Forum: Politik
Donald Trump: Der Blabla-Präsident
AFP

Donald Trump hat schon viele internationale Deals platzen lassen, aber noch kein einziges Abkommen selbst zustande gebracht. Er muss endlich liefern.

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don_spon 25.05.2018, 09:47
60. Unterschiedlich Sichtweisen

Ich denke auch das die Amis ihren Präsidenten anders sehen als der Spiegel. vor allem seine Supporter wissen genau das Diplomatie eigentlich ganz einfach ist. Entweder der Gesprächspartner gibt klein bei, oder es gibt in die Fresse. Tatsächlich befinden sich die USA vor allem wirtschaftlich nicht mehr in der Position der Stärke. Nordkorea und China das im Hintergrund das Sagen hat, hätten sich eh nicht auf den Deal der Trump vorschwebte (und der den Machtverlust für Kim und die KP bedeutet hätte ) eingelassen. Der amerikanische Friedensfürst wird irgendwann an den Realitäten scheitern und das wird bitter für die Amis. Aktuell hat er durch die Absage bei seinen schwerdummen Supportern aber sicher gewonnen. Immerhin war ja Kim in der Vergangenheit ein recht radikaler Diktator, bevor sein Wandel vom Saulus zum Paulus begann. Wie kann er da jetzt die ausgestreckte Hand des gnädigen Präsidenten aller US Amerikaner ausschlagen? Na jedenfalls ist Blabla Präsident aus amerikanischer Sicht völlig ungerechtfertigt und es bleibt auf jeden Fall spannend zu sehen wie die Geschichte mit dem orangenen Mann im weißen Haus weiter geht.

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Beat Adler 25.05.2018, 09:51
61. Seit wann sind Drohungen eines US Praesideneten Bla bla bla?

Die Drohungen von Trump sind KEIN Blabla, selbst dann nicht, wenn sie ins Leere laufen.

Es gilt immer actio = reactio. Auf jede Drohung Trumps folgt die Reaktion der Betroffenen.
Genau hier ist anzusetzen und das, was China, Kanada und Mexiko uns, dem Rest der Welt, vorexerzieren, nachzuahmen: Abwarten, ewig verhandeln, Geduld zeigen, ausbremsen, in die Laenge ziehen.

In allerspaetestens 6 1/2 Jahren ist Trump plus seine Mannschaft Geschichte. Das ist kein Zeitraum, der laenger dauert, wie ein Staatsvertrag, selbst Vertraege zwischen Privaten haben in der Regel eine laengere Laufzeit.
Und..... Die Hoffnung stirbt zuletzt: Da ist ja noch Robert Mueller und Michael Avenatti, der Anwalt von Stormy Daniels, die midterm elections November 2018 und die naechsten Ptaesidentschaftswahlen Nov 2020. Es kann also viel schneller gehen, bis Trump und seine Mannschaft weg vom Fenster sind ;-)

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!!!Fovea!!! 25.05.2018, 09:51
62. Er hat doch alles

erreicht, Nordkorea "weich gespült" und nun lässt er das Treffen platzen, während Kim schon seine Atomanlagen zerstört hat, das nennt man klassisch ausgespielt.
Für mich bedeutet das bloß, dass Trump auf Kims keinen Wert legt. Andere Länder (z. B. Iran) wird sich so etwas merken und nicht mehr auf Trump hören. D.h. das Vertrauenverhältnis ist dermaßen zerrütet, das werden zukünftige US Präsidenten nur mit viel Arbeit wieder aufbauen können.

Und A. Merkel bzw. H. Maas sollten sehr vorsichtig sein und sich auf keinen Fall mehr auf die USA verlassen. Wir haben wichtigeres zu tun, als Trump einen Gefallen zu tun.
Was Trump mit Nordkorea und Iran getan hat, ist eine Katastrophe, die EU muss unbedingt einen eigenen Handlungsspielraum erweitern ohne den Amerikanern und den auch nicht ständig bei Verhandlung mit einbeziehen, da der dieses auch nicht tut.

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spon_4_me 25.05.2018, 09:51
63. Wenn Sie glauben

DJT muss liefern (was immer das heißt), dann haben Sie immer noch nicht seine Wirkungsweise verstanden. Anders als all seine Vorgänger seit Wilson sieht er die USA nicht als leitende, sondern als leidende Nation. Der Opfer-Mythos funktioniert bei den Wählern in den 5 - 6 Bundesstaaten, auf die es auch bei der nächsten Wahl ankommen wird, recht gut. Glauben Sie im Ernst, der normale Amerikaner ist blind für die Mängel dieses Mannes? Und glauben Sie, die Leute haben Dchuppen auf den Augen, die Ihnen jetzt von den Augen fallen werden? Dream on.

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panzerknacker 51 25.05.2018, 09:54
64. Bild

Diese mediale Beeinflussung, was wir von dem Herrn zu denken haben, durch die Auswahl der Bilder geht mir irgendwie gegen den Strich. Dem SPIEGEL als selbsternanntem seriösen Medium irgendwie nicht würdig.

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Marut 25.05.2018, 09:55
65. Die EU kann daraus lernen

Das alles sollte die EU und unsere Kanzlerin, die sich ja schon immer reflexartig Amerika unterwirft, genau ansehen. Es zeigt, dass Trump überwiegend unfähig ist, internationale Verträge abzuschließen, die nicht die absolute Unterwerfung beinhalten. Das Wort Kompromis ist für ihn mit Niederlage gleich zu setzen.
Und so wird es irgendwann auch in den internationalen Handelsauseinandersetzungen sein. In der destruktiven Phase konnte er in seinem Stil große Reden schwingen und die Aufkündigung der jeweiligen Verträge als Erfolg seines ach so forschen Auftretens feiern.
Doch nun kommt die Phase, in der er für alles, was er zerstört hat, auch Alternativen bieten muß, sonst steht Amerika bald als ein Land da, was zu niemandem auf der Welt noch geregelte Verhältnisse hat.
Bei Nordkorea konnte er sich noch mit der angedeuteten Warnungen vor der amerikanischen Atommacht ein bisschen Pseudo-Stärke verpassen. Will Amerika aber, wenn die EU sich eben nicht im Bereich Zölle und Iran-Handel ihm bedingungslos unterwirft, auch mit Atomdrohungen an Berlin und Brüssel aufblähen.
Hier muß die EU und unsere Frau Merkel begreifen, dass man Trump nur mit entsprechendem Durchhaltevermögen und Bestimmtheit entgegentreten muß. Politisch ist der Mann recht kurzatmig und Europa hat gute Chancen schon nach kurzer Zeit sich durchzusetzen.

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Pless1 25.05.2018, 09:58
66.

Objektiv hat Herr Nelles natürlich vollkommen Recht.

Aber nach objektiven Kriterien geht es weder bei Trump zu noch bei seinen Anhängern. Die haben eine Abrissbirne bestellt und genau das liefert Trump. Man muss sogar sagen: er liefert es geradezu wie am Fließband. Ich glaube nicht, dass Trump danach bewertet wird, ob er konstruktiv etwas zustande bekommt - jedenfalls nicht von den für Trump wesentlichen Kreisen. Nur von den restlichen 99% der Menschheit. Die sind aber egal, so einfach ist das wohl leider. Von daher glaube ich auch nicht, dass Trump großen Druck verspürt, konstruktiv liefern zu müssen. Vermutlich ist das auch gar nicht sein Ziel. Eine möglichst komplexe, ja chaotische Gemengelage ist für die meisten Menschen schlecht, nicht jedoch für Trump und seine Gefolgsleute. Die werden daraus Kapital zu schlagen wissen, in jeder Beziehung.

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Stefan Sx 25.05.2018, 09:59
67. Clever?

Zitat von hausfeen
Er ist nicht irre, nicht dumm, sondern zielstrebig. Er ist auf der falschen Seite der menschlichen Seele, das ist klar. Aber dabei clever und rüchsichtslos.
Wenn sich der Begriff "Cleverness" als die völlige Absenz von Reflexionsvermögen bei maximaler Selbstüberschätzung auf der Basis von absolut haltloser Egozentrik definiert - dann ist der Typ ein wahrhaft, wahrhaft helles, helles Köpfchen. Diese möglicherweise zielgerichteten Aktionen, die mitunter seitens der US-Regierung wahrnehmbar zu sein scheinen, die haben wir dem Beraterstab zu verdanken, der sich in dieser trüben Distille des Irrsinns wie ein Schimmelpilz abgesetzt hat nach monatelangem Auskochen noch des letzten Quäntchens von Anstand und Vernunft. Dem Chef dieses Haufens so etwas wie eigenen Überblick oder sogar einen tragfähigen eigenen Plan zu unterstellen, halte ich für gemein im Angesicht seines offenkundigen Zustandes. Behindertenwitze sind nicht okay. Nicht einmal dem Trump gegenüber.

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schoenfeldo 25.05.2018, 10:04
68. Der breitbeiniger Bullshitter-Präsi

hält offensichtlich so einigen Shitstorm aus. Bisher konnten ihn sein lautstarkes Blabla jedenfalls noch nicht aus dem Sattel heben.
Wir Deutschen sollte ihn nicht so ernst nehmen, er will halt nur spielen.
Nach der Präsidentschaft dürften seine "Deals" das eigene Ex-Pleiteunternehmen jedenfalls bestens saniert haben.

Hier kann man sehen, was so entsteht, wenn die Wirtschaft nahezu vollständig die Politik übernimmt. Es ist einfach nur übel und die Europäer sollten daraus lernen, wie man es nicht machen sollte.

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vaikl 25.05.2018, 10:11
69. Hillary...

Zitat von seine-et-marnais
Eigentlich liefert Trump doch nur was vor ihm andere US-Präsidenten versprochen haben (vielleicht mit Ausnahme Obama). Nur Trump sagt: was ich sage das mache ich auch. Und im Grunde genommen hätte Hillary Clinton dasselbe geliefert, nur in etwas weniger marktschreierischer Aufmachung.
...spielt nicht derartig Russisch Roulette mit ihrer Reputation, sie würde in diesem Amt alles dafür tun, international ernst genommen zu werden. Ein großer Unterschied zur Welt eines Donaldus Trumpel, der den globalen Schwenk zu China als Weltmacht No. 1 einfach so geschehen lässt bzw. ihn auch noch durch Dummheit forciert.

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