Forum: Politik
Donezk unter Beschuss: Überleben in der Frontstadt
AFP

Es gibt kein Geld mehr, Einkaufszentren schließen, Zeitungen werden eingestellt - in der umkämpften ostukrainischen Stadt Donezk gibt es keinen Alltag mehr. Nur die Separatisten spielen noch Normalität.

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tomatentussi 12.08.2014, 15:15
100. eigenartige EU Hilfe

Die EU inclusive. Regierende Ukraine lassen die Ostukrainische russichstämmige Bevölkerung im Regen stehen was ist das für eine Situation. Es scheint sich eine Lösung nur durch eine neue Grenzziehung der Ukraine also ein Teil der russisch orientierten Grenzgebiete als neutrale entmilitarisierte Pufferzone als neue Grenze zu Russland abzuzeichnen,Allein schon wegen den vielen Flüchtlingen nach Russland die ihre Heat verloren ihr Leben und das ihrer Kimder zu retten. Übrigens die Kontrolle von am Europa zu liefernder Gasvottäte durch die Kiewer Reserve Regierung über Russland hinweg dürfte inakzeptabel für Europa sein.

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Celestine 12.08.2014, 15:20
101.

Zitat von thomas_potsdam
...und die Regierung schießt auf unschuldige Zivilisten, Kinder und Frauen - und vertreibt eine ganze Bevölkerungsgruppe - wenn das juristisch nicht als ethnische Säuberung, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu werten ist - jedoch Den Haag scheint da blind zu sein - wundert mich nicht - ist leider wieder ein Beispiel, wohin Nationalismus als Folge der segensreichen franz. Revolution führen kann. Die Russen "spinnen" und die machtbewußte Elite in der "Ukraine" noch mehr!
Es wurde von den Ukrainern doch kürzlich wahrheitsgemäß genau so vorangekündigt: Säuberung der Ostukraine. Das Wort wurde hier im SPON Artikel genau so wiedergegeben. Auf einer ukrainischen Website hieß es in Englisch: cleansing. Also gibt es doch kein Missverständnis von der Bedeutung dieses einschlägigen Ausdrucks, der auf Menschen bezogen anders auch nicht benutzt wird.

Das Rote Kreuz und die EU haben bisher weggeschaut, niemand hat es initiiert, der notleidenden Bevölkerung zu helfen. Und dafür wird Russland auch noch schlecht gemacht.

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bruja44 12.08.2014, 15:37
102.

Zitat von bstark
Sie übersehen da was. Die Leute kommen von dort und leben auch dort. Die Bande aus Kiew nicht.
Ich glaube Sie übersehen da was.
Die Separatisten haben zwar (einfach mal so) ihren "eigenen Staat" ausgerufen, den sie nun auf Biegen und Brechen (Ankündigung:Stalingrad) verteidigen wollen. Völkerrechtlich wird dieser Staat von keinem (bisher) anerkannt.
Daher sind die dort lebenden Menschen immer noch Ukrainer.

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stonecold 12.08.2014, 15:57
103.

Zitat von bruja44
Daher sind die dort lebenden Menschen immer noch Ukrainer.
Umso schlimmer, dass die eigene Armee dann keine bessere "Taktik" aufbringt als Trommelfeuer, durch das bislang tausende Zivilisten getötet oder verwundet und insgesamt wohl knapp eine Million zur Flucht gezwungen wurde.... Und dass die eigene Regierung dies offensichtlich als angemessene Maßnahme betrachtet.

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hossain 12.08.2014, 16:07
104. der Irrweg des Westen

schrieb Handelsblatt (lesen, sehr gute Artikel) und das politische Magazin SPON tittelte "Stoppt Putin", nicht Stoppt Kiew. Das sagt alles über politische Journalismus in Deutschland. Danke Herr Neef, für diesen Bericht über normale Menschen. Wann kann ich von Ihnen eine kritische Bericht über Kiew erwarten? Dürfen Sie überhaupt das Schreiben ?

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kellerkaller 12.08.2014, 16:15
105.

Zitat von DonCarlos
Es gab im russischen Fernsehen nette Animationen nach russischen Radardaten, wie eine ukrainische SU-25 hinter der 777 herflog.
Stimmt, das war übereilte russische Probaganda!
Zitat von DonCarlos
Nur eine SU-25 kann nicht auf der Reiseflughöhe einer 777 diese verfolgen.
Als es den Russen auch auffiel, kam die Erklärung mit einer Luft-Luft-Rakete, die das Flugzeug 777 zu einem Sinkflug zwang, danach kam der Bordkanonenbeschuss - ebenfalls Probagangda!
Zitat von DonCarlos
Das offensichtliche haben Sie bei der Darstellung übersehen. Die Russen haben damit zugegeben, dass sie die SU-25 auf dem Radar hatten. Die Russen informieren die Separatisten und diese bringen ihre BUK in Aktion. Leider haben die Russen dabei übersehen, dass sie selbst die SU-25 von der 777 unterscheiden können aber die Separatisten mit ihrem halben System eben gerade nicht.
Zitat von
Vielfach wird kritisiert, dass die USA bzw. die NATO immer noch keine Informationen aus ihrer Satelliten- und Luftraumüberwachung veröffentlicht haben. Dieser Vorwurf ist angebracht, wird jedoch oft falsch formuliert. Richtig ist, dass USA und NATO keine Fotos veröffentlicht haben. Die Ergebnisse aus ihrer Überwachung haben die USA jedoch – was im Trubel ein wenig unterging – bereits einen Tag nach dem Abschuss bekanntgegeben. In einer Pressekonferenz sagte Präsident Obama am 18. Juli, dass MH17 nach den Aufklärungsergebnissen der US-Dienste von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde, die von ostukrainischem Territorium aus abgeschossen wurde. Diese Information deckt sich mit den sonstigen Indizien und ist nicht sonderlich spektakulär. Wichtiger ist daran jedoch, dass die häufig von deutschen Leitartiklern kolportierte Story, nach der MH17 von russischem Gebiet aus abgeschossen wurde, noch nicht einmal von den US-Diensten für möglich gehalten wird. Diese Story stammt von der ukrainischen Regierung, die in diesem Konflikt ohnehin komplett unglaubwürdig ist.
Nicht nur die direkte, sondern auch die indirekte Verwicklung Russlands ist weder durch Indizien, noch gar durch Beweise gedeckt. Dass die USA keine derartigen Beweise haben, wird übrigens von offizieller Seite keineswegs bestritten. Lediglich die ukrainische Regierung versucht immer wieder auch über offizielle Kanäle eine Verwicklung Russlands zu konstruieren. Die Quellen dafür sind größtenteils obskure Meldungen, die vom ukrainischen Geheimdienst SBU gestreut werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die USA und die NATO-Staaten über Aufklärungsdaten (z.B. Satellitenbilder und/oder Fernaufklärungsergebnisse) verfügen, die schon seit Wochen ein wenig Licht ins Dunkel hätten bringen können. Warum werden diese Dokumente nicht veröffentlicht? Jede weitere Verzögerung gießt zusätzlich Öl ins Feuer und nutzt schlussendlich nur den Falken.

Kurzum - es ist fast sicher, dass die Separatisten die 777 beschossen haben, evtl. wegen falscher Kordinaten oder wegen eines Bedienerfehlers. Ich denke nicht, das Rußland bewusst den Abschuß herbeigeführt hat![

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stonecold 12.08.2014, 16:31
106.

Zitat von Celestine
Es wurde von den Ukrainern doch kürzlich wahrheitsgemäß genau so vorangekündigt: Säuberung der Ostukraine. Das Wort wurde hier im SPON Artikel genau so wiedergegeben. Auf einer ukrainischen Website hieß es in Englisch: cleansing. Also gibt es doch kein Missverständnis von der Bedeutung dieses einschlägigen Ausdrucks, der auf Menschen bezogen anders auch nicht benutzt wird. Das Rote Kreuz und die EU haben bisher weggeschaut, niemand hat es initiiert, der notleidenden Bevölkerung zu helfen. Und dafür wird Russland auch noch schlecht gemacht.
Ganz ohne Propaganda, lediglich Fakten und eine grobe Rechnung, Quelle Wiki
- laut UN bis 1. August 2014 über 1.300 tote ukrainische Zivilisten (und wohl ein Mehrfaches davon verletzt)
- laut UN 168.000 offizielle Flüchtlinge in Russland und ca. weitere 600.000 ohne diesen Status nach Russland geflohen, weitere 117.000 Binnenflüchtlinge

Laut Wikipedia lebten vor dem Bürgerkrieg in den beiden Regionen ca. 7 Millionen Menschen. Je nachdem, was man zugrunde legt (ethnische Selbsteinstufung oder Muttersprache), bezeichnen sich irgendwas zwischen 20-60 Prozent der Bevölkerung als Russisch, also 1,4 bis 4,2 Millionen Menschen. Von diesen wiederum befinden sich jetzt also ca. 17 bis 50 Prozent in Russland. Wann, ob und wie die Kämpfe aufhören und wann, ob und wie diese Leute zurückkehren, ist derzeit völlig offen (wann soll die Parlamentswahl sein, im September?).

Bisheriges Ergebnis des Konflikts: eine zerstörte Industrie, die wohl auf Jahrzehnte hinaus kein Auskommen für die Einwohner sicherstellen können wird (also ein Argument GEGEN eine Rückkehr der Flüchtlinge), eine signifikante Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse sowohl in den beiden Regionen als auch in der Ukraine insgesamt. Eine Änderung der ethnischen Zusammensetzung dieser beiden Regionen hin zu "mehr Ukraine, weniger Russland".

Auch wenn man davon ausgeht, dass es NICHT das Ziel dieser Antiterroroperation ist- im Ergebnis wird wohl genau das herauskommen, eine "Bereinigung" der ethnischen Struktur dieser Regionen.
Und was sagt man dann in 2-5 Jahren? "Huch, das konnte keiner ahnen... Dumm gelaufen"?

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jura12 12.08.2014, 18:55
107. Zu den Auslandseinsätzen

Zitat von Teile1977
"Vorn am Tisch saß Alexander Sachartschenko, der Premier. An seiner Felduniform trug er das russische Georgs-Kreuz 4. Stufe, das für besondere militärische Leistungen bei der Verteidigung des Vaterlands oder bei Kampfeinsätzen auf dem Territorium anderer Staaten verliehen wird." Hmm, hat er diesen Orden schon länger, oder erst seit dem er in der Ukraine Aktiv ist? Im übrigen: Ist es nicht ein wenig bizarr, das Russland erst diesen Krieg fürdert, um dann als Retter mit Hilfsgütern aufzutauchen? Nicht das ich Hilfe für die Menschen dort ablehnen würde, aber ein "gschmäckle" hat das schon.
Den Georgsorden hat Russland erst 2000 wieder aufleben lassen, zunächst setzte die Verleihung einen Einsatz im einem Angriffskrieg gegen Russland voraus und wurde daher zunächst nicht verliehen. Im Jahr 2008 bestimmte der damalge Präsident Medwedew, dass der Orden auch bei Auslandseinsätzen verliehen werden kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Russisc....C3.B6deration
Der neue Premier der sogenannten Volksrepublik war also ausweislich seines Georgsordens im Auftrag Russlands bei einem Auslandseinsatz tätig, entweder im Krieg gegen Georgien oder bei der Annexion der Krim oder beidem. Er steht also schon länger in russischem Sold. Interessant.

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rainer.weiss.athome 12.08.2014, 19:13
108.

Zitat von Aron2201Sperber
Selbst das Schicksal von Hunderttausenden Russen, die heute in der Ost-Ukraine eingekesselt oder auf der Flucht sind, ist für Putin weniger wichtig als sein Pseudo-Imperium von Anti-Westlern. Hätte Schröders “lupenreiner Demokrat” nicht ständig künstliche Gegensätze zwischen dem Westen und Russland gezüchtet, wäre eine Entwicklung wie in der Ukraine nicht notwendig gewesen.


Eine Entwicklung in der Ukraine "nicht notwendig" gewesen????
Was soll das denn heißen ?
Glauben Sie wirklich, dass es zufall ist, dass Demonstranten auf dem Maidan die Polizisten derart heftig angegriffen habe. Die USA hat doch bestätigt, sogar Billionen für eine "Demokratisierung in der Ukraine" auszugeben... wer hat das Geld wohl bekommen. Sicher nicht die Bevölkerung in der Ostukraine, die man bombardiert, weil sie diese Regierung in Kiew MIT RECHT ablehnen.- Oder würden Sie eine NPD Regierung akzeptieren, wenn diese sich in Deutschland an die Macht putscht ???

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oldrag 12.08.2014, 19:23
109. Deutschlands Verhältnis zu Russland war gut. USA wollte das nicht

Ich wäre ja ein erklärter Gegner Russlands und der Separatisten, wenn das alles aus heiterem Himmel so gekommen wäre. Aber da ist ja etwas vorausgegangen. Ganz kurz: Die USA sind in großen Schwierigkeiten. Deutschland tendiert immer mehr zu Russland. Die USA müssen diese Entwicklung stoppen. Wie soll das gehen. Der Geheimdienst erkennt eine latente Gegnerschaft in der Ukraine zwischen dem Osten und dem Westteil. Und er erkennt eine kleine aber militante Gruppe von Menschen, die bereit wären sich gegen den Osten zu wenden. Diese Gruppe wird nun unterstützt. Diese Gruppe erkämpft sich die Macht innerhalb einer an sich friedlichen Demonstration mit Mafiamethoden. Das heißt: mit entsprechenden Drohungen werden Politiker vertrieben(Janukowitsch) oder gefügig gemacht. Was dann passierte ist einfach die Reaktion derjenigen, die Angst haben, dass sie dabei unterjocht werden. Die USA sind daran interessiert, dass dieser Vorgang möglichst lange anhält. Denn, wenn jetzt Frieden einkehrt, dann hätten sich Russland und Deutschland bald wieder ganz doll lieb.

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