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Diskussion über Europas Zukunft: Pathos reicht nicht
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Die Euro-Krise scheint sich zu beruhigen - aber wie geht es jetzt in Europa weiter? Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande beschwören eine noch stärkere Integration, SPD-Mann Steinbrück fordert einen "Banken-ESM" - aber Altkanzler Schmidt warnt: Am Ende könnte die EU an den Deutschen scheitern.

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gottgegenuns 22.09.2012, 21:21
1. Abwickeln

Zitat von sysop
Die Euro-Krise scheint sich zu beruhigen - aber wie geht es jetzt in Europa weiter? Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande beschwören eine noch stärkere Integration, SPD-Mann Steinbrück fordert einen "Banken-ESM" - aber Altkanzler Schmidt warnt: Am Ende könnte die EU an den Deutschen scheitern.
Genau. Die EU zerschlagen . Eine europäische Integration gibt es nicht. Sie ist eine durch Geld übertapezierte Kopfgeburt wie wir jetzt sehen, wo das Geld ausgeht. Also beenden, was nicht mehr bezahlt werden kann und abwickeln.

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SURE 22.09.2012, 21:23
2. Steinbrück

der Schwätzer vor Gottes Gnaden hat doch diesen ganzen Unsinn der Bankenrettung erst initiiert. Staatssozialismus a la SPD und am Ende das Fähnchen nach dem Winde hängen. Solche Politiker bracuht das Land momentan nicht.
Im Konsens hat Schmudt recht, wir sind viel zu tief verstrickt in der EU. Das Projekt wird funktionieren, wenn D und F eine gemeinsame Regierung bilden und ihrer Vorreiterrolle gerecht werden.

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Der_zu_spät_geborene 22.09.2012, 21:25
3. Tschja denn....

Zitat von sysop
Die Euro-Krise scheint sich zu beruhigen - aber wie geht es jetzt in Europa weiter? Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande beschwören eine noch stärkere Integration, SPD-Mann Steinbrück fordert einen "Banken-ESM" - aber Altkanzler Schmidt warnt: Am Ende könnte die EU an den Deutschen scheitern.

....dann sollen uns die Anderen halt ausschließen, aus der EU....

Aber das ist ja nicht anzunehmen, denn dann fehlte ja der Zahlmeister...

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gesinecresspahl 22.09.2012, 21:29
4. Nationales Pathos ist verschieden von einer Debatte ueber ökonomische Notwendigkeiten

Nun, was ich nicht ganz verstehe in der Debatte - zuletzt auch von Helmut Schmidt geäußert - wieso nationales Sentiment einerseits und recht nachvollziehbare ökonomische Sorgen andererseits so oft in einen Topf geworfen werden. Natürlich ist Europa mehr als die Währungsunion und selbstredend hat gerade Deutschland eine besondere Verantwortung, sich in den Prozeß des Zusammenwachsens Europas einzubringen.

Nur: Was ich anstrengend finde, ist, wenn gleich die nationale Keule geschwungen wird, wenn ökonomische Offensichtlichkeiten geäußert werden. Es ist trivial zu bemerken, dass Europa ökonomisch seit langem schon auf dem absteigenden Ast ist. Und dass europaweit mindestens eine Reform passieren muss, die der mutigen und unpopulären Agenda 2010 entspricht. Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum schwache politische Persönlichkeiten diese Offensichtlichkeit nicht kommunizieren können. Und es ist auch nicht verwunderlich, wenn eine laute Stimme in Deutschland eben genau solche Reformen auch anderswo fordert. Dass das manchmal einen nationalen Ton annimmt, ist sehr traurig. In der Sache ist dies richtig.

Als anekdotische Evidenz: Kürzlich war ich in Irland, und musste mich über die Gehälter von Menschen im öffentlichen Dienst auslachen lassen. Der Sozialbeitrag Portugals ist auch geradezu unglaublich.

Europa muss die Zähne zusammenbeißen, zusammenrücken und merken, dass anderswo eben Leute gute Arbeit billiger machen können. Um da beitragen zu können, muss man eben zu vernünftigen Preisen Besseres machen können. Wenn das nicht passiert, ist Europa ohnehin Vergangenheit.

Dass die Kritik an Umverteilungsrhetorik - die Europa nicht weiterbringt - als national gefärbt abgetan wird, spottet den Offensichtlichkeiten, mit denen wir uns alle anfreunden müssen.

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brux 22.09.2012, 21:30
5. Ach nee

Ich habe immer viel von Schmidt gehalten, aber hier liegt er falsch.

Die anderen EU-Staaten lassen es am Respekt fuer das groesste Volk in der EU und dem groessten Zahler vermissen. Man hat sich wirklich nie mit D beschaeftigt und es nie verstanden. Das laesst sich faktisch belegen, von den Sprachkenntnissen bis zum Tourismus. D wird leider fast ueberall auf Mercedes und Hitler reduziert.

Die EU nach der latinischen Methode ist gescheitert. Vielleicht kann D ja jetzt mal die EU nach hanseatischer Methode versuchen. Die Hanse war tiefer integriert als die EU und hat ziemlich gut funktioniert.

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Wilder Eber 22.09.2012, 21:35
6. Keine anderen Probleme ??

Zitat von sysop
Die Euro-Krise scheint sich zu beruhigen - aber wie geht es jetzt in Europa weiter? Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande beschwören eine noch stärkere Integration, SPD-Mann Steinbrück fordert einen "Banken-ESM" - aber Altkanzler Schmidt warnt: Am Ende könnte die EU an den Deutschen scheitern.
Mir geht dieser tagtägliche Europa-Hype langsam aber sicher auf den Senkel. Haben wir in Deutschland etwa keine Probleme mehr zu lösen ?
Ehrlich, es reicht !!!

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weissfastnix 22.09.2012, 21:36
7. Alter schützt vor Torheit nicht...

Lieber Herr Schmidt! Dass die finanzpolitische Richtung, welche die EU derzeit einschlägt, eines Tages unsere Kinder werden bezahlen müssen, stört zum Glück nicht nur uns Deutsche. Als "Ja"-Sager zu allem in der EU eine kurzfristige Beliebtheit zu genießen war vielleicht Ihre Politik, aber die ist zum Glück vorbei. Also: bitte den Mund halten und Ihren Ruhestand im Stillen genießen.

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Paul-Merlin 22.09.2012, 21:38
8. Interessenvertretung

Zitat von sysop
Die Euro-Krise scheint sich zu beruhigen - aber wie geht es jetzt in Europa weiter? Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande beschwören eine noch stärkere Integration, SPD-Mann Steinbrück fordert einen "Banken-ESM" - aber Altkanzler Schmidt warnt: Am Ende könnte die EU an den Deutschen scheitern.
Französische Politiker vertreten französische Interessen, italienische Politiker italienische Interessen, spanische Politiker spanische Interessen, usw. - das ist alles legitim. Und unsere Politiker? Sie vertreten alle möglichen Interessen, nur leider nicht diejenigen der Mehrheit der Deutschen. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Es sitzen die falschen lobbyabhängigen Leute in Regierung und im Bundestag. Statt die Reißleine zu ziehen und das misslungene Euro-Experiment endlich zu beenden wird immer noch eine weitere Stützungsschaufel draufgelegt. Über die Bankenunion und EU-Aufsichtsbehörde wird auf die Stützungsfonds der deutschen Kreditinstitute, speziell die der Sparkassen und Volksbanken gezielt. Sind diese Gelder in den PIGGS-Staaten verbrannt, bedeutet dies, dass Zusatzbelastungen auf die deutschen (Klein-)Sparer zukommen. Am Ende sind sie mit ihren Spareinlagen am Arsch. Anstatt dem Bürokratiemonster EU zu Leibe zu rücken und das ganze drei Nummern zurückzuschrauben wird in Brüssel immer weiter aufgestockt und noch mehr Geld dorthin verschoben. Ach, es ist nur noch zum Heulen, zu sehen was hier abläuft.

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snej 22.09.2012, 21:39
9. .

Durch welches Land die EU scheitert ist ja nun auch egal, oder.
Der normale Bürger hat wenig profitiert von der EU und er wird auch wenig verlieren durch ein ende der sogenannten EU.
Das Leben geht weiter.

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