Forum: Politik
Diskussion um Paritätsgesetz: Frauen in die Parlamente!
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Gemeinderäte, Landesparlamente, Bundestag: Überall fehlen Frauen. Brandenburg will das per Gesetz ändern. Besser wäre es, die Parteien täten selbst etwas dafür, um weiblicher zu werden.

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saaman 02.02.2019, 11:41
1. Engstirnigkeit siegt über Vernunft

Ich will nicht mehr „Frauen in die Parlamente“. Ich will dort die talentiertesten Menschen sehen. Geschlecht, Alter, Abstammung... ist doch kein Kriterium für Professionalität. Meinetwegen dürfen 80 Prozent der Parlamentarier Frauen sein. Aber ebenso umgekehrt. Die besten der Besten gehören dort hin. Wissen, Erfahrung, Charakter, Ideenreichtum, das zählt für mich. Quotierungen sind eine Beleidigung der Gruppe, die quotiert werden muss. Wir Bürger sollten für Chancengleichheit kämpfen. Die errechnet sich nicht aus einer Quote.

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marcohass 02.02.2019, 11:41
2. Spiegelt nicht die Mitgliedschaften von Frauen in Parteien wieder

Es gibt ca. (heißt ganz ungefähr) 30-40 % Frauenanteil Parteiübergreifend.
Warum sollen sie dann auf "Anordnung" die Häfte der Ämter bekommen?
Jeder Frau steht es in jeder Partei frei, sich zu engagieren.
Das Geschlecht sollte nicht über Eignung für ein Amt entscheiden.
Männer haben früher diesen Fehler gemacht, warum sollten Frauen diesen jetzt wiederholen?

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seppfrieder 02.02.2019, 11:41
3. Geheime Wahlen?

Was hat das mit geheimen Wahlen zu tun wenn mir jetzt vorgeschrieben wird wen ich zuwählen habe?
Es ist Sache der Parteien und da vor allem dann auch der Frauen hier die entsprechenden Listenplätze zu besetzen.
Wenn mir dann "das Gesicht" nicht gefällt wird eben an anderer Stelle das Kreuz gemacht.

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poetnix 02.02.2019, 11:42
4.

Die Parteien haben wichtigeres zu tun, als Frauen aktiv in die Politik einzubauen.
Da machen sie doch lieber Gesetze und müssen nicht handeln.

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raetselfreund 02.02.2019, 11:46
5. Nicht nur Grüne und Linke...

... auch die SPD quotiert seit vielen Jahren ihre Listen. Angefangen bei der Gemeinderatswahl bis hinauf zur Europawahl. Trotzdem liegt der Frauenanteil nur bei einem Drittel.

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pragmatiker2017 02.02.2019, 11:48
6. Ganz einfach....

...wenn über alle Parteien im Durchschnitt sechzig Prozent der Mitglieder Männer sind, dann können keine 50% der Sitze in den Parlamenten von Frauen besetzt werden. Zumindest theoretisch geht es bei der Besetzung der Listen um eine Bestenauswahl. Eine paritätische Besetzung der Listen würde letztlich eine Benachteiligung der Männer bedeuten. Gerade bei Parteien wie der AfD, bei der eine deutliche Minderheit der Mitglieder Frauen sind, können nicht 50% der Listenlätze durch Frauen besetzt werden. Letztlich liegt es an den Frauen selbst durch Parteieintritt den Frauenanteil in den Parteien anzuheben, sich zu engagieren und damit mittel- bis langfristig auch mehr und bessere Listenplätze und damit Plätze in den Parlamenten zu erhalten. Hier braucht es definitiv keine Quote. Bei den Grünen im Deutschen Bundestag ist der Frauenanteil übrigens übertrieben hoch. 39 von 67 Fraktionsmitgliedern sind Frauen, bei einem Gesamtanteil in der Partei von nur knapp 40 %. Die Grünen, würde mN der Diskussion folgen, bräuchten also eine Männerquote für die Bundestagsfraktion und eine Frauenquote in der Gesamtpartei...

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kr-invest 02.02.2019, 11:51
7. chance

Ich denke jeder würde sich freuen, wenn gute Frauen Verantwortung übernehmen. Und sie würden mit Sicherheit auch gewählt werden. Dass auf den Listen weniger Frauen stehen lässt sich am besten dadurch beheben, dass mehr Frauen in den Parteien aktiv sind, Verantwortung einfordern und sich im Qualitätswettbewerb durchsetzen. Bei Rückschlägen nicht Gemeinheit schreien sondern weiterkämpfen, Zeit reinstecken und auf die nächste Chance warten. Mann oder Frau egal sein lassen und ihre Verbündeten suchen unabhängig vom Geschlecht. Im Grunde perfekte Zeit für mutige Frauen, Quotenfrauen dagegen will und braucht niemand. Das wäre zu billig und eine Beleidigung für all diejenigen, die es durch Überzeugungskraft selbst geschafft habe, wie Frau Merkel, Frau Kramp Karrenbauer und viele mehr.

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Sendungsverfolger 02.02.2019, 11:52
8. Und ob ich da Zweifel habe

"Ohne Zweifel: In Deutschland gibt es noch immer keine Gleichberechtigung von Mann und Frau. Das sieht man am geringen Frauenanteil in Vorständen und Führungspositionen"

Das würde bedeuten, dass der geringe Frauenanteil (fast) ausschließlich der Benachteiligung von Frauen geschuldet ist. Ist er aber nachweislich nicht. Im weiteren Text wird es dann auch schon relativierter und sachlicher. Aber als "falscher Aufhänger" ist er für die - unbestreitbar notwendige - Sache eher kontraproduktiv, weil sich, wie hier bald zu lesen sein wird, viele genau an dieser Meinungsmache aufhängen werden.

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pragmatiker2017 02.02.2019, 11:58
9. Bundestag

Im Bundestag wird der Frauanteil der Parteien in der jeweiligen Fraktion nur bei AfD und CDU/CSU unterschritten. SPD, Linke, Grüne und FDP haben offensichtlich überdurchschnittlich qualifizierte/engagierte Frauen in ihren Reihen, sonst wäre deren Anteil in der Fraktion nicht z. T. deutlich höher als der Frauenanteil bei den Mitgliedern. Zumindest in der Theorie.

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