Forum: Politik
Donald Trump und die Taliban-Verhandlungen: Der Rückzieher
JIM WATSON / AFP

Donald Trump hat die Verhandlungen zwischen USA und Taliban gestoppt. Für das vom Krieg geplagte Afghanistan verheißt das nichts Gutes - und spielt den Islamisten in die Hände.

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bloub 09.09.2019, 22:33
10.

Zitat von claus7447
.... verzockt. Trump hat nicht mit der Aversion der US Amerikaner gerechnet, mit den Taliban sich an einen Tisch zu setzen. Taliban oder IS das ist 9/11.
Die Taliban hatten mit 9/11 nichts zu tun und der IS existierte noch gar nicht. Wo genau drin soll die Aversion liegen? Ist ja nicht so, dass die USA sich in ihrer Wahl der Mittel (Gewalt) unterscheiden von den erstgenannten.

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ebieberich 09.09.2019, 22:36
11. Was fehlt...

...ist die thematische Aufarbeitung der Empoerung vieler Amerikaner ueber die Tatsache, dass sich der Praesdent allen Ernstes mit Terroristen in Camp David an einen Tisch setzen will. Fuer viele, ausser vielleicht dem Praesidenten selbst, ist der 11. September eben nicht einfach nur ein Datum, sondern mit tiefem Schmerz und Trauer verbunden. Die Optik dieses Zusammentreffens haette Trump zutiefst geschadet. Das, und nicht die Tatsache, dass wie andere Treffen zuvor, hier nichts gewonnen wuerde, fuehrte zur Absage des Treffens.

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kr-invest 09.09.2019, 22:48
12. traurig Spiegel

Es ist traurig, fast schon komödiantisch, wie Spiegel-Kommentatoren selbst aus Afghanistan news ein Bild von Donald Trump erstellen möchte, dass ihn in ein schlechtes Licht rückt. Längst bringt kein europäischer Politiker irgendwas substantielles zu Afghanistan mehr zustande, kein europäischer Politiker irgendwas ernstzunehmendes zu Ukraine oder Nordkorea, oder irgendwas konsequentes zu Russland oder China. Dafür macht Europa seine eigene Comedy beim Brexit, aber der Spiegel findet die Absage dieser Gespräche die Headline wert....na ja, bischen bilig. Immerhin suchen die USA wenigstens noch eine Verhandlungslösung dort, keine Ahnung ob der allwissende Kommentator eine bessere Lösung für das Land umsetzen kann.

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meinerlei 09.09.2019, 22:51
13. Richtige Entscheidung

Auch wenn diese Entscheidung von Donald Trump wieder einmal erratisch scheint, so ist sie doch richtig. Angesichts der Unsummen, welche in die Stabilisierung Afghanistans geflossen sind wäre es unsinnig, das Feld den Taliban zu überlassen. Das wäre auch den amerikanischen Wählern nicht zu vermitteln. Blöd nur, dass die Taliban durch die rausposaunten Abzugspläne viel Auftrieb bekommen haben. Das wieder einzuhegen wird wieder viel Geld kosten.

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Björn L 09.09.2019, 22:55
14. Sehnsuchtsort der Hippies in den 60igern ruiniert durch...

imperialistisches Gebaren. Wer sich im Ansatz mit der Geschichte auskennt, wird gleichfalls bedauern, wie ein gastfreundliches Volk wie die Afghanen von den Weltmächten im kalten Krieg hingerichtet wurden und zu dem mutierten was deren Alltag bestimmt. Es kam sogar noch schlimmer weit über die Landesgrenze hinaus. Die einen nennen dies Demokratieexport die anderen Kommunismus (letzteres hat sich selbst erledigt, das andere dauert an)

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werner-brösel 09.09.2019, 22:57
15. Noch mal Glück gehabt

Wäre dieses Abkommen tatsächlich zu derartigen Bedingungen zustande gekommen, das wäre eine Katastrophe für die Afghanische Bevölkerung geworden. Die USA hätten sich aus ihrer Verantwortung gestohlen und Afghanistan wäre in kürzester Zeit wieder dahin versunken, wo es vor 18 Jahren bereits war. Alle Opfer umsonst gewesen. Ein Scheitern dieser Scheinverhandlungen, die weitgehend unter Ausschluss der demokratisch gewählten Regierung geführt wurden, kann nicht positiv genug bewertet werden.

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juergen haecker 09.09.2019, 23:13
16. Nur damit ich es mir schriftlich vergegenwaertige

Zitat: "Das zeigte sich etwa daran, dass Unterhändler Khalilzad zwei der vier Punkte, die in Gesprächen mit den Taliban ursprünglich geklärt werden sollten, im Laufe der Zeit unter den Tisch fallen ließ:

* die Einbeziehung der afghanischen Regierung in die Verhandlungen mit den Taliban,

* einen dauerhaften, landesweiten Waffenstillstand, an den sich alle Milizen und Konfliktparteien halten.

Stattdessen ging es bei den Unterredungen mit den Taliban nur noch um den Abzug der US-Truppen und die Zusicherung der Islamisten, zukünftig keine international operierenden Terrororganisationen mehr in Afghanistan zu beherbergen, allen voran al-Qaida."

Nur damit ich es mir schriftlich vergegenwaertige und dann vielleicht einordnen kann: Die USA verhandeln an der von ihnen installierten Regierung vorbei mit Verbrechern. Und lassen die Bevoelkerung im Stich, indem man auf einen Waffenstillstand, sprich ein Ende der Gewalt, keinen Wert legt. Und wie moechte man sicher stellen, dass nach dem Abzug, keine Terrororganisationen unterstuetzt werden? Bleibt eigentlich nur der letzte und vierte Punkt: Der (sichere) Abzug der US-Truppen. Das haette man einfacher haben koennen, indem man dort gar nicht erst eingegriffen haette. Erreicht hat man nichts. Das sieht sehr nach eingezogenem Schwanz aus. Mehr als selbst DT sich und seinesgleichen schoenreden kann.

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Dante. 09.09.2019, 23:23
17. ...

ach, der Trump. Schon wieder ist ein großer Luftballon leise geplatzt. Die Welt beginnt, sich an diesen Versager zu gewöhnen: Leider! Jede beliebige Person, irgendwo gefunden in den fly over lands und auf den Präsidententhron gehievt, würde wahrscheinlich weniger Schaden für Amerika und die restliche Welt anrichten, als dieser infantile Narzisst. Wie weitsichtsichtig war ein Samuel Beckett! Was seinerzeit als "absurdes Theater" bezeichnet wurde ( und heute wohl auch noch), hat die Realität doch mittlerweile längst übertroffen!

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KayYou 09.09.2019, 23:26
18. Gab es dieses geplante Treffen überhaupt?

Zitat von Ventil4tor
Ach, das wird so oder so nichts. Nach 18 Jahren keine Lösung gefunden. Als ob der angebliche Dealmaker das erreicht hätte... Alles heiße Luft, der kriegt nichts gebacken und auch die Taliban wollen es nicht, wie der Anschlag beweist. Da haben beide Seiten einen explodierenden Grund gesucht, dass es nicht zum Treffen kommt.
In den letzten Wochen hat Trump schon eine ganze Reihe eingebildete Sachen getweetet.
Vielleicht mal wieder nur Ablenkung von den neuesten Selbstbereicherungen.
Für die kann er nämlich ins Gefängnis. Fürs Schwanzeinkneifen vor Terroristen nicht.

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AxelSchudak 09.09.2019, 23:26
19.

Zitat von bloub
Die Taliban hatten mit 9/11 nichts zu tun
Sie haben Osama Unterschlupf gegeben und von ihrem Territorium aus agieren lassen. Insofern ist "nichts zu tun" wohl etwas zu sehr vereinfacht.

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