Fleischhauer,

im Büro gelten die gleichen Grenzwerte wie für daußen nähmlich 40 Mikrogramm je Kubikmeter. Der von Ihnen genannte Wert glitt für Arbeitsplätze inder Schwerindustrie.

Quelle: http://faktenfinder.tagesschau.de/stickstoffdioxid-grenzwerte-arbeitsplatz-105.html

Tut mir leid wenn die Fakten nicht in ihre Neo-Liberale Agenda des AFD/FDP/CSU Blocks passen.

MfG
Malte

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