Forum: Politik
Donald Trump und das G7-Fiasko: Es hilft nur Widerstand
CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Der US-Präsident brüskiert die wichtigsten Partner beim G-7-Gipfel. Er folgt allein seinen Wünschen und Instinkten. Die Antwort der Europäer und Kanadier sollte eindeutig sein.

Seite 14 von 17
MiCo 10.06.2018, 16:06
130. Was auffällt

Eigentlich kann es kein Zufall sein, dass angefangen bei Trump, über Brexit, Lega Nord/5 Sterne, FN bis AFD auffällig einmütig deren jeweilige Protagonisten Sympathien und Verbindungen zu Putin und Kumpanen unterhalten. Mit dem Krieg in Syrien befeuert der Herr aus Russland auch weiterhin den Flüchtlingsstrom. Eventuell liegt die Lösung all der politischen Probleme nicht im Westen, sondern im Osten.

Beitrag melden
hdwinkel 10.06.2018, 16:09
131. Imperium

Man sollte lamgsam anfangen, die USA als das zu bezeichnen, das sie sind - ein Imperium. Es fiel in der Vergangenheit seit dem WK2 weniger auf, weil der jeweilige Präsident sich nicht wie ein Imperator aufführte, was Trump jetzt defacto tut.
Es gilt einen Denkfehler zu vermeiden: das Imperium existiert nicht durch Trump, nicht dadurch, daß die Amerikaner bessere oder schlechtere Menschen sind sondern durch die weltweite Dominanz der USA in Wirtschaft und Militär.
Wir können dieses Imperium nun gutfinden oder ablehnen, mit jeweils entsprechenden Konsequenzen. Aber auf die Ersetzung durch einen wohlwollenderen Imperator warten ist bestenfalls naiv.

Beitrag melden
woodyallen 10.06.2018, 16:12
132. Ignorieren

Einfache, klare, national zentrierte Botschaften sind Opium für's Volk. Deshalb hat die AFD bei uns leider auch immer mehr Zulauf, und deshalb werden wir uns mit Trump auch noch eine zweite Amtszeit herumschlagen müssen. Die negativen Auswirkungen seiner Politik für die Amerikaner selbst, werden kommen, wird aber noch einige Zeit dauern. Die Demokraten sind zu schwach und uneinig, als dass sie Trump gefährlich werden könnten. Die Europäer ebenfalls zu uneinig und jeder mit egoistischen Eigeninteressen. Wir sollten auf Äußerungen von Trump und seinen Vasallen nicht reagieren. Besuche in den USA können sich unsere Politiker sparen, ist auch gut fürs Budget. Die für uns wichtigen wirtschaftlichen Beziehungen werden von den Unternehmen selbst gepflegt und gestaltet werden, denn dazu sind viele deutsche und europäische Produkte auch für die USA viel zu wichtig. Also Ball flach halten und Ruhe bewahren.

Beitrag melden
Neandiausdemtal 10.06.2018, 16:12
133. Ernst der Lage nicht erkannt?

Zitat von nixblicker00
Alltägliches business und Herr Trump möchte doch der deal maker sein. Das ist keine Feindschaft und auch nicht die Aufkündigung der Freundschaft - schon garnicht die Kündigung einer Partnerschaft. Und schon überhaupt garnicht eine Kriegserklärung. Der Stil des Herrn Trump ist roh, rauh, vielfach unfreundlich, rüpelhaft bis unverschämt. So what? Kaufen Sie doch mal auf einem Schrottplatz ein Ersatzteil. Trump setzt sein beliebtes Stilmittel ein: Erst mal draufhauen und den Gegner damit in die Defensive zu drängen. Bis der die Schnappatmung wieder unter Kontrolle bringt, hat er schon paar Zugeständnisse gestammelt - und darum gehts. Kann es sein, dass wirklich niemend, der bei uns einen Artikel schreiben darf, das nachvollziehen kann, nie selbst mal in einer kontroversen Verhandlung oder einer Rauferei mit Schulkameraden auf dem Pausenhof ausgesetzt war? Was soll das Gewinsel? Dieser Streit mit den USA macht doch eher Lust mit einzusteigen. Ebenso klar und unverblümt die eigene Position gegenlatzen - und dann mal konstruktiv überlegen, was fair und sinnvoll ist.
Das ist wirklich eine Frage und keine Unterstellung.
Um die USA geht es nicht, es geht darum Trump auf offener Bühne fertig zu machen. Bei einem Typen wie dem, ist das nicht schwierig.
Einen wie Trump setzt man einfach vor die Tür, wenn er sich an die Gepflogenheiten der anderen 6 nicht anpassen will.
Einen wie Trump begrüßt man mit den Worten: Benimm dich oder du fliegst hier raus.
Überrascht er während der Verhandlung, erklärt man ihm, dass man bereits bemerkt habe, dass er schon mit ganz einfachen Sachverhalten völlig überfordert ist.

Beitrag melden
ulijoergens 10.06.2018, 16:16
134. Europas Schicksal nicht amerikanischen Wählern überlassen

Ich bin absolut gar nicht damit einverstanden, auf die Mid-Term-Wahlen zu hoffen und unser Schicksal den amerikanischen Wählern zu überlassen. Die sind nämlich imstande Trump zu bestätigen statt abzustrafen. Noch sind für sie die negativen Folgen seines Wirkens nicht spürbar. Das müssen die Europäer endlich begreifen.
Wir müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen und uns endlich emanzipieren und vor allem Trump klar in die Schranken weisen - so brutal wie er es auch tut.

Beitrag melden
Fritz Cat 10.06.2018, 16:22
135. Genau so wäre es richtig

So sehe ich das auch. Trump ist ein Immobiliendealer und kein Politiker. Man muss ihm den Deal so versauen - dass man nicht nur 100 % - sondern 150 % zurück schlägt. Steuer und Zölle auf alle amerikanische Interntkonzerne, die in Deutschlan bzw. EU arbeiten - und noch vor den Wahlen.

Beitrag melden
AlTheKingBundy 10.06.2018, 16:29
136. Zu einseitig...

Alle sind sich sicher einig, dass Trump eine beinahe psychopathische Unzurechnungsfähigkeit besitzt. Deswegen werden seine Handlungen stets reflexartig negativ bewertet. In dieser Angelegenheit finde ich sein Handeln jedoch richtig. Die EU wirft Trump auf eine heuchlerische Weise Potektionismus vor, wobei es Warensegmente gibt, die seitens der EU-Staaten mit weit aus höheren Zöllen belegt werden als von den USA. Außerdem würde ich es mal gerne sehen, wenn ein deutscher Politiker sagen würde "Germany first". Stattdessen setzt man weiter auf eine Globalisierung, die man stets für die eigenen Zwecke zu nutzen versucht. Heuchlerei.

Beitrag melden
biesi61 10.06.2018, 16:30
137. Und wieder fehlen klare Worte aus Berlin!

Die Präsidenten von Kanada und Frankreich haben sich mit deutlichen Worten klar gegen Trump positioniert. Auch sie gehen damit ein beträchtliches Risiko ein. Aber ihr Weg ist richtig! Die samtweichen Stellungnahmen aus Berlin sind hingegen nicht mehr zu ertragen. Auf einen grobe Klotz - wie Trump - gehört ein grober Keil! Zeigt ihm endlich seine Grenzen!!! Immerhin ist jetzt klar, dass die anachronistische G7 in ihrer bisherigen Form jetzt erledigt ist. Und das ist gut so! Die wirtschaftsstärksten Länder der Welt sind ohne China und Russland nicht mehr als eine absurde Albernheit! Fakt ist auch, dass sich die Europäer in einer Frage hoffnungslos verrannt haben. Ihre von Obama erzwungene Russlandpolitik war seit dem völlig falschen EU-Ultimatum an die Ukraine eine Kette absurd falscher Einschätzungen von Stimmungen, Lagen und Kräfteverhältnissen. Es ist unumgänglich, diese Fehler zu korrigieren. Je schneller desto besser. Das bisher hofierte und mit unseren Steuermilliarden am Leben gehaltene ukrainische Oligarchen-Regime ist kein brauchbarer Partner für die westlichen Demokratien. Es ist inzwischen auch bei der eigenen Bevölkerung - nicht nur im Osten der Ukraine - völlig diskreditiert und zutiefst verhasst. Es war falsch, es zum Waffengang gegen die Landsleute im Osten zu treiben, es war falsch, die friedenssichernde Sezessionsentscheidung der Bewohner der Krim zu ignorieren und es war falsch, wegen ukrainischen Extrem-Nationalisten die guten Beziehungen zu Russland derart brachial zu ruinieren! Hier ist eine völlig andere Politik überfällig. Vor allem sollte der Weste seine unsäglichen militärischen Provokationen und seine drastische und ganz extrem friedensgefährdende Aufrüstung an der russischen Grenze sofort beenden!

Beitrag melden
Manitou-01@gmx.de 10.06.2018, 16:30
138.

Zitat von wulfman65
von einem Handelskrieg mit den USA. Wir belegen absolut unwichtige Nebenprodukte mit sogenannten Vergeltungszöllen. Das ist noch nicht mal symbolische Gegenwehr. Gegenwehr wäre, die amerikanischen Konzerne für hier erwirtschaftete Gewinne korrekt zur Steuerkasse zu bitten. Eine Vergeltung wäre, Facebook für die kriminelle Datenweitergabe mit vergleichbaren Strafzahlungen zu belegen, die VW in den USA für den Dieselskandal (zurecht) entrichten musste. Effektiv wäre, mal vorsorglich eine Liste mit EU-Produkten dem Weissen Haus zu überstellen, deren Import die US-Industrie ganz und gar nicht entbehren könnte. Ein Handelskrieg sieht anders aus. Ich wünsche mir sehr, dass Merkel dem US-Präsidenten genau das gesagt hat, als sie ihn beiseite nahm. Die Optionen der EU sind zahlreich. Ob er das kapiert, der Krawallmacher?
Der Warnschuß ist, Produkte aus Wahlkreisen von Trump-Kumpanen mit Strafzöllen zu belegen. Wenn das keine oder die falsche Wirkung zeigt, dann wird die EU Deine Vorschläge sicherlich umsetzen. Aber diese vorschläge sind so eine Art "Totaler Wirtschaftskrieg". Und soweit sollte man nicht ohne Not gehen.
Wenn die Austeilung einiger Schmisse mit dem Degen nix nützt, kommt der Stich in den Bauch.

Beitrag melden
Haudegen 10.06.2018, 16:32
139. Stark sind die USA nur militärisch ...

ansonsten ist es ein Zeichen von Schwäche, wenn das amerikanische Volk einen solchen Präsidenten wählt, der ja nie einen Hehl aus seiner Politik gemacht hat. Das Selbstvertrauen der USA ist auf sehr niedrigem Level, weil (ein paar Punkte): Welchen der letzten Kriege haben die USA für sich als Gewinn verbuchen können? Der Export von USA-Waren ist auf verhältnismäßig niedrigem Level für solch ein riesiges Land. Das liegt aber nicht ursächlich an den möglichen Abnehmern ihrer Produkte - sondern an der Qualität! In keinem anderen Land dieser Welt hat der "Colt im mitgeführten Halfter" einen solch' großen Stellenwert, d.h. eine Abrüstung der Welt ist für die USA eigentlich kontraproduktiv. Farbige Mitbürger werden noch immer diskriminiert - sogar von Trump selbst! Die ganze Diplomatie und Außenwirkung eines riesigen Landes wird von Trump über Twitter kurzgeschlossen, so das Menschen mit Hirn - die dort in der Politik "noch" das Sagen haben oft genug einem Scherbenhaufen hinterherlaufen müssen. Oder mal was ganz Anderes: Nachdem man die Firma Zeiss aus dem Hubble-Projekt ausgeschlossen hatte, war das in den Orbit gebrachte Fernrohr kurzsichtig. Apollo 13 hätte fast Menschenleben gekostet - das Projekt ging gründlich schief, weil einfache Kontrollen nicht durchgeführt wurden. Die "Columbia" endete in einem Desaster (das soll erst einmal reichen). Die USA exportieren allerdings Dienstleistungen, wie kein anderes Land (Google, Microsoft, Apple, Twitter, Facebook) und "Amazon" operiert weltweit. Das wird bei den angeblichen - zum größten Teil selbstverschuldeten - Außenhandelsdefiziten von Trump einfach unter den Tisch gekehrt. Die USA sind nicht stark und schwächen sich mit diesem Präsidenten selbst nur noch mehr! Wer aber schwach ist, der spielt sich selbst und Andern gerne Stärke vor - deshalb glaube ich nicht daran, das Trump abgewählt wird. Die USA sind eine tragische Schaubude geworden und am besten ist es, lieber nicht auf Wunder zu hoffen. Deutschland und Europa - sowie alle Staaten die sich ihre Würde bewahrt haben müssen zusammenrücken. MfG

Beitrag melden
Seite 14 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!