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Diplomatischer Streit wegen Gelbwesten: Frankreich ruft Botschafter aus Italien für G
REUTERS

"Inakzeptable Provokation": Frankreich reagiert auf die Unterstützung Italiens für die Gelbwesten, die den Rücktritt von Präsident Macron fordern. Der Botschafter in Rom wurde für Gespräche zurückbeordert.

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cum infamia 07.02.2019, 16:20
1. gleiches Gefühl ?

...nun weiß Herr Macron wenigstens, wie sich Herr Maduro fühlt...

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Seifert 07.02.2019, 16:28
2. Vergessen?

Haben diese zwei italienischen Politiker?? denn vergessen,wer Äthiopien,Erithrea und Libyen einst kolonialisierte??
Es soll ein gewisser Mussolini gewesen sein -der war sicherlich kein Italiener.....

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juba39 07.02.2019, 17:00
3. Viel mehr bitte!

#1 hat mir schon aus der Seele gesprochen. Macron reagiert nämlich auf genau das Verhalten, das er selbst Venezuela gegenüber an den Tag legt. (Italien, sollte eigentlich bekannt sein, hat durch sein Veto ja den EU-28-Beschluß zum Fallen gebracht!)
Ich würde mir noch wünschen, es träfe sich eine internationale Allianz, die die gewählte(!) Regierung von Katalonien anerkennt, und Spanien ein Ultimatum stellt.
Demnächst dann noch massive Unterstützung aus Moskau, Peking u.A. zur Wahlkampfunterstützung für die AfD im EU-Wahlkampf und den Landtagswahlen im Osten. Hier bieten sich doch geradezu die Russland-Deutschen, welch ein Euphemismus, an. Das pikanteste daran, so typisch Deutsch, ist doch, daß in den 90ern, als diese hauptsächlich CDU-Wähler waren, plötzlich zu Moskaus 5. Kolonne mutierte. Warum wohl?

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lesheinen 07.02.2019, 17:18
4.

Di Maios 5 stelle und Salvini mit seiner Lega stehen im innenpolitischen Machtkampf, da muss man seinen jeweiligen Anhängern schon mal zeigen, welchen Knüppel man hat. Ich nenne das aber Känguruhsprüche - große Sprünge mit leerem Beutel.
In einem Punkt muss ich aber allen an das Mittelmeer angrenzenden EU-Staaten Recht geben: der Rest der EU lässt sie mehr oder weniger ungeniert die Migrationsprobleme alleine lösen. Gut, die vertragliche Lage ist nun mal so, formaljuristisch ist alles in Ordnung. Aber politisch ist das Zurückziehen auf die Rechtslage eine Katastrophe. Kein Wunder, dass die Lega Salvinis immer mehr Zuspruch findet. Wir Deutschen schimpfen auf Ungarn und andere Staaten, weil sie nicht einen einzigen Migranten im Rahmen einer Umverteilung aufnehmen wollen. Da sind die paar Leutchen, die von Malta, Italien oder Griechenland kommend hier aufgenommen werden, doch nur ein Feigenblatt. Die Italiener schimpfen insoweit mit Recht auf die Rest-EU. Natürlich vergreifen sich di Maio und Salvini (an anderer Stelle) Frankreich betreffend in der Wortwahl. Purer Populismus.

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-su- 07.02.2019, 17:22
5.

Zitat von Seifert
Haben diese zwei italienischen Politiker?? denn vergessen,wer Äthiopien,Erithrea und Libyen einst kolonialisierte?? Es soll ein gewisser Mussolini gewesen sein -der war sicherlich kein Italiener.....
Als Gegenleistung, damit Italien im 1. Weltkrieg auf Seiten der Franzosen und Engländer kämpft, wurden diese Länder von Frankreich und England den Italienern zugesprochen.

Abgesehen davon, ist das keine Entschuldigung dafür, dass Frankreich weiterhin seine ehemaligen Kolonien ausbeutet.

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-su- 07.02.2019, 17:27
6.

Sie hätten noch dazu schreiben dürfen, dass Macron gegen Italien gepöbelt hat, als diese ihre Schulden auf 2,4 % des BIP erhöht haben. Eine Unverschämtheit sondergleichen, denn erst im letzten Jahr wurde das Deifzitverfahren gegen Frankreich eingestellt und dieses Jahr wird die 3 % Grenze schon wieder gerisssen. Hier sieht man was für ein Blender Herr Macron tatsächlich ist. Das haben die Franzosen schnell erkannt und deshalb die Proteste gegen diesen Präsidenten der Superreichen.

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htpsit 07.02.2019, 17:54
7. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.....

Aber am Ende weine ich um das fette Lachen ... verursacht durch diese arme, unbedeutende Heuchelei auf beiden Seiten.
Zunächst hat Macron tägliche Kontakte mit der Opposition (PD, Berlusconi .....) zur aktuellen italienischen Regierung, um ihnen zu helfen, mehr Wasser in ihre gemeinsame Mühle zu bringen, und die Mehrheitsbevollmächtigten der italienischen Regierung haben Kontakte zur Einsprüche von Macron in Frankreich.
Sie werden partei-diplomatische Beziehungen genannt.
Sie in einem Sinn zu leugnen, sie nur in die entgegengesetzte Richtung zu halten, nennt man Diktatur, das Aufzwingen eines Gedankens mit Gewalt und Drohung.
Es ist mehr als offensichtlich, dass sich beide Parteien ausschließlich auf die Europawahlen im kommenden Mai konzentrieren, weil die "neuen" in Italien 20% von dem gehalten haben, was sie versprochen hatten, aber mindestens 20% von ihnen haben dies gegen die "alten" getan, die Null gemacht haben, nachdem sie Wunder versprochen hatten ......
Neben Macron glaube ich, dass er in seinem Haus viel größere Probleme zu lösen hat, anstatt leere Worte in den Wind zu schreien, die in Italien von einem Ohr her eindringen und dann sofort vom anderen abgehen ......
Ergo: Von seinen hysterischen Rufen, nach Italien und zu den Italienern, spielt es überhaupt keine Rolle.
Eine kurze Antwort an @Seifert.
Seitdem sind mehr als 80 Jahre vergangen, jetzt haben wir keine Kolonien, Frankreich ist ......
Schalten Sie das Gehirn ein, bevor Sie Unsinn schreiben !!!
Und bitte, Herr Journalist, der den Artikel geschrieben hat, bevor ich eine politische Partei als "Xenophobie" bezeichnet habe, glaube ich, dass ein Mindestmaß an Respekt erforderlich ist, die Straftaten nutzlos sind und sich in der Leere verlieren .......

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pulverkurt 07.02.2019, 18:15
8. Wie oft...

Zitat von cum infamia
...nun weiß Herr Macron wenigstens, wie sich Herr Maduro fühlt...
... muss man diesen Unsinn eigentlich noch lesen? Im Gegensatz zu Maduro ist Macrons demokratische Legitimierung völlig unzweifelhaft. Macron läßt auch nicht seine Bevölkerung verhungern. Frankreich ist auch kein Polizeistaat, in dem jegliche Opposition drangsaliert wird. Es wirft im Übrigen kein gutes Licht auf die "Gelbwesten", sich von den rechten Hetzern vereinnahmen zu lassen die im Moment leider in Italien an der Macht sind.

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berthold.kogge 07.02.2019, 18:56
9. Die Italiener wollen nur ein EU-Befürworter schwächen

Was die Italiener machen, ist verlogen. Die französische Bevölkerung und ihre Probleme sind denen scheißegal. Wenn es nicht so wäre, wurden sie nicht mit dem ungarischen Orban so innig knutschen und eine gemeinsame Front bei der nächsten EU-Parlamentswahl mit ihm gründen wollen.

Orban hat gerade ein Gesetz erlassen, dass die erlaubten Überstunden drastisch hoch setzt, und deren Bezahlung erst nach drei Jahren stattfinden muss. Das ist eine Politik gegen das Volk. Aber da Orban ja gegen Brüssel wettert, darf er das.

Außerdem schreien die Italiener selbst, bei weit geringeren Anlässen, ausländische Politiker würden sich in italienische Dinge einmischen. Aber sie meinen, es so lauthals in Frankreich zu dürfen.

Die wollen nur Le Pen stärken, und sind sich dafür für nichts zu schade.

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