Forum: Politik
Donald Trump und die Waffen-Debatte: Texas, auch in Tokio
AFP

Es soll um Handelsbeziehungen gehen, um Nordkorea: Doch auf seiner Asienreise wird US-Präsident Trump vom Geschehen in Texas eingeholt. Fragt die Presse zu hartnäckig nach, wird sie - weggeschickt.

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MKAchter 06.11.2017, 19:12
1. Passt nicht

Ich bin zwar kein Trump-Fan, und hätte mir (ebenso wie meine US-Bekannten) eine andere Person im Weißen Haus gewünscht.

Dennoch habe ich Verständnis dafür, dass er die Presse weggeschickt hat. Auf seiner Fernost-Reise geht es wahrhaftig um andere (außen-
und sicherheitspolitische sowie ökonomische) Fragen, als zum x-tausendsten mal die innenpolitische Frage des US-Waffenrechts zu thematisieren.

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steingärtner 06.11.2017, 19:19
2. Er merkt es nicht mal

Es hat schon was zynisches von Trump zu Gebeten aufzurufen, für Menschen die bei'm Gebet erschossen wurden.

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Blindman68 06.11.2017, 19:21
3. stellt sich aber eine Frage...

Gibt es in den Staaten auch Mehrheiten die diese Gesetze wirklich ändern möchten? Obama konnte ja auch nicht grundsätzlich etwas ändern...hm

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bold_ 06.11.2017, 19:26
4. Als er Mitte 30 war,

versuchte er, mit seinen groben Methoden einen Fuß in Japan auf den Boden zu bekommen.
Er hatte nicht das Geringste ausrichten können und ließ daraufhin jemand "sein" Buch darüber schreiben, wieso man mit Japanern keine Geschäfte machen kann.
Heute - fast 40 Jahre später - hat er keinen Deut dazugelernt!

Die Japaner respektieren einen US-POTUS, aber kein Großmaul...

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niska 06.11.2017, 19:26
5.

Man konnte schon mit so einer Brüskierung Japans rechnen. Die dort hoch gehaltene Höflichkeit und der Respekt gelten bei Narzisten als Schwäche. Die treten dann. Dass man Fragen zu tagesaktuellen Themen nicht zulässt und die Medien aussperrt, geht gar nicht. Ist das eine politische Reise oder nur eine Inszenierung?

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Atheist_Crusader 06.11.2017, 19:27
6.

Ich muss Trump teilweise Recht geben: Es ist nicht NUR ein Waffenproblem. Es ist ein hässliches Zusammenwirken von verschiedenen Problemen - die Waffen sorgen nur dafür,. dass es in großer Zahl Opfer fordern kann.

Jetzt die schlechte Nachricht: Die gleichen (weit überwiegend konservativen) Wähler und Politiker die sich vehement gegen härtere Waffengesetze wehren sind es gleichzeitig auch, die anderen Lösungsansätzen im Weg stehen.
Geld für Sozialprogramme oder Schulen will man nicht ausgeben (und überhaupt, welches Geld? Am besten soll ja eh Niemand mehr für irgendwas außer dem Militär Steuern zahlen).
Abtreibungen will man nicht, zwingt dadurch Menschen in Elternrollen die oft noch nicht charakterlich und finanziell dazu bereit sind, schafft so zerrütete Familien und vernachlässigte Kinder.
Die Deregulierung der Industrie lässt sie noch besser ihre Arbeiter ausbeuten, sorgt für Armut und Verzweifelung. Gleichzeitig wird gute Bildung immer teurer, Studium kostet einen Arm und ein Bein und hält die Studenten noch viele Jahre nach dem Abschluss an unfaire Verträge und bizarre Zinsraten gekettet.
Ein vernünftiges Gesundheitssystem will man auch nicht; Menschen mit geistigen Störungen werden mit Tabletten ruhig gestellt solange das Geld reicht... und wenn es nicht mehr reicht dann ist das halt Pech.
Die Polizei zur Verantowrtung ziehen wenn sie über die Stränge schlägt will man auch nicht - so schafft man Misstrauen und Rachegelüste.
Und nicht zuletzt, die Kultur von Hass und Verachtung zwischen diversen Gruppen wird nicht nur nicht bekämpft, sondern vom Präsidenten auch ganz öffentlich gefördert, wenn er mal eben ganz normale Menschen die keine Nazis mögen plötzlich zu linken Extremisten verdreht und die beiden Gruppen dann für gleichwertig erklärt.

Beschränkungen der Waffenrechte wären ein wichtiger Schritt, aber beileibe nicht der einzige nötige. Dafür wäre ein politisches Umdenken nötig - und selbst wenn Jemand dazu fähig wäre und dafür Unterstützer gewinnen könnte, würden ihn doch die restlichen 40-50% des Landes als ein liberales Weichei verlachen. Und die nächste republikanische Regierung macht dann eh alles wieder rückgängig.

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Entnervt 06.11.2017, 19:30
7. Natürlich ist das keine Waffenfrage !

Denn wie soll sich ein Amokläufer, nachdem er viele Menschen erschossen hat, selbst richten, wenn er keine Waffe hat. (Vorsicht: Ironie !)

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MKAchter 06.11.2017, 19:31
8. Andere Vorstellungen

Zitat von Blindman68
Gibt es in den Staaten auch Mehrheiten die diese Gesetze wirklich ändern möchten?
Es sieht nicht so aus. Im Übrigen wollen selbst die allermeisten "gun control"-Befürworter in USA kein so striktes Waffenrecht wie im Großteil Europas. Die große Masse der Leute dürfte, so mein Eindruck, mit effizienter Waffenregistrierung und deutlich verbesserten Background-Checks, die ungeeignete Personen (wie den bereits aktenkundigen Attentäter von Texas) vom Erwerb ausschließen würden, zufrieden sein.

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gandhiforever 06.11.2017, 19:41
9. Trumps Talent

Trumps Talent besteht darin, sich immer wieder (ohne es zu merken) ins Fettnaepfchen zu setzen, natuerlich auch in Japan.

Der Geisteszustand des Mannes verbietet es ihm, sich angemessen zu aeussern oder zu handeln.

Und weil es nicht die Waffen sind, die morden, sondern der Geisteszustand der Typen , die das Zeichen dafuer geben (so ist es doch laut Trump) muss diesem instabilen Typen die Moeglichkeit genommen werden, auf den roten Knopf zu druecken.

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