Forum: Politik
Diskussion um Paritätsgesetz: Frauen in die Parlamente!
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Gemeinderäte, Landesparlamente, Bundestag: Überall fehlen Frauen. Brandenburg will das per Gesetz ändern. Besser wäre es, die Parteien täten selbst etwas dafür, um weiblicher zu werden.

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thaecker 02.02.2019, 11:59
10. Die Frauen müssen ran!

Ich fände es mehr als Wünschenswert, wenn mehr Frauen in die Politik gehen, aber sie müssen halt hingehen. Es gibt nun wirklich kein Hindernis in die Politik zu gehen. Es ist für Frauen auch nicht schwerer dort Karriere zu machen.
Gerade weil so wenig Frauen in den Parteien sind, sind sie auf den Listen überrepräsentiert.
Eine hübsche 20 Jährige auf dem Plakat wirkt halt besser als so ein 60ziger.
Aber ist es denn fair, wenn man jemanden den Listenplatz gibt, der gerade mal ein paar Jahre in der Partei ist gegenüber jemanden, der seit 30 Jahren Plakate klebt.

In diesem Fall liegt meines Erachtens kein Problem der Gleichberechtigung vor sondern etwas anderes, wo sich die Damen erst mal an die eigene Nase fassen sollten.

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kretikus 02.02.2019, 12:10
11.

Ein Quoten-Gesetz halte ich für verfassungswidrig. Was aber die Parteien intern machen ist deren Bier.
Gerne die Frauenquote, wenn die Partei es so wünscht.

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Onkel Drops 02.02.2019, 12:10
12. 10 Menschen bewerben sich um nen Posten

7 sind x und 3 sind y. y will aber von den 4 Stellen 2 sicher haben (Kompetenz etc alles kokolores?). ich bevorzuge die 4 Stellen mit den besten 4 Menschen zu besetzen nach Kompetenz . die eh stets schon arg mangelhaft mit den falschen besetzt werden! weil mit inKompetenz ist schon die BW an die Wand gefahren worden... schlecht beraten oder schlecht besetzt? das Geschlecht ist zweitrangig bei der Wahlentscheidung, schließlich will man ordentlich vertreten werden. Grundschulen und Kindergärten müsste man dann ja auch auf 50:50 die Stellen besetzen und diejenigen die weder x noch y sind werden dann auch vergessen. vergesst es einfach... Qualität statt Quote!

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klapo 02.02.2019, 12:13
13.

Gleichberechtigung heißt gleiche Rechte. Zum Beispiel als Mann Elterngeld bekommen und als Frau Kfz Meisterin werden. Gleichbesetzung in irgendwelchen Ämtern hat damit erstmal gar nichts zu tun. Unabhängig davon ob das wünschenswert wäre oder nicht. Das Gegenteil von Chancengleichheit der Geschlechter wäre natürlich einseitig Frauen oder Männer aufgrund ihres Geschlechts zu bevorzugen. Und das muss man ja immer machen wenn die Anzahl männlicher Bewerber oder Kandidierender die weiblicher signifikant über einen längeren Zeitraum übersteigt oder umgekehrt und man Parität fordert. Das geht halt so nicht - wegen der Gleichberechtigung.

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Igelnatz 02.02.2019, 12:15
14. spaltende Debatte

Ich freue mich über weibliche Kolleginnen, Vorgesetzte, Parlamentarierinnen, Künstlerinnen,... sehr. Allerdings sollten sie nicht gegenüber Männern bevorzugt werden. Es wäre schön, wenn mehr Frauen die Initiative ergriffen, die Türen stehen doch meist offen! Man könnte allerdings strukturell Dinge verändern, damit mehr Frauen sich in Parteien oder als Vorgesetzte engagieren können. Eine Quote kann auch spalten - Männer gegen Frauen und umgekehrt...

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meister.stehlampe 02.02.2019, 12:16
15. "Überall fehlen Frauen"

Dem Autoren ist hier ein Denkfehler unterlaufen, denn Geschlechterparität ist keinesfalls ein Primärziel um Effizienz oder Optimale Leistung zu erreichen. Wenn die Parität nur aus Gründen der Diskriminierung von Frauen noch nicht hergestellt ist, dann gibt es noch viele viel gravierender davon betroffene Branchen und Institutionen: Z.B.: "Führer von Fahrzeug u. Transportgeräten" (5,1 % Frauenanteil), "Hoch u. Tiefbauberufe" (1,5% Frauen), "Innen- Ausbauberufe" (3,2 %) ... dahingegen dominieren Frauen in anderen Berufen deutlich (hier diskriminiert das Matriarchat offenbar gegen hilflos gegen die "Glas-Decke" anprallende Männer, die vor allem auch aufgrund während der Kindheit über ihre Persönlichkeit gestülpten "Stereotype" zombifiziert wurden: Z.B.: Medizinische Berufe (82.7% Frauenanteil), "Wellnessberufe, Med. Technik" (81.1% Frauenanteil), "Berufe in Recht und Verwaltung" (75,7% Frauen).

Ich vermute, die in diesen Bereichen "fehlenden" Männer verschuldet auch das "Patriarchat" - keinesfalls hat es etwas mit persönlichen Neigungen der Individuen zu tun - denn dies bedeutete ja, dass es *TRIGGER WARNUNG* inherente biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen gäbe, die sich u.A. in verschiedenen Prioritäten bei der Berufswahl, Karriereplanung, und auch im Streben nach Macht oder Führungsanspruch wiederspiegeln. Skandalös währe es z.B. die These aufzustellen, dass die Durchschnittsfrau lieber bei ihren Kindern ist, als der Durchschnittsmann nachts um 10 am Schreibtisch oder am Steuer eines LKW, etc. etc. (und das ist eben nicht so durch das Diktat des Patriarchats, sondern durch die Freiheit des Individuums)

Worüber ich mich wirklich freuen würde (aber schon längst jeglichen Glauben daran verloren habe) Einen Artikel im Spiegel zu lesen, bei dem ich nicht schon in der Überschrift erkennen kann, welcher Ideologie der Autor anhängig ist.

Ein ehemals wöchentlicher Spiegel Leser.

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Sebub 02.02.2019, 12:17
16. Gut gemeint aber nicht nachgedacht..

Ich bin immer sehr verwirrt darüber, dass solche Artikel noch verfasst werden. Korrelation bedingt keine Kausalität. Wenn weniger Frauen in Vorständen und politischen Ämtern kann es einen bzw. vermutlich viele Gründe dafür geben. Ohne Beweis die Welt in schwarz und weiß zu teilen und einfach zu behaupten, dass daran die bösen Männer schuld wäre ist der Versuch unsere komplizierte Gesellschaft auf dem Niveau eines Kleinkindes zu beschreiben. Es mag sogar sein, das sie mit ihren Aussagen recht haben, aber wo ist der Beweis? Selbiges mit der Behauptung über das Einkommen. Diese elendige Behauptung das Frauen nur 80 Cent oder wie viel auch immer im Vergleich zu jedem Euro eines Mannes verdienen wurde schon gefühlt an die tausend mal widerlegt, da die entsprechende Studie absolut wertlos ist als Vergleichsmittel für die Unterscheidung des Einkommens der Geschlechter. Ein Paritätsgesetz halte ich ebenfalls für gut gemeint, aber nicht durchdacht. Nehmen wir einmal an bei jetzigem Frauenanteil muss eine Partei einen Mann und eine Frau vorschlagen: Ohne Paritätsgesetz habe ich dann einen Kandidaten, der sich gegen 100% seiner Partei durchgesetzt hat, was gleichbedeutend ist mit der Annahme, das eine gewisse Kompetenz bei diesem Kandidaten erwartet werden darf. Mit Paritätsgesetz habe ich einen Mann der sich z. B. gegen 60-70% seiner Partei durchgesetzt hat und eine Frau, di sich gegen 30-40% ihrer Partei durchgesetzt hat. Rein mathematisch ist hier doch vollkommen logisch, dass im Schnitt der männliche Kandidat kompetenter sein muss. Es wäre gerade zu unlogisch Frauen zu wählen, da eine deutlich weniger kompetente Person gewählt werden würde (im Schnitt). "und etwa die Hälfte der Direktkandidatenplätze mit Frauen besetzen" Allein diese Aussage ist dermaßen unsinnig. Was ist am Ende des Tages denn wichtig bei einem Politiker der bestimmt welche Gesetze mein Leben beeinflussen: Welches Geschlecht hatte sie/er oder war diejenige Person kompetent? Wähle ich Politiker aufgrund anderer Maßstäbe als Kompetenz aus, sieht es ganz schnell schlecht aus in unserem Land!

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sober 02.02.2019, 12:20
17. Guter Kommentar

Die Verfassungswidrigkeit des Paritätsgesetzes liegt, vorsichtig gesagt, sehr nahe. Am Ende steht Brandenburg dumm da, ein Landesparlament, dessen Mehrheit ein eindeutig verfassungswidriges Gesetz einfach so passieren lässt, nur weil keiner sich getraut hat, „der Kaiser ist nackt!“ zu rufen. Das schadet dann aber nicht nur - zu recht - dem Ansehen des Landesparlaments, sondern auch - zu unrecht - dem Bemühen um mehr Frauen in der Politik.

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m82arcel 02.02.2019, 12:25
18.

"Genau hier ist die Krux: Eigentlich müssten die Parteien ihre Frauenanteile erhöhen. Sie müssten mehr dafür tun, dass Frauen eine Chance haben, in politische Ämter zu kommen."
Warum müssen die Parteien hier aktiv werden? Es gibt niemanden, der eine Frau davon abhält, sich in einer Partei zu engagieren. Die Frauen müssten es nur (in größerer Zahl) auch tun. Und gerade wer in ein Amt gewählt (oder Vorstand eines Unternehmens) werden möchte, muss halt auch mal selbst aktiv werden und die Initiative ergreifen, statt passiv darauf zu warten, dass andere einem den Weg bereiten.

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spon_4_me 02.02.2019, 12:27
19. So lange

der Feminismus in Deutschland Protagonistinnen wie Frau Höhne hat, ist mir um die Herrschaft der Männer nicht bange. Den Unterschied zwischen Gleichberechtigung (Input) und einem wie auch immer gewünschten, paritätischen Ergebnis (Output) sollte einer SPON-Redakteurin klar sein. Dass die Bedenken, einer bestimmten Gruppe repräsentative Quoten zuzubilligen, nichts mit der Frage zu tun haben, ob die Gruppe eine Mehr- oder Minderheit darstellt, erfordert auch kein Jurastudium, sondern nur ein Grundverständnis von Entscheidungs-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Und überhaupt: Was wird denn besser, wenn mehr Frauen Abgeordnete, Managerinnen oder Offizierinnen sind? Gibt es dafür sachliche Argumente (dann würde ich sie gern hören) oder geht es nur um dumpfe Spielplatz-Arithmetik?

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