Forum: Politik
Dorothee Bär: "Am Thema Frauen muss die CSU noch arbeiten"
AFP

Die designierte CSU-Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, sieht in ihrer Partei Nachholbedarf bei der Frauenförderung. Selbst in ihrem Freundeskreis stoße sie bei dem Thema aber an Grenzen.

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Franziskus 06.03.2018, 13:41
50. Keine Ahnung

Ich vermute, dass Frau Bär nicht weiß, was "programmieren" bedeutet. Soll jetzt jeder Grundschüler ein neues Word entwickeln und programmieren können oder ein neues Buchhaltungssystem entwickeln und programmieren? Vielleicht kauft er kein neues Spielprogramm, sondern schreibt es selber. Das wäre noch eine eventuelle sinnvolle Anwendung. Programme werden heute nicht für den persönlichen Gebrauch entwickelt, sondern um evtl. Millionen Menschen das Leben zu erleichtern oder zum reinen Vergnügen. Das ist in der Regel sehr anspruchsvoll und ist nicht mit Intelligenz zu schaffen. Dafür muss man begabt sein.

Nur so nebenbei. In unseren zweiklassigen Volksschule war jeden Morgen 20 Minuten Kopfrechnen angesagt. Dieses tägliche Gehirntraining führte dazu, dass das Gehirn leistungsfähiger wurde, nicht nur beim Rechnen.

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Sibylle1969 06.03.2018, 13:43
51.

Wenn 20% der CSU-Mitglieder Frauen sind, warum sind dann nur 17% der Bundestagsabgeordneten und 0% der designierten Minister weiblich? Letztes Jahr war im Spiegel ein Artikel, dass bei der Nominierung der Bundestagskandidaten bei der CSU die Männer sich die aussichtsreichsten Plätze gegenseitig zugeschanzt haben und nur wenige Frauen aufgestellt wurden, obwohl es durchaus etliche gute Kandidatinnen gab. Es ist traurig, dass durch CSU, FDP und AFD der Frauenanteil im Bundestag gesunken ist. Immerhin werden 50% der SPD- und CDU-Mitglieder des zukünftigen Bundeskabinetts weiblich sein.

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print1939 06.03.2018, 14:03
52. Basst scho

Also schnell sprechen kann sie! Der Inhalt: egal. So rheit sie sich optimal in den Haufen Dampfplauderer wie Maut-Revoluzzer Dobrint, Glphosat-Schmidt und Müller-Habichsowiesonochniewasvongehört und den Möchtegern-Doktor Scheuer ein. Möglich, dass Seehofer keine andere Frau in Bayern auf diesem, seinen Niveau gefunden hat.

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miriam_rosenstern 06.03.2018, 14:09
53. Queer Stadl in full iridescence

Vielleicht darf man das alles gar nicht so eng sehen. Es ist doch auch allerhand erreicht worden im sinnlichen Überschwang des Ländlich-Deftigen. Mit nur ein wenig augmented reality hätten wir Doro Page; nur eben ohne Betty und Bondage. Und das akademische Transgender von Scheuer ist doch ziemlich angesagt und sichtlich inspiriert vom Übervater des Oszillierenden: Horst Seehofer.

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BassErstaunt 06.03.2018, 14:09
54. Natürlich sollte man programmieren können!

Zitat von Franziskus
Soll jetzt jeder Grundschüler ein neues Word entwickeln und programmieren können oder ein neues Buchhaltungssystem entwickeln und programmieren? [...] Programme werden heute nicht für den persönlichen Gebrauch entwickelt, sondern um evtl. Millionen Menschen das Leben zu erleichtern oder zum reinen Vergnügen. Das ist in der Regel sehr anspruchsvoll und ist nicht mit Intelligenz zu schaffen. Dafür muss man begabt sein.[...] In unseren zweiklassigen Volksschule war jeden Morgen 20 Minuten Kopfrechnen angesagt. Dieses tägliche Gehirntraining führte dazu, dass das Gehirn leistungsfähiger wurde, nicht nur beim Rechnen.
Sorry, aber das ist kaum zum Aushalten. Und heute arbeiten all die Leute aus Ihrer Volksschule als Taschenrechner? Natürlich entwickelt man in der Schule keine Programme für den Weltmarkt. Und in Biologie oder Chemie werden keine neuen Medikamente entwickelt, in Physik keine Marsrakete gebaut. Man lernt die Grundlagen!

Die Reaktion im Forum zeigt, wie nötig Programmieren wäre. Ein Halbjahr lang. Nicht, um später Softwareentwickler zu werden, sondern um logisches Denken zu lernen und wie man ein Problem systematisch zerlegt, in Teile und Gesetzmäßigkeiten zerlegt und abarbeitet. Und das hat am Anfang erst einmal nichts mit Begabung zu tun, sondern das kann man lernen. Und eben zum hundertmillionsten Mal eine Sortierroutine zu programmieren.

Logik kommt nebenbei mit rein - wobei man das sicher auch gut in Mathematik unterbringen könnte. Nur ein Beispiel: Schauen Sie mal, was für absurde Excel-Datenfriedhöfe selbst recht gut bezahlte Büroarbeiter heute anlegen... ohne Konzept, ohne Verstand. Da werden Informationen vierfach gepflegt, sind widersprüchlich. Klar, die haben nie gelernt, sich über die Struktur von Daten auch nur einfachste Gedanken zu machen. Nun gut - ich bin dankbar. Wir programmieren nix, aber verdienen unser Geld beim Kunden in der Regel damit, Struktur in völlig aus dem Ruder gelaufene Projekte zu bringen.

Ich bin übrigens kein Informatiker oder Programmierer.

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k.Lauer 06.03.2018, 14:35
55. Typischer Fall von Meinungsmache

Wenn ich das richtig gelesen und verstanden habe, dann ist das Problem der CSU nicht, dass zu wenig Frauen einen Miniisterprosten bekommen haben, sondern, dass es in der Partei zu wenig Frauen gibt. Der große run in die Partei und in die Führungspositionen findet nicht statt. Nicht weil die CSU-Männer alles Machos sind, sondern weil das Lebensmodell "karrieregeile, aber kinderlose Singlefrau" oder "spätgebärende Mutter" mit eingebauter Vernachlässigung der Kindern einfach zu wenig attraktiv ist. Und: in Zeiten einer gendergerechten 50:50-Qutierung soll es auch noch Frauen geben, die lieber ihre Männer in die Arbeit und zum Karrieremachen schicken, als selbst den steinigen Weg durch die Parteiinstanzen auf sich zu nehmen.

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anhesas 06.03.2018, 14:40
56. Kompetenz - bitte, bitte

Zitat von charlybird
für dieses Amt hat die Dame gestern außerordentlich ''visionär'' zum besten gegeben und zwar in einem Interview der Heute Nachrichten mit Marietta Slomka, die den ''sopranesken'' Wortschwall aber professionell durchgestanden hat. Aber wer Frau Dorothee ''Digital'' Bär da erlebt hat, wird zumindest ein unbeabsichtigtes Stirnrunzeln aufgesetzt haben, ich hatte allerdings meinen Rotwein vor Lachen auf der Hose.
Sie sind ein wahrer Gentleman – „Wortschwall“ ist wirklich freundlich ausgedrückt. Mir ist das Lachen jedenfalls im Halse stecken geblieben und mein Rotwein wäre fast an der Wand gelandet.

Diese Mann-/Frau- Debatte ist sowas von verschwendeter Energie. Ich möchte einfach nur sehen, dass der Zuständige für Digitales ein alter Hacker ist oder der Inhaber einer Firma für Softwareentwicklung. Dass der Gesundheitsminister Chefarzt war oder ein Krankenhaus oder zumindest eine Arztpraxis geleitet hat. Dass der Justizminister einige Jahre Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt war. Ich bitte um Entschuldigung für die nicht geschlechtsneutrale Aufzählung, Ob Frau oder Mann ist mir tatsächlich egal.

Diese hochmütige „Ich kann alles“-Mentalität - siehe Frau Bär oder auch die „SPD-Allzweckwaffe“ Frau Barley ( … Scheuer, Maas, Scholz ...) - entwertet jede seriöse langjährige Ausbildung, „Anlesen und Einarbeiten“ reicht für eine Tätigkeit bei McDonalds. Für Fächer, für die andere jahrelang studiert und dann berufliche Erfahrung gesammelt haben, reicht es nicht.

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Nobody X 06.03.2018, 14:49
57. @ Nr. 54 BassErstaunt

Natürlich sollte man programmieren können? Sie wollen den Mitforisten jetzt nicht erzählen, dass Grundschüler durchweg in der Lage sind "logisches Denken zu lernen und wie man ein Problem systematisch zerlegt, in Teile und Gesetzmäßigkeiten zerlegt und abarbeitet"? Merken Sie eigentlich nicht selbst, wie unsinnig diese Behauptung ist?

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pennywise 06.03.2018, 14:57
58.

Zitat von barrakuda64
Noch nicht einmal im Amt, hat sie bereits an einem Tag mehr (digitalen) Blödsinn verzapft, als so manch´ anderer in einem Jahr! Anscheinend gedeiht weibliche Intelligenz in der CSU (und auch CDU) nicht gut.
Naja...
Ich habe da eine These:
Der Horst weiß natürlich welche geballte Kompetenz Frau Bär mit sich bringt.
Ein Interview und schon wissen alle:
Diese Frauenquote kann ja nur Probleme mit sich bringen.
Frauen taugen halt nur was für den Herd und Kinder kriegen.
Die Programmierung des Herdes, ok denn lernt das Mädel in der Grundschule.

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martinm70 06.03.2018, 14:58
59. Es sollte rein nach Befähigung gehen

Vorschläge wie eine fixe Frauenquote sind kontraproduktiv. Das sorgt nur dafür das wenn eine Frau im Vorstand einer Firma landet sie nur als die "Quotenfrau" gesehen wird, aber nicht respektiert. Das wiederum sorgt dafür das die Frauen die es wirklich selbst durch harte Arbeit auf so einen Posten geschafft haben ebenfalls nicht respektiert werden.

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