Forum: Politik
Dreikönigstreffen der FDP: Brüderle begeistert, Rösler enttäuscht
dapd

Mit sanftem Säuseln kommt man nicht aus der Krise: Der angeschlagene FDP-Parteichef Rösler hat beim Dreikönigstreffen in Stuttgart eine zu zaghafte, verhaltene Rede gehalten - und enttäuscht. Sein Konkurrent Brüderle hatte zuvor Ovationen geerntet. Für Aufsehen sorgte ein unschöner Zwischenruf.

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widower+2 06.01.2013, 16:56
120. Die Lieder werden schwer

Zitat von n.a.i.s
90% der Forums-"Beiträge" beschreiben die qualitative geistige Entwicklung unserer Gesellschaft sehr gut. Es geht überhaupt nicht mehr um Substanz in der politischen Auseinandersetzung, um respektvolle Diskussion relevanter gesellschaftliche Fragen, um die Anerkennung grundsätzlicher Geisteshaltungen. Hier im Forum wie in der alltäglichen Berichterstattung und Politikerstatements finden nur noch Schlagworte statt. Ohne Anspruch auf nachhaltiges Überzeugungspotential, dafür aber mit möglichst hohem Populismus. Man strebt die Reaktion "Da hat er /sie aber Recht..." an in dem Wissen, dass der Bürger heutzutage nicht mehr zwei Sätze gerade aus denken kann, vorher werden ihm die Lieder schwer. Zum Thema: Eine ganzheitlich liberale Partei ist für den nachhaltigen Fortbestand einer freiheitlichen Gesellschaft so notwendig wie die Luft zum Atmen. Ohne Zweifel hat sich die F.D.P. in den letzten Jahren thematisch viel zu sehr verengt und aus gesellschaftlichen Bereichen, die in früheren Jahrzehnten liberales Kerngebiet waren, bis zur Unkenntlichkeit zurückgezogen. Dies ist schnellstmöglich zu korrigieren, ein Lindner wäre hier thematisch sicherlich gut einsortiert. Allerdings auf keinen Fall schon heute als Parteichef. M. E. bedarf es dazu ordentlich an Lebenserfahrung, hier könnte ich mir Brüderle, aber genauso gut Leuthäußer-Schnarrenberger und / oder Kubicki vorstellen.
Oder doch eher die Lider? Die werden mir zumindest schwer, wenn ich Ihren Beitrag lese.

Für die Positionen, die früher mal die FDP besetzt hat (Schutz der Grundrechte, bürgerliche Freiheiten) haben wir heute die Piraten.

Die FDP hat sich bereits 1982 von ihren wichtigen Werten dauerhaft verabschiedet. Seither ist sie zur reinen Klientelpartei für Besserverdienende verkommen (Grundrechte interessieren nicht mehr, sofern es nicht um die oberen Zehntausend geht).

Wo hat sich denn die FDP wie gewehrt, als die freie Wahl des Arbeitsplatzes abgeschafft wurde?

Die FDP kippt jetzt hoffentlich endlich in das Grab, das sie sich vor 30 Jahren geschaufelt hat.

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ruebenkatze 06.01.2013, 17:02
121. Westerwelle 2.0

Guido im Spassmobil trällerte das Mantra "mehr netto vom brutto" - das Gegenteil ist der Fall, trotz der im Parlament stärksten FDP.
Fips Rösler schwadroniert von der Freiheit - als Vorsitzender einer ehemals liberalen Partei, die heute darunter nur noch die Freiheit des Kapitals und der lobbygesteuerten Einflussnahme begreift und sich Lichtjahre von den Freiheitsidealen des Bürgertums entfernt hat.
Die FDP ist ein Tummelbecken von Selbstoptimierern und Maulhelden, F der mittlerweile gleiche Etikettenschwindel wie C oder S bei den anderen Parteien. Es wäre an der Zeit, (wieder) eine wirklich liberale demokratische Partei zu gründen.

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Moses3d 06.01.2013, 17:02
122. Ironie des Schicksals

Während sich amerikanisches Großkapital nach und nach wieder erholt und wie eh und je mitmischt, verabschiedet sich die freie liberale Partei Deutschlands ins Jenseits. Parteiprogramme kann man ja ggf. von Ghostwriters schreiben lassen, aber wenn die Presöhnlichkeiten von Gestern fehlen heute. Ein Sknadal nachdem anderen, keine Frage es geht den Bach runter. Und wer gewinnt am Ende, wie eh und je? Das Kapital. Lehman Brothers ist raus aus der Insolvenz. AIG kaufte erst vor kurzem die Basler Vers. auf, usw. Da SPD und Grüne ja das Finanzspiel jedesmal mitspielen, wenn Sie denn regieren, braucht kein Mensch die FDP mehr. Es gibt genügend andere Parteien die an den "Röcken der Industrie" hängen. Und wie man an Frankreich sieht, gibt es die anderen "Lupenreinen Demokraten", die gerne das Kapital aufnehmen. Und die Schweiz verliert zwar nun nach ihre Steuerflüchtigen Kunden aus dem Ausland, aber die Schweiz ist auch klein; es bleibt die Frage ob sich die USA und Europa auch mit China oder Rußland anlegen werden, sind sie doch durch Finanzkrise in die finanzielle Abhängigkeit geraten. Ein letztes Aufbäumen und vorgaukeln von Demokratie und Freiheit, werden wir uns wohl nach in den nächsten Jahren anschauen müssen. In spätestens 10 Jahren, werden die Chinesen, dann nicht nur Solar Anlagen unter Herstellungspreis verkaufen sondern auch sämtliche andere Waren und das kann Russland auch. So ist das eben im Kapitalismus, wer das Geld hat, hat die Macht ein System zu erschaffen und Menschen zu binden. Die FDP hat ihr eigenes System zerstört. Ironie des Schicksals, das Kapital umrundet die Welt immer schneller und die kapitalistischste aller Parteien schafft sich selbst ab.

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Micha123 06.01.2013, 17:11
123.

Am besten ist der Rösler, wenn er vor die Fernsehkameras tritt. Wie er da Angst hat, ist fast schon schmerzhaft anzusehen.
Der Beste aber ist diese Niebel. Der woltle doch vor der letzten Bundestagswahl das Entwicklungsministerium abgeschaftt wissen. Nach der Wahl wurde er dann Entwicklungsminister und hat ganz schnell lukrative Pöstchen an Parteifreunde vergeben. Politik ist ekelhaft.

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sarandanon 06.01.2013, 17:11
124.

Zitat von Pega123
Tja... mit der Bewertung Rösler enttäuscht steht SPON in der Presselandschaft ziemlich alleine da.
Tja, mit dieser Meinung stehen SIE wohl alleine da.


Zitat von Pega123
Die FDP ist die einzige Partei der Freiheit, die wir in Deutschland haben. Leider ist sie die einzige Partei möchte ich da vielleicht sogar sagen,
Hmm, welche Freiheit meinen Sie? Die Freiheit der bürglerlichen Rechte und der Selbstbestimmung, die heute nur noch als vorgeschobene Wortphrasen benutzt werden oder die Freiheit der Märkte und der Großbanken und der Lobbyisten, um den Arbeitsmarkt auszuplündern, also die absolute Freiheit der Bestverdienenden?

Zitat von Pega123
Vielleicht sollte sich SPON lieber mit den Inhalten auseinandersetzten statt nur Polemik zu liefern
Wie soll man sich mit den Inhalten einer "Partei" auseinandersetzen, wenn diese nur aus Polemik ("mehr Netto vom Brutto", usw) besteht?

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Micha123 06.01.2013, 17:12
125.

Zitat von mps58
Selten habe ich eine so kämpferische und gute Rede von einem Liberalen gehört. Besonders seine Brandmarkung der grünen Gesinnungspolizei hat mir gut gefallen.
Ich denke, Brüderle wäre als Winzer besser aufgehoben.

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febes 06.01.2013, 17:12
126. Gauck

Wie verschwurbelt die Denke der Liberalen ist merkte man als Brüderle die FDP zum Gauck-Prädisenten-Macher kürte. Immer schön das Fähnchen in den Wind hängen...

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cosmos 06.01.2013, 17:12
127. Schluss-aus

Jede Minute, sich mit diesen 3.klassischen Komödiaten zu beschäftigen, ist vergeudete Zeit.
Freiheit ? Dafür sind wir alle. Gerade die FDP ist es, die die Freiheit von Bürgern massiv einschränken möchte. Die Freiheit einer bestimmten kleinen Oberschicht bedeutet auch immer die Unfreiheit anderer Schichten.
Auch alte FDP-Sprüche wie "Arbeit soll sich lohnen", soll nur für eine bestimmte Klientel gelten. Viele sind bei der Wahl 2009 darauf hereingefallen und haben FDP gewählt. Diese enttäuschten FDP-Wähler wählen nie wieder FDP.

Niebel und Rösler sitzen gemeinsam in der deutschen Regierung am Kabinettstisch !
Und da sagt der Niebel auf offener Bühne ( sinngemäss und unmissverständlich) , sein Kollege Rösler sollte nicht mehr FDP-Vorsitzender sein.
Also soll er auch nicht mehr Wirtschaftsminister sein. ( Rösler hat den Wirtschaftsminister-Posten nur bekommen, weil er FDP-Vorsitzender wurde; das hat sich spätestens nach der Niedersachsen-Wahl erübrigt ).

Die FDP und Brüderle eignen sich nur noch für die "Heute-Show".

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Hilfskraft 06.01.2013, 17:14
128. Rösler

ist einfach zu gut für diese Welt.
Er sollte sich ein anderes Betätigungsfeld suchen.
Vielleicht als Landarzt?
Hier könnte er wirklich etwas bewegen.

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aufklarer 06.01.2013, 17:16
129.

Zitat von sysop
Mit sanftem Säuseln kommt man nicht aus der Krise: Der angeschlagene FDP-Parteichef Rösler hat beim Dreikönigstreffen in Stuttgart eine zu zaghafte, verhaltene Rede gehalten - und enttäuscht. Sein Konkurrent Brüderle hatte zuvor Ovationen geerntet. Für Aufsehen sorgte ein unschöner Zwischenruf.
Warum wird eigentlich über andere Splitterparteien nicht auch so viel berichtet?

Bei einer angenommenen Wahlbeteiligung von 60% und einem (hoffentlich noch geringeren!) Ergebnis der FDP von 4% gibt es doch grade mal 2,4% der Wähler, die der FDP die Stimme geben.
Davon tun das 1% zu Recht, denn sie sind die Reichen im Land und für sie macht die FDP Politik und die anderen 1,4% kommen hoffentlich noch zur Erkenntnis, dass sie ihre Stimme verschenken.

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