Forum: Politik
Diskriminierung: Deutschland sucht das Superopfer
Ralf Hirschberger/DPA

Jeder ist heute in gewisser Weise ausgegrenzt - das bringt die Partikularidentität als Frau, Migrant oder sexuell Randständiger mit sich. Wenn man es genau nimmt, gehört selbst der Autor dieser Kolumne zu einer diskriminierten Minderheit.

Seite 22 von 23
ROBIN7 06.04.2019, 03:28
210. Ähem

Zitat von bedireel
Ob nun Nationalsozialismus oder Sozialismus, ob links oder rechts diese Ideologien profitierten enorm von seinen Ideen. Natürlich, wird der Widerspruch ‘Individuum - Gesellschaft’ niemals zu lösen sein. Alle Gesellschaften haben darauf ihre stets eigenen Modelle entwickelt. Was wir aktuell aber erleben ist ein Rückfall in die aller finstersten polit- ideellen Zeiten unserer deutschen politischen Geschichte. Ein Rückfall aus Verzweiflung,Unbildung sowie der Lust an der Zerstörung der eigener Kultur. Das hat seinen Grund. Denn sowohl bei vielen Linken wie den Nationalsozialisten bildete Zerstörung als ideologischer Mythos die Voraussetzung, dass auf Basis eines Resets, ein neuer Mensch und seine neue Gesellschaft entwickelt und konstruiert werden würde. So wie ja schon Rousseau das Hirn des Kindes als eine unbeschriebene Tafel begriff, die man mit guten Botschaften nur beschreiben müsste, um aus dem Kind einen Supermenschen zu formen, in einer dann superben Gesellschaft. Diese totalitären Maxime strotzen heute wieder von ‘Gesundheit’. Das von der Vernunft alleingelassene gefühlige Hineinlangen in die Seelen der leicht manipulierbaren ich nenne es mal den Gretaeffekt, sowie andererseits die harte Hand dem Widerborstigen zeugen vom Willen, ‘den’ neuen Menschen zu schaffen. Notfalls holen sie ihn eben von woanders, notfalls lässt man ihn hier arbeiten, notfalls lässt man seine Arbeit vom Steuerzahler vollumfänglich bezahlen, obwohl er doch der Firma dient, die ihn angestellt hat und die ihn entlohnen müsste. Notfalls macht man aus dem, der früher Bürger hieß und jetzt nur mehr der Steuerzahler ist, erst einmal zum Sklaven. Es hätte nichts überraschendes. War es bei der üblichen Umsetzung dieser Ideologien immer so, dass der, welcher zum vollständig befreiten neuen Menschen umprogrammiert werden sollte, erst einmal die Zwischenstufe des Sklaven durchzustehen hatte. Und dabei blieb es dann aber auch bis zum Ende der Ideologien, immer. M.f.G.
aber was soll das hier ?Thema verfehlt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shekina_niko 06.04.2019, 08:41
211. Nö

Zitat von zeisig
Natürlich werden Sie die Artikel von Herrn Fleischhauer nicht ignorieren, genauso wenig wie ich die Artikel von Margarete Stokowski ignorieren werde. Über wen sollen wir uns denn sonst ärgern? Ja, ich bin sicher, wir brauchen das.
Ich ignoriere Fleischhauer schon lange und komme bestens damit klar. Mir fehlt nichts, weil er meiner Ansicht nach vor allem Nichtigkeiten von sich gibt und sich mit Provokation wichtig machen will. Nachdem ich beim Lesen stets Anfälle von Übelkeit hatte und mein Blutdruck in die Höhe schoss, wollte ich mir das nicht mehr anzutun. Ich lese seither auf der SPON-Startseite die Schlagzeile und worum es im Kommentar geht und basta.

Vor ein paar Wochen bin ich auf die Idee gekommen, im Forum nachzusehen, wie die Reaktionen denn so ausfallen, das generiert ja keinen Klick auf den Kommentar selbst. Denn ich schätze die Schreibe vieler SPON-ForistInnen sehr. Diese Lektüre ist sowohl interessanter wie auch amüsanter als jeder Fleischhauer-Kommentar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
intercooler61 06.04.2019, 09:35
212. Vorurteile: kaum vermeidbar - und müssen dennoch bekämpft werden

Mensch wird immer mit Situationen konfrontiert werden, in denen er/sie anhand unzureichender Informationen Entscheidungen treffen muss. Mangels anderer Möglichkeiten greifen wir dann auf einen mentalen Bayes-Filter namens "Vor-Urteile" zurück, d.h. entscheiden anhand offensichtlicher Merkmale ohne Rückischt auf Kausalität.

Vermeidbar und damit verwerflich ist allerdings zweierlei:
1. den eigenen Filter mit gefälschten oder falsch interpretierten Statistiken oder selbstreferentiellen Zirkelschlüssen zu trainieren und
2. auch bei Verfügbarkeit besserer Informationen reflexhaft, blind und schnell nach Stereotypen zu urteilen, statt im Einzelfall genauer hinzusehen.

Beispiel aus meinem persönlichen Umfeld: Hochqualifizierter und -motivierter Ingenieur kassiert jahrelang Hunderte von Absagen. Einziges auffälliges Merkmal: nordafrikanische Herkunft und entsprechender Name.

Für Betroffene ist es im Einzelfall oft nicht möglich zu unterscheiden, wo sie Opfer subtiler Vorurteile geworden sind, wo es bloßer Zufall war und wo sie selbst den Grund geliefert haben. Das macht die Sache so schlimm und kontraproduktiv.

Anders liegt die Sache allerdings, wenn man kleinere Unannehmlichkeiten oder bloße Befindlichkeitsstörungen, die jeder und jedem gelegentlich widerfahren, zur Diskriminierung stilisiert, um damit ungerechtfertigte Privilegien zu schinden. Auch dafür sind Beispiele leicht zu finden.

Die Frage, welcher Faktor in den nun nicht mehr so neuen Bundesländern dominiert, lasse ich offen. Individuell ist sie sicher leichter zu beantworten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
im_ernst_56 06.04.2019, 09:44
213. Ignorieren

Zitat von shekina_niko
Ich ignoriere Fleischhauer schon lange und komme bestens damit klar. Mir fehlt nichts, weil er meiner Ansicht nach vor allem Nichtigkeiten von sich gibt und sich mit Provokation wichtig machen will. Nachdem ich beim Lesen stets Anfälle von Übelkeit hatte und mein Blutdruck in die Höhe schoss, wollte ich mir das nicht mehr anzutun. Ich lese seither auf der SPON-Startseite die Schlagzeile und worum es im Kommentar geht und basta. Vor ein paar Wochen bin ich auf die Idee gekommen, im Forum nachzusehen, wie die Reaktionen denn so ausfallen, das generiert ja keinen Klick auf den Kommentar selbst. Denn ich schätze die Schreibe vieler SPON-ForistInnen sehr. Diese Lektüre ist sowohl interessanter wie auch amüsanter als jeder Fleischhauer-Kommentar.
Man sollte niemanden ignorieren. "First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win" (Mahatma Grandi).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shekina_niko 06.04.2019, 10:24
214. Stumpfsinn

Zitat von im_ernst_56
Man sollte niemanden ignorieren.
Sie wollen doch nicht etwa behaupten, dass Sie jeden Stumpfsinn beachten, der irgendwo von irgendwem im Netz abgesondert wird?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
im_ernst_56 06.04.2019, 12:27
215.

Zitat von shekina_niko
Sie wollen doch nicht etwa behaupten, dass Sie jeden Stumpfsinn beachten, der irgendwo von irgendwem im Netz abgesondert wird?!
Ich würde Herrn Fleischhauer ebensowenig als"irgendjemanden im Netz" betrachten wie z.B. Frau Stokowski oder andere Kolumnisten/Kommentatoren auf SPON, auch wenn ich den Inhalt der einer oder anderen Kolumne oder eines Kommentars nicht nachvollziehen kann oder mich frage, ob der Beitrag tatsächlich ernst gemeint ist. Und was "Stumpfsinn" ist, hängt häufig von der subjektiven politischen Sicht des Betrachters bzw. Betrachterin ab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 06.04.2019, 14:22
216. Klug genug?

Zitat von Peer Pfeffer
Danke, dass Du dieses 'alternative Faktum' entlarvt hast. Wobei F. klug genug war, den Namen der gemeinten Person nicht zu nennen, sonst wäre die Kolumne wohl so nicht durchs Faktencheck-Lektorat gegangen. Das sicher seit gewissen Ungereimtheiten bei gewissen Reportern noch gewissenhafter arbeitet als vorher. Geschweige denn durch die Rechtsabteilung.
Also, ich habe mit dem "Namen der gemeinten Person" sicher nicht Frau Stokowski verbunden. Was ich damit verbunden habe war aber ein entsprechender Seitenhieb auf die Kategorie derartiger Kolumnisten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yippieh 07.04.2019, 02:12
217. Zuletzt kommentierte ich

Zuletzt kommentierte ich contra. Die Kolumen gefielen mir nicht. Dabei kann ich problemlos hin und wieder konform gehen oder Verständnis aufbringen.
Hier gefällt mir der letzte Absatz nebenbei.
Traurig wie sich alle zu Opfer machen (müssen).
Nebenbei, im letzten Jahr min. 1700 Attacken auf Flüchtlinge/Zugewanderte wenn richtig in Erinnerung. Angriffe auf Ostdeutsche, also weil wegen Ossis?
Wahrscheinlich von der Lügenpresse nicht dokumentiert: Fotografieren/Filmen ins Gesicht verboten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Duggi 07.04.2019, 07:57
218. Ich würde das Superopfer im deutschen Mainstream wie folgt definieren:

Männlich, älter, hererosexuell, weiß und ohne Migrationshintergrund.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ernst_reimitz 08.04.2019, 15:40
219. Es hat auch Vorteile nicht zur Mehrheit gehören.

Es hat auch Vorteile nicht zur Mehrheit dazu gehören. Man bekommt oft wesentlich mehr Aufmerksamkeit, wenn man aus dem Einheitsbrei herausragt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 22 von 23