Forum: Politik
Drama auf dem Meer: Asien macht Grenzen für Flüchtlinge dicht
REUTERS

Thailand, Malaysia, Indonesien: Kein Land will die rund 7000 Bootsflüchtlinge aufnehmen, die in der Meerenge von Malakka treiben. Nur internationaler Druck könnte die aus Burma stammenden Menschen noch retten.

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säkularist 14.05.2015, 21:31
30.

Zitat von ornitologe
Spatestens, wenn sich DAS rumgesprochen hat, wird sich kaum noch jemand auf diese Seelenverkäufer locken lassen.
Ja, und dann ist der ganze Spuk in wenigen Monaten vorbei.
Im Mittelmeer wird es allerdings kein Ende finden sondern sich immer weiter verstärken. Es wird mehr Tote geben, dadurch werden dann die Anstrengungen zur Rettung erhöht, was wiederum dazu führt dass sich noch mehr Menschen auf den Weg machen.

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Tacitus73 14.05.2015, 21:35
31. Wann endlich ändert sich was?

Ohne Frage muss den Menschen in der akuten Situation geholfen werden; das gebührt die Menschlichkeit. Längerfristig muss man aber die Wurzeln des Problems anpacken. Wann wird man z.B. endlich von dem Moralisieren als einziger Lösungsstrategie abrücken und die eigentlichen Ursachen benennen? Wir haben es mit dem Beginn einer Völkerwanderung zu tun. Diese Menschen, die da fliehen, ob nun innerhalb Asiens oder von Afrika nach Europa, sind das Symptom eines weltweiten ungebremsten Kapitalismus. Sie sind das Symptom für die nachhaltige und ungebrochene Ausbeutung der "dritten Welt". Viele dieser Flüchtlinge haben kein Anrecht auf Asyl, weil sie nur in seltenen Fällen politisch verfolgt sind. Sie fliehen aufgrund extremer Armut und unhaltbarer Lebensumstände. Der Brand von Fabriken in Bangladesh und der zynische und menschenverachtende Umgang international operierender Unternehmen mit Vorkommnissen dieser Art, die Arbeitsbedingungen in Ländern wie Qatar - die Liste kann unendlich weitergeführt werden. Der Wunsch nach einem menschenwürdigen Leben ist eindeutig ein nachvollziehbarer Grund für Migration, doch betrifft dies eine ungleich größere Anzahl von Menschen (als die politische Verfolgung); sie können von keiner Region der Welt einfach so aufgenommen und integriert werden. Es geht ja nicht um die 500000, die jetzt vielleicht kommen: Die kann man natürlich ohne Probleme aufnehmen. Aber es wird ja nicht dabei bleiben. Wann endlich wird darüber ernsthaft diskutiert, wie man die Gründe für die Migration, die unerträgliche Situation in den Herkunftsländern, beseitigen kann? Wann geht man an die Schlepperbanden ran? Dass hier kaum ernsthafte Initiativen erkennbar sind, lässt schon vermuten, dass das Interesse, etwas an diesen Grundproblemen zu ändern, nicht besonders groß ist.

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freier_europäer 14.05.2015, 21:37
32. Mir tun diese Menschen leid

aber verstehe diese Staaten auch. Unkontrollierte Zuwanderung muss Einhalt geboten werden. Natürlich schäumen die Toleranzromantiker vor Wut, spucken Gift und Galle und schreien SOLIDARITÄT! Solidarisch wäre Schlepperbanden das Handwerk zu legen, echte Einwanderungsgesetze und Entwicklungshilfe zu schaffen. Alles andere ist nur Augenwischerei und Sozialromantik.

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