Forum: Politik
Diskriminierung: Deutschland sucht das Superopfer
Ralf Hirschberger/DPA

Jeder ist heute in gewisser Weise ausgegrenzt - das bringt die Partikularidentität als Frau, Migrant oder sexuell Randständiger mit sich. Wenn man es genau nimmt, gehört selbst der Autor dieser Kolumne zu einer diskriminierten Minderheit.

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conni123 05.04.2019, 10:58
120. Immer wieder eine Freude

Herr Fleischhauer, Ihre Kolumnen heben sich ausgesprochen wohltuend von dem ansonsten in den Medien dominierenden Meinungsbild ab. You made my day!

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dweik01 05.04.2019, 11:06
121. Einfach klasse!

Ich wünschte mir mehr intellektuelle Durchsteiger auf der Linken Seite. Dann gäb's bei SPON mehr inhaltlich Neues und weniger Stereotype. Unbeantwortet bleibet leider was es mit uns als Gesellschaft macht, wenn faktisch jeder irgendwie irgendwo diskriminiert ist, sich alles nur um Benachteiligung dreht statt um die Frage, was jeder Einzelne tun kann? Wenn der Blickwinkel auf die Diskriminierung nicht eine externe Integrationsfrage und -anforderung, sondern ein egozentrischer Opferblick ist? Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Zustand und die Leistungsfähigkeit unseres Soziosystems, und zwar nicht nur wirtschaftlich. Da könnten die linken Kolumnisten jetzt mal intellektuell nachlegen und zwar ohne Schaum vor dem Mund, sondern mit Inhalt?!
Im Übrigen ist genau die Opferhaltung und "Dauerdiskriminierungsdebatte" Ursache und maßgebliches Unterscheidungsmerkmal, warum unser "Multikulti" so viel schlechter funktioniert als in echten global Citys wie NY, LA...

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Setra22 05.04.2019, 11:07
122. Seit 2008 arbeite ich im Westen...

Seit 2008 arbeite ich im Westen, 8 Jahre in Bayern nun in Hessen. Am Anfang hatte ich auch ein Akzeptanzproblem. Doch da ich ziemlich gut und zuverlässig war, habe ich mir schnell Achtung erkämpft u in ganz Bayern bei allen meinen Betrieben, für die ich zuständig war. Und bin in der Hierarchie aufgestiegen. Wenn mir einer blöd kam, hab ich immer geantwortet: "1. Ich zahle genauso Solidaritätszuschlag wie Sie/Du. 2. Ich leiste hier Aufbau West, also halte die Klappe und sei dankbar!" Hat meistens geholfen.

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patriae. 05.04.2019, 11:09
123.

Die Ossis sind keine ausgegrenzten. Die Ossis sind diejenigen, die dem Wahnsinn (noch) entschieden widersprechen. Die Toleranten sind die Intoleranten.

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derHamlet 05.04.2019, 11:10
124.

Zitat von ruhepuls
Nun, offensichtlich haben Sie auch ihr Feindbild, "die Unlogischen". Eigentlich sollten Sie wissen: Logik basiert immer auf Grundannahmen. Nur wenn man die Grundannahmen glaubt, sind die folgenden Schlüsse logisch. Mit Logik hat die Menschheit nahezu jede Untat begründet.
Guten Tag ruhepuls,

eben, wenn "man glaubt", statt zu wissen.

Ist die Prämisse (Grundannahme) falsch, ist somit auch die Konklusion (Schlussfolgerung) falsch.

Alle Pflanzen bilden Chlorophyll.
Chlorophyll ist grün.
Folglich sind alle Pflanzen grün.

Es gibt durchaus einige Pflanzen, die kein Chlorophyll bilden und keine Photosynthese betreiben.
Die erste Prämisse ist also falsch, und damit auch die Schlussfolgerung, dass alle Pflanzen grün wären.

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Bondurant 05.04.2019, 11:11
125. Sinn und Zweck

Zitat von heinz_schenk
Wer bezahlt solch eine schwachsinnige Studie „Ost-Migrantische Analogien I“?
des Unternehmens ist es natürlich, dass die Frau Professor Foroutan versucht, ihre Klientel in besseres Licht zu rücken, in dem sie Verbündete erfindet, die es natürlich gar nicht gibt. Sie müssen sich das ganze als einer Lobbyarbeit für Migranten vorstellen, dann verstehen Sie auch, was passiert.

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annoo 05.04.2019, 11:25
126. Wieder nix verstanden Herr Fleischhauer

Zur Diskriminierung gehört, dass man dafür, wofür man diskriminiert wird nicht selbst beeinflussen kann. Man kommt an Frau auf die Welt, als Nichtdeutscher, als Schwarzer, als Behinderter auf die Welt oder erleidet einen Unfall... Wer also als Frau, Nichtdeutscher, Behinderter, Schwarzer für diesen Status den er nicht beeinflussen kann beeinträchtigt ist ist diskriminiert.

Nicht diskriminiert ist, wer eine bestimmte Meinung (!) hat, die er sich selbst aussucht. Herr Fleischhauer müsste keine konservative oft hanebüchende Texte schreiben und sich an seinen Feindgruppen abarbeiten. Das ist seine ureigene Entscheidung. Es sei denn, man stuft dies als schwerwiegende Krankheit ein die er nicht beeinflussen kann. Diskrminierung und die damit verbundenen Vorurteile tragen nämlich das Problem in sich, dass die Person, egal was sie macht, mit dem zugeschriebenen Stigma Frau, Behinderter, Schwarzer immer als solche/r wahrgenommen wird, egal was die Person macht. Aber schwerwiegenden Krankheit? Nein. Da würde ich selbst bei Herrn Fleischhauerr nicht so weit gehen.

Obwohl ich manchmal wirklich zweifle bei seinen an den Haaren herbei gezogenen Argumenten. Wer sich als "weißer alter Mann" als bedrohte Minderheit sieht (die als Gruppe in den letzten Jahrtausenden wirklich auf allen Ebenen immer zu kurz gekommen ist - Ironie off) hat entweder ein großes Minderwertigkeitsproblem, er überhöht sich und seine Gruppe auf eine ungesunde Art und Weise, er will einfach nur provozieren oder - das scheint mir nicht unplausibel - er will diejenigen die wirklich diskriminiert sind bewusst lächerlich machen ("Stell Dich doch nicht so an mit Deinem Rollstuhl, mir tut auch manchmal das Knie weh.") Wahrscheinlich ist es von allem Etwas. Aber Diskriminierung? Nope.

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jens.guehnemann 05.04.2019, 11:28
127. Jeder diskriminiert, teils auch ungewollt

nehmen wir mal die "fridays for future(without energy)" mit dem Motto "wer nicht hüpft, ist für Kohle!" Leute, ist Euch klar, wieviele Rollstuhlfahrer Ihr damit vor den Kopf gestoßen habt? Oder alte Menschen? Wie bitteschön soll meine 91jährige Oma hüpfen? Die kann sich gerade so an ihrem Rollator aufrecht halten!

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annoo 05.04.2019, 11:33
128. Wer sagt, dass wir alle gleich machen wollen???

Zitat von ramsis77
Top Artikel! Und woran liegts, dass wir alle ausgegrenzt sind? Weil wir krampfhaft versuchen uns alle gleich zu machen! Der Mann ist wie die Frau gleich und weiß ist wie schwarz, wie dick, dünn, schwul, lesbisch und alles neutral. NEIN eben nicht!!! Wir sollten uns lieber so akzeptieren, wie wir sind...
Wer sagt denn, dass alle gleich gemacht werden sollen? Diese Mär lese ich fast nur aus rechts/konservativen Ecke, bevorzugt bei "weißen alten Männern", die sowieso in der Gunst weiter vorne stehen. Denn genau das Gegenteil soll eintreffen. Jeder sollte so betrachtet werden wie er ist mit seinen Stärken und Schwächen. Dennoch sollten alle die gleichen CHANCEN haben. Ein Mann - das sage ich als Mann - sollte nicht bessere Chancen haben als eine Frau, ein Weißer nicht als ein Schwarzer. Was ist daran so schwer zu verstehen? Die Menschen sollten nach ihrer Person, ihren Leistungen beurteilt werden. Nicht an ihrer Gruppe.

Wenn Männer bei Vorstellungsgesprächen genau so kritsich wie Frauen gefragt würden, wie sie denn denken Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen braucht es auch keine Frauenquote.
Insofern verstehe ich nicht, was an dem Artikel TOP sein soll. Ich finde ihn jämmerlich.

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peter_1974 05.04.2019, 11:37
129.

Schon interessant, wenn man mal darüber nachdenkt. Eigentlich leben wir in einer Gesellschaftsform, die sich um das Konzept des mündigen Bürgers dreht.
Individualismus als Kontrapunkt zu den verschiedenen, auf Kollektiven basierenden Gesellschaftsformen der vergangenen Jahrhunderte und Jahrtausende.
Und irgendwie fahren wir sehr gut damit. Die Frequenz an Kriegen und Weltkriegen ist dramatisch gesunken, wir werden immer wohlhabender, leben länger, genießen immer mehr Freiheiten...

Und worüber wird ständig geredet? Über Gruppenidentitäten!
Sind wir eigentlich noch ganz dicht?

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