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Diplomatische Mittel: Trump will Druck auf Nordkorea aufbauen
REUTERS

Nordkorea soll zum Abbau seines Atomprogramms gezwungen werden - auf diplomatischem Weg: US-Präsident Trump setzt dabei auf Wirtschaftssanktionen und die Hilfe der internationalen Gemeinschaft.

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andreas_schaffer 27.04.2017, 04:29
1. Positive Bemühungen der USA oder Vorantreibung der grausamen Militärdoktrin der

Man ist sich mittlerweile überhaupt nicht mehr klar, was die USA eigentlich konkret wollen.
Die Koreanische Halbinsel Atomwaffenfrei zu machen, würde viel eher mit diplomatischen Mitteln erreicht werden und dem Versuch einer Öffnung Nordkoeras für die restliche Welt voranzutreiben. Das heißt dem Land wirtschaftlich mehrere Knochen hinzuwerfen und ihm Zuge dessen deren Führer auf diplomatischem Wege bitten das Atomprogramm einzustellen, ählich wie im Iran. Leider kann dieses plötzliche Engagement auch mit der USA´schen Militärdoktrin Joint Vision 2020 zusammenhängen, wo man inhaltlich ganz klar die Weltherrschaft "Full Spectrum Dominance" sowie einen "Win the Nation-Wars" bis 2020 anstrebt und schlussendlich ein Raketenschirm in Südkorea sehr praktisch wäre um vor allem Chinesische Langstreckenraketen auf dem Weg in die USA abzufangen.
Denn selbst wenn der Konflikt mit Nordkorea befriedet wird, wird die USA dieses System kaum mehr abbauen, sondern weiter als Druckmittel gegen China einsetzen um in Zuge dessen irgendwann China zu zwingen ihr Atomprogramm aufzugeben.

Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Joint_Vision_2020
http://pentagonus.ru/doc/JV2020.pdf

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fxe1200 27.04.2017, 04:39
2. Trump ist von allen guten....

Geistern verlassen. Bei der Unberechenbarkeit von Kim Jong-un, der sich nicht die Bohne um sein Volk schert, kann nur mit Diplomatie, Annäherung etc. agiert werden. Es ist alles zu tun, um einen Krieg in Korea abzuwenden und nicht etwa zu provozieren. Selbst wenn, die U.S.A den Krieg "gewinnen", die Weltgemeinschaft wird verlieren. Wie viele Menschenleben werden sterben müssen? Trump gibt ein sehr schlechtes Beispiel für die amerikanische Außenpolitik. Aber wann war diese schon mal gut, seit dem Marshall Plan?

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tomrobert 27.04.2017, 05:11
3. Die Bevoelkerung ist nocht nicht bereit

Im Kern sind die Hawks im Pentagon mehr daran interessiert China klein zu halten. Da erscheint Nordkorea eher als Vorspeise.Weder wird die Bevoelkerung
in Suedkorea noch in einem anderen Land gefragt. Es richt nach Krieg um sich aus den wirtschaftlichen Schwierigkeiten heraus zu winden.
Es riecht nach Weltkrieg!

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Hank Hill 27.04.2017, 06:16
4. Sanktionen

und militärische Präsenz. Mehr können die USA nicht machen. China übt ja auch Druck aus in dem sie keine Kohle und keinen Treibstoff mehr an Nord Korea liefern. Sie arbeiten eng mit den USA hier zusammen, auch im Sicherheitsrat. Es darf nicht sein, daß Kim Jong Un den Süden mit Raketen eindeckt.

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olli08 27.04.2017, 06:49
5. Vielleicht ...

... sollten USA und der Rest der Weltgemeinschaft einfach mal vor dem kleinen Irren in die Knie gehen und ihm sagen: "Großer Kim, wir wollen dein herrliches Nordkorea gar nicht angreifen, niemals! Bitte verschrotte nur einfach deine Atombomben und Raketen, und wir werden in Zukunft immer ganz still und artig alles toll finden, was du in deinem Land so machst!"
Schöner Traum? Ja, weil dann nämlich die selben Foristen, die jetzt gegen die pösen Aggressoren USA und Co. wettern, eben diese beschuldigen werden, die armen Nordkoreaner mit ihrem irren Gefängnisaufseher alleine zu lassen ...

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biesi61 27.04.2017, 08:34
6. Die Dummheit in Washington explodiert förmig und gefährdet unser aller Existenz!

Dabei ist es soooo offensichtlich, wie das Theater um Norkorea ganz schnell beendet werden könnte - mit direkten Gesprächen zwischen Kim und Trump - und einem Deal! Kim bettelt mit jeder seiner Handlungen genau darum. Das ist zwar auch reichlich bescheuert, aber auch absolut berechenbar. Dass diese Möglichkeit zum direkten Dialog auf höchster Ebene in Washington nicht einmal erwogen wird, zeigt dass in der dortigen Regierung Verstand leider nicht vertreten ist, dafür aber um so mehr die Lust auf Konfrontation und Aggression! Leider kommen auch aus dem Rest der Welt nur wenige ermutigende Signale - eigentlich nur aus China, Russland und seit gestern aus Südkorea, wo Menschenmassen gegen neue, noch viel gefährlichere US-Waffensysteme auf den Straßen protestieren und in kürze eine neue, wesentlich friedfertigere Regierung gewählt werden wird.

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almeo 27.04.2017, 09:44
7.

Zitat von fxe1200
Geistern verlassen. Bei der Unberechenbarkeit von Kim Jong-un, der sich nicht die Bohne um sein Volk schert, kann nur mit Diplomatie, Annäherung etc. agiert werden. [...]
Genau das glaube ich eben nicht. Kim Jong Un ist auf einen äußeren Feind zur Legitimation angewiesen und darauf mit entsprechender Propaganda vorbereitet. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine Art "Abrüstungsgespräche" erfolgreich sein könnten, weil sie völlig der Doktrin Nordkoreas widersprechen. Wie soll ein Land das angeblich immer gewinnt und das Beste der Welt ist denn kommunizieren, dass man einen Kompromiss erzielt hat?
Außerdem muss man auch inhaltlich fragen, in wie weit man einer Militärdiktatur entgegen kommen kann, die geradezu verzweifelt versucht, mit Kernwaffen bestückte Interkontinentalraketen zu entwickeln. Da ist Appeasement-Politik nicht weit und die ist ja schon einmal total nach hinten losgegangen. Auch fünf Flugzeugträger vor der Nordkoreanischen Küste werden die Situation nicht ändern, allerdings ist es ein Zeichen in Richtung China, denn eigentlich sind die wohl die einzigen, die den ganzen Schlamassel in Korea lösen können. Sollte es stimmen, das China die Öllieferungen an Nordkorea bereits massiv gedrosselt hat, wäre das ein Zeichen, dass der aggressive Stil des US Präsidenten funktioniert. Es muss ihn halt nur jemand einbremsen, bevor er es übertreibt.

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almeo 27.04.2017, 09:49
8.

Zitat von tomrobert
[...] Es riecht nach Weltkrieg!
Hanebüchender Unsinn! Inzwischen sollte eigentlich auch der letzte verstanden haben, dass niemand für einen maroden Agrarstaat mit überbordendem militärischen Wasserkopf einen ersthaften Schlagabtausch riskieren würde. Alleine schon, weil niemand diesen heruntergewirtschafteten Fetzen Land und seine bettelarme Bevölkerung haben will! Da war die Anexion der Krim zehn Mal gefährlicher als ein Fluzeugträger vor Korea...

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gangnamstyle 27.04.2017, 09:57
9. Wer zwingt die anderen Atommächte?

Es ist richtig, dass Nordkorea zur Aufgabe des eigenen Atomprogramms gezwungen wird. Ansonsten würde Nordkorea als schlechtes Vorbild für Nachahmer dienen. Außerdem würde zum atomaren Wettrüsten kommen. Von der möglichen Proliferation ganz zu Schweigen.

Aber richtig und wichtig ist auch, dass andere Atommächte - ganz voran die USA und Russland -auch ihre nukleare Arsenale reduzieren mit dem Ziel irgendwann ohne nuklare Waffen auszukommen. Aber anscheinend wollen diese Staaten ihre Atomwaffen weiterentwickeln...

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