Forum: Politik
Diskriminierung: Deutschland sucht das Superopfer
Ralf Hirschberger/DPA

Jeder ist heute in gewisser Weise ausgegrenzt - das bringt die Partikularidentität als Frau, Migrant oder sexuell Randständiger mit sich. Wenn man es genau nimmt, gehört selbst der Autor dieser Kolumne zu einer diskriminierten Minderheit.

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rgw_ch 05.04.2019, 06:56
80. Minderheit

Im Grunde leidet ja bereits die Minderheit der Nicht-Diskriminierten unter der Übermacht der irgendwie Diskriminierten. Besonders schwierig wird es, wenn Diskriminierte einander gegenseitig diskriminieren, und dadurch manche Diskriminierte doppelt oder mehrfach diskriminiert werden. An der Spitze der sich bildenden Hierarchie werden vermutlich Frauen stehen, da sie oft vielfach diskriminiert werden, sowohl von den Nicht-.Diskriminierten, als auch von anderweitig ein- oder mehrfach Diskriminierten (etwa Muslims oder homosexuellen Muslims oder ostdeutschen transsexuellen übergewichtigen rauchenden Wählern der CSU). Das Leben wird in Zukunft nicht einfacher, aber ganz bestimmt viel gerechter. Danke für diesen aufschlußreichen Artikel.

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equigen 05.04.2019, 07:22
81. Alte, weiße Männer

Sind die EINZIGE Gruppe die heute ungestraft und politisch korrekt diskriminiert und beleidigt werden darf.

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trulala 05.04.2019, 07:36
82. LOL, ein weiterer Jammerrechter

Und nein, ich vorverurteile dich nicht, sondern nur aufgrund deiner absurden Beiträge und Handlungen.
Dazu zähle ich nun auch diese Peinlichkeit, sich hier als Opfer zu inszenieren.

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murksdoc 05.04.2019, 07:37
83. Lächerlich

Jan (cis-Heteronormativ, Patriarchat, alter weißer Mann, eurozentriert, moralimperialistisch) Fleisch (antivegan) hauer (toxische Maskulinität) fühlt (Schneeflöckchen, Opfer, mimimi) sich (egozentriert) diskriminiert (Angehörige struktureller Unterdrückergruppen können nicht diskriminiert werden). Lächerlich (Ad-hominem-Attacke, ich habe recht).

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alter Schwede 1965 05.04.2019, 08:07
84. Lustig, diese Linken.

Lustig anzuschauen, wie die unzähligen Linken hier im Forum nicht die Zuspitzung in der Kolumne erkennen. Aber Hirn ist nicht jedem gegeben.

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Knippi2006 05.04.2019, 08:13
85. Missverständnis

Zitat von equigen
"Alte weiße Männer"
bezeichnet in meinem Verständnis eine Bevölkerungsgruppe, deren reaktionäres, rückwärtsgewandtes Wesen einhergeht mit Egoismus und Besitzstandswahrung,

Im Grunde ist die Bezeichnung geschlechtsneutral, es ist nur der Sammelbegriff für eine Haltung.

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begeka 05.04.2019, 08:25
86. Diesmal knapp daneben, Herr Fleischhauer

"Der Ostdeutsche hat jetzt die lang ersehnte Aufwertung als anerkannte Opfergruppe erfahren."
Nein, der Clou der Studie liegt woanders: Migranten haben die Gleichstellung mit Deutschen erhalten als Opfergruppe auf gleicher Ebene. Das ist m. E. die wahre Intention, nicht die Sorge um die Benachteiligung der Ostdeutschen.

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interessierter Laie 05.04.2019, 08:54
87. warum tun das nur Konservative?

Zitat von ricson
Was Konservative nicht verstehen ist, dass sie selbst verursachen was sie so sehr hassen. Es ist dieser Zwang die Menschheit in Grüppchen aufzuteilen weil man sie sonst nicht verstehen kann. Wenn jemand A oder B ist, dann hat er auch ... zu sein. Da finden sich dann viele nicht wieder. Wenn dann daraus auch noch politisches Handeln ableitet, dann fangen die Leute an sich diskriminiert zu fühlen.Menschen werden in Sippenhaft genommen, weil man eben meint der Gruppe in die man Sie einordnet bestimmte Eigenschaften zuordnen zu müssen. Das schafft große Unzufriedenheit.
jeder Mensch ordnet sein Umfeld irgendwelchen Schubladen zu. Nur so behalten wir in einer in ihrer Vielfalt unüberschaubaren Welt den Überblick. Und gerade bei Linken es es der Mechanismus aus dem sie notwendige Veränderung ableiten. Woraus soll der Marxist die Notwendigkeit einer Revolution ableiten. Der "Klassenkampf" zwischen Proletariat und Bourgeoisie ist doch auch nur eine grobe Vereinfachung der Welt. Was ist ein leitender Angestellter? Er besitzt keine Produktionsmittel, ist abhängig vom Eigentümer. Dennoch passt er nicht recht in eine Reihe mit dem Präkariat, wenn er seinen blitzenden Daimler auf einem für ihn reservierten Firmenparkplatz abstellt und in sein großzügiges Einzelbüro schlendert - ehrfürchtig gegrüßt von anderen Angestellten. Oder was ist ein Arbeiter, der sein Erspartes in Aktien angelegt hat. Er ist Eigentümer, aber in einer Reihe mit Albrechts und Quandts erscheint er irgendwie falsch eingeordnet. Was ist mit dem Kleinunternehmer, der mit hohen Krediten belastet gerade so sein Auskommen sichert, wenige oder keine Angestellten hat, nie oder selten Urlaub macht und jeden Morgen als erster und jeden Abend als letzter seinen Laden verlässt. Der Konservative hat gar keinen Begründungsdruck für politische Veränderung, denn er will ja bewahren und nicht verändern. Das gegründet er ganz schlicht damit, dass es doch schon immer so war und jede Veränderung eine potentielle Verschlechterung bedeutet.

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Freier.Buerger 05.04.2019, 08:58
88.

Zitat von vera gehlkiel
..Und feministische Frauen sind sicher eine Minderheit, diskriminierte Frauen jedoch die halbe Bevölkerung...
Irgendwo mittendrin steht dieser einfache Satz. Fast hätte ihn niemand bemerkt. Und doch kann er nicht unwidersprochen bleiben.
Nein hier in D ist nicht jede Frau diskriminiert, auch keine Mehrheit der Frauen. Bei Ihren Forenbeiträgen hatte ich nicht den Eindruck, dass Sie sich selbst diskriminiert fühlen.

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bedireel 05.04.2019, 09:04
89.

Ob nun Nationalsozialismus oder Sozialismus, ob links oder rechts diese Ideologien profitierten enorm von seinen Ideen. Natürlich, wird der Widerspruch ‘Individuum - Gesellschaft’ niemals zu lösen sein. Alle Gesellschaften haben darauf ihre stets eigenen Modelle entwickelt. Was wir aktuell aber erleben ist ein Rückfall in die aller finstersten polit- ideellen Zeiten unserer deutschen politischen Geschichte. Ein Rückfall aus Verzweiflung,Unbildung sowie der Lust an der Zerstörung der eigener Kultur. Das hat seinen Grund. Denn sowohl bei vielen Linken wie den Nationalsozialisten bildete Zerstörung als ideologischer Mythos die Voraussetzung, dass auf Basis eines Resets, ein neuer Mensch und seine neue Gesellschaft entwickelt und konstruiert werden würde. So wie ja schon Rousseau das Hirn des Kindes als eine unbeschriebene Tafel begriff, die man mit guten Botschaften nur beschreiben müsste, um aus dem Kind einen Supermenschen zu formen, in einer dann superben Gesellschaft. Diese totalitären Maxime strotzen heute wieder von ‘Gesundheit’. Das von der Vernunft alleingelassene gefühlige Hineinlangen in die Seelen der leicht manipulierbaren ich nenne es mal den Gretaeffekt, sowie andererseits die harte Hand dem Widerborstigen zeugen vom Willen, ‘den’ neuen Menschen zu schaffen. Notfalls holen sie ihn eben von woanders, notfalls lässt man ihn hier arbeiten, notfalls lässt man seine Arbeit vom Steuerzahler vollumfänglich bezahlen, obwohl er doch der Firma dient, die ihn angestellt hat und die ihn entlohnen müsste. Notfalls macht man aus dem, der früher Bürger hieß und jetzt
nur mehr der Steuerzahler ist, erst einmal zum Sklaven. Es hätte nichts überraschendes. War es bei der üblichen Umsetzung dieser Ideologien immer so, dass der, welcher zum vollständig befreiten neuen Menschen umprogrammiert werden sollte, erst einmal die Zwischenstufe des Sklaven durchzustehen hatte. Und dabei blieb es dann aber auch bis zum Ende der Ideologien, immer.
M.f.G.

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