Forum: Politik
Donald Trump in der Krise: Die Demontage
REUTERS

Ein Duell, eine Falle, eine Enthüllung: Innerhalb weniger Tage wird Donald Trump gleich mehrfach demaskiert und demontiert. Über einen Mann, der fünf Wochen vor der US-Wahl plötzlich den Halt verloren zu haben scheint.

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mostly_harmless 04.10.2016, 12:01
90.

Zitat von Elrond
wurde im Vorfeld einer US-Präsidentschaftswahl so viel Schmutz und Dreck eines Kandidaten ans Tageslicht befördert. Wie hält dieser Mann das selbst aus? Aber er befindet sich längst am Point of no Return. Er muss es, koste es, was es wolle, jetzt durchziehen. Vielleicht kann man dem armen Mann einen Therapieplatz finanzieren, wenn die Wahlen vorüber sind.
Irgendwie scheinen Teile der Bevölkerung dieses Landes unter Reealitätsverweigerung zu leiden. Wenn Fakten über ihre rechten Helden an den Tag kommen, nennen diese Herzchen das "Schmutz und Dreck", und wenn ihre Helden - so wie Trump - den gesamten Wahlkampf komplett und ausschliesslich mit Beleidigungen und Diffamierungen des politischen Gegner führen, finden sie das toll.

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Moewi 04.10.2016, 12:13
91.

Zitat von Thomas McKean
Ein Kandidat ist nur etwas Wert wenn er auch eine Chance hat zu gewinnen. Das ist weder bei Gary Johnson noch bei Jill Stein der Fall. ..und wie Toll es wird einen charismatischen Außenseiter zu unterstützen zeigte sich schön an der Wahl 2000. da hat G.W. Bush nur Dank den vielen Stimmen für Ralph Nader gewonnen. Ich bin sicher für die Nader Wähler war es ein tolles Gefühl zu wissen dass das Land in den Abgrund stürzt weil die Alternative den eigenen Ansprüchen nicht gut genug war.. ..und wie stark die grünen Anliegen unter Bush berücksichtigt wurden Dank dem guten Abschneiden von Nader lässt sich in den Geschichtsbüchern nachlesen (oder eben nicht nachlesen da es ja nie passiert ist..) ..also Ja, ich bin sicher für Johnson gewählt zu haben ist ein beruhigendes Gefühl bei der Vereidigung von Trump.
Mit anderen Worten: Der Wähler, der wirklich etwas anderes will, soll sich nicht so anstellen, und sich vom/mit dem "Sachzwang" erpressen lassen?
Wer wirklich eine Alternative im Sinn hat soll sich jedes Mal aufs Neue dazu zwingen lassen, entgegen seiner Richtung dann doch das kleinere Übel zu wählen? Also eine ewige Kettung an einen von 2 Kandidaten? Seien wir ehrlich: Gründe, warum "der andere" in den Untergang führt, finden sich immer.

Wer sagt, dass für Alternativwähler nicht doch BEIDE das grosse Übel sind?

"Schuld" an Bushs Wahl waren übrigens nicht die Naderwähler, sondern die Bushwähler. Das Land "stürzt in den Abgrund" , und verantwortlich sind plötzlich die wenigen Anderswähler, die nicht (gegen die eigene Überzeugung) für seinen Gegner stimmten?
Hat schon mal jemand daran gedacht, dass die grosse Mehrheit der Republikanerwähler etwas mit dem Bushsieg zu tun haben könnte?

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wb99 04.10.2016, 12:13
92.

Zitat von Elrond
Weil er mit seinem Tross an Anwälten und seiner Bauernschläue alle Schlupflöcher des Gesetzes zu seinem Vorteil genutzt hat, würde ihn das jetzt qualifizieren, genau dieses System zu reformieren?
Ich denke schon. Die etablierten Politiker zeichnet ja gerade aus, dass sie überhaupt keine Ahnung haben, was sie mit ihren Aktionen jeweils bewirken, während ein Systemkenner wie Trump mindestens drei Züge weiterdenkt.

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emo.alberich 04.10.2016, 12:16
93. Ablenkung ist immer gut ...

Zitat von alaba27
haben eigentlich ALLE deutschen Medien davon, Trump seit seiner Kandidatur so niederzumachen ? Anne Wil: "Wie bekloppt sind die Amerikaner, wenn sie Trump zum Präsidenten wählen ?" Haben wir nicht selbst genügend eigene Probleme ? Im Inland ? In der EU ?
Nicht nur ALLE deutschen, auch die wichtigsten Medien vieler EU-Staaten machen Donald Trump, bzw. dessen Wähler nieder wie Anne Will.
Für mich ein eindeutiges Zeichen dafür, dass wir mehr als genügend eigene Probleme haben.
USA-Kandidatenschelte ist gratis, das "Problem Kandidat" so nicht existent. "Wir müssen alles tun, damit Trump nicht gewählt wird" ist auch so ein entlarvendes Statement. Ausser Beten gibt es nichts zu tun und das sollte Privatsache sein.
Es wird so oder so nur eine oder einer gewählt - das wäre der Zeitpunkt für Erörterungen. Unglaublich, was der Blick in die Glaskugel für Raum einnimmt in den Medien. Ein Artikel weniger, den man den wichtigen Dingen widmen muss.

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rumarbeiter 04.10.2016, 12:18
94. Oh ja,

Zitat von Elrond
Weil er mit seinem Tross an Anwälten und seiner Bauernschläue alle Schlupflöcher des Gesetzes zu seinem Vorteil genutzt hat, würde ihn das jetzt qualifizieren, genau dieses System zu reformieren?
die Jäger die sich in ihre Beute hineinversetzen können sind erfolgreicher, so falls sie den wirklich jagen wollen.

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ingofischer 04.10.2016, 12:31
95. Wieso Absturz - oder ist die Umfragegrafik nicht mehr aktuell?

Wenn ich mir die Umfragegrafik so ansehe, kann ich alles andere als einen Absturz daraus erkenn - oder ist die Grafik nicht mehr aktuell. Clinton hat zwar etwas angezogen, aber dennoch liegt Trump gerade einmal 3% in der Wählergunst hinter ihr und mit 45% schon fast bei seinem Allzeithoch von 46%. Wenn man bedenkt mit welchen Unsicherheiten die Umfragergebnisse verbunden sind und es auch darauf ankommt, wer letztendlich sich überhaupt "bequemt" zur Wahlurne zu gehen, sind die Unterschiede schon fast zu vernachlässigen.

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Putin-Troll 04.10.2016, 12:32
96. Umfragewerte

Zitat von
Keine einzige seriöse Berechnung sieht Trump momentan über der für den Wahlsieg nötigen Hürde von 270 Wahlmännern. Man vergisst das leicht.
Tja, wenn es nach den Umfragen ginge, hätte es keinen Brexit gegeben, Kolumbien hätte Frieden mit den Farc-Rebellen geschlossen und die AfD wäre nirgends über 10% gekommen. Abgrechnet wird am Wahltag...

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DerweißEwal 04.10.2016, 12:46
97. Augen zu - jetzt erst recht ?

Zitat von pom_muc
Trump ist dagegen aktiver Geschäftsmann im Immobilienbereich. Eine Offenlegung hätte massive Nachteile für ihn. Keine Firma will dass die Konkurrenz Firmendaten erhält aus der man aus dem Verhalten in der Vergangenheit Rückschlüsse für das zukünftige Verhalten ziehen könnte. Zum Beispiel Risikobereitschaft oder Verschuldungsgrad.
Gerade diese Fragen nach der individuellen Risikobereitschaft und der persönlichen Schuldensituation eines Präsidentschaftskandidaten sollten die Wähler eigentlich besonders interessieren.

Aber seinen Anhängern scheinen seine Fähigkeiten und sein Charakter sowieso egal zu sein. Manche Fehlleistungen wirken auf diese sogar positiv, denn er ist dann "einer von uns", der sich nicht um die Regeln in einer zivilisierten Gesellschaft schert bzw. an ihnen scheitert.

Eine ähnliche Entwicklung gibt es ja auch in unserem Land, aber da reicht es dank unseres Bildungssystems nicht zur Regierung.

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Koda 04.10.2016, 12:53
98. Nix für ungut, aber auch ein George W. Bush schien einmal unwählbar

Und DER wurde sogar wiedergewählt.

Trotz der Verbindungen der Bush-Familie zum bin-Laden-Clan.

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global player 04.10.2016, 12:55
99. Establishment Medien gegen Trump

Zitat von emo.alberich
Nicht nur ALLE deutschen, auch die wichtigsten Medien vieler EU-Staaten machen Donald Trump, bzw. dessen Wähler nieder wie Anne Will. Für mich ein eindeutiges Zeichen dafür, dass wir mehr als genügend eigene Probleme haben.
Es sind die Establishment-Medien, die Trump, den anti-Establishment Kandidaten der Republikaner, mit allen Mitteln niedermachen, mit harmlosen Sprüchen aus der Mottenkiste, mit völlig übertriebenen Anschuldigungen (illegale Geschäfte in Kuba) usw., genau so wie sie auch den anti-Establishment Kandidaten der Demokraten, Bernie Sanders, niedergeschrieben oder unterberichtet haben. Das sollte alle bedenklich machen.

Die Tatsache, dass Trump ein anti-Establishment Kanidat ist, wurde am Wochenende erst wieder in der NBC-Sendung "Meet the Press" von allen anwesenden Diskutanten, einstimmig bestätigt, von Anhängern wie Gegnern. Zuvor schon im Vorwahlkampf beschrieb ihn auch das Magazin Politico so:
http://www.politico.com/magazine/story/2015/10/the-anti-establishment-front-runner-213280

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