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Drangsalierung ausländischer Reporter: "Ihr seid Feinde Ägyptens"
REUTERS

Ägyptens Militärregime hat neben den Muslimbrüdern einen neuen Feind ausgemacht: ausländische Reporter. Sie werden als Lügner beschuldigt und eingeschüchtert. Auch ein SPIEGEL-ONLINE-Team wurde grundlos stundenlang inhaftiert.

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megagorn 19.08.2013, 18:37
10. Schlechte Erfahrungen, schlechter Journalismus?

Ein parteiischer ausländischer Propagandasender wie al-Dschasira der nur eine Seite der Medaille zeigt gehört abgeschaltet. Oder kann sich dieser arabische Sender der Täter zu Opfern macht auf die Freiheit des qualitativ schlechten Journalismus berufen. Gut bei al-Dschasira ist es nicht eindeutig da es sich um einen Wolf im Schafspelz handelt. Wenn über ägyptische Medien aber zum Mord aufgerufen wird wie im Fall des Deutsch-Ägypters Abdel-Samad geschehen ist muss einen solchen Sender die Erlaubnis entziehen. Die Muslimbrüder ihrerseits haben Fernsehsender verboten also kann man den Gegnern dieser islamischen Organisation ankreiden. Wer derart schlechte Erfahrungen mit den Medien gemacht hat wird sich aber nicht die Mühe machen die Spreu vom Weizen zu trennen. Außerdem bleibt zu hoffen, dass die heraufziehende ägyptische Militärdiktatur sich nicht als islamistisches U-Boot entpuppt

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MartinusHundemus 19.08.2013, 18:43
11. Gewalttätige Polizisten und Muslimbrüder

Es ist im Imteresse aller, dass solche völlig indoktrinierten und aufgeputschten Polizisten und Militärs nirgendwo mehr etwas zu sagen bekommen, genauso wie die gewalttätigen Muslimbrüder. Revanchisten braucht keiner mehr! Die sind total überbezahlt!

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bekoglacier 19.08.2013, 18:49
12. Ausnahmezustand

Zurzeit befindet sich Ägypten i m Ausnahmezustand. Die zum Großteil subjektive Berichterstattung der westlichen Presse verschafft nur noch mehr Verwirrung. Die politische/militärische Kräfte versuchen so schnell wie möglich die Lage unter Kontrolle zu bringen und setzen dafür jegliche Mittel ein. Wie sollte man diese wilden Horden von Famatikern, welche den Rest der Bevölkerung terrorisieren, unter Kontrolle bringen?

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Worldwatch 19.08.2013, 18:51
13.

Zitat von RalfHenrichs
... Gegen Faschismus muss der Westen aber entschieden vorgehen. Das Mindeste ist Abbruch jeglicher wirtschaftlicher und diplomatischer Beziehungen ....
Die nennen sich ja nicht "Faschisten". Und andere, die erkennbarer faschistoid sind, aber Erdoel, Erdoel, Erdoel ... zu verkaufen haben, an "den Westen", werden billionen-US$/Euro-schwer "entschieden und in jeglicher" Art "wirtschaftlich und (in) diplomatischen Beziehungen" hofiert und ganz doll lieb gehabt als "Investoren" und Freunde.
In Berlin, Bruessel, Washington, ... Ueberall in der "westlichen Wertegemeinschaft"!

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neu_ab 19.08.2013, 18:54
14.

Zitat von MartinusHundemus
Es ist im Imteresse aller, dass solche völlig indoktrinierten und aufgeputschten Polizisten und Militärs nirgendwo mehr etwas zu sagen bekommen, genauso wie die gewalttätigen Muslimbrüder. Revanchisten braucht keiner mehr! Die sind total überbezahlt!
Sie sollten aber auch bedenken, daß gegen eine riesige Meute aufgebrachter Fanatiker das Werfen mit rosa Wattebäuschchen auch nicht das probate Mittel darstellen kann.

Es ist beinahe rührend naiv, wie viele Leute sich hier einen pazifistischen "Dialog", ein friedliches Gespräche & Miteinander vorstellen. Wenn ich mir solche weltfremde Naivität wünsche, kann ich mir gleich die hilflosen Statements unseres Bundesaussenleichtmatrosen durchlesen. grober Klotz, grober Keil, sorry.

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torsten1 19.08.2013, 19:01
15. Wenngleich ich für das entschiedene Vorgehen der Polizei gegen militante Demonstrante

macht mich das hier dargelegt `Gleichschaltung der Medien`doch sehr traurig. Rechtfertigen kann ich dies nicht. Aber vielleicht sollten wir bedenken das Ägypten keine Vergangenheit mit parlamentarischer Demokratie und Pressefreiheit / Kritikfähigkeit kennt - so wie wir es verstehen. Diese Situation ist auch für die Polizei eine absolute Ausnahmesituation. Ich wette so etwas wie Polizeipsychologen kennt mann dort nicht. Im Erlebten vieler Polizisten ist der Tod nur eine Kugel entfernt - und niemand will als zweiter schiessen.

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JuppSchmitzKoeln 19.08.2013, 19:02
16.

Zitat von RalfHenrichs
Der Gründer der Sozialdemokratischen Partei Ägyptens, ein entschiedener Gegner der Muslimbrüder, nannte heute im Morgenmagazin das Militärregime faschistisch. Recht hat der Mann. Gegen Faschismus muss der Westen aber entschieden vorgehen. Das Mindeste ist Abbruch jeglicher wirtschaftlicher und diplomatischer Beziehungen zu Ägypten.
Lesen Sie doch einfach nur das Buch des Wissenschaftlers Hamed Abdel-Samad "Der Untergang der islamischen Welt: Eine Prognose", dann wissen Sie auch, daß sich in Ägypten eben Islamo-Faschisten und Militär-Faschisten gegenseitig beharken. Warum sollte denn der Westen nun gegen die aktuell an der Macht befindlichen Faschisten vorgehen, wenn er es bei den Faschisten, die unter Mursi an der Macht waren, auch nicht gemacht hat?

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hdudeck 19.08.2013, 19:06
17. Sorry, aber wenn man gemein sein will,

Zitat von sysop
Ägyptens Militärregime hat neben den Muslimbrüdern einen neuen Feind ausgemacht: ausländische Reporter. Sie werden als Lügner beschuldigt und eingeschüchtert. Auch ein SPIEGEL-ONLINE-Team wurde grundlos stundenlang inhaftiert.
koennte man sagen, "Jetzt erntet Ihr (Jounalisten), was Ihr gesaet habt".
Um es klar zu stellen, ich bin gegen jede Gewalt gegen Andersdenkende. Aber ich erwarte auch neutralen Jounalismus. Dieser wurde von SPON und Konsorten schon seit Jahren nicht mehr geliefert. Lybien, Syrien, Aegypten (ich koennte hier auch Firmennamen aufzaehlen, will aber diese Debatte hier nicht starten). Uns allen wurden doch nur ideologisch eingefaerbte, einseitige Berichte vorgesetzt, die mehr oder weniger die Ansicht des Jounalisten/Medium wiedergibt. Immer noch nach der Devise, der Leser kann (will) das Geschriebene nicht nachpruefen. Diese Art des Jounalismus traegt zum Untergang der Zeitungen bei, der doch so gern von Jounalisten bedauert wird.
Ihr Jounalisten seit ein Teil des Problems. Der heutige Leser ist informiert, bzw. beschaft sich weitere Informationen, um das Geschriebene zu verifizieren. Der SPON geht langsam im Hintergrundrauschen der Medien unter. Schade, wieder eine Chance vertan.

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Stauss2 19.08.2013, 19:06
18. Der Quasi-Bürgerkrieg ist gut für die Weltherrschaft

Ich habe auch nicht den Eindruck, dass in deutschen Medien informiert wird. Das können die schon gar nicht mehr. Das haben die verlernt. Im Augenblick gibt es zu Ägypten noch keine Direktiven und noch keine entwickelte poco und so stochern sie alle noch im Heuhaufen. So kann man nur über die eigene Branche berichten und es kommt das unvermeidliche Journalisten-fragen-Journalisten-Antworten-Spiel. "Wie fühlen Sie sich denn so. Emotional meine ich".

Ja, damals beim maghrebinischen Frühling, da war alles klar. Die Guten waren die Revolutionäre vom Tahrirplatz und die USA wollten, dass Mubarak geht. Und die deutsche Regierung will immer das, was die USA wollen und die Medien so ebenso. Weil die USA in keinem Land der Welt stabile Verhältnisse wollen. Stabile Verhältnisse sind schlecht für Weltherrschaft.

Also ist der Streit dort gut für deren Interessen und nun werden demnächst die deutschen Medien, die immer berichten was gut für die USA ist, den Bürgerkrieg als die beste Lösung für das Land loben. Die poco ist gefunden. Heureka!

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king_pakal 19.08.2013, 19:11
19. Wenn 2 sich streiten freut sich der...

Zitat von neu_ab
Sie sollten aber auch bedenken, daß gegen eine riesige Meute aufgebrachter Fanatiker das Werfen mit rosa Wattebäuschchen auch nicht das probate Mittel darstellen kann. Es ist beinahe rührend naiv, wie viele Leute sich hier einen pazifistischen "Dialog", ein friedliches Gespräche & Miteinander vorstellen. Wenn ich mir solche weltfremde Naivität wünsche, kann ich mir gleich die hilflosen Statements unseres Bundesaussenleichtmatrosen durchlesen. grober Klotz, grober Keil, sorry.
Spalten anstatt versöhnen. Das ist bei solchen bezahlten PR-Gestalten die allererste Option.

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