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Donald Trump und das G7-Fiasko: Es hilft nur Widerstand
CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Der US-Präsident brüskiert die wichtigsten Partner beim G-7-Gipfel. Er folgt allein seinen Wünschen und Instinkten. Die Antwort der Europäer und Kanadier sollte eindeutig sein.

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ayee 10.06.2018, 15:27
110. Uninformiert, keine Ahnung von Zusammenhängen, unfähig

Das ist die Beschreibung von Donald Trump. Bauern, Stahlarbeiter, Kohlearbeiter werden ihn vielleicht feiern. Alle anderen, denen klar ist, was Schlüsselindustrien der Gegenwart und Zukunft sind, werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Denn die verstehen, was Trump für mittel- bis langfristige Schäden anrichtet. Und die lassen sich durch einen fähigeren Folgepräsidenten auch nicht wieder korrigieren, sondern nur mildern. Nationen wie China werden die Konfusion nur zu gerne zu ihren Gunsten nutzen. Die Weltordnung war bereits im Umbruch. Trump beschleunigt das und zwar nicht zu Amerikas Gunsten.

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maxi_stulz 10.06.2018, 15:28
111. Falsch

Zitat von b-kroh
Antwortet doch antizyklisch. keine Strafzölle seitens der G7. Macht weiter mit unseren Werten. Machen wir uns nicht zu von Trump geführten Opfern seiner Politik.
Der Vorschlag ist weder "antizyklisch" noch sonst irgendwie sinnvoll. Und welche Werte sollen das denn sein? Nicht einmal in der EU sind wir uns einig darüber. Kommt Trump damit durch, wird er weitermachen und seine Wähler werden ihn feiern und wiederwählen. Außerdem sollten wir auch unsere eigenen protektionistischen Maßnahmen ändern.

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taglöhner 10.06.2018, 15:28
112. Nicht so schlimm

Zitat von Airspeed
Meine grösste Sorge, wenn ich mir die Kommentare hier anschaue, ist dass das ganze Land USA abgeurteilt wird. Mann darf nicht vergessen, Hillary hatte die Mehrheit der Wähler, es ist die absurde institution des "Electoral College" die uns dieses Unding angebracht hat. Ich wünsche mir, dass ein Wiederstand auf beiden Seiten des Atlantiks dazür führt, dass diese Episode des reinsten Wahnsinnes nur teporär ist, und als reines Warnzeichen erinnert wird, wie schlimm es werden könnte...
Der Anti-Amerikanismus hier ist ziemlich überrepräsentiert durch die russischen Cyber-Aktivitäten. Erkennen sie leicht, wenn Sie öfter zu solchen Themen hier hereinschauen.

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postit2012 10.06.2018, 15:28
113. Sie haben ja durchaus recht,

Zitat von fpschindler
Geschäftsleute werden Trump eher verstehen, als Journalisten und Politiker, die meinen alles mit „Diplomatie“ regeln zu können. Ich habe 40 Jahre für die Amerikaner gearbeitet und kann Trump verstehen, mag ihn aber trotzdem nicht. In der freien Wirtschaft zählen Produktivität und Resultate, beides das Trump anstrebt und schon einiges erreicht hat. An Amerika verdienen sich viele Staaten und ihre Firmen, einschließlich Deutschland, viel Geld, blockieren aber, oft mit guten Gründen, dass die USA ähnlich „frei“ Handeln kann. Das ist in der Tat so. Mein Tipp: betrachten Sie Trump mehr als Geschäftsmann und sie alle werden ihn besser verstehen und wer den anderen versteht, hat fast automatisch mehr Erfolg. Aber wenn sie weiter nur auf ihm „rumhacken“ fühlt er sich bestätigt und wird weiter politische, diplomatische Lösungen torpedieren und Recht hat er ( als handelnder Geschäftsmann). Bitte nachdenken!
beschreiben aber sehr genau sein Defizit: Er ist weder Politiker noch Diplomat und wehrt sich verzweifelt dagegen, die Rolle anzunehmen, in die ihn die amerikanischen Wähler nun einmal gebracht haben.


Im Grunde ist er ein Entertainer gewordener Koofmich.

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Wassup 10.06.2018, 15:31
114. Es hilft nur ein Gegen-Deal

Europa sollte geräuschvoll mit der Verhandlung eines Freihandelsabkommens mit Russland beginnen.

Akteure konnten Gerhard Schröder und Merkel sein.

Das versteht vielleicht Trump.

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pteranodon 10.06.2018, 15:32
115. Ich sehe schwarz für Amerika

Seit 2005 lebe ich in den USA, bekomme den Trumpschen Irrsinn also täglich mit. Die Vorstellung, dass die amerikanischen Wähler ihren Präsidenten für seine Politik abwählen, ist nachvollziehbar, meiner Meinung aber naiv. Amerikaner wählen nicht nach Politik, sondern einzig und allein nach Image der Kandidaten und ihren persönlichen Überzeugungen, die hier besser als Idiologien bezeichnet werden, vor allem was die eher rechten und "konservativen" Wähler betrifft. Seit der Wahl, die Trump ins Amt brachte, ist mir nicht ein einziger seiner Unterstützer begegnet, der ihn nicht jederzeit wieder wählen würden. Ernsthaft, nicht einer. Das sagt Ihnen im Prinzip alles, was Sie über die US-Politik und Wähler wissen müssen. Um die Sache geht es hier nie. Es ist alles reine Emotion und "Aus-dem-Bauch-raus." Insofern vertritt Trump einen großen Anteil seiner Bevölkerung recht treffend.

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hauser 10.06.2018, 15:39
116. natürlich geht es Trump nicht um die Sache

Trumps Strategie ist natürlich nur das Dagegensein, das Draufhauen, das sich bei seinen Fans Beliebtmachen. Dafür wird er ja von seinen Fans geliebt.
Genau das Gleiche macht die AfD in Deutschland. Provozieren, Draufhauen, jedes Thema instrumentalisieren. Von Beatrix von Storch hat es auch noch nie ein 20 seitiges Strategie-Paper gegeben.
Der Unterschied ist nur der, dass Trump eine Mehrheit gewonnen hat und die AfD (noch) nicht.

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wynkendewild 10.06.2018, 15:40
117. Gelernt ist....

Zitat von bau-mann
wenn die Europäer verstanden haben dass man zusammenhalten muss um daraus „America alone“ zu machen. Dafür bräuchte es aber eine starke europäische Führung und kein politisches wir-schaffen-das. Es sind schon größere Nationen zur unbedeutsamkeit verkommen. Jede Hochkultur hat einmal ein Ende. Warten wir auf China oder Indien ??
Warum sollte man China und Indien denn nicht mal eine Chance einräumen sich beweisen zu können?

Eine Öffnung hin nach Osten wäre ein Schritt Richtung Zukunft. Was haben wir denn aus unserer Geschichte gelernt, wenn wir um uns herum nur Feinde zu sehen scheinen?

Europa hat in der Vergangenheit nur Mist gebaut und sich selbst zerfleischt. Mit einer der Gründe für Washingtons rasanten Aufstieg zur Weltmacht. Was hat Europa denn die letzen siebzig Jahren denn so großartiges geleistet?

Das eindimensonale Feindbild aus dem Osten darf als zentraler Grund für den Zusammenhalt gesehen werden. Mit dem Zerfall des Ostblock ist diese Union immer weiter in die Krise gerutscht.

Wir setzen auch keine Impulse mehr, sondern leben nur noch von unserer Substanz und produzieren wie die Verrückten. Das sind alles keine Leistungsdaten.

Ein starkes Europa würde dieser Welt deshalb keine Vorteile bringen. Europas Hochzeit ist vorbei.

MfG:
wynkendewild

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shardan 10.06.2018, 15:42
118. Beendet die Wahlkampfunterstützung!

Trump macht nichts außer seine ureigensten Interessen zu verfolgen. Diese Interessen heißen vorrangig Wahlkampf. Er benutzt alles und jeden als Wahlkampftribüne, auch den G7-Gipfel. Macht endlich Schluss damit. Er will die USA isolieren - kann er haben. Werft ihn aus dem G7-Gifel, er ist nur ein Hindernis. Nutzt den nächsten Gipfel nicht zu einem Pseudo-"Dialog": Trump ist ein extremer Narziss, er hat das Sagen - neben ihm gibt es für ihn niemand anderen. Entweder alles tanzt nach seiner Pfeife oder er haut beleidigt ab. So kann man keine "Deals" machen, schon gar nicht, wenn er sie nur Stunden später wieder aufkündigt. Kim wird sehr, sehr vorsichtig agieren nach dieser Demonstration der Unzuverlässigkeit. Trump ist auf seine Weise unangreifbar, sein Ego lässt eine Selbstreflektion gar nicht zu. Maßnahmen, die wirken sollen, müssen -leider!- seine Wähler und Unterstützer treffen. Bringt die Konzerne wie Amazon, Facebook etc endlich auf Linie - es geht nicht an, dass die hier kaum Steuern zahlen. Hohe Zölle auf einen Haufen landwirtschaftlicher US-Produkte und Burger, das trifft genau die Regionen, die Trump wählen.
Bei den Midterms wird er wohl noch durchkommen: Seine asozialsten Gesetzgebungen (Allg. Krankenversicherung, Krankenversicherung für Kinder...) treten wohlweislich erst nach den Midterms in Kraft. Das wird viele seiner eigenen Wähler treffen. Ich befürchte, die werden auch dann noch jubeln.

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stadtmusikant123 10.06.2018, 15:46
119. xxx

"Europa muss Trump übertönen".

Schöne Aussage. Viel Pathos. Soweit sehr schön. Aber bei allem "europäischen Patriotismus" braucht es schon auch noch ein paar Argumente - nicht nur Feelings.

Ausgerechnet die schwächelnde EU will oder soll zum Widerstand aufrufen.

Widerstand übrigens wogegen? Gegen Zollabbau, gegen Subventionsabbau?
Für noch mehr Handelsungleichgewichte?

Irgendwie fehlt bei aller Empörung das konkrete Ziel.

Ab Montag hat die EU wieder ihre eigenen Hausaufgaben zu erledigen.
Euro-Schuldenkrise, Flüchtlingspolitik, Asylpolitik, Brexit, Iran-EU-Atomabkommen, Haushalt und US-Strafzölle natürlich.

Ich denke mal , ab Montag ist wieder Realität angesagt.

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