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DIW-Chef zu Kühnert-Aussagen: "Es gibt viel Missbrauch in der sozialen Marktwirtschaf
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DIW-Chef Fratzscher kritisiert die "Exzesse" der sozialen Marktwirtschaft und stellt sich damit neben Juso-Chef Kühnert. Die Autohersteller hingegen laufen Sturm gegen die SPD. Die Reaktionen im Überblick.

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Ulipol 04.05.2019, 12:20
1.

Die sehr zugespitzte Aussage von Herrn Kuehnert bringt vielleicht die notwendige Diskussion um das Soziale in unserer Marktwirtschaft in Gang.

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gvcom 04.05.2019, 12:22
2. eine Enteignung.......

von Firmen wie BMW ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll, weil es sich um Aktiengesellschaften handelt. Jeder Bürger kann sich an diesen Firmen beteiligen indem er Aktien kauft. Damit profitiert er auch vom Erfolg des Unternehmens durch Kurssteigerungen und Dividende. Natürlich kann man besonders bei der Dividende darüber diskutieren ob nicht mehr ausgeschüttet werden muss, aber auch da werden dann die am meisten profitieren die das größte Aktienpaket haben.

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max-mustermann 04.05.2019, 12:24
3.

"Manche Immobilieneigentümer hätten den Wert ihrer Immobilie in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt, ohne etwas dafür zu tun."
Falsch nicht der Eigentümer hatt den Wert seiner Immobilie verdoppelt sondern die hohe Nachfrage sprich der Markt sind dafür verantwortlich. Genau so wenig wie übrigens der Eigentümer einer Immobilie in einer strukturschwachen Region den fallenden Wert selbiger zu verantworten hat.

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pric 04.05.2019, 12:30
4. Schwacher Mensch

Dieser Schoch (und auch der Brecht) ist ja ein Schwätzer vor dem Herrn. Was will der denn, dass Arbeiter CDU/CSU wählen? so ner Type wie dem traue ich auf jeden Fall nicht zu, den 'Arbeitern deutscher Unternehmen' eine Partei zu empfehlen, die ihre Interessen vertritt. Das wäre dann z.B. die Linke, die SPD (ja, immer noch) und so weiter. Seine Interessen liegen anscheinend ganz woanders.

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meinung4711 04.05.2019, 12:37
5. Das Rad der Geschichte

Das eigentliche Problem ist die Geldschwemme, die sich in Immobilien, Aktien und dem deutschen Exportüberschuss wiederfindet. Zuviel Geld ohne volkswirtschaftliche Gegenleistung. Irgendwie muss dieses Geld wieder eingesammelt oder auf die breite Masse verteilt werden. Da diese Zusammenhänge nur schwer vermittelbar sind, wird es sich diese Spannung wieder auf ungemütliche Art abbauen. Man wird auf populistische Art Sündenböcke finden und es wird das geben, was es in der Geschichte der Menschheit schon immer gegeben hat: eine schwere Wirtschaftskrise mit Armut, Hunger und Krieg. Die Frage ist nicht ob, sondern wann.

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klaus. 04.05.2019, 12:37
6. Inflation ist das Problem

Aus meiner Sicht sind die niedrigen Zinsen das Hauptproblem. Das führt zur Inflation. Aber nicht zur gemessenen Inflation der Konsumgüter, sondern das Geld wandert in Immobilien und führt dort zu Preissteigerungen = Inflation.

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yvowald@freenet.de 04.05.2019, 12:37
7. Immer wieder Finger in die Wunde legen

Sozial-gerechte Lebensverhältnisse erreichen wir nur durch die Umverteilung von Riesenvermögen. Wer über Riesenvermögen verfügt, verfügt auch über politische Macht, in dem politische Entscheidungsträger finanziell beeinflusst und gelenkt werden. Deshalb sollte gerade die (noch) freie Presse ihren Finger immer wieder in diese Wunde legen.

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Stäffelesrutscher 04.05.2019, 12:53
8.

»BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch hat inzwischen reagiert. Für Arbeiter deutscher Unternehmen ist diese SPD nicht mehr wählbar", sagte Schoch der "Wirtschaftswoche".«

Zur Verteidigung der Ehre von Betriebsräten sei gesagt: Es gibt auch andere. Nämlich Betriebsräte, die sich nicht als Pressesprecher der milliardenschweren Großaktionäre verstehen.

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haarer.15 04.05.2019, 12:55
9. Eine besonnene Stimme

Der DIW-Chef Marcel Fratzscher gehört schon lange zu denen, die in der Lage sind, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Und für den die rein ökonomische Lehre aus dem Buch keine Monstranz ist, die man vor sich hertragen muss. Der erkennt, wo wir heute gesellschaftlich stehen. Wo bitte haben wir heute noch soziale Marktwirtschaft ? Die wurde peu a peu ausgehebelt. Vergessen wir diesen seltsamen Betriebsrat von BMW. Der steht nur für sich selbst. Solch eine reflexartige Reaktion aus diesem Stall war völlig daneben. Herr Schoch führt wohl ein ausgesprochenes Nischendasein und sollte sich fragen lassen, was denn für ihn noch wählbar ist und ob es sich heute noch schickt, diesen unsäglichen Status Quo zu verteidigen. Setzen Herr Schoch ! Herr Kühnert hat, das zeigen alle Reaktionen, in ein wahres Wespennest gestochen. Danke Kevin !

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