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Donald Trump attackiert Jeff Sessions: "Ich habe keinen Justizminister"
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der US-Präsident verschärft den Ton gegen seinen Justizminister: Er sei unzufrieden mit Jeff Sessions' Arbeit, sagte Donald Trump. Dabei gehe es nicht mehr bloß um dessen Verhalten in der Russlandaffäre.

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kuac 21.09.2018, 11:30
50.

Zitat von zwischendurch27
Hat zwar eigentlich nichts direkt mit dem Beitrag zu tun, aber der andere war nicht kommentierbar. Wieso darf der ehemalige Anwalt eigentlich zu Trump Aussagen? unterliegt der nicht der Schweigepflicht?
Der Anwalt macht keine Aussage als Trumps Anwalt. Im Augenblick ist er selbst der Angeklagte.

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g.eliot 21.09.2018, 18:20
51.

Zitat von brotherandrew
... ein Trump-Fan. Versuchen Sie es doch einfach mal mit einer Strafanzeige gegen Hillary Clinton. Ach so, es geht um "gesundes Volksempfinden" und da ist die Justiz nur lästig. Dachte ich es mir doch. Unterstützung im Wahlkampf war noch nie ein Grund für Trump, jemanden nicht zu feuern. Siehe Steve Bannon. In Wahrheit feuert er Sessions aus drei Gründen nicht: 1. Er hat Angst davor, dass das für ihn im Zuge der Ermittlungen von Mueller nach hinten los gehen könnte wegen Behinderung der Justiz. Seine Anwälte und Berater haben ihn daher nachhaltig vor einer Entlassung von Sessions gewarnt. Wenn Sessions dann auspackt, was er über Trump weiß und wie Trump immer wieder versucht hat, ihn zu gesetzeswidrigen Handlungen anzustiften usw., dann ist Trump endgültig erledigt. 2. Seine eigene Partei steht in dieser Sache quer. 3. Er hat niemanden für den Job, dem er vertrauen kann. Bei einer Entlassung von Sessions würde ausgerechnet Rosenstein das Amt übergangsweise führen. Das ist der Mann, der Mueller eingesetzt hat. Trump sitzt in der Falle. Politisch wie rechtlich. Und langsam zieht sich die Schlinge zu. Leider dauert das noch etwas.
Inzwischen hat Trump sich schon den Missmut der Republikaner aus Alabama zugezogen, wo Sessions hoch geschätzt wird. Er dachte wohl nicht daran, als er Sessions minderbemittelt bzw. einen dummen Südstaatler beschimpfte. Es gibt auch Republikaner, die sich kategorisch weigern, einen Nachfolger für Sessions zu bestätigen, weil er auch in Washington in den konservativen Kreisen ein ziemlich hohes Ansehen genießt.

Deshalb muss Trump sich extra bemitleiden und furchtbar jammern, und ich frage mich, wieso seine Followers, die in ihm den starken Mann bewundern, von dieser Art Benehmen eines Weichlings nicht angewidert sind.

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g.eliot 21.09.2018, 18:41
52. Eine Antwort an diejenigen...

… die meinen, dass Trump das demokratische System nicht verstehe, weil er zu dumm dazu sei. Das glaube ich nicht. Er versteht das System sehr wohl, aber das interessiert ihn nicht. Das liegt nicht an der Intelligenz, sondern an seiner persönlichen psychischen Eigenschaften, die schon vielfach analysiert wurden. Er will seine persönliche Macht so weit ausbauen, wie das System es zulässt. Bisher hat das System versagt, ihm die Grenzen aufzuzeigen. Er ignoriert die Mehrheitsmeinung seiner Partei, wie z.B. wegen der Zolltarife und ignoriert sogar ein Senatsreferendum zum Thema, denn niemand kann ihn zwingen, das Referendum umzusetzen.

Trotzdem steht die GOP mit Zustimmungswerten zwischen 80-90% geschlossen hinter ihm. Ehemalige Gegner sind inzwischen zu seinen Marionetten mutiert, andere werfen das Handtuch und gehen.

Trump sollte also nicht unterschätzt werden. Wäre er dumm, hätte er die kollektive Hörigkeit der Republikaner nie erreicht. My two cents: Das System wird ihn nicht schlagen, die Wählerstimmen schon (es sei denn, die Wahl wird von ihm für ungültig erklärt).

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sven2016 22.09.2018, 21:06
53.

Senator Graham ist einer der extremen Einflüsterer von Trump, der u.a. einen Atomschlag gegen Nordkorea befürwortete. Den Hinweis auf 1 Million Tote in ganz Korea bei einen Krieg kommentierte er mit: „Besser da als bei uns.“

Das ist das Problem der Reps: Sie bestehen fast ausschließlich aus Tea Party und Caucus-Bewegungen, in denen sich die übelsten Irren ungehindert austoben können und durch keine nationale Führung gebremst werden.

Trump und seine Aluhüte sind der kleinste gemeinsame Nenner für diese Politiker.

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