Forum: Politik
Diskriminierung: Deutschland sucht das Superopfer
Ralf Hirschberger/DPA

Jeder ist heute in gewisser Weise ausgegrenzt - das bringt die Partikularidentität als Frau, Migrant oder sexuell Randständiger mit sich. Wenn man es genau nimmt, gehört selbst der Autor dieser Kolumne zu einer diskriminierten Minderheit.

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guter_cop 05.04.2019, 00:12
70. Diskriminierung ohne Ende

Die Diskriminierung darf allein schon deshalb nicht aufhören, damit Leute wie Frau Foroutan auch weiterhin was zum "Forschen" haben.

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Sal.Paradies 05.04.2019, 00:24
71. Immerhin kokketiert Hr. Fleischhauer

bezüglich seiner Rolle "Alleine unter Linken" dermassen auffällig, das er damit schon wieder sympathisch wirkt. Warum er das kann? Weil er, würde er z.B. für die BILD schreiben, langweiliger Mainstream wäre, einer unter vielen sozusagen, weit entfernt vom "Quotenrechten" des SPON. Aber "das" würde Fleischi sehr viel mehr Schmerzen bereiten. Als Rechter hier permanent beschimpft zu werden, das hat was heldenhaftes. Wobei Hr. Fleischhauer auf wundersame Weise immer genau die richtigen Töne auf der politisch/rethorischen Klaviatur spielt, damit der (aus seiner Sicht) linke Mob über ihn herfällt. Immerhin kann er an ganz schlechten, emotional aufgeladenen Tagen behaupten, er sei keinen Schritt nach rechts abedriftet, denn in Wirklichkeit hätte sich das gesamte Koordinatensystem in D (Stichwort A. Merkel) so weit nach links verschoben. Und plötzlich ist Fleischhauer in der unmöglichen Situation, dass er, einst ein glühnender Merkelist, jetzt sozusagen "gezwungen" ist, auf seine ehemalige Hohepristerin rethorisch einzuschlagen. Die Frage wäre, ist Fleischhauer in Wirklichkeit ein "Steher, ein Aufrechter, der sich dem immer eisiger pfeiffenden linken Sturm entgegen stellt, weil er sich sagt "lieber rechts und tot als links und naiv"? Oder doch nur jemand, der bemerkte, dass er mit hetzerischen Pamphleten nicht nur bekannt, sondern gerade beim linken SPON sozusagen zum "STAR" wird? Interessant wäre, was seine Eltern über ihren "Jan" heute so denken? Machen sie sich Vorwürfe, weil der in Überdosis verabreichte grün-linke Keim nicht ausgetrieben hat? Eines muss man Fleischhauer lassen, er vermag noch dem unwichtigsten Thema eine gewisse Dynamik zu geben, um einem (sehr kleinen) Teil hier zu suggestieren, er würde permanent über "die" Themen unserer Zeit zu schwadronieren. Was das angeht, wirkt er für jene "Randständigen" wie ein wahrer Messias, obwohl keines seiner Themen irgend ein Kernthema für die Zukunft wäre. Clever ist das schon und so wie er es seit Jahren (durchas erfolgreich) macht, hat er damit beim SPON ein Alleinstellungsmerkmal, was nun nicht jeder von sich behaupten kann...;-)

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Bananenschale 05.04.2019, 00:48
72. Sp...

Seit wann ist der Spiegel links? Die meisten dort halte ich für halbgebildete Ichlinge, die nur z.T. sich als links verstehen aber ganz gewiß keine Ahnung haben, was links-sein ist. Links-sein heißt der Marx'schen Mehrwert-Kritik zu folgen. Nicht mehr und nicht weniger. D.h. nicht, daß man der sozialistischen oder kommunistischen Ideologie anhängen muß. Den Spiegel-Mitarbeiter muß mir erst mal einer zeigen, d.i. der vorstehenden Definition links ist. Galt i.Ü. auch schon für den alten Augstein. Der war m.E. autoritär. Noch nicht einmal wirklich liberal.

Fleischie ist konservativ-liberal, rotwein-liberal, wie seine Kollegen auch. Er ist so wenig rechts wie seine Kollegen links sind. Daß er sich in seiner Diskrimnierung wohlfühlt, liegt daran, daß er keine erfährt. Er weiß nicht wovon er schreibt.

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shrufu 05.04.2019, 00:57
73.

Ich finde es wirklich schade das gebildete konservative nicht nur weniger werden sondern sich konservative allgemein mE auch immer weiter einseitig radikalisieren. Das kann man schön an wissenschaftlichen Studien zu Demokraten und Republikaner sehen, dass es keine gleichwertige Entwicklung ist. In erster Linie halte ich konservative, besser gesagt andersdenkende, Kritik für wertvoll. Zb würde ich es an Fleischauers Stelle für sinnvoll halten das seine Anmerkung homosexuelle wären überrepräsentiert ein Zustand ist der entweder aussagt das sie aufgrund der sexuellen Orientierung vom Umfeld privilegiert werden oder aber individuelle Vorteile haben die sich durch ihre sexuelle Orientierung ergeben.. ausgeschlossen das es einfach nur Zufall ist oder die meisten aus reicheren Haushalt stammen.. die Wahrscheinlichkeit, dass das Umfeld sie privilegiert halte ich für kleiner als den Fakt das höhere Bildung mit Liberalität korreliert was man mit höheren Reichtum in Verbindung bringt was eben Homosexuelle besonders interessant macht da sie, so nehme ich an, einen höheren Anteil an liberalen haben und man so vllt feststellen könnte ob Liberalismus bzw Akzeptanz von Ambiguität, was nachgewiesenermaßen entscheidend für das Wahlverhalten ist und mE im Kern Liberalismus ist, als Faktor nicht ebenso mit höherer Bildung korreliert und warum...

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dieter-ploetze 05.04.2019, 01:53
74. @14 kj.az pragmatische kolumnisten

Zitat von kategorien
Ohne den Autorennamen gesehen zu haben, hatte ich bereits vermutet, dass Fleischhauer die AfD-Plattitüde im Spiegel von sich gibt. An die Redaktion: Ich verstehe, dass Fleischhauer provoziert und dass sie damit Geld verdienen, aber haben sie kein Interesse an Sachlichkeit mehr? Dann können sie gleich Sarrazin einladen.
diese erfahrung machen Sie nicht allein. am staerksten macht sich das bei den kolumnisten kuzmny, ataman und stokowski bemerkbar.
zweifelos wird da nach meinung zensiert, ausdrucksweise kann es nicht sein, hoeflich bin und bleibe ich immer. ich sehe genannte kolumnisten auch nicht mehr als journalisten an, sondern viel eher
als aktivisten, wie man menschen heute nennt, die sich einer sache mit haut und haaren verschrieben haben.

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ROBIN7 05.04.2019, 03:07
75. Aha

unser rechter Netzwerker hält sich also für eine "diskiminierte Minderheit" - zumindest beim SPIEGEL.
Wenn das so ist, dann sollte er konsequent sein und bei "WELT", "BILD" oder "RT" anheuern. Dort wird ihm bestimmt kein "Linker" begegnen, der unseren bedauernswerten weil so entsetzlich diskriminierten alten weissen Mann mit guten Kontakten zu Rechtsradikalen zur "Minderheit" macht. Dort wird er bestimmt zur absoluten "Mehrheit" (100%) und überdies viel mehr rechte/rechtsradikale Claquere haben als hier.
Also: nur Mut, Jan

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ROBIN7 05.04.2019, 03:17
76. Eben

Zitat von kael
Zitat: "Wenn man es genau nimmt, gehöre selbst ich einer diskriminierten Gruppe an. Einige werden jetzt auflachen, wenn sie das lesen, aber ich habe die Evidenz auf meiner Seite. Im SPIEGEL sind Menschen, die ihr Kreuz nicht verlässlich bei den Grünen oder der SPD setzen, eindeutig in der Minderheit. Schauen Sie sich die Reihe der Kolumnisten an. Alles Leute, die mehr oder weniger links stehen und dies auch jede Woche unter Beweis stellen." Herr Fleischhauer gehört aber mit einiger Sicherheit zu solchen "Diskriminierten", die ihre Diskriminierung mit klammheimlicher Freude genießen. Denn zweifellos hält er es für besonders chick, im SPIEGEL der "eindeutigen Minderheit" der Konservativen anzugehören. Aber das unterscheidet ihn - für ihn wohltuend - von den vielen anderen, die unter Diskriminierung leiden.
unser solventer Großjournalist sollte vielleicht mal ein Praktikum bei Wallraff machen und sich als "Ali" verkleidet ein paar Monate in Aue, Chemnitz oder Freital aufhalten. Aber er sitzt glaube ich lieber in seiner schicken Immobilie in München im "Home-Office" (da ist es warm und gemütlich), und erzählt uns von dort aus etwas über den Zustand der Welt.
Na dann ...

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futrakun 05.04.2019, 05:05
77. ich finde es einfach gut

dass es Jan Fleischhauer bei Spon gibt.Vielleicht als Alibimustermann? Klasse Artikel von ihm und volle Zustimmung.Das was mich mehr ärgert,ist dass ständig die Sponzensursula kommt sowie man etwas gegen Stokowski und andere Linksmainstreamspiegelkolumnisten schreibt.Soll Deutsch-Land wirklich einmal so aussehen wie die USA?Gottbewahre und da jeder sterblich ist,bin ich als Old Withe Boy damit zufrieden,dass ich das Ende des deutschen Staates wahrscheinlich nicht mehr erleben muss.

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ricson 05.04.2019, 06:10
78.

Was Konservative nicht verstehen ist, dass sie selbst verursachen was sie so sehr hassen. Es ist dieser Zwang die Menschheit in Grüppchen aufzuteilen weil man sie sonst nicht verstehen kann. Wenn jemand A oder B ist, dann hat er auch ... zu sein.
Da finden sich dann viele nicht wieder. Wenn dann daraus auch noch politisches Handeln ableitet, dann fangen die Leute an sich diskriminiert zu fühlen.Menschen werden in Sippenhaft genommen, weil man eben meint der Gruppe in die man Sie einordnet bestimmte Eigenschaften zuordnen zu müssen. Das schafft große Unzufriedenheit.

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spon_4_me 05.04.2019, 06:56
79. @ sasma (# 51):

Ich möchte Sie das einmal direkt fragen, stellvertretend für die vielen Foristen, die Herrn Fleischhauer (oder, mit anderer Tonalität, Frau Stokowski) Woche für Woche vorwerfen, dies oder das zu sein, entweder Dinge, die offenkundig sind (Konservativer, Feministin) oder für die es einer persönlichen Kenntnis der Autoren bedarf, die ich Ihnen jeweils abspreche (rechter AfD-Sympathisant, Männerhasserin). Der großartige Thomas Fischer hat mal von der Verachtung gesprochen, die manche Autoren für Foristen empfinden, eine in ihren Augen sich feige hinter Alias versteckende, maximal verdrehte Unverschämtheiten fabrizierende, unter minimalem Empörungsaufschub leidende Gruppe von Menschen mit zu viel Zeit und zu wenig Urteilsvermögen. Ich gestehe, dass mich seine Einschätzung pars pro toto schmerzt, aber wenn ich Ihren Beitrag lese oder den mancher anderer (immer gern genommen: Ich habe die Kolumne nach zwei Sätzen kopfschüttelnd zur Seite gelegt, sag aber trotzdem mal was Bösartiges dazu), dann kann ich nicht umhin, ihm zuzustimmen. Wo ist Ihr Respekt? Würden Sie so aggressiv schreiben, wenn darunter Ihr Klarname stünde (wie bei einem Leserbrief)? Würden Sie, träfen Sie ihn, Herrn Fleischhauer das so ins Gesicht sagen? Weil wenn nicht, dann sollten Sie die Frage gestatten, weshalb Sie es hier tun.

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