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Doktoraffäre: Guttenbergs Anwalt attackiert Uni Bayreuth

Karl-Theodor zu Guttenberg*lässt zurückschlagen: Sein Anwalt wirft der Universität Bayreuth vor, sie trage zur "Vorverurteilung" seines Mandanten bei. Grund: Erste Ergebnisse der Kommission, die die Plagiats-Doktorarbeit Guttenbergs prüft, sind bereits durchgesickert.

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myoto 10.04.2011, 10:31
40. CxU eben

Zitat von Tottiso
Ist ja wieder mal interessant was der Gesetzgeber darunter versteht. Volkes oder sollte ich sagen der Öffentlichkeit Seele wird kochen, wenn kein Strafverfahren eingeleitet wird.
Ja, aber bei der CxU wird es genauso kommen.

Nicht wie bei Jörg Tauss, wo die Vorverurteilung durch Medien und Politik natürlich von Anfang an völlig legitim und in Ordnung war.

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tommahawk 10.04.2011, 10:33
41. Ist der Ruf erst ruiniert...

Angriff war schon immer die beste Verteidigung sagt sich KT und auf geht's!

Anstatt kleine Brötchen zu backen geht's weiter in die völlig falsche Richtung. SORRY, aber das nervt jetzt nur noch. KT ist weg vom Fenster und das ist gut so!

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KaraMer 10.04.2011, 10:34
42. dem guten Namen verpflichtet

Zitat von Erich91
Die UNI Bayreuth hätte besser vorher sorgfältiger und ordentlicher arbeiten sollen. Das " Aufarbeiten und Offenlegen " soll doch wohl nur von eigenen Fehlern ablenken. Man sollte doch meinen das diese Guttenberg Affaire jetzt dazu führen sollte, um Abschreiben generell auszuschließen. Wege, die dazu führen, sollten die Uni's jetzt erarbeiten und aufzeigen.
Soweit ich weiß ist genau das die Absicht:
1. Aufklären wie getäuscht wurde
2. Prozesse etablieren, die solche Täuschungen zukünftig auffliegen lassen

M.E. hat Doktorvater etc. sich von KTGs Namen und Hintergrund blenden lassen.

Großer Fehler. Dieser Name und Hintergrund ist ja auch durch Unterstützung von brutalstem Raubrittertum entstanden. Ich habe nie verstanden, was KTG mit seinem "guten Namen verpflichtet" meinte. Inzwischen dämmert es mir...

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Tommi16 10.04.2011, 10:34
43. ......................................

Zitat von mirrorcola
Die Art und Weise wie die Uni Bayreuth und deren rabulistische Juraprofessoren ihre (stark verdreckte) Weste auf Kosten ihres Alumnus KTG weiss halten wollen, ist an Primitivität -und gar krimineller, rabulistischer Energie- nicht zu überbieten.
Also ist nicht der B E T R O G E N E, sondern der
B E T R Ü G E R im Recht ?
Seltsame Rechtsauffassung.

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panda 10.04.2011, 10:35
44. ..

Zitat von cohorte
Grundsätzlich gehört auch der Kontrolleur bestraft wenn er einen Schwarzfahrer erwischt hat. Irgend einer muss ja schließlich geschlampt haben wenn der Kerl es in die Bahn geschafft hat.
Mag ja durchaus sein, dass die Uni geschlampt hat. Sie hat sich allzu fahrlässig auf die schriftliche Erklärung von Hrn. Guttenberg verlassen, dass alles aus seiner Feder stammt - es sei denn es wäre mit einer Fußnote versehen.
Aber wer kann der Uni dies wirklich verübeln - wenn selbst heute, nach Aufdeckung des Skandals, angeblich mehr als 70% der Bürger immer noch zu Guttenberg stehen.

Das Schlampen der Uni ist rein gar nichts gegen Lug und Betrug eines Doktoranden, der sich seinen Doktortitel auf eklige Art und Weise erschlichen hat.

Wir alle sollten uns freuen, dass Guttenberg inzwischen keine Verantwortung mehr in der Regierung trägt. Es könnte einen Angst und Bange werden solche Minister mit solchen Charakterzügen an den Schalthebeln der Bundeswehr zu haben.


Selbst zur nachträglichen versprochenen rückhaltlosen und offenen Aufarbeitung ist Guttenberg nicht bereit. Ganz im Gegenteil - jetzt zeigt er mit seinen Fingern auf die Uni. Dieser Mensch hat in der Politik nichts mehr zu suchen.
Auch in der Wirtschaft sehe ich für ihn nun größte Probleme - oder würde irgendjemand von diesem Herrn bedenkenlos noch einen Gebrauchtwagen kaufen? Außen hui - innen pfui.

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duggy 10.04.2011, 10:36
45. Verstehe die Aufregung von zu Guttenberg nicht

Er wird sich doch sicher sein, dass die Uni den realen Tatsachen entsprechend feststellt, dass er eben leider in der Hektik ein paar Fußnoten vergessen hat.

Wie, doch nicht? Vielleicht hat er mittlerweile doch Zweifel? Mmmmh.....

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ih2011 10.04.2011, 10:37
46. Unverbesserlich - uneinsichtig - unbelehrbar - überheblich - dumm

So ist das Raubrittertum, welches sich heutzutage gerne auf Tradition und Ehrbegriffe beruft. Die Verlogenheit zeigt sich jedoch nicht nur beim Täter, sondern auch bei den weinerlichen Schwärmern für diese Person.

Da die Tat mit seinem Amt und dem Rücktritt im direkten Zusammenhang steht und die Wirkung dessen über die Person hinausgeht liegt die Strafverfolgung im allgemeinen Interesse. Es ist nicht entscheidend ob Geschädigte Anzeige erstatten. Warum diese es nicht tun, ist vielleicht eine Untersuchung wert. Die Verletzung des Urheberrechts ist kein Kavaliersdelikt. Guttenbergs Arbeit wurde über einen Verlag entgeltlich vertrieben. Die unerlaubte Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke ist zu verfolgen. Zur Erinnerung: Die Abgabe der Doktorarbeit ist darüber hinaus verbunden mit einer eidesstattlichen Erklärung. Das öffentliche Interesse mahnt begründet schon die Universität Bayreuth als öffentliche Institution an.

Der bei der Aufklärung „Helfende“ beruft sich darauf, dass er nun Privatmann sei. Diese Erklärung zur Abweisung der Verfolgung könnte fast jeder nach einer Tat für sich in Anspruch nehmen. Dass Guttenberg die Tat vor seiner Tätigkeit als Minister beging, entbindet ihn nicht vor einer möglichen Strafverfolgung. Da der Fall während seiner Ministerzeit an die Öffentlichkeit kam, ist er von allgemeinem Interesse. Dass bayerische Justizbehörden dieses anders sehen wollen/müssen, unterliegt „speziellen Kriterien“. Dass der Uneinsichtige weiterhin behauptet, nicht absichtlich gehandelt zu haben, ist als juristische Spielerei zu bewerten, ansonsten zeigt es größere psychologische und charakterliche Schäden des Oberkommandierenden a. D. und fordert die Strafverfolgung und -ahndung mangels Reue geradezu heraus.

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Silverhair 10.04.2011, 10:37
47. Durchaus ein öffentliches Interesse ...

Zitat von OlGa
Die Frage ist doch, welchen Sinn das jetzt noch macht. Nachdem Guttenberg von allen Ämtern zurückgetreten ist, sehe ich auch kein öffentliches Interesse mehr, verstehe also die Uni hier nicht. Man muss jetzt nicht noch nachtreten. Andererseits ist es auch grotesk, dass Guttenberg sich nun als Opfer darstellt. Vorverurteilung? Es geht doch jetzt wirklich nur noch darum, das Amtlich gemacht wird, was ohnehin schon klar wie Kloßbrühe ist. Er sollte ruhig bleiben und hoffen, dass alles bald abklingt.
Das öffentliche Interesse ist die Glaubwürdigkeit des Führens eines Doktortitels - im öffentlichen Interesse ist es auch ob die Uni-Bayreuth hier noch eine "glaubwürdige Universität ist" oder ob der Verdacht bestehen bleibt das hier Doktortitel einfach per "Geld" oder Zuwendungen vergeben wird!

Der Doktortitel ist eine Geld-Werte Ergänzung des Namens, sowohl national als auch international - und da besteht natürlich ein grosse Interesse daran das Betrüger auch bestraft werden - sonst ist nämlich der "Doktortitel" aus Deutschland bald nur noch ein Witzzusatz!

Man mag sich fragen ob ein solcher "Namenszusatz" überhaupt gesetzlich geschützt werden muss - in den USA hat das zb: überhaupt keine Bedeutung - da gibt keiner etwas auf den "Dr.Titel" - aber in Deutschland legt man eben wert darauf - sowohl auf das Führen wie auch die Korrekte Anrede!

Wird das nicht mehr aufrecht erhalten - dann soll man es fallen lassen - aber dann hat auch zb: das Merkelchen
keinen Anspruch mehr darauf - dann ist das eben reinste Makulatur!

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senf-mit-sauce 10.04.2011, 10:37
48.

Zitat von marmeladow
Es sieht so aus als hätten die Betreuer die Bewertung der Doktorarbeit von KTG in einem Umschlag bekommen! Es ist so viel abgeschrieben worden dass sogar Laien das Ausmaß quantifizieren konnten und es stellt sich die Frage ob die Betreuer überhaupt die Diss gelesen haben! Eines der Lieblingsworte von KTG ist "Aufrichtigkeit". Jemand sollte sich die Mühe machen ihm die Bedeutung des Wortes zu erklären.
Nein, es lief anders, nachzulesen in der SZ.
G. besuchte seinen Doktorvater einmal monatlich/halbjährlich (?) und trug neue Teile seiner Doktorarbeit MÜNDLICH vor. So konnte der Doktorvater keine Plagiate erkennen und bildete sich sein Urteil aus dem Gehörtem und der Diskussion darüber.
Ich halte dies für praktikabel und angemessen in den Geisteswissenschaften. Nur in so einem Fall kann eben ein Plagiat nicht oder nur sehr schwer entdeckt werden.
Hinzu kam ein großes Vertrauen in die Ehrlichkeit (s. o. in diesem Thread) seines Doktoranden durch den (schon lange) eremitierten Doktorvater.

Laien konnten das Ausmaß also erkennen, weil sie anders mit der Doktorarbeit gearbeitet haben als der Doktorvater.

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cohorte 10.04.2011, 10:39
49. ####

Zitat von Silverhair
Der Kontrolleur beim Bus muss aber nur prüfen ob sie eine gültige Bus-Fahrkarte haben - und auch nur im Bus - aber nicht was auf ihrer Bahnkarte steht! Und Wissenschaft ist kein "Kontrollsystem" - es besiert auf Vertrauen! Noch sind Bücher und Texte zu 90% in weltweit verteilten Bibliotheken als Papier vorhanden - es ist schlicht unmöglich nachzuprüfen wo wer was abgeschrieben hat als "Standartzustand" - Die eingereichte Arbeit ist entweder ehrlich entstanden oder nicht - Prüfen kann und muss das keiner auf Verdacht!
Mein Betrag war ironischer Natur, ich bin absolut ihrer Meinung ;)

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